Äschenrückgang im Kt. BE

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Stefan

Beitrag von Stefan »

Das einzige was ich aus Solothurn weiss ist, dass man die tägliche Fangzahl auf 4 Stk. begrenzen will. Das habe ich an einer Information betreffend dem Kantonalpatent aus erster Hand erfahren.



Mir geht nur etwas nicht auf: Im Sommer 2003 habe ich viele tote Äschen in der Aare gesehen, mittlerweile weiss ich auch, dass diese beim Kraftwerk Bannwil angeschwemmt wurden. Ich habe diese Beobachtungen dem Kanton gemeldet. Warum hat nach dem Hitzesommer niemand reagiert :?: :?: Das wäre doch der richtige Zeitpunkt gewesen, um Schonmassnahmen einzuführen. Was jetzt geschieht, scheint mir zu spät und zu krass, von einem extrem ins andere.



Noch ist es ja nicht defintiv, schauen wir weiter...
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äschfischer
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Beitrag von äschfischer »

manche fischer lernen es eben nicht anders :!:
Gruss Chrigu

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
Jänu

Beitrag von Jänu »

Fände es Schade, würden die Schonmassnahmen so extrem umgesetzt! Habe dieses Jahr bereits 2 Äschen mitgenommen und gehe nicht davon aus, dass es Ende Saison mehr als 10 Stk. sein werden. Zudem habe ich dieses Jahr erst das Fischen auf Äschen entdeckt, vorher habe ich praktisch nur im Sommer gefischt. Tjaa... :roll:
Rivermaster Fredu

Beitrag von Rivermaster Fredu »

Ich finde das eine seeeeeehr rigorose Massnahme.

Schade wenn das so kommt. Anscheinend gibt es wirklich nicht viele andere Möglichkeiten den Äschenbestand nachhaltig zu erhalten.

Es ist doch einfach wieder so ne Sauerei, dass man den Fischern das fischen auf Äschen verbietet, und die schwarzen Vögel dürfen munter weiterfressen.

Ich fände es nichts als richtig, wenn man da auch mal so rigorose Massnahmen ergreifen würde :evil:
Chrigel

Beitrag von Chrigel »

Salmotti ich geb dir 100% Recht, und wegen den massiven Fängen.. habe Zahlen gehört von über 400 Äeschen dieses Jahr eines Fischers. Denke das sagt schon viel aus wie die Lage ist....

Ich würde sowas mit offenen Händen empfangen, denn wenn ich später mal im März/April ans Wasser gehe fände ich es toll wenn ich weiterhin den schönen Äeschen beim Laichfieber zuschauen darf :up:
habakuk

Beitrag von habakuk »

Jänu hat geschrieben:Fände es Schade, würden die Schonmassnahmen so extrem umgesetzt! Habe dieses Jahr bereits 2 Äschen mitgenommen und gehe nicht davon aus, dass es Ende Saison mehr als 10 Stk. sein werden. Zudem habe ich dieses Jahr erst das Fischen auf Äschen entdeckt, vorher habe ich praktisch nur im Sommer gefischt. Tjaa... :roll:


kann mich da nur anschliessen - sehr traurig für mich -

eben erst erlickt - und schon verboten...

um nicht zu sagen, wofür hab ich mir nun ein boot gekauft?

:cry:

ich könnte sehr gut mit einer fangbegrenzung von 10 äschen

im jahr leben. ich würde danach oder währendessen auch keine

äschen fangen und releasen. wenn die fische geschont werden müssen -

sollte man sie nich noch "plagen"! ich war viel am wasser, ich würde

lügen wenn ich behaupten würde, dass jede releaste 31er überlebt hat.



- und das hatte nichts mit meiner handhabung zu tun!



der langen rede kurzer sinn:

ich respektiere die massnahmen, da es einige anders wohl nie kapieren

werden. ich glaube aber auch, dass es mehrheitlich die falschen trifft
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Rivermaster Fredu hat geschrieben:Es ist doch einfach wieder so ne Sauerei, dass man den Fischern das fischen auf Äschen verbietet, und die schwarzen Vögel dürfen munter weiterfressen.


Nene, den schwarzen Vögel hat man(n) das Äschefressen auch verboten.. Leider hat man(n) irgendwann festgestellt, dass die sich nicht an Abmachungen halten.. Somit ist es wesentlich einfacher, per Gesetz dem Fischer das Fangen zu verbieten..



Der Äschen-Massnahmeplan beinhaltet auch die "natürlichen Feinde" schwarze Vögel sowie die "künstlichen Feinde" Wasserverbauungen.


Chrigel hat geschrieben:habe Zahlen gehört von über 400 Äeschen dieses Jahr eines Fischers.
...unser aller lieber Freund mit Hölzl vom 202... den wird's hart treffen..
Börni

Beitrag von Börni »

Ich finds schade, dass solche Massnahmen nötig sind. Aber eben, scheinbar ist's erforderlich und schlussendlich kommt es auch uns zugute, wenn wir in ein paar Jahren immer noch Äschen fischen können.



Mich trifft es jetzt halt einfach etwas hart, weil die Äsche für mich mit ein Grund war, mir für nächstes Jahr das Bernerpatent zuzulegen. Aber wie schon gesagt; "Wer will die Tierchen schon plagen, wenn man sie nicht entnehmen darf"? Was natürlich nicht heissen soll, dass ich sie sonst einfach "ernten" gegangen wäre!
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gmischol
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keine Entnahme oder auch kein Fischen auf Aeschen?

Beitrag von gmischol »

nach dem Wortlaut ist catch und release damit erlaubt?

