Berufsfischrei

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Arts

Berufsfischrei

Beitrag von Arts »

Hallo Zusammen,

Als erstes, habe mir überlegt ob ich den Beitrag nicht "Das Wespennest" oder "Öl ins Feuer" betiteln soll :)

Zum Anlass.

Aufgrund des aktuellen Themas Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke
und des Themas Seesaibling Thunersee

Möchte ich, da die einzelenen Themas teils stark abweichen, einen Beitrag eröffnen welcher sich konkret auf diese Thematik bezieht.

Ich möchte vorausschicken, das es nicht um "Futterneid" geht. Ich möchte auch klarstellen das ich kein Netzfischer, kein Profi in diesem Thema bin.

Ich bin lediglich ein mündiger Bürger welcher sich aufgrund der Medien, der Erfahrung und meiner ethischen Grundsätze, meine Meinung und meine Rückschlüsse ziehe kann, und sicher teils auch opportunistische urteile, das ist menschlich. Desrto wichtiger ist Aufklärung

In den verlinkten Topics wird viel gesagt. Ich möchte konkret darauf eingehen, wie die Berufsfischerei in der Scweiz geregelt ist.
Ich habe durch die aktuellen Diskussionen gemerkt, das sich die Berufsfischerei extrem bedeckt verhält was Themen angeht wie:

- Nachhaltigkeit, wie wird diese gewährleistet, nach welchen Steuerungsmechanismen, es wird gesagt es ist halt so, Nachhaltigkeit ist gewährleistet, aber nicht wie.

- Kontingente, gibt es solche, wenn nein, warum nicht, wenn ja, nach welchen Kriterien, wissenschaftlichen Empfehlungen.

Online findet man keine Infos, und bei Nachfrage bei den Behörden (ich persönlich gemacht) wird man vertröstet in der Hoffnung "der frägt nicht mehr nach"

Mich interessiert dieses Thema aus dem Grund, die weltweite Meeresfischerei hat Richtlinien, Kontingente, Regelungen welche offengelegt werden, diese sind zwar speziell in der EU, geprägt durch die starken Fischernationen und bedeuten "Fangt soviel ihr könnt". Die Resultate sehen wir , überfischte Weltmeere....

In der Schweiz wird Binenfischerei betrieben, dahinter ist auch Profit, kann bei uns dasselbe passieren wie unseren Weltmeeren? Sind wir schon so weit?

Wird ein Berufsstand künstlich erhalten?
Ich erwarte, da öffentliches Gut genutz wird, und unsere Steuergelder dafür verwendet werden, eine transparente kommunikation, ein transparentes darlegen der Kriterien, Steuerungsmechanismen.

Die Berufsfischergilde hält sich extrem bedeckt.... es heisst sogar. Weil man Laie ist, muss man Details nicht wissen, weil man sie nicht verstehen würde... Was wir verstehen, sollte uns selbst überlassen sein und nicht fremdbestimmt.

Ich erwarte das man transparent ist, auch in diesem Thema, das nützt doch auch dem Berufsstand, besser als die Situation wie wir sie jetzt haben. man fragt sich warum diese Verschwiegenheit, was haben die zu verstecken?

Trotzdem im Vergleich, bei den Hobbyfischer ist alles öffentlich, transparent und nachvollziehbar, das erwarte ich eben auch von der Berufsfischerei...

Die Diskussion seie eröffnet...

Gruss
Thomas
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Alet
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Re: Berufsfischrei

Beitrag von Alet »

Ich steche noch ein bisschen weiter ins Wespennest

Die Berufsfischerei braucht unsere Seen als Freilandgehege für Felchen. Das ist absolut in Ordnung und ist für mich eine nachhaltige Nahrungsproduktion. Zumindest nachhaltiger als für uns Angler überall Forellen reinzuschmeissen.
Daraus zu schliessen ein einzelner Berufsfischer habe die Nachhaltigkeit quasi per Geburt erhalten, halte ich für abwegig. Wie überall tummeln sich zu viele Schwarze Schafe herum. Eigentlich haben wir ganz wenige Berufsfischer, aber die brauchen ein kompliziertes Regelwerk und Kontrollen um die Bestände nicht zu überfischen. Würden sie wirklich die Nachhaltigkeit vorleben, könnten sich die wenigen Berufsfischer ohne Regeln selber organisieren.

