Island ist mit seiner weitgehend unberührten Natur nicht nur für Lachs- und Forellenfischer eine begehrte Adresse. Auch das Meer bietet fantastische Möglichkeiten, um unserem liebsten Hobbie zu frönen.
Unsere Reise führte uns mit dem Mietwagen vom internationalen Flughafen Kevlavik in die Westfjorde. Natürlich planten wir unsere Route vorbei am goldenen Dreieck und anderen sehenswerten Naturspektakeln.
Geysir
Gullfoss Wasserfall
Hraunfossar Wasserfall
Diese Brücke war unser Tor in die Westfjorde
Nach dem Bezug der Ferienwohnung und der Bootseinweisung inkl. Prüfung, machten wir am späten Abend einen ersten kurzen Ausflug aufs Wasser. Die Fischdichte ist wirklich beindruckend, aber vorerst fanden wir nur kleine Dorsche.
Im Sommer bleibt es selbst nach der Geisterstunde hell.
Am folgenden Tag konnten wir unseren ersten Meter-Dorsch überlisten.

Der rote Beifang war Teil unseres Abendessens.

Die Boote mit 130 PS sind wirklich Klasse. Beim Aus- und Einlaufen aus dem Hafen muss man sich über Funk bei der Küstenwache melden.
An unserem dritten Tag gönnten wir uns ein Guiding bei "Heng", der uns zielsicher zu den langersehnten Grossdorschen führte.
Dieser schöne Bursche hatte 110 cm und 12 kg.

Und dieses Prachtsexemplar war bestimmt auch nicht kleiner.

Nach vielen Stunden und sehr zahlreichen Drills bekamen wir dann tatsächlich erste Anzeichen von Muskelkater. Auf dem Nachhauseweg stellten wir noch für eine Stunde den Seewölfen nach und konnten rund 10 Stück überlisten.
Nach dem Fang werden die Fische gekehlt und in eine der zwei grossen Eisboxen gelegt. Was man am Abend nicht selber verwerten möchte, wird am Morgen per Kran abgeladen und landet auf dem Fischmarkt.
Der Tag nach unserem Guiding war vom Wetter her der schönste. Das Meer war herrlich Flach.
Wir fingen uns schnell ein paar Köderfische und suchten uns weit draussen im Meer ein schönes Plätzchen für eine Drift.
Wir entschlossen uns vorerst für zwei unserer Lieblingsköder.
Es dauerte (wie immer) nicht lange bis die Ruten krumm wurden.
Wenn bei einer sehr hart eingestellten Bremse reichlich Schnur abgezogen wird handelt es sich zumeist um einen fetten Brummer. Dieser Fisch war der grösste Dorsch der Woche und mass 127 cm bei 20 kg.

An unserem letzten Fischertag wollten wir es trotz grossen Wellen und starkem Wind nochmals wissen und fuhren erneut weit aufs Meer hinaus. Es hat sich gelohnt, denn wir haben einmal mehr die grossen Dinger gefunden.


Auf dem Rückweg in den Hafen haben wir uns natürlich auch noch von unseren Kollegen,den "Steinis", verabschiedet.
Meine absoluten Lieblinge draussen auf dem Meer waren die Puffins (deutsch: Papageientaucher).

Uns hat Island als ganzes SEHR gefallen.
Vielen Dank an den weltbesten Bruder für das Organisieren der Reise.


