Wurmzucht im Eigenbau

Alles was man noch so selber machen kann!
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Chregu
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Chregu »

Habe mal diese Igentwo heruntergeladen ..Noch nie ausprobiert

Würmer Züchten / Hältern
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Hi zusammen.

Wer kennt das nicht: Man kauft sich für einen Angeltag ein paar Dosen Würmer und braucht nicht alle. Vielfach halten die Tiere im den kleinen Dosen nicht länger als 7-10 Tage und dann segnen Sie das Zeitliche oft aus Futtermangel oder Falscher Lagerung. Gerade der Schwarzkopf......! Zuden sind die beliebten Köder nicht immer Billig.
Nun liest man in Diversen Foren von Wurmzucht und dergleichen. Natürlich habe auch ich etwas Rumexperimentiert und es ist mir gelungen, eine Mischung zu Kredenzen, in welcher sich einerseits der Schwarzkopf lange Hältern läst und sich der Dendrobena ( Grosser Rotwurm ) sogar so wohl fühlt, das Er sich vermehrt.

Dazu habe ich mir eine sogenannte UTZ-Box besorgt ( im Baumarkt erfältlich ), jene Grauen Boxen mit Schwarzen Schnappdeckel, mit den Massen B: 400mm x L: 600mmx H: 300 mm. In den deckel kleine, 1 - 1,5 mm grosse Löcher Bohren, nicht grösser, und Fertig ist "The Wormhouse Selfmade".

Zum Innhalt:

Für 100 % Gemisch benötige ich 1 Sack Wurmerde, 1 Beutel Wurmfutter ( beides beim Händler erhältlich. Ergiebt zusammen 50 % )und Gartenerde( Restlichen 50 % ). Dabei bitte wirklich Erde aus dem Garten benützen, kein Torf oder Blumenerde da dieser oft zu Sauer ist oder zusätzlich Dünger enthalten. Die Erde von Hand zerkleinern und die Steine rauslesen.
Nun die Wurmerde und das Wurmfutter gut vermischen und so Stark Anfeuchten, das es bei Starkem zusammendrücken leicht Saftet. Wird das gemisch zu Feucht angemacht besteht Gefahr der Schimmelbildung = Wurmsterben!!!
Nun das Gemisch auflockern und mit der Gartenerde Locker vermischen, gegebenenfalls etwas nachfeuchten und in die Gereinigte UTZ-Box geben, Würmer drauf, fertig ist das Hälter/Zuchtgebinde.
Anstelle von gekauftem Wurmfutter können auch Eierkarton klein zerrissen werden ( ca. 1 cm grosse Stücke, Reissen, nicht schneiden und nur neutrale Schachteln benutzen, keine eingefärbten oder gebleichten ).
Die Würmer habe ich dann bei Ricardo besorgt, da giebt es gleich 100er Packungen zu einem guten Preis.

Optimale Lager/Zuchttemp ist 15-18° Grad, Garage oder Keller ist am Besten.
Gelegentlich nachfeuchten und wenn das Wurmfutter zu neige geht eine Futter/Wurmerde-Mischung nachlegen und vorsichtig mit der bestehenden masse Mischen. Die Zusätzliche Wurmerde ergiebt mehr Vollumen. Nach einiger Zeit legen die Dendros dann Eier und es Schlüpfen ca. 6-7mm Grosse ( kleine ) Nachkommen. Um ein Ausbrechen der Kleinen Würmer zu verhindern kann der Deckel mit Klebeband verschlossen werden. Gelegentliches öffnen und etwas "Durchlüften" schadet auch nicht.
Wie gesagt lässt sich darin auch der Schwarzkopf längere Zeit Hältern, aber nicht Züchten und bei mir Tummeln sich auch noch einige Mistwürmer. Ob es bei anderen Würmer auch geht, Laubwurm, Tauwurm...... weis ich nicht.

Angenehmer nebeneffekt:
Aus der von den Würmer gefressenen Erde wird herrliche Erde für Topf und Balkonpflanzen.
Nach einiger Zeit, das kann nach einem Jahr sein, das GANZE Gemisch auswechseln. Achtung, Alle Würmer rauslesen, auch die Jungen!!!

So habt Ihr fast das ganze Jahr frische Köder Zuhause.

