eigentlich ists ja lustig, dass wir Menschen immer von unserer Logik aus auf die der "niederen Lebensformen" schliessen. ich persönlich gehe davon aus, dass Fische alles sehen (ausser in turbulentem, trüben Wasser). es fragt sich halt, wie sehr es den Fisch stört oder was er mit dem Vorfach oder der Hauptschnur assoziiert. ist es vielleicht ein Strich im Hintergrund? ist es etwas, das von unserem Köder verfolgt wird? ist es ein komischer Algenfaden? kann er überhaupt zwischen Künstlich und Natürlich unterscheiden? oder wie gut kann er die Schnur überhaupt sehen, wenn er einen Köder verfolgt? wie gut sieht er mit seinen Augen den Hintergrund, wenn seine Augen auf einen sehr nahen Köder fokussiert sind?
vielleicht sollten wir davon abkommen, rein nur zwischen 2 Arten von Schnüren zu unterscheiden:
-sichtbar für Fisch
-unsichtbar für Fisch (gibts eh nicht, bzw ist Wunschdenken)
Cory hat geschrieben:.20 er (5.5kg) FluoCoating.
ist euch schon mal aufgefallen, wie die Fighter schimmert/spiegelt? vom Fluoro-Coating hat man meiner Meinung nach eh nichts davon, wenn die Schnur nur ein Coating hat, der Kern normal ist und das Ganze sowieso schimmert. ausserdem ist sie von den Tragkraftwerten her überbewertet, da sie zu den Durchmesser-Bescheissern gehört. jeder einzelne Durchmesser der Fighter ist eine Nummer dicker als angegeben. ich bin Polymechaniker, ich kann Mono auf 2-3 Tausendstel Millimeter genau messen und wenn sie 2-3 Hunderstel dicker ist als angegeben, dann sind das Welten daneben. die 20er Fighter ist 22-23 dick. eine 14er ist 16, eine 25er ist 28 dick usw ...
zum Eglifischen ist es halt bei meinen Hausgewässern so, dass ich sehr selten Hecht als Beifang habe und ich eigentlich nie gezielt auf "Rehlig" gefischt hab. Hecht als Beifang hatte ich in meiner Umgebung bisher nur so ca. 8stk in 25 Jahren, davon nur 2 Massige und verloren hab ich noch keinen beim Eglifischen. deshalb unterscheide ich für mich und meine Fischere lediglich in 4 Kategorien:
-feines Eglifischen: nur mit Mono fischen (Wobbler usw bis 5cm, Naturköder usw)
-mittleres Eglifischen: Spinner mit vorgeschaltetem Exzenterblei(7.5-15g), 1m reines Flourocarbon-Vorfach (18er-22er)
-leichtes Hechtfischen: 8-9kg 8xBraid, 6.8kg Flexonit, 60-70cm lang
-normales Hechtfischen: 33lbs 8xBraid und 70-90cm 11.5kg Flexonit, 20lbs Titan oder 12.5kg Cormoran Bungee Steel.
wobei noch zu erwähnen ist, dass ich die Dehnung beim Bungee für Humbug halte und es nur verwende, weil ich mir Vorteile erhoffe, weils so schön steif ist, bzw. "Spinnstange für Arme", hehe. das Titan ist auch sehr steif, da es 1x7 ist.
falls ich wieder mal im Wohlensee fischen kann und es auf grosse Egli abgesehen hätte, würde ich natürlich mein 2,5kg Flexonit vors 18er Mono tun, sowie 4.5kg Flexonit vors 22er Mono oder 8xBraid der 7-10lbs-Klasse (was ich erst noch kaufen werde). so dünnes Flexonit lagert schon seit vielen Jahren in meinem Keller, kam aber noch nie wirklich zum Einsatz

(und ich habe ja live miterlebt, wie Arts einen meiner Egliwobbler an einen Hecht um 50-55cm verloren hat mit Mono

)
und Fragen hab ich auch noch:
-kennt jemand ein gutes Titanvorfach, das so geschmeidig wie Flexonit ist?
-wie lange Stahlvorfächer benutzt ihr? ich wie erwähnt um 60-90cm (siehe oben).
ich hab auch schon erlebt, wie ein Köder 20cm tief im Hechtmaul eines 82ers dringesteckt hat und mit einer normalen Zange nicht heruaszubekommen war. man musste extra mit dem Boot zu mir rüberkommen, um meine extralange Zange auszuleihen. ausserdem kann sich ein Hecht in der Schnur verheddern/einwickeln und er kommt an die Hauptschnur ran ... 10-15cm Stahlvorfächlein find ich "bemitleidenswert kurz" und sie geben mir absolut kein Sicherheitsgefühl