Schade, wenn man nicht einmal mehr mit der Fliege im Herbst fischen gehen kann.

Die Massnahme ist wirklich krass, ich denke eine Beschränkung der Entnahme pro Tag wie auch pro Monat und Jahr sowie eine Erhöhung des Schonmasses auf über 35cm hätten wahrscheinlich die gleiche Wirkung.



Und konsequenterweise müsste man die gleichen Massnahmen für die Forellen auch durchsetzen. Der Rückgang ist bei den Forellen ja nicht weniger gross als bei den Aeschen.



Traurige Zeiten sind das...
Jeder Mann braucht etwas Verrücktheit oder er wagt es nie, das Seil zu durchtrennen und frei zu sein. Alexis Sorbas
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

habakuk hat geschrieben:ich würde lügen wenn ich behaupten würde, dass jede releaste 31er überlebt hat.
Das versteh ich wiederum nicht, wieso sollten nicht alle überlebt haben? Gerade bei der Äschenfischerei, wo der Anschlag sofort gesetzt werden muss, sonst wird der Köder wieder ausgespuckt, hacke ich zu 100% im Lippenbereich. Und da im Fluss/Bach IMMER ohne Widerhaken, muss ich die Fische nur ausnahmsweise in die Hände nehmen zum abhaken.. Die Drillzeit halte ich so kurz wie möglich. Es macht keinen Sinn, mit einer Äsche, welche nicht entnommen wird, lange zu drillen. Die Äsche gibt im Drill nämlich alles bis zur totalen Erschöpfung.. Und so geht sie futsch..
rafa

Beitrag von rafa »

Hallo



Wirklich eine sehr harte Entscheidung! :shock:

Jedoch kann ich mit ihr leben obwohl mir das

äschnen schon ans Herz gewachsen ist.



Bleibt zu hofen das sich der Bestand wirklich zum

Positiven hin etwickelt und nicht nur die Vögel davon

profiteren. Freue mich auf alle Fälle schon auf die Wiedereröffnung!
Börni

Re: keine Entnahme oder auch kein Fischen auf Aeschen?

Beitrag von Börni »

gmischol hat geschrieben:Die Massnahme ist wirklich krass, ich denke eine Beschränkung der Entnahme pro Tag wie auch pro Monat und Jahr sowie eine Erhöhung des Schonmasses auf über 35cm hätten wahrscheinlich die gleiche Wirkung.


Da kanns du schon recht haben, aber das wäre dann auch schwieriger zum Kontrollieren und bei einem totalen Verbot, da gehen dann halt schon viel weniger gezielt auf die Äschen fischen und so haben sie dann auch wirklich eine beinahe 100%ige Erholungsmöglichkeit für den Bestand.
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

rafa hat geschrieben:Freue mich auf alle Fälle schon auf die Wiedereröffnung!
Halt halt, Freund Rafa, noch ist das Ganze nicht offiziell abgesegnet, ich glaub's ja auch erst wenn ich's noch schwärzer auf weiss habe als ich es bis jetzt habe... Die Mitteilung vom FI wird schon kommen...
Stefan

Beitrag von Stefan »

Salmotti hat geschrieben:Die Äsche gibt im Drill nämlich alles bis zur totalen Erschöpfung.. Und so geht sie futsch..


Auch hier stimme ich dir zu, Otti. Ich hatte schon Äschen, die waren nach dem Drill total erschöpft. Bei uns ist die Aare 3 bis 5 Meter tief und wenn man die Äschen auch noch gegen die zum Teil starke Strömung einholen muss, ist das anstrengend für sie. Ich halte die Äschen dann einen Moment, natürlich im Wasser, und streichle sie über dem Rücken. So ist noch jede Äsche wieder zu sich gekommen und hat den Fang überlebt. Scheinbar sind die Muskeln der Äschen übersäuert und dem kann man mit "Massage" entgegenwirken.
habakuk

Beitrag von habakuk »

Salmotti hat geschrieben:
habakuk hat geschrieben:ich würde lügen wenn ich behaupten würde, dass jede releaste 31er überlebt hat.
Das versteh ich wiederum nicht, wieso sollten nicht alle überlebt haben? Gerade bei der Äschenfischerei, wo der Anschlag sofort gesetzt werden muss, sonst wird der Köder wieder ausgespuckt, hacke ich zu 100% im Lippenbereich. Und da im Fluss/Bach IMMER ohne Widerhaken, muss ich die Fische nur ausnahmsweise in die Hände nehmen zum abhaken.. Die Drillzeit halte ich so kurz wie möglich. Es macht keinen Sinn, mit einer Äsche, welche nicht entnommen wird, lange zu drillen. Die Äsche gibt im Drill nämlich alles bis zur totalen Erschöpfung.. Und so geht sie futsch..


ich fische in der aare - die drillt wesentlich heftiger als ich das tue.

auch ich versuche den drill kurz zu halten. auch bei mir hat noch nie

eine äsche den köder geschluckt. auch ich fische ohne widerhaken.

wenn ich alleine fische muss ich die fische meistens in die hand nehmen

oder feumern um sie zu lösen. ich hab nicht immer gleich ein vollkommen

strömungsfreies "glünggli" vor den füssen wo sich die

äsche selber befreien könnte - meist drillt die aare weiter!

das mit der totalen erschöpfun hab ich allerdings gemerkt - und ich

hoffe, dass sich die eine oder andere wieder gedreht hat.

nicht nur die von mir - auch die vom fischer stromaufwärts neben mir -

die, die kieloben an mir vorbei geschwommen sind!



ich glaube ein bass oder hecht zu releasen ist eines -

eine äsche etwas anderes.
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