Wen ich sehe wie dicht die Netze in einigen Seen stehen, wundert mich die kleine Egligrössen nicht. Jeder Fisch der die Maschengrösse erreicht wird sofort weggefangen. Und die Seen sind nicht verbuttet, grosse Exemplare sind in den Netzfischereiverbotszonen zu finden.
Arts

Re: Berufsfischrei

Beitrag von Arts »

Hallo,

Da möchte ich ansetzen,
Alet hat geschrieben:Eigentlich haben wir ganz wenige Berufsfischer, aber die brauchen ein kompliziertes Regelwerk und Kontrollen um die Bestände nicht zu überfischen. Würden sie wirklich die Nachhaltigkeit vorleben, könnten sich die wenigen Berufsfischer ohne Regeln selber organisieren.
Genau diese Regelwerke sind es, die so bedeckt gehalten werden. Wer kennt diese? Im Kt Bern gibt es 19 Berufsfischer. Das Regelwerk ist für die Öffentlichkeit nicht einsehbar..... Lediglich Statistiken über die Fänge kann man einsehen... aber keine "Details"

Stichworte: Maschenweite pro Fischart, Kontingente, Schonzeiten, Schongebiete, Anzahl Netze und deren Dimensionen, Ausnahmebewilligunen für Laichfänge und die dazugehörigen Fangzahlbeschränkungen. Steuerungsmechanismen zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit, usw...

Gruss
Tom
rasch

Re: Berufsfischrei

Beitrag von rasch »

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen habe ich hier zwei Links eingestellt wie das ganze am Bodensee gehandhabt wird.

Fänge der Berufsfischer am Bodensee

Verordung über die Fischerei im Bodensee

Von Fangkontingenen habe ich noch nie was gehört, ebenso werden am Bodensee alle Zuchtmassnahmen von Väterchen Staat durchgeführt.
Es gab jedoch schon Situationen wo durch Anordnungen bezüglich Maschenweite, Schongebiete oder ähnliches, Einfluss auf die Netzfischerei genommen wurde.

Persönlich habe ich nichts gegen die Berufsfischer, sie müssen sich jedoch genau so wie wir an die Regeln halten und sollten nicht ständig jammern ......... das nervt.
Arts

Re: Berufsfischrei

Beitrag von Arts »

Hallo,
rasch hat geschrieben:Von Fangkontingenen habe ich noch nie was gehört
Dazu muss ich sagen, was ich erfahren habe, aber auch nur vom hören sagen, es gibt keine. Es wird gesagt das, die Nachhaltigkeit durch die Maschenweite gewährleistet ist... es brauche keine Kontingente, Fangzahlbeschränkungen.

Das wäre ja wie wenn man sagen würde: Die Hakengrösse ist vorgeschrieben, es braucht desswegen keine Fangzahlbeschränkunen mehr. Die Nachhaltigkeit ist gewährleistet.

Gruss
Tom
rocknroll666

Re: Berufsfischrei

Beitrag von rocknroll666 »

Habe gehört, dass die Berufsfischer im Bielersee die Zander in Ufernäh und sehr geringen Tiefen im Gebiet Einmündung Hagneckkanal flächendeckend wegfischen. Keine Ahnung ob dies wirklich so ist, es bringt mich aber zur Frage, ob es denn eine Mindesttiefen oder Vorschriften in der Art gibt ? :roll:
Arts

Re: Berufsfischrei

Beitrag von Arts »

Hallo,

Das bestätigt doch das die Berufsfischerei durch ihre Bedecktheit für solche Gerüchte sorgen, anstelle durch Information, Transparenz diese zu wiederlegen, oder ist dieses "Gerücht" etwa doch ein Teil der Wahrheit ;)

Man "hört", oder man hat "erfahren", das darf nicht sein, speziell für die Berufsfischerei, da sollten klare Regeln bestehen, Vorbildfunktion, Regeln die jedem Bürger öffentlich zugänglich, nachvollziehbar sind.... Unserein wird gestraft wenn wir eine Felchen zuviel fangen, einen Haken zuviel an der Gambe haben, der Berufsfischer darf fangen soviel er kann. Keine Kontingente! Maschenweite.... aber dafür soviel wie er fangen kann? Als ob wir durch ein par Felchen zuviel den Berufsfischern sein Brotfiscch wegfangen.... Und Bestandsdezimierend im Falle der Felche sind wir Hobbyfischer sicher nicht.

