Fangberichte Seeforellen 2012

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berufsfischer

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von berufsfischer »

sali andreas
sicher bin ich auch nicht, deshalb steht ja auch "ich erlaube es mal zu bezweifeln" :)

dass rogner im gegensatz zu milchnern öfters verletzungen aufweisen, die auf das laichgeschäft zurückzuführen sind, ist sicher richtig. doch auch die milchner tragen nicht selten klar sichtbare spuren davon...
und die laichfärbung kann auch bei fischen vorkommen, die während der laichzeit im see bleiben. auch das ist kein 100%iges indiz für einen einstieg in einen bach...

wie dem auch sei, auch ich wünschte mir eine bessere ausgangslage für die naturverlaichung der seefo am zürichsee und hoffe auf die verwirklichung vieler dringender sowie wichtigen proiekte die zu einer verbesserung gegenüber der jetzigen situation beitragen werden :up:
doch das alles ändert nichts daran, dass ich die aufsteigende zahl im verhältnis zum bestand noch als eher gering bezeichnen würde, im besonderen was die fische über 80 cm anbelangt, aber vielleicht bin ich nicht gut genug informiert über die abfischungen und zählungen in den zuflüssen und zu wenig am und auf dem wasser :)

gusssam
Zuletzt geändert von berufsfischer am Mi 11. Jan 2012, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
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helix
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Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von helix »

Sam, wenn man das Bild vergrössert erkennt man bei diesem Milchner schon einige Anzeichen (z.B. am Bauch und Schwanzregion), die auf eine Laichaktivität hindeuten. Habe allerdings auch schon Milchner gesehen, die bedeutend stärker verletzt waren. Es ist atypisch für Seeforellen, dass sie nicht aufsteigen und unterschiedliche Studien von div. Gewässern gehen davon aus, dass ein Grossteil wirklich an denselben Stellen im Fluss/Bach ablaichen, wo sie auch geboren wurden. Demnach wäre es eigentlich nur ein kleiner Teil, der v.a. an kiesigen Stellen bei Fluss- und Bachmündungen oder bei Quellaustritten im See selbst ablaicht. Persönlich gehe ich allerdings ebenfalls davon aus, dass der Anteil der seelaichenden Sefos deutlich grösser ist, als dies die Studien sagen. Dass allerdings sogar eine Mehrheit der Sefos im Zürichsee im See selbst ablaichen soll, höre ich zum ersten Mal
genoni33 hat geschrieben:hab gedacht nur Werenbach- Seefos hätten diese roten punkte ?!
Nein, fast alle Sefosmilchner und Jungfische haben kleine rotbräunliche Tupfen, im Unterschied zur Bachforelle sind diese aber nie weiss umrandet.
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Gruess helix
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JJwizard
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Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von JJwizard »

Meiner Meinung nach war dieser Fisch beim Laichen!

Meine Meinung basiert auf folgenden Erfahrungen und Anzeichen die dem Foto entnommen werden kann:

:!: Klassische Überspringer, d.h. Seeforellen/Lachse/Meerforellen die aus irgendwelchen Gründen keinen Drang zum Laichgeschäft vespüren bleiben silberblank

:!: dieser Seeforellen Milchner zeigt deutlich ein sich zurückbildendes Laichkleid

:!: das Laichkleid bildet sich in der Regel erst zum Zeitpunkt des Einstiegs ins Laichgewässer, weil dann sich der Fisch der veränderten Umgebung anpassen muss. Dieser Vorgang wird vom Fisch nicht vorausgeplant sondern findet automatisch nach Eintritt ins andere Habitat statt

:!: ich gehe davon aus, der Fisch war relativ früh beim Laichen, grosse Fische tendieren zum sehr frühen oder späten Laichaufstieg

:!: diese tolle Seeforelle war bereits wieder relativ gut genährt, hat aber noch nicht seine volle Körperkondition wieder erreicht

:!: zudem weist die Unterkante der Schwanzflosse noch leichte Abnutzungspuren vom Laichgeschäft auf

Deshalb ist meine Laien-Meinung (bin kein Fischbiologe), der Fisch hat abgelaicht und ist kein Läichgeschäft-Überspringer!

