Marktforschung Schleppfischen

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Gueray
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Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Gueray » Mi 27. Feb 2019, 19:50

Hallo Zusammen

Im Rahmen meiner Diplomarbeit im BWL Studium, mache ich eine Marktforschung im Bereich Schleppfischen (mit Rolle).

Ich versuche herauszufinden, wie viele Fischer auf Schweizer Seen schleppfischen. Beim Bundesamt für Statistik und diversen Fischereiverwaltungen habe ich bereits angefragt und konnte einige Daten gewinnen.

Ich kann die Markforschung jedoch nur mit einer Abschätzung vom relativen Anteil der Schleppfischer im Vergleich zu den Bootsfischern anderer Methoden abschliessen. Genau dafür bin ich auf eure Hilfe angewiesen.

Gerne würde ich hier eine Umfrage starten und wäre froh wenn ihr mir folgende Fragen beantworten könntet:

1. Auf welchem See fischst du?

2. Schätzung: Wie viel Prozent, von denen die vom Boot aus fischen, sind Schleppangler (mit Rolle, nicht mit Ruten)?

Ich bin dankbar für jede Hilfe.

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Beat
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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Beat » Mi 27. Feb 2019, 20:21

Willst du das Schleppfischen nicht Anhand des Namens - also schleppend fischend - definieren? Ich schleppe viel mit Ruten und würde anhand deiner Definition nicht als Schleppfischer zählen.

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Loup
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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Loup » Do 28. Feb 2019, 06:42

Auch ich kann den Sinn deiner Diplomarbeit nicht nachvollziehen.
Ich wage zu behaupten, dass mindestens 70% der Fischer, welche in den letzten Jahren begonnen haben mit der Schleppfischerei, diese Art des Fischens mit Ruten und Rutenhunden betreiben. Wenn du auf dem Neuenburger mit bis zu 12 Ruten und Hunden, im Murtensee mit bis zu 8 fischen darfst, ist das Schleppfischen.

Auszug aud dem Reglement vom Neuenburgersee.
Die Schleppangel ist eine von einem absichtlich getriebenen Wasserfahrzeug gezogenen Angel.

Uebrigens, die Konkordatspatente für den Neuenburger- und den Murtensee unterscheiden Patente für die Fischerei mit oder ohne Schleppfischen. Da bekommst du wohl genaue Zahlen. Natürlich ohne zu unterscheiden ob Schleppfischen mit Rute oder Schleppmast.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Ideur65 » Mi 6. Mär 2019, 17:31

Wenn Du für eine Abschlussarbeit eine Befragung machen willst, dann musst Du einen Fragebogen entwerfen, ihn von der zuständigen Lehrperson absegnen lassen. Danach muss er entsprechend breit gestreut werden (bsp. via dem Schweizer Fischereiverband) ansonsten wird das Ergebnis nicht berücksichtigt werden. Ich habe schon einige Arbeiten begleitet. Es ist sonst frustrierend, wenn die Arbeit nicht bewertet werden kann.

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von luke_sh » Do 7. Mär 2019, 08:37

Ideur65 hat geschrieben:
Mi 6. Mär 2019, 17:31
Wenn Du für eine Abschlussarbeit eine Befragung machen willst, dann musst Du einen Fragebogen entwerfen, ihn von der zuständigen Lehrperson absegnen lassen. Danach muss er entsprechend breit gestreut werden (bsp. via dem Schweizer Fischereiverband) ansonsten wird das Ergebnis nicht berücksichtigt werden. Ich habe schon einige Arbeiten begleitet. Es ist sonst frustrierend, wenn die Arbeit nicht bewertet werden kann.
Warum sollte das nicht berücksichtigt werden? Klar, es ist keine repräsentative Umfrage auf diesem Weg (wäre es auch nicht wenn es abgesegnet wäre und breiter gestreut) aber es kann unterstützend und zusammen mit anderen Daten, welche gesammelt wurden, klar auf einen Trend hinweisen und das kann man meiner Meinung nach auch so in einer Arbeit verwenden.

Natürlich mit den entsprechenden Quellenangaben und dem Hinweis, dass es eine nicht repräsentative Umfrage war.

Das soll kein persönlicher Angriff sein oder ähnlich und der von dir erwähnte Weg wäre natürlich klar der bessere, aber ich finde deine Grundaussage trotzdem evtl. ein wenig zu streng und irreführend. In meiner Abschlussarbeit werden solche Umfragen berücksichtig, dass ist mit dem Dozenten auch so abgesprochen :)

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Gueray » Do 7. Mär 2019, 13:09

Vielen Dank für die Antworten.

Natürlich kann ich aus den erhaltenen Daten nur eine Abschätzung machen. Ich bin nun so vorgegangen, dass ich diverse Fischereiämter angefragt und die die Anzahl ausgegebene Bootsfischerpatente ermittelt habe. Dann habe ich mit diversen Personen aus der Branche eine Befragung durchgeführt und eine prozentuale Abschätzung machen. Mithilfe von diesen Daten konnte ich dann eine ungefähre Abschätzung machen.

Die Marktforschung ist nur ein Teil meiner Diplomarbeit.

Bad Ass Fisherman
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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Fr 8. Mär 2019, 11:18

Ok. Wenn dir das helfen sollte.

Ich befische den Greifensee,Pfäffikersee, Zürichsee\Obersee, Sihlsee, Klöntalersee, Lungernsee, Öschinesee, Walensee.

Davon befische ich,
Greifensee, Zürichsee\Obersee, Lungernsee, Pfäffikersee, Sihlsee, mit dem Boot.