Sorry mir geht es mit dieser Ausage nicht um Futterneid, sondern ums Prinzip! Gleiche Massstäbe für alle. Grundsatztreue, Nachhaltigkeit. Hobbyfischer oder Berufsfischer wir beide liegen in der selben Verantwortung..... aber wie gesagt bitte mit den selben Masstäben... der selben Transparent... das ist es was ich erwarte..

Tom
Schweizer Angler

Re: Berufsfischrei

Beitrag von Schweizer Angler »

@ arts

in der ch gibt es das sogenannte öffentlichkeitsprinzip. der kat. bern war übrigens der erste der ein solches einführte (!). das fi-inspektorat muss die sämtliche dokumente (kopien) zum thema rausrücken (sofern die doks überhaupt vorhanden sind). du musst hier nicht telefonisch mit denen "schtürmen" oder dich "abweisen" lassen, sondern einen brief (einschreiben ist besser) an die übergeordnete stelle schreiben (direktion volkwirtschaftsdirektion). darin verlangst du einsicht in die akten betreffend regelungen für berufsfischer im kt. be. klappts nicht, an die presse damit (leserbrief berner zeitung), hat bei der volkswirtschaftdirektion schon in anderen dingen genutzt ;-)

gruss

sa

weiterführende infos;

http://www.be.ch/finanzkontrolle/finanz ... itsprinzip

http://de.wikipedia.org/wiki/Archivrecht_(Schweiz)

http://www.portalbackend.be.ch/public/m ... ton%20Bern

http://www.cosiap.ch/d/events/oeffentlichkeit.pdf


Ich weiss nicht so genau was du eigentlich betreffend berufsfischer im k.t be suchst. Grundsätzlich kannst du sie aber nicht direkt mit den hobbyfischern vergleichenund gleiche regeln fordern, denn;

- die fangeräte sind vollkommen anders – mit einem netz kannst du kein fang-kontnigent vorschreiben, z.b. 100 felchen pro tag – in einem netz bleiben zig fische hängen, wenn er also nun 120 statt 100 felchen fängt, kann er nicht die restlichen 20 wieder ins wasser relasen – die fische sind schon vorher tot, sie hiengen ja über nacht drin.

- berufsfischer richten sich ebenso nach dem tierschutzgesetz, sie haben aber gemäss den anderen fangtechniken andere spezialregeln (bewilligte ausnahmen). Dazu gibts regeln, auch schriftlich und in anderen threads im ff schon erwähnt). Zudem macht jeder berufsfischer eine mindestens dreijährige ausbildung im in- und ausland, im kt. bern gibt’s sonst kein patent. In seiner ausbildung lernt ein berufsfischer garantiert mehr über nachhaltigkeit und biologische zusammenhänge in der fischerei, als wir in unserem halbtätigen sana.

- schwarze schafe gibt’s bei berufs und hobbyfischern. Solange wir oft nicht gewillt sind in den eigenen reihen vorbild zu sein oder kaum je „ä schnurrä ufmachä us angst es gäb eis druuf“, sollten wir nicht auf anderen rumhacken.

- berufsfischer leben von der fischerei – wir als reine hobbysten nicht. betreffend seenfischerei sind wir eher die profiteure/trittbrettfahrer, welcher (berner)verein (wovon rund 40-50 % der fischer nicht mal zu einem gehören) setzt hechte und felchen aus? Würden wir uns selbst langfristig in den fangzahlen beschränken wollen, so könnten wir wohl schon auch felchen fangen ohne dass diese durch die berufsfischer gestützt werden.



….
Aber – auch ich empfinde berufsfischerei eher als durch steuern finanziertes hobby (aber auch die sportfischerei wird oft querfinanziert), und die berufsfischerei (und auch fischzucht) ist in der tat durch die landwirtschaft subventioniert (berufsfischerei gilt als landwirtschaft). Ob die landwirtschaft allgemein nachhaltig ist oder nicht, ist immer eine frage-.. auch des zeitgeists, und der ändert sich auch in der landwirtschaft. Und es isteine frage der konsumenten – die wollen halt edel meerfische und edle felchen, weissfische, ja ruchfische, das tönt nicht edel (auch wenn mancher weissfisch richtig zubereitet besser schmecken kann als eine felche).

