Heute Morgen ging es das erste Mal richtig auf Hecht schleppen.
Um 7Uhr klingelt der Wecker, schnell angezogen und Zähne geputzt und den schon gepackten Rucksack genommen. Auf in Richtung Lausanne!!!
Um 8 Uhr traf ich dann Christian vom dortigen Angelverein, genannt Bibi. Er hatte sich bereit erklärt mir das Schleppen zu zeigen und mir sein Material zur Verfügung gestellt. Um 8.30h dann, waren alle Köder im Wasser:
Vor allem Handgefertigte Holzwobbler (einfach Bombe die Teile, leider ist der Hersteller vor 2 Jahren verstorben und man kann sie nirgends mehr kaufen) und einige Modernen Spielereien meinerseits.
Das System:

Auf jeder Seite waren genau die gleichen Köder montiert und jeder entschied sich für eine Seite.
Also bequem gemacht und über das Fussball Spiel von gestern diskutiert.
Gegen 9h30 bemerkte ich dann das an meiner Seite etwas gebissen hatte. Unter Bibis Anleitung kurbelte ich langsam die Schlitten in Richtung Boot, und Hakte die ersten beiden Seitenarme aus. Der Hecht hing am Dritten. Also die Schnur in einem Haken eingehängt und den Hecht per Hand (!) langsam zum Boot gedrillt. Bibi meinte das sei nur ein kleiner, aber als er an die Oberfläche kam, war er doch grösser als gedacht. Bibi feumerte ihn gekonnt und der Hecht wurde versorgt.
94cm und beinahe 7kg schwer. Neuer PB
10min nachdem wieder alle Köder im Wasser waren, wieder ein Biss auf meiner Seite. Herangedrillt und, ja der hat den Meter, und zwar deutlich!! Doch dann passiert es, Bibi führt denKescher zum Hecht, dieser Springt, und ist weg. Ich denke mir nur, Verdammt. Aber es wird weiter gefischt.
Bibi verhaftet inzwischen einen 70cm und einen 60cm Hecht, beide werden geleast.
Um 10h30, geht ein gewaltiger Ruck durch die Leine, der hängt!!
Also Seitenarme entfernt und dann wir gezogen, wäre der Hecht durch den Zug des Bootes nicht schon etwas müde gewesen wäre das etwas komplizierter geworden. Nach 5min Drill ist er das erste mal an der Oberfläche, deutlich über 1m
Dann kommen auf einmal die Wellen der Kursschifffart. Jetzt aufpassen und ja nicht das Gleichgewicht verlieren. Auf einmal legt der Hecht eine hammerharte Flucht hin und mehrere Meter Schnur sausen mir durch die Hände. Dann ok, alles wieder unter Kontrolle. Mittlerweile Schmerzen meine Finger vom Halten der blossen Schnur, doch das Adrenalin macht die Schmerzen vergessen. Und dann taucht er auf, wow ist der gross. Gefeuert, und er lag im Boot, yeah!! Plötzlich Springt er hoch, in Rugby Manier springe ich auf ihn und halte ihn fest, dann Hakenlösen. Geht nicht, hängt total fest und die Kiemen sind stark verletzt, also wird der Hecht versorgt. Das Hakenlösen war quasi unmöglich, so Schnitten wir die Kiemenbögen zum Teil raus um von der anderen Seite an den Drilling zukommen.
Plötzlich springt der tote(?) Hecht noch einmal nachoben und schüüttelt einmal den Kopf, Resultat: der Drilling ist aus dem Wobbler gerissen
Bibi fing noch einen 85cm Hecht, danach war Schluss.
Ab 12.30h kein Biss mehr, nichts. Einfach zuviel los auf dem See. Um 16h waren wir wieder im Hafen und die Fänge wurden von allen Bewundert und von Bibi (früher Koch) fachgerecht zerlegt. Insgesamt 6kg (von meinen beiden Hechten) feinstes Filet ohne eine Gräte.





Heute Abend gabs Curry-Geschnetzeltes mit Hecht anstelle von Huhn oder Pute, einfach nur lecker.
Insgesamt ein echt geiler Tag mit vieeel Fisch

