Da ich heute Nachmittag einen Auftrag in der hintersten Ecke des Juras hatte, wollte ich mir mal die Areuse anschauen, wenn ich schon da durch fahre.
Also bin ich um 5:30 Uhr aufgestanden und von Bern aus ins Val de Travers gefahren.
Ab 7 Uhr kann man da beim Polizeiposten z.B. in Fleurier ein Permis für einen Tag (CHF 20.-) beziehen.
Grad vorneweg. Ich habe schlussendlich nur eine untermassige Forelle gefangen und eine hatte sich abgeschüttelt.
Möchte trotzdem Berichten, was ich zur Areuse erlebt habe.
Da ich nicht all zu viel Zeit hatte, hab ich mich aber den obersten Abschnitt konzentriert und las im Vorfeld auch diesen Bericht und sonstige Infos:
http://www.philippe.berberat.ch/fileadm ... 007-78.pdf
Ich stieg dann nach einem guten Kaffee bei Fleurier ein und versuchte da Stellen zu finden, wo man mit der Fliege fischen kann.
Das gestaltet sich aber schwierig, da man in der Areuse nicht ins Wasser steigen darf, ausser zum Landen eines Fisches, wenn nötig.
Die Ufer sehen in etwa so aus:

An vielen Stellen sind die Ufer verbaut und "kanalisiert". Es gibt einen Damm und man kommt nicht ans Wasser runter und muss zwischen den Alleebäumen hindurch die Fliegenschnur werfen.

Die Gegend ist toll und das Wetter spielte auch mit, wenn auch gegen Mittag mit heftig aufkommenden Wind.
Im Fluss hat es zurzeit viele Krautfahnen. Hatte auf Nymphen umgestellt, da ich zwei Fischer sah, die sagten, dass hier alle mit Nymphen (am Zapfen) fischen. Sie hatten recht kleine unscheinbare bräunlich gelbe Nymphen dran.

Ich suchte mir Nymphen in der ähnlichen Art in meiner Schachtel und wechselte alle 10 Minuten.
Mit der Zeit gab ich's auf mit dem Fliegenfischen, da ich immer wieder in den Büschen oder an der Uferböschung einhängte. Ich montierte eine Zapfenmontage mit Nymphe und versuchte es noch damit. hatte dann die Untermassige Forelle <20cm und eine, die sich abschütteln konnte.
Irgendwann hatte ich genug und wollte den Fluss ohne zu Fischen geniessen.
Traf noch einen Fischer, der (mit Zapfen und Nympfe) auch nicht gefangen hatte und wir diskutierten ein wenig.
Er fand, dass es im Frühling besser, zumal der Wasserstand selten hoch sei im Fluss, kann man dort immer wieder einen Versuch machen, wenns bei uns im Kt. Bern nur hoch und trüb kommt. Nun weiss ich auch, dass die Fischer dort "trois fois merde" wünschen, im SInne von Petri Heil. Schon wieder was gelernt
Ich fuhr und wanderte noch zur Quelle. Eine schöne Wanderung, aber nichts zum Fischen.
Bei einem kleinen Stausee (über 100 jährige Mauer nur wenige meter hoch) kommt das Wasser zum Berg raus und es ist ein recht idyllischer Ort, wo's scheinbar Feen geben soll.
Hab an Stelle meiner nicht so tollen Bilderzwei Links dazu für Euch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Areu ... _01_08.jpg
http://home.fotocommunity.fr/anserov/in ... d=20998698
Die Fee hab ich mir dann gleich gekauft wieder in Fleurier. Kein Fisch auf dem Tisch, dafür was für die Seele

Mein Fazit: Vielleicht mal weiter unten in der Areuse oder sogar in der Schlucht versuchen.
Aber wenn ich wieder mal so weit fahre, dann gehe ich bestimmt lieber an die Orbe.
Da war ich letztes Jahr beim Wandern, sah enorm viele und grosse Fische und fand den Fluss wunderschön.
Und, man darf ins Wasser und waten zum Fliegenfischen.
Rolandus