Viel Spass beim Pröbeln und Tüfteln.
Reussfischer
PS: Je weniger ihr die Tiere stöhrt, desto besser vermehren sie Sich.
DarkSpider

Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von DarkSpider »

Dank den vielen Inspirationen hab ich mich entschlossen selber eine Zucht anzulegen und will es Euch nicht vorenthalten meine Anleitung und mein Resultat zu sehen:
Anleitung:

1. Styroporbox mit Deckel entsprechent präpariert: Abflusslöcher im Boden und 4 grosse Lüftungslöcher in den Seiten, sowie im Deckel ein grosses Loch:

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2. Die Löcher im Boden wurden mit dem etwas dickeren Unkrautflies abgedeckt. Die Löcher an den Seiten und im Deckel mit dem durchlässigen Gartenflies.
Beides im Jumboi gekauft (ca. 10.- je)

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alles fleissig und dicht mit Cementit geklebt.

3. der Boden nochmals mit Unkrautflies abgedeckt, dass wirklich niemand durchkommt:

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4. Eine Schicht Blähton (Jumbo 5.-) um sicherzustellen, dass die Box wirklich nicht "ersäuft"

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5. Darüber nochmal eine Schicht Gartenflies, die wasserdurchlässig ist, aber hoffentlicht die Würmer daran hindert sich am Blähton zu verletzten...

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6. Nun eine erste Schicht Komposterde (Jumbo, 8.-) gemischt mt Perlit für bessere Durchlüftung und Entwässerung

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7. Fertig

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Die Würmer (250 Stück, 17.- auf ricardo) sollten in den nächsten Tagen bei mir eintreffen...Ich halt euch auf dem Laufenden... 8)
Frittengeier

Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Frittengeier »

Hey Chregu...

Sieht ja super aus... ziemlich ähnlich wie meine! ;)
Meine Kiste stammt aus der Landi und ich habe statt Blähton Katzensteu genommen...

Übrigens ich kann es mir nicht vorstellen keine Kiste mehr zu haben.
Es gibt nichts pracktischers als kurz in den Keller zu gehen und ein Paar Würmer einzupacken!!! :up:
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Martin3
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Martin3 »

Hallo zusammen

Ich habe da mal eine Frage:
Ich habe mir vor ca. Monaten auch so ein Eimer mit Würmer gemacht. Ich habe ein handelsüblicher Eimer (ehemals Farbeimer, aber sauber geputzt) mit Erde aus dem Garten gefüllt. Die Würmer die ich im Garten immer wieder gefunden habe, habe ich in den Eimer gelegt. Etwas zerrissene Eierschachtel, etwas Salat und Karotten dazu gemischt. Im Eimerboden einige kleine Löcher gemacht und immer schön feucht gehalten. Die Würmer hatten sich prächtig gehalten, immer schön dazu geschaut, mit Wasser und eierschachteln etc. Nun habe ich aber festgestellt, dass die Würmer an Konsistenz verloren haben.
Wenn ich sie auf den Hacken aufziehen will, dann zerreissen sie sehr schnell. die Innereien laufen aus. Der Wurm hat sich zum schlechten verändert.
Kennt das jemand? An was liegt es?
Weis jemand Rat.

Petri

Martin
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Köfi24
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Köfi24 »

Hab da ein paar Fragen an den DarkSpider und den Frittengeier.

Funktioniert diese weise mit der Styropor Kiste?
Wie ernähren sich die Würmer was gebt ihr ihnen zu Fressen und muss die Erde auch mal gewechselt werden?
Macht ihr die Erde auch mal nass?
Wieviel gibt es den so her an Würmer und müsst ihr ab und zu wieder ein paar Neue hinein geben?
Wie viel Arbiet gibt es, was muss man beachten und wie oft kann man ca.10 Würmer raus nehmen ohne zu viel zu entnehmen? alle 2 Wochen oder so?

Wenn das funktionier überleg ich mir ernsthaft dies auch zu probieren da ich einfach nicht mehr mag 5.-Fr Zahlen für ein Büchsli oder warten bis es Regnet.
„Ist mir doch egal, wer dein Vater ist! Solange ich hier angle, läuft keiner übers Wasser!“
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Mötti »

Züchten habe ich noch nie versucht. Da ich bis jetzt nur an Tauwürmern interessiert war, hätte das wohl eh nicht geklappt. Fangen kann ich sie in der Zwischenzeit schon recht gut, geht aber schnell mal in den Rücken, ist nicht so einen ergonomische Haltung.
Aber beim Hältern der Würmer klappt die Sache noch nicht so wie gewünscht. Wenn ich da nicht alle paar Tage nach ihnen schaue und die kranken und toten aussortiere, dann habe ich ganz schnell mal einen stinkigen Haufen bei dem so gut wie nichts mehr lebt. Bis jetzt war meine Wurmwohnung recht einfach: Eine Plastikkiste mit Lüftungschlitzen die mit Fliegengitter verklebt sind und als Wurmerde fein verfötzelte, eingeweichte Eierschachteln und das ganze in den feuchten Keller gestellt. Scheint noch nicht das optimale zu sein. Wie auch immer, die Trüschen-Saison ist zu ende und ich knüpfe mir heute Abend eine Wurfgegene für auf Felchen. Vorläufig brauche ich keine bessere Lösung mehr, aber spätestens im Herbst muss ich nochmals über die Bücher.