Auf dem Lungernsee zu 100% mit Boot und zu ca. 25% schleppend ohne Rutenhunden.
Die restliche zeit 75% meistens pelagisch auf Felchen oder werfend in verbinding mit Zapfen, da 2i Ruten, auf Forellen.

Zürichsee\Obersee, 95% vom Ufer, 5% Boot davon 1% schleppend mit Rutenhunden. 4% auf Felchen..

Greifensee, 60% vom Ufer 40% Boot davon 20% Schleppend mit Rutenhunden und 10% auf Felchen und 10% auf Barsche werfend.

Pfäffikersee, 90% vom Ufer 10%Boot davon 0% schleppend und 10% auf Felchen.

Sihlsee, 50% vom Ufer 50% Boot davon 10% Schleppend ohne Rutenhunden, 40% pelagisch, mit Zapfen oder werfend.

Wenn ich so auf dem Greifensee herum schaue, sehe ich immer ein paar Schlepper. Je nach Jahreszeit sogar viele. Letzten Samstag waren wir etwa 13Boote in Sichtweite die vor Anker lagen.
Schlepper hatte es nur 3Stk. die um uns herum kurften.
Da bei uns am Greifensee Motoren verboten sind schleppen relativ wenige im vergleich zu anderen Seen.

Ich hoffe mal du kannst dir da was entnehmen.
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener..

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Gremlin » Fr 8. Mär 2019, 17:48

Hallo BAM,

am Sihlsee sind Rutenhunde verboten, aber bei soviel befischten Gewässern, mit all den verschiedenen Techniken die du dazu auch noch anwendest, kann ich mir daher sehr gut vorstellen, dass man das Ein- oder andere Mal all die vielen Reglemente vertauscht, dann kann sowas schon mal vorkommen :lol:

Gruss Gremlin
Wenn du dich entscheiden müsstest zwischen fischen und arbeiten, würdest du auf Egli, Hecht oder Zander fischen?

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Sa 9. Mär 2019, 22:18

:v: :v: :shock: Upps...
Da ist mir ein kleiner Schreibfehler unterlaufen.
Aber danke fürs drauf aufmerksam machen!!
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener..

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von til » So 10. Mär 2019, 10:19

1. Zürisee
2. 0%

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Flümi » So 10. Mär 2019, 12:20

til hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 10:19
1. Zürisee
2. 0%
Hallo til (und auf gewisse Art auch BAF)
Ich nehme mal an, dass du die 0% auf deine Zeit bezogen hast, die du selber fischst. Ich interpretiere die Frage von Gueray aber so, dass man nicht die eigene Zeit schätzen soll, in der man selber schleppt, sondern wieviele % der Bootsfischer, die um einen herum sind, am schleppen sind. Wenn du also 0% schreibst, dürftest du noch nie einen Bootsfischer mit einem weissen Schleppsignal gesehen haben? Auf dem Zürisee?

Den Einwand von Beat, Loup usw finde ich gut. Es gibt zuviele Kategorien beim Schleppen (Downrigger, Rutenhunde, Tiefseerolle, Seehund, Sideplaner mit Clips, mit Spinnruten gerade hintendran usw) und auf Distanz kann man dies schlecht unterscheiden. Ich selber würde auch vorschlagen, nur zu unterscheiden zwischen Bootsfischern mit und ohne weisser Kugel. Diese kann, bzw. sollte man von weitem sehen können und wird deshalb gut Boote zählen und Prozentangaben machen können.

Da aber diese Marktforschung auf Schätzungen basiert und das subjektive Empfinden unter Fischern, die auf etwas nicht sensibilisiert wurden im Sinne von Prozentanteilen in der Vergangenheit, total fürn Arsch ist, würde ich diese Übung komplett abbrechen und anders vorgehen:

Such dir für jeden einzelnen See ab einer bestimmten Grösse (1km²?) 1-3 zuverlässige Fischer ("Botschafter"), die so angefressen sind, dass sie praktisch wöchentlich auf dem See sind, möglichst direkt am See wohnen und bezahle sie für ihre Arbeit:
9 Uhr Morgens mit Feldstecher alle Fischerboote zählen. Sowohl Anzahl an normalen Fischern, wie auch die Anzahl an Schleppfischern notieren.
15 Uhr Nachmittags mit Feldstecher alle Fischerboote zählen. Sowohl Anzahl an normalen Fischern, wie auch die Anzahl an Schleppfischern notieren.

Wenn sie nicht fischen gehen, können sie es auch von zuhause aus mit Feldstecher machen. Diese "Botschafter" sollen das ein ganzes Jahr lang machen, möglichst mit einem guten Mix aus Tagen unter der Woche und Tagen an Wochenenden. Vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2020. Mit diesen gesammelten Daten hättest du einen guten, interessanten Überblick über die Fischerei und die Ergebnisse, bzw. Schlussfolgerungen würden sogar mich interessieren.
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren

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Re: Marktforschung Schleppfischen

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Mo 11. Mär 2019, 12:16

Ich kümmere mich wenig um das was um mich passiert auf dem See...
Auf jedenfall zähle ich sicher nicht jedes mal die Boote die so auf dem See sind...

An dem Samstag machte ich das nur weil bei perfekten Bedingungen normalweise etwa 4-5x mehr Boote auf dem Greifensee sind..

Somit habe ich die Fragen eher auf mich bezogen..
Da ich als Teilzeitschlepper ja eigentlich auch dazu gehöhre...

In meinen Augens ist eh unmöglich so etwas mit den paar Angaben zumachen...
Auf jedenfall wollte ich meinen Beitrag leisten.
Mfg
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