Seeforellengewässer in der Schweiz

Beschreibungen von Seen und Teichen.
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Flümi
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Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von Flümi »

JJwizard hat geschrieben:Fischen ist ein Gefühl und keine Statistik!
nene, also es ist ja so, dass auf die Anzahl Fischertage im Sommer im Nidau-Büren-Kanal 1.35 Egli/h beissen mit einem Durchschnittsgewicht von 70g. je nach Skills beim Filetieren gibts um 45-50g Filet/h. wenn ich also an einem Sonntag im Sommer ein Essen einplane für 3 Personen und 700g Filets brauche, dann plane ich durch die Woche hindurch auch fest damit, dass ich 3 Tage je 4.87h fischen gehe und dann passt das auch mit den 700g Eglifilets

beim SeeFo-Fischen ist es vorallem wichtig, dass man überhaupt etwas nachhause bringt. beim Lac de Joux gibts laut Fischereistatistik 0.06 Silberbarren pro Stunde. deshalb gehen wir zu dritt und fischen je 6h. das gäbe dann 1,08 SeeFo und wir hätten als Gruppe zumindest eine Forelle auf sicher! der, der sie fängt, hat Glück und die anderen 2 können zuhause nach der Heimfahrt wenigstens ein Foto vorweisen, das er selbst mit dem Handy gemacht hat (sonst würden schlimmstenfalls zukünftige Fischertage von der Regierung zuhause nicht mehr bewilligt werden). wenn wir nur zu zweit gehen können, müssten wir beide halt je 9h fischen, damit einer von uns eine fangen kann. wenn wir erst am Mittag mit Fischen anfangen könnten, wäre es gar nicht mehr möglich und wir würden sofort beschliessen, zuhause zu bleiben oder wenn wir wegen etwas 1-2h Verspätung hätten, dann würden wir direkt wieder umkehren und am nächsten Tag erst die Forelle holen.
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

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ChristianK.

Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von ChristianK. »

@Stefan :lol:

Dazu nur eine kurze Geschichte.
Ich war ende Mai (SeeFo zeit am Chiemsee) 5 tage am Stück jeweils morgens ab 4 - 5 Uhr und Abends ab 18 Uhr am Wasser.
Damals vom Ufer aus, aus mangel an Boot. Ich also geworfen wie ein verrückter, nebenbei noch eine Rute mit Köderfisch ausgelegt.
Hunderte Kilometer gefahren, wunde Finger vom auswerfen und mit Augenringen vom Schlafentzug ...

Kommt eines schönen morgens um 8 Uhr ein Kerl daher mit seinen alten Teleruten, Sargblei und Vorfach mit Wurmhaken.
Spiest einen fetten Regenwurm darauf und wirft 20m aus.
Keine 10 Minuten später muss ich ihm eine 60cm Seeforelle keschern, er hatte keinen Feumer dabei ...
Da habe ich mich noch für ihn gefreut!!!
Weitere 10 Minuten später muss ich wieder Feumern, dieses mal eine 75cm Seeforelle ... :shock: eine absolute Rarität im Chiemsee!!!

Ich hab dann mein zeug gepackt und bin nach Hause gefahren ... :twisted: :censored: :mrgreen:
(ich gönne jedem seinen Fisch, kein Fischneid, aber DAS war zuviel :mrgreen: )

Ich habe ihn Jahre später wieder getroffen, er erzählte mir von SEINEM tag, als er das erste und einzige mal Seeforellen fing und da noch zufällig ein ihm fremder Fischer dabei war der die Fische kescherte, ansonsten hätte er sie nie aus dem Wasser bekommen. :oops: Wir tranken dann 3-10 Bier und erzählten die Geschichte an dem Abend wohl an die 10x :D

Die Statistik sagt zumindest aus was möglich wäre!
Aber jeder kennt das vom SeeFo fischen, man fängt ewig nichts und dann geht es schlag auf schlag, tja.
gonefishing

Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von gonefishing »