Grundsätzlich bin ich dafür dass wir die fischerei allgemein hinterfragen, aber nicht nur andere „fischer-arten“(z.b. berufsfischer) , sondern auch regelmässig uns selbst. Das ist auch „gerechtigkeit“ und „gleichbehandlung“


Gruss

sa
Arts

Re: Berufsfischrei

Beitrag von Arts »

Hallo,

Danke SA für die Erläuterungen.
Ich habe dies schriftlich gemacht, nicht am Telefon, ich muss nochmal Nachhaken.

Es ist mir klar das die Berufsfischerei anders ist, Fangeräte, Techniken usw. Es ist mir auch klar das man dies nicht mit der Hobbyfischerei vergleichen kann.

Was ich suche ist, es wird immer gesagt die Berufsfischerei seie nachhaltig, Wenn man dan Details wissen will heist es "weil es so ist".

Ich möchte gerne wissen wie diese Nachhaltigkeit erreicht wird, wie das kontrolliert wird, und nach welchen Steuerungsmechanismen, das ganze funktioniert.

Aussserdem würde ich auch gerne wissen wie die Reglemente aussehen, was ist reglementiert.

Du sagst Netzfischerei kann man nicht kontingentieren. Doch, das wird in der EU und auch in Amerika gemacht. Diese Fangkontingente werden jährlich neu festgelegt durch Wissenschaftliche Berater, Behörden usw....

Klar, da heisst es nicht pro Tag 100 Fische. Aber es heisst pro Fangsasion, Gewässer und Fischart xy Tonnen danach ist fertig mit fischen.

Dazu braucht es natürlich entsprechende kontrollen...

So wie es jetzt läuft heisst das "fangt soviel ihr könnt". Das verstehe ich nicht unter Nachhaltigkeit,

Gruss
Thomas
Schweizer Angler

Re: Berufsfischerei

Beitrag von Schweizer Angler »

also soviel ich weiss setzt das fi-spek. auch "kontingente" für die berufsfischer nach fischart - wie die aber derzeit aussehen weiss ich auch nicht - gut fragst du nach, wenns welche gibt können sie`s ja auch weitergeben. das fi-spek. hat ja sein leitbild und aufgabenbeschrieb, wo steht dass sie die fischfauna schützen (nachhaltigkeit überwacht).

gruss

sa
rocknroll666

Re: Berufsfischrei

Beitrag von rocknroll666 »

Schweizer Angler hat geschrieben:auch wenn mancher weissfisch richtig zubereitet besser schmecken kann als eine felche
Ich weiss, es gibt schon einige Rezepte zu Weissfischen hier im FF, bin jedoch noch nie so wirklich überzeut worden (vielleicht hab ichs auch falsch gemacht... :roll: )

Wenn dir eine bestimmte Fischart und ein bestimmtes Rezept vorschwebt, so würde ich mich geehrt fühlen, wenn du mir es verrätst (hier oder PN?) :P


Liebe Grüsse
Tom
rocknroll666

Re: Berufsfischrei

Beitrag von rocknroll666 »

Mercy, demfall wohl kein Bestimmtes Rezept...
Schweizer Angler

Re: Berufsfischrei

Beitrag von Schweizer Angler »

ausprobieren musst du schon selber - hast wohl was falsch gemacht. besonders gut ist z.b. alet an zitronensauce. das rezept kann ich dir nicht geben weil ich ein spontan-koch bin der einfach mal macht und nicht aufschreibt - und oft gelingts sogar ;-)

gruss

sa
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helix
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Re: Berufsfischrei

Beitrag von helix »

@Tom

Finde es toll, wie du dich aktiv engagierst und bestrebt bist, in einem durchaus berechtigten Thema nach klaren Richtlinien fragst. Wie Schweizer Angler richtig sagte, sollte dir eigentlich das FI die von dir verlangten Unterlagen zukommen lassen, es erstaunt mich derweil schon ein wenig, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist. Habe diesbezüglich eigentlich andere Erfahrungen gemacht und wurde stets schnell und ausführlich informiert. Vielleicht musst du halt wirklich nochmals nachhaken..

Zur Nachhaltigkeit kann ich dir noch einige weitere Infos geben:

Durch ganz klare Richtlinien punkto Mindestmaschenweiten bei den jeweiligen Netzen (hohe, niedere Schwebnetze, niedere Grundnetze, Reusen etc.), welche sowohl von Gewässer zu Gewässer als auch von Jahreszeit zu Jahreszeit unterschiedlich sind, kann man die Grösse der Hauptzielfische ziemlich exakt bestimmen. Somit sollte wie bei uns gewährleistet sein, dass die Fische mindestens einmal in ihrem Leben ablaichen können. Maschenweiten können jährlich, in begründeten Annahmen sogar jeden Monat neu angepasst werden.

