Sollte man die Welse gross wachsen lassen?

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Sollte man die Welse gross wachsen lassen?

Ja
26
36%
Nein
14
19%
Je nach dem
16
22%
Weiss nicht
16
22%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 72

fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

Unsere Gewässer werden nun mal nicht mehr kälter


das stimmt.. aber es ist trotzdem arschkalt draussen :hurt:
bienne0

Beitrag von bienne0 »

Andal hat geschrieben:Tatsache ist, dass jede Art eine negative Auswirkung auf den Lebensraum hat, wenn sie plötzlich überproportional auftritt.



Und gerade durch die klimatischen Veränderungen bedingt, kann man sehr deutlich erkennen, wie sich vielerorts Bestandsverschiebungen abzeichnen. Im Klartext heisst das, dass Waller, Barben und Rapfen durch die steigenden Jahresdurchschnittstemperaturen eindeutig bevorzugt sind und daher die Bestände steigen, wenn man ausschließlich die Fliessgewässer betrachtet.



Endgültig und verlässlich kann nur ein wissenschaftliches Monitoring Aufschluss geben, in wie weit man regulierend eingreifen muss. Aus meinem eigenen Empfinden heraus sage ich, dass man Welse grundsätzlich entnehmen sollte, wenn sie in ehedem welsfreien Gewässern plötzlich in zunehmender Stückzahl vorkommen. Anglerisch ausrotten kann man sie ohnehin nicht.


Da hast du auch wieder recht ...aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo bei uns an der Donau Welse aus den Ex Ostblockstaaten ( bulgarien ) in Zisternen-/Tankwagen angekart und ausgesetzt wurden weil es im nördlichaten Donauknie ( Regensburg ) fast keine mehr hatte.
Andal

Beitrag von Andal »

Da hatte er aber sein natürliches Verbreitungsgebiet. Es wurde gewissermassen repatriiert. Das ist was anderes, als dort neu zu besetzten, wo es ihn noch nie von Natur aus gab.



Wobei man bei Wallern auch aufpassen muss. Er ist, wie der Karpfen zu einem "Specimenfisch" geworden. Da wird gerne mal vor lauter Kindchenschema und Mode die Realität nicht mehr wahrgenommen.
Lahnfischer

Beitrag von Lahnfischer »

Hier an der Lahn ist der Wels ursprünglich auch nicht heimisch und wurde offiziell nur einmal an einem Teilstück vor ettlichen Jahren besetzt.

Als ich vor ca. 15 Jahren einen Wels mit 67 cm Länge beim Aalangeln auf Tauwurm fing, war dies noch eine Sensation.

Heutzutage kommen auf einen gefangenen Aal locker 3 kleine Waller und seit mehreren Jahren ist sowohl das Schonmaß als auch die Schonzeit aufgehoben und alle Waller sind laut unseren Vereinsbestimmungen zu entnehmen.

Diese Regelung wird aber die weitere Vermehrung des Wallers nicht aufhalten, zu rasant ist seine Vermehrung und Wachstum. Waller wachen in den ersten 3 Jahren so schnell ab, daß sie außer ihresgleichen kaum noch Frassfeinde zu fürchten haben.

Ihre Gefräßigkeit kann ich nicht eínschätzen, aber seid ihrer rasanten Verbreitung gibt es hier fast keine Schleien mehr und auch Hecht, Zander, Barsch und diverse andere Friedfische sind rarar geworden.

Gleichzeitig hat sich aber auch der Kormoran hier sehr breit gemacht, von daher will ich keine Alleinschuld dem Wels zuschieben... :roll:
TAZ

Beitrag von TAZ »

Ich würde sagen wenn die Bedingungen stimmen und ausreichend Futterfische und Platz vorhanden ist,dürfte nichts dagegen sprechen.

Ist immer alles nur eine Frage der Balance.

Wobei man immer vorsichtig sein muss,wenn es um Fischarten geht die in diesem Gewässer nicht heimisch sind.
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