@Helix: Ich denke bezogen aus den Gesamtbestand wäre evtl. das Volumen interessant, aber nicht für den ‚Ertrag’ . Denn wir fischen eher flächig, kaum ein Fischer wird eine 200m tiefe Stelle intensiver befischen als eine 100m tiefe...
Bodenseeaal hat geschrieben:Ich wäre zudem an der ursprünglichen Tabelle ohne die Umrechnung auf 1,22 interessiert. Ein Vergleich etwa des durchschn. Gewichtes Berufsfischerei-Angelfischerei ist so nicht mehr möglich
Die ersten Zahlen (Fang kg) sind die Originalzahlen, bzw. die Durchsschnittswerte der Zahlen die ich habe. Nur die Stückzahlen habe ich mit dem ‚Berner Faktor’ ausgerechnet.
Wie geschrieben ist bei der Berufsfischerei die Zahl relativ verlässlich, da es der Durchschnittswert der letzten 14 Jahre ist (wobei beim Bodensee die Tendenz eher steigend ist, und der Durchschnittswert der letzten 5 Jahre wesentlich höher läge, 2009 war aber ein Ausnahmejahr mit 100% mehr Ertrag).
Bei den Angelfischern hatte ich nicht so viele Zahlen und es ist nur der Durchschnittswert von 2005, 2006 + 2008, wobei diese Jahre zumindest bei der Berufsfischerei im Durchschnitt liegen (2005+2006 knapp über Durchschnitt, 2008 deutlich unter Durchschnitt), und kein absolutes Aussnahmejahr (Zürisee: 2010, Genfer, Neuenburger, Bodensee, Zugersee: 2009) dabei ist.
JJwizard hat geschrieben:Ich kümmere mich nicht um diese Statistiken.... Fischen ist ein Gefühl und keine Statistik!
Mir geht es auch gar nicht drum das beste Seeforellengewässer heraus zu finden und dann nur noch dort zu fischen. Ich fahre z.B. seit Jahren nicht mehr an die Joux-Eröffnung weil ich den Trubel nicht brauche und es mir beim Fischen um etwas anderes geht.
Ich wollte viel mehr zeigen dass es viel mehr Möglichkeiten gibt auf Seeforellen zu fischen als die meisten glauben.
Wenn es um den Ertrag geht, dann macht die Statistik aber schon eine klare Aussage:
Schaffe ich es als Uferfischer an einem Tag einen ganzen km2 Seefläche abzufischen (was kaum möglich ist) so fange ich statistisch gesehen am Lac de Joux an diesem Tag 0.037 Seeforellen, am Thunersee 0.018. Die Erfolgsaussichten sind also verschwindend gering, und ich kann aus der Statistik folgern:

Wenn es mir nur um’s Fische fangen geht, gehe ich nicht Seeforellenfischen! ;-)
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tom66
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Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von tom66 »

Meine Worte

Man geht wegen der Leidenschaft und dem Erlebnis, den guten Kumpels, dem einen oder anderen Kafi Schnaps und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...wenn dann einer aus der Gruppe auch noch einen Nachläufer, Anfasser oder sogar eine massige Seefo fängt steigert sich das langsam ins unermessliche was die Gefühlswelt anbelangt und man ist definitiv infiziert vom Virus der Seefofischerei.
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Loup
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Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von Loup »

Ich kenne die Seeforellensituation nur im Murten- und Neuenburgersee ein bisschen. Schön zeigt deine Statistik den Unterschied zwischen Berufs- und Hobbyfischern und bestätigt meine Beobachtungen. Im Neuenburgersee sind zu gewissen Zeiten sehr viele Schwebnetze der Berufsfischer im Einsatz, welche meiner Meinung gezielt für den Fang der Sefos ausgelegt sind. Die Murtenseeberufsfischer fischen kaum gezielt auf Sefos. Fazit, im Neuenburger sind die Berufsfischer vorne, im Murtensee die Hobbyfischer.
Was mich erstaunt auf der Statistik ist der Bodensee. Ich höhre immer wieder von guten Fängen der Hobbyfischer und die Statistik sagt eigentlich etwas ganz anderes.
Beim Bielersee habe ich das Gefühl, da wäre noch Potential vorhanden, es wird aber sicher sehr wenig auf Sefos gefischt. Denke da sind die vielen Felchen eine zu verlockende Beute für die Bootsfischer.
Gruss vom Murtensee
Loup
Arts

Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von Arts »

Spannede Daten

Hab da auch noch ne Frage Lac de Joux und Lac Brenet sind in der Statistik zusammen.

Weis jemand ob es Seefos hat im Brenet, den wer die Seen etwas kennt, weis dass das meiste Wasser der Orb bereits im Joux unterirdisch im Kalk versickert und in Vallorb wieder als Orb zum vorschein kommt

Der Brenet, hat als Verbindung zum Joux lediglich einen kleinen überlauf und ist das Speicherbecken des Kraftwerkes dort... Wandern die Seefos überhaupt durch diesen Überfluss in den Brenet?

Gruss
Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mo 23. Jan 2012, 11:38, insgesamt 2-mal geändert.
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helix
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Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von helix »

Gemäss Aussagen eines heimischen Berufsfischers hat es im L. Brenet keine Seeforellen. Aber viele Hechte
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Gruess helix
gonefishing

Re: Seeforellengewässer in der Schweiz

Beitrag von gonefishing »

Gemäss der Fangstatistik wurden im Lac Brenet die letzten Jahre geringe Mengen (ca. 5-10kg) Seeforellen gefangen.
http://www.vd.ch/fileadmin/user_upload/ ... U_2009.pdf
(Seite 3)
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