So und nun kann wieder diskutiert werden! :lol:

Tight-lines
JJ
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berufsfischer

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von berufsfischer »

jj und peter
JJwizard hat geschrieben: - zudem weist die Unterkante der Schwanzflosse noch leichte Abnutzungspuren vom Laichgeschäft auf
an einen überspringer denk ich auch nicht. und auch ich glaube, dass diese seefo am laichgeschehen teilnahm.
doch kann es nicht sein, dass die spuren an den flossen aus früheren jahren stammen
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helix
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Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von helix »

Ja, es kann durchaus sein, dass diese "Narben" an den Flossen aus früheren Jahren stammen. Wenn sie im See selbst laichte, kann es schon sein, dass die Verletzungen weniger stark sind. Diese Zeichnungen vom Laichgeschäft gehen nie mehr gänzlich in den "jungfräulichen" Zustand zurück, auch im Sommer erkennt man bei grösseren Sefos oft noch Vernarbungen.

JJ, gehe in einigen Punkten mit dir einig, v.a. auch mit deinem Fazit. Allerings wird die Laichfärbung nicht primär durch das veränderte Habitat im Fluss/Bach verursacht, sondern durch Hormone gesteuert. Möglichst kontrastreiche Färbungen beispielsweise auch am Kopf (schwarz-weiss Kontrast unter dem Kiemendeckel) sind v.a. bei Milchnern typisch und können bei der Werbung um einen Rogner von entscheidender Bedeutung sein. Auch Sefos, die im See laichen, verfärben sich zur Laichzeit.
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Gruess helix
Wasabi

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von Wasabi »

helix hat geschrieben:Der Töbu war wohl einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort; die Trout hätte ziemlich sicher auch bei anderen Ködern zugebissen, dennoch wird dieser Wobbler wohl bald ausverkauft sein in der Schweiz, mags den Händlern gönnen... :lol:
Hi Helix.

Genau so ist es! Beim Seefo's fischen ist es eigentlich egal welcher Köder drann ist, wichtiger ist eher, der Fisch muss da sein, dann nimmt er den Köder.
So jedenfalls meine Erfahrungen beim Seefo-Fischen 8)
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miKe
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Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von miKe »

WASABI hat geschrieben: Beim Seefo's fischen ist es eigentlich egal welcher Köder drann ist, wichtiger ist eher, der Fisch muss da sein, dann nimmt er den Köder.
So jedenfalls meine Erfahrungen beim Seefo-Fischen 8)
Dieser Aussage muss ich klar widersprechen! Egal wie weitreichend deine Erfahrungen diesbezüglich sind. Auch wenn der Fisch da ist, nimmt er nicht automatisch (je-)den Köder. (wär ja prima!) Wenn es bei dir mit jedem Köder klappt, mag ich dir das natürlich von Herzen gönnen.

Ich stelle fest, dass verschiedene Faktoren wie Wetter, Jahreszeit und Gewässer in diesem Punkt grosse Differenzen ausmachen und ich meine Köder, unter Berücksichtigung dieser Aspekte, in Grösse wie auch in Farbe auswähle.

Natürlich bestreite ich nicht, dass es "Dümmel-Forellen" gibt, welche sich jeden Scheiss hinter die Kimen hauen. Das kommt immer mal wieder vor :wink:
Arts

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von Arts »

Hallo,

Zur Köder Situation. Das Problem ist doch das niemand eine zweite Chance bekommmt, Sie hat gebissen "JA.." hätte sie auch auf einen anderen Köder gebissen? Anders geführt?

Man müsste wirklich mal "Labor" versuche machen. um zu sehen ob eine Seeforelle oder von mir aus auch jeglicher anderer Räuber auf einen Köder nicht reagiert auf den anderen doch...

