oracle69 hat geschrieben: Do 24. Okt 2024, 19:32
Interessant, dass flümi weiss wieviele Bachforellen ich im Jahr fange... Aare, Dünnern, Birs, Bünz, Stausee Steg, Bäche im Kt.Uri, Seefeldsee...
... und deshalb weiss ich sehr wohl wie eine gesunde Bafo aussieht!
Hatte Dich, Flümi als sehr interessanten Berichterstatter hier im Forum entdeckt...
Aber mit dieser Aussage von Dir...
Fakt ist: an diesem Tag hatte ich 100% Bafos in der Frutt gefangen; oft bei jedem Wurf einen Biss.
(dann wechsle ich jeweils die Stelle! Besatzplatz...)
Aber alle mit verkümmerten Brustflossen.
Du hast demfall meine Aussage zu den Bachforellen auf der Frutt falsch verstanden. Ich beziehe mich nur auf den Bestand an BaFos auf der Frutt alleine. Farios aus dem Unterland, anderen Bergseen oder Bergbächen haben damit nichts zu tun. Ich weiss sonst auch, wie Farios in der Schüss, Birs, Emme usw aussehen. Und die in der Birs sind farblich viel schöner als die in der Aare, Emme, Lütschine usw ... aber das tut nichts zur Sache
Bei all den Ausflügen auf die Frutt habe ich noch nie mehr als 1-2 Bachforellen an einem Tag gefangen. Häufig waren auch Freunde oder Vereinskollegen dabei. Die haben ebenfalls noch nie mehr als 1-2 Bachforellen an einem Tag gefangen. Deshalb ging ich davon aus, von meinen Beobachtungen bei anderen und meinen eigenen Fängen, dass wenn ich 10x dort fischen würde und jedes mal Vollpackung hätte (Petrus weiss, dass das nicht eintreffen wird ... aber nur mal angenommen, im besten Fall halt), dann würde ich selber wohl fangen:
ca. 32-38 Regenbögler
ca. 6-9 Kanadier
ca. 4-6 Bachsaiblinge/Seesaiblinge
ca. 2-4 Bachforellen
Deshalb ging ich von maximal 10% Bachforellen aus (Bei den letzten 5x Fischen auf der Frutt hatte ich glaubs nur 1 BaFo), über eine längere Zeit und über viele Tageskarten auf der Frutt hinweg.
Wenn du also mal an einem Tag "nur" Bachforellen gefangen hast auf der Frutt, dann hast du also extrem viel Glück gehabt, einen so hohen Anteil an Bachforellen gefangen zu haben oder wenn alle Bachforellen aus der gleichen Zucht und von der gleichen Generation waren und alle die gleichen Probleme hatten (territoriales Verhalten, "Beef untereinander", aus dem gleichen Becken), hast du halt im Glück auch noch Pech gehabt.
Aber das gehört halt zum Fischen dazu und macht die Faszination an unserem Hobby aus. Man kann jederzeit etwas erleben, das man weitererzählen kann. Oder auch nicht. Und da unser Hobby eine so grosse Spannweite an möglichen Erlebnissen bietet, liegt es in der Natur der Sache, dass viele Fischer nicht die gleichen Erfahrungen machen und man halt nicht alles nachvollziehen kann, wenn man es selber nicht gesehen hat
Und zum Thema Fischereiaufsicht:
Hinterstockensee ---> häufig kontrolliert worden. Nie Problem gehabt, immer guter Umgang
Oberstockensee ---> erst 2x gewesen, nie kontrolliert worden
Öschinensee ---> über 20x gewesen, nie kontrolliert worden.
Melchsee & Tannsee ---> etwa 3x kontrolliert worden, nie Problem gehabt, immer guter Umgang
Arnensee ---> 1x oder nie kontrolliert worden. Falls ja, kein negatives Erlebnis abgespeichert
Lac de Joux ---> etwa 3x kontrolliert worden, lustiger Aufseher, hat viel zu erzählen, viele Fotos zum zeigen, geniesst das Leben
Nur am Engstlensee ein negatives Erlebnis gehabt, aber nur als Anwesender, war nicht der gewesen, der "das Poulet war".
Wir sind als Gruppe dort gewesen. Einer fuhr mit Motorrad, war vor uns oben, die mit dem Auto gingen. Er fischte neben einem Aufseher, der aber nicht der Aufsicht nachging, sondern selber am fischen war. Er wäre also von sich aus nicht kontrollieren gekommen, wenn nicht folgendes passiert wäre:
Mein Kollege fing einen nach dem anderen. Der Aufseher hatte keinen Biss ... war also genervt und neidisch auf den "Unterländer". Als dann wir anderen von der Gruppe kamen, rief der Kollege uns zu sich und sagte, dass es hier gut beisst. Wir packten unsere Kombos aus, fingen am Spot auch einen nach dem anderen, währenddem der Aufseher weiterhin nichts fing (20-30m links von uns). Da der Kollege, der zuerst am Spot war, schon 5 hatte, liess er uns dort fischen, nahm seine 5 aus und wollte erst danach seine Sechste fangen. Nachdem er die 5 Fische verpackt hat und wir anderen auch schon alle 2-4stk hatten, nahm er seine Rute in die Hand und wollte auswerfen. Da liess der Aufseher grad alles fallen, kam zu uns rübergerannt und hat ihm befohlen: "Rute ablegen, Patent und Statistik zeigen!"
Der Aufseher schrieb ihm eine Busse wegen Weiterfischen nach dem Fang von 6 Salmoniden. Da der Kollege aber noch keinen Strich in der Statistik gemacht hat, hat er sich nicht gewehrt. Der Aufseher sagte mehrfach: "Sie haben 6 gefangen. Ich habe es genau gesehen.". Er hat nie die Fische angeschaut oder im Sack gezählt. Für ihn war es Beweis genug, dass der Kollege Fische ausgenommen und verstaut hat.