Auch die Anzahl Netze ist limitiert, jedoch auf so hohem Niveau, dass ein Berufsfischer alleine, das Maximum gar nicht ausnützen könnte, da ein einzelner Mann dies körperlich kaum bewältigen könnte. Am Vierwaldstättersee soll es aber Berufsfischer geben, welche sogar noch Angestellte haben, um das Maximum auch wirklich auszunutzen.

Ebenfalls dürfen die Fischwirte (offizielle Berufsbezeichnung) z.B. bei bekannten Laichplätzen von sommerlaichenden Felchen (im Thunersee) in der Zeit vom 1.8. - 31.10. keine Netze setzen. sie werden gebeten, dies zu unterlassen...

Zudem sind Berufsfischer verpflichtet, Laichfischfang zu betreiben und dem FI für die Erhebung sogenannter "Felchenroutineprogramm-Daten" zur Seite zu stehen.

Trotz diesen und weiteren Gesetzen, käme es mir aber nicht im Traum in den Sinn, die Berufsfischerei in globo als nachhaltig zu bezeichnen! Zu viele schwarze Schafe gibt es, das habe ich mit eigene Augen gesehen, verzichte aber darauf diese Vergehen konkret zu nennen, einige würden ja sicherlich lediglich "Futterneid" erkennen wollen. Die Beispiele von Tom (Massen-Zanderfänge in Uferzonen, Bielersee) und von Trüsche (viel zu lange Laichfischfangperioden auf Saiblinge) stammen ja nicht von mir und bestätigen damit auch meine Beobachtungen zu den Schwarzen Schafen...

@sa
Schweizer Angler hat geschrieben:die fische sind schon vorher tot, sie hiengen ja über nacht drin
Quatsch, die Fische sind nicht tot! Sie sind aber derart erschöpft, dass sie sich kaum noch bewegen, aber sicher nicht tot. Habe sogar schon auf dem Boot eines Berufsfischers gesehen, dass wenn vielleicht einer von hundert tot war, dieser den Möven verfüttert wurde. Ebenfalls zu kleine Fische werden den Möven gefüttert, da es sich nicht lohne, wegen ein paar Fischchen die Filetiermaschine anders einzustellen bzw. diesen von Hand zu filetieren.
Schweizer Angler hat geschrieben:In seiner ausbildung lernt ein berufsfischer garantiert mehr über nachhaltigkeit
Ja, ja, nur zwischen Wissen und Umsetzen liegen oft Welten!
Schweizer Angler hat geschrieben:welcher (berner)verein (wovon rund 40-50 % der fischer nicht mal zu einem gehören) setzt hechte und felchen aus?
Es ist auch gar nicht so dringend nötig, diese Arten auszusetzen, da diese teilweise überhaupt nicht bedroht sind und lediglich den Berufsfischern als wichtigste Einnahemquelle dienen. Ausserdem sind wir sicherlich nicht Trittbrettfahrer, die sich im offenen Wasser aufhaltenden Blaufelchen und Brienzlige (Brotfische) können von uns gar nicht gezielt befischt werden. Dafür erledigen aber die Vereine, Hobbyfischer und das FI die wichtigere Arbeit des Laichfischfangs und der Aufzucht von bedrohten Arten wie der Seeforelle, den Bachforellen, Äschen etc...
Schweizer Angler hat geschrieben:auch ich empfinde berufsfischerei eher als durch steuern finanziertes hobby
Da bin ich wiederum nicht deiner Meinung, zumindest wenn du von Hobby sprichst. Um von der Fischerei leben zu können, muss man viel Zeit und auch harte körperliche Arbeit verrichten, das tägliche Verarbeiten von zehntnerweise Fischen ist wohl ebnfalls nicht so lustig und mit der Zeit auch langweilig, ebenfalls das Pflegen der Netze und die Buchhaltung sowie der Verkauf, würde ich nicht als Hobby bezeichnen, eher als mühsame Arbeit. Ich möchte auf alle Fälle nicht Berufsfischer sein...

Betreffend des eigenen Hinterfragens gehe ich gänzlich mit dir einig.
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Gruess helix
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