Wie sehe, interpretiee ich meinen Biss? Habe ich alles richtige gemacht richtiger Köder richtig geführt, oder war ich nun wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Glück, Zufall?

Man kann 10x Köderwechseln, aufeinmal beisst einer, aus welchem Grund?

Ich habe bei meiner ersten Seeforelle, 3 Tage Lang konsequent den selben Köder verwendet.... Und trotzdem weis ich nicht ob ich mit einem anderen Köder eventuell mehr Erfolg gehabt hätte, hätte ich sie nicht gefangen mit einem Indilure?...
Zur Info, an dem Erfolgstag habe ich gerade mal eine Stunde gefischt...

EDIT: Meine Hechtsasion im Sommer, ich habe alle Hechte auf die Rapala MaxRap gefangen, heist das jetzt nun das dies der Top Wobbler ist? Oder war es die Tatsache das der MaxRap nur ca 30-60cm abtaucht, die Hechte den Köder wahrgenommen haben und draufgeschossen sind...

Noch zum nachdenken.... Wie Führe ich einen Löffel oder Wobbler, Jiggen, Jerken twitchen usw.... Die meisten Seefos beissen ja auf schleppen, und da wird nix gejerkt, getwitched,.

Warum soll ich den meinen Köder vom Ufer aus nicht auch nur gleichmässig einkurbeln "Schlepplike"?

Tom
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miKe
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Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von miKe »

Tom - deine Gedanken am Wasser "könnten" Erfahrungswerte liefern...

Ich schreibe, dass meine persönlichen, eigenen, am Wasser gemachten Erfahrungen der letzten Jahre, in welchen ich intensiv, mit grosser Ausdauer und Leidenschaft auf Seeforellen gefischt habe, nicht mit den geschilderten Erfahrungen von Ändu übereinstimmen.

Geh ans Wasser, wechsle so oft den Köder wie ich und sammle eigene Erfahrungen. Irgendwann stellst du fest, dass beispielsweise besonders der rosafarbene (Joke), der dicke, der kurze, sinkende, schwimmende Köder im Winter, am Gewässer X, Tageszeit sowieso und bei Wetter Y klappt (oder auch nicht)
Arts

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von Arts »

Gut und recht,

Aber auch du bekommst keine zweite Chance...
Das ist das Problem... Ich meine, Seefos sind nicht wirklich häufig.... Ist ja immerhin ein Fisch auf der Roten Liste...

Ob nun dein "Rosa" oder der "Weisse" , der "Dicke" oder "Dünne" erfolgreicher ist...... Das kannst du auch nach x Jahren am Wasser nicht wirklich bestätigen....

Einmal fängt das das anderemal das andere.. Es bleibt einfach deine persönliche Erfahrung, so wie ich bis heute am Wohlensee auf den MaxRap schwören würde... Aber eine Garantie könnte ich trotzdem nicht abgeben..

Ich weis einfach nicht inwiefern oder warum..... Du kannst mir z.B den Tipp geben gehe morgen mit einem, MaxRap, 13cm, Weiss, getwitchd an den Thunersee ... da fängst du. deinen Fisch... Wenn ich einen fange, hatte ich Glück und das bestätigt noch gar nichts..

Sonst würde es ja schon lange den Wunderköder geben...

Es ist ja nicht wirklich so das wir bei jedem Werfen mindistens 2-3 Seefos den Köder vor dem Maul durchziehen... Wenn wir glück haben dann treffen wir jeden 500dertsten Wurf eine Seefo, das sehen wir aber nicht, desshalb kann man ja nicht davon ausgehen das wenn sie beisst sie es nun wegen dem im Moment korrekt geführten Köder, dem richtigen Wobbler tut.

Ansonsten würde es ja viel mehr Erfolge von Ufer Seefos geben..... Oder machen soviele alles falsch?

Gehen wir noch weiter, warum fangen Uferfischer auf Wobbler Seefos, aber unter den Schleppficher schwört man auf Perlmutt?