Gruss
Mötti
liddlefish

Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von liddlefish »

Habe gehört das auch fleischmadlii sehr leicht zu züchten sind

Rezept: Alu-Dose,lange Fleischspiesse aus Holz,Kessel,Stück fleisch(oder noch besser Fisch gammelt schneller :lol: )


Fleissch auf Spiessen montieren in dose rein stecken löcher in die dose und Eimer darunter = Fliegen legen eier in fleisch =Eier, dann maden fallen durch löcher in kessel
PS In den Winter Monaten geht es nicht, da es den fliegen zu kalt ist. SEHR WICHTIG!!!!!! Zücht Maschine NICHT im haus haben kann stinken

lg liddlefish
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Köfi24 »

Jup das kenn ich zugut die Fleischmaden!
Die stinken wie verrückt und würde ich nur im freien, im Wald oder so Züchten.
„Ist mir doch egal, wer dein Vater ist! Solange ich hier angle, läuft keiner übers Wasser!“
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Kangooroo »

Hallo Gemeinschaft

Ich möchte dieses etwas schon ältere Thema wieder aufgreifen. Hintergrund ist folgender. Vor über einem Jahr im Lockdown bestellte ich mir aus Amazonien :D einen Wurmeimer fixfertig zur eigenen Hälterung und Zucht der Würmer. Drin waren gut 250 Dendros. Diese habe ich mehr oder weniger mal wieder gebraucht aber mich eigentlich gar nicht so drum gekümmert, wenn ich sie mal nicht brauchte. Nur alle paar Wochen legte ich Laub, Salatblätter usw. rein. Damit mir die Würmer nicht ganz muff werden und nicht mehr zum Angeln kommen möchten :lol: Im Frühling, als ich mal beim Angeln Zeit hatte, machte ich Inventar und reduzierte die etwas überschüssige Erde. Und siehe da: ich entdeckte ganz viele kleine Würmchen und haufenweise Wurmeier. Die hatten da also ordentlich Zeit was zu unternehmen :oops:

Jetzt bin ich etwas engagierter und möchte gerne von euch wissen, in welchen Intervallen und mit was füttert ihr eure Würmer?

Liebe Grüsse
Kangooroo
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von AdiRabi »

Komm leider nicht in diesen Beitrag rein stimmt was nicht mit dieser Adresse,
übrigens ich mache dies schon lange Zeit selber mit der Wurmzucht na so ohne ist das gerade nicht
aber Materialaufwand ist gering aber der Zeitaufwand ist da schon erheblicher.
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von Hobbyfischer »

Hallo allerseits!

Ich habe bis vor ein paar Wochen meine Würner, Dendrobaenas glaub ich, immer im Kühlschrank gelagert. Da sie aber ein paar Mal abgehauen sind, durfte ich sie dort nicht mehr haben :lol: . Also habe ich sie in den Keller getan, wo es schön kühl ist. Als ich dann nach ein paar Tagen in den Keller ging um nachzusehen, ob sie sich wohl fühlten, sah ich zwei Würmer ganz eng aneinander gepresst. Wieder ein paar Tage später bemerkte ich mehrere kleine gelbliche Eier. Etwa eine Woche später sind dann mehrere ganz kleine rote Würmchen geschlüpft.

Ich hätte nie gedacht, dass sich die Würmer in einem so kleinen Behälter (so wie man sie am Futterautomaten kaufen kann) so wohl fühlen, dass sie sich auch noch vermehren :shock: !
Gruäss und Petri Heil
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AdiRabi
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Re: Wurmzucht im Eigenbau

Beitrag von AdiRabi »

Naja so leicht ist es unbedingt auch nicht braucht recht viel Zeit, von den WURMKOKONS schlüpfen ist noch keine Sache Aufzucht (Futter) und das Thema Erde ist noch ein grosses Thema ... Aber Versuch es mal viel Glück
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