Es sollte der Startschuss in ein fischreiches Jahr werden. In der Vorbereitung wurde nichts dem Zufall überlassen und so musste erst einmal Hildegard (ein alter Peugeot J9) fischertauglich gemacht werden: Eine Anhängerkupplung für den Bootsanhänger und magnetische Rutenhalter (natürlich selbst gebastelt) mussten her. Voll beladen ging es am Gründonnerstag los in Richtung Mergozzo (It). Zielfisch: Forellenbarsch. Doch auch Hechte und Zander sind immer willkommen. Das kalte Wetter der letzten Wochen stimmte uns jedoch skeptisch. Aufgrund von verschiedenen Youtube-Videos bestand aber immer noch Hoffnung auf ein Paar schöne Bass.

Am Lago di Mergozzo angekommen wurde erst mal das „Bass“-Camp aufgebaut und das Boot eingewassert. Dann konnte es los gehen.
Die ersten Stunden vergingen ohne einen einzigen Biss. Wir versuchten es mit Senkos am C-Rig, T-Rig und Wacky-Rig, Lipless Crankbaits, Jigs und allem was sonst noch in der Köderbox zu finden war. Auf dem (zugegebenermassen alten) Echolot konnten wir zwar immer mal wieder Fische ausfindig machen. Gebissen hat trotzdem nix.
Am Samstag bot sich uns dann dieses Bild:
Es goss wie aus Kübeln. Trotz den garstigen Bedingungen gings nochmals auf den See. Ihr könnts euch jedoch denken: Wieder kein Biss, nada, niente, papedipupi! Frustriert und entmutigt beschlossen wir kurzerhand unseren Zielfisch zu ändern. Wir besorgten uns Tessiner Kantonspatente für Montag und Dienstag um unser Wochenende mit ein paar Trota Farios zu retten.
Der Sonntag ging bei deutlich angenehmerem Wetter, feinen Pizzas und ein paar Bier (jedoch immernoch ohne Fischkontakt) schnell vorüber. Am Ostermontag fuhren wir also früher als geplant in Richtung Schweiz.
Ohne jegliche Erfahrung an den Tessiner Fliessgewässern gestaltete sich das Fischen zu Beginn jedoch auch als äusserst zäh. Wir versuchten es in der Maggia und dem Ticino bei Bellinzona. Ausser ein paar verheizten Spinnern und Wobblern passierte gar nichts. Die Gegend entschädigt aber für Vieles!
Erlöst wurden wir erst am späten Nachmittag am Brenno: Zwei Untermassige schossen auf unsere Mepps-Spinner und wurden natürlich sorgfältig wieder zurückgesetzt. Nach fast vier Tagen Fischen ohne einen einzigen Biss waren wir aber trotzdem glücklich überhaupt was gefangen zu haben.
Nach einer weiteren kalten Nacht folgte das Highlight am Dienstagmorgen in Form einer wunderschönen Fario von 36 cm!

Was haben wir daraus gelernt? Forellenbarsche an Ostern kann man vergessen
Ciao a tutti
Aede2k und ElReyJey!