Nach diesert These wäre ja jede gefangene Uferseefo auf Wobbler reiner Zufall ;)

Gruss
Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mi 11. Jan 2012, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.
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tom66
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Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von tom66 »

Ich sehe das so wie Arts, zur richtigen Zeit am richtigen Ort...nach meinen xtausend Würfen erlaube ich mir zu sagen..ist nur meine Meinung....das der Köder nicht so wichtig ist...wenn eine Seefo in der Nähe ist...wie schon gesagt sind sie wohl nicht gestappelt vorhanden...beisst sie oder eben auch nicht :mrgreen: ein Kumpel von mir hat mit dem gleichen Köder wie ich 10 Meter neben mir..2 Jahre nacheinander jedesmal an der Seefoeröffnung mit der gleichen Technik 2x eine massige Seefo gefangen...hätte ich die nun auch gefangen wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre und mein identischer Köder genau dort ins Wasser geplumst wäre wie seiner? Niemand wir das je beantworten können. Das ist ja das spannende an der Seefofischerei.

Gruess

Tom66
habakuk

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von habakuk »

ich als uferfischer bin auch nicht so sicher, ob farbe und form des köders eine grosse rolle spielen... klar haben sich einige favoriten herauskristallisiert, aber die sind ziemlich unterschiedlich, sowohl in farbe als uach in der form.
spannends wird beim schleppen. ich selber schleppe nicht aber fahre ab und zu mal mit papa loup mit. hier hat man 8 bis 12 zügel im wasser mit unterschiedlichen ködern. es gibt tage, da fängt eine farbe mehrere fische und die anderen keine - und ich spreche hier von seriell hergestellten, identischen schlepplöffeln in unterschiedlichen farben - bei naturprodukten wie perlmutt kommen noch viiiele andere faktoren hinzu. bei so vielen ködern im wasser, und der gleichen "köderführung" muss man fast davon ausgehen, dass an diesen tagen die farbe den unterschied machte...
Arts

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von Arts »

Tja,

Die Köderthese, würde ja sogar aussagen, das man mit dem Streamer es gar nicht erst versuchen muss ;)

Ich habe am Puff "Lindenstöckle" sehr wohl auf Sicht eine Forelle auf meinen Streamer verfolgen sehen, und habe auch bemerkt das der Fisch je nach bewegung, Führung anders reagiert hat... Bis ich es geschaft habe sie vom Biss zu überzeugen...

Aber das ist halt ein ganz anderes Fischen, da kannst du auf Sicht auf den Fisch eingehen, das ist halt beim Seefo fischen nicht möglich....

Hab ich im richtigen moment füt den "Reiz" gesorgt?

Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mi 11. Jan 2012, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
Arts

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von Arts »

Haba,

Das ist sogar logischer als all die Köderthesen...

Wie du sagst, da wird bei den Zügeln die Führung schon mal ausgeschaltet... Du hast sogar erwähnt gleiches Serienprodukt
Da kommt es nur noch um die Farbe an..... Daraus würde sich eher irgendetwas schlissen lassen...

Interessant wäre mal ein versuch halb Wobbler, halb Perlmutt..

Tom
obelix

Re: Fangberichte Seeforellen 2012

Beitrag von obelix »

ein petri in die runde!
helix hat geschrieben:Möglichst kontrastreiche Färbungen beispielsweise auch am Kopf (schwarz-weiss Kontrast unter dem Kiemendeckel) sind v.a. bei Milchnern typisch und können bei der Werbung um einen Rogner von entscheidender Bedeutung sein. Auch Sefos, die im See laichen, verfärben sich zur Laichzeit.
dieser 70er bock wurde auch im zhsee gefangen, aber ende januar 2011.

Bild


eigentlich ist es müssig darüber zu spekulieren, ob der 83er milchner eingestiegen ist oder nicht... auf jeden fall ist es ein absoluter traumfisch. gratulation an den fänger!

hast du ein neues boot, sämi?
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