Sind Elritzen in Bergseen eine Nahrungsquelle?
-
alpfish
Sind Elritzen in Bergseen eine Nahrungsquelle?
Hallo zäme
In einigen der Gebirgsseen die ich befische hat es Elritzen. Diese wurden von den Pächtern eingesetzt, mit der Überlegung, dass die Forellen/Saiblinge eine zusätzliche Nahrungsquelle haben. Meine bisherige Beobachtung allerdings relativiert diese Ausssage sehr, anbei aufgeführt wie oft in diesen Seen Fische mit Elritzen im Magen gefangen wurden:
Namaycush: in etwa vier von Hundert, aber bei den Grossen oft kleine Seesaiblinge.
Bachsaibling: nie gefunden
Seesaibling: nie gefunden
Regenbogen: nie gefunden
Bachforelle: einmal gefunden, nicht viele gefangen.
Mich würde nun interessieren, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, oder ob ihr schon häufig Elritzen in den Mägen gefunden habt. Die von mir befischten Bergseen sind alle über 2400 m.ü.M. Die Elritzen treten schwarmweise auf und sind vorallem im Sommer häufig entlang von flachen Uferbereichen zu sehen. Die Bestände halten sich seit Jahren.
In einigen der Gebirgsseen die ich befische hat es Elritzen. Diese wurden von den Pächtern eingesetzt, mit der Überlegung, dass die Forellen/Saiblinge eine zusätzliche Nahrungsquelle haben. Meine bisherige Beobachtung allerdings relativiert diese Ausssage sehr, anbei aufgeführt wie oft in diesen Seen Fische mit Elritzen im Magen gefangen wurden:
Namaycush: in etwa vier von Hundert, aber bei den Grossen oft kleine Seesaiblinge.
Bachsaibling: nie gefunden
Seesaibling: nie gefunden
Regenbogen: nie gefunden
Bachforelle: einmal gefunden, nicht viele gefangen.
Mich würde nun interessieren, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, oder ob ihr schon häufig Elritzen in den Mägen gefunden habt. Die von mir befischten Bergseen sind alle über 2400 m.ü.M. Die Elritzen treten schwarmweise auf und sind vorallem im Sommer häufig entlang von flachen Uferbereichen zu sehen. Die Bestände halten sich seit Jahren.
Hallo Alpfish
Am 24.7.08 konnte ich am Engstlensee beaobachten wie grosse Schwärme von Namaycush die Elritzen in einer Bucht richtiggehend eingeschlossen und gejagt haben. Beim ausnehmen der Fische habe ich wohl einige Elritzen gefunden aber nicht bei allen Namaycush und bei den Regenbogenforellen gar nichts.
Gruss
Tom66
Am 24.7.08 konnte ich am Engstlensee beaobachten wie grosse Schwärme von Namaycush die Elritzen in einer Bucht richtiggehend eingeschlossen und gejagt haben. Beim ausnehmen der Fische habe ich wohl einige Elritzen gefunden aber nicht bei allen Namaycush und bei den Regenbogenforellen gar nichts.
Gruss
Tom66
-
fisher91
auf dem gotthard hat es ja diversee bergseeli.
dort hat es unter anderem auch elritzen drin.
wir sahen am ufer viele elritzen, darunter auch eine die am verrecken war.
wir töteten sie und warfen sie in den see zurück.
keine 2min später kam eine kleine namaycush von ca 15cm und hat sich das teil voll reingepfiffen
ein sehr guter köder in bergseen ist ja auch der köfi(meistens elritze).
denke nicht das die fische dort nur die köfis am haken nehmen und die anderen friedlich rumschwimmen lassen.
bei den eglis die ich nach hause genommen hab, hatten auch nur 2stck der ü30er fische im bauch, die anderen hatten keine.
und das eglis fische fressen ist ja unbestritten
dort hat es unter anderem auch elritzen drin.
wir sahen am ufer viele elritzen, darunter auch eine die am verrecken war.
wir töteten sie und warfen sie in den see zurück.
keine 2min später kam eine kleine namaycush von ca 15cm und hat sich das teil voll reingepfiffen
ein sehr guter köder in bergseen ist ja auch der köfi(meistens elritze).
denke nicht das die fische dort nur die köfis am haken nehmen und die anderen friedlich rumschwimmen lassen.
bei den eglis die ich nach hause genommen hab, hatten auch nur 2stck der ü30er fische im bauch, die anderen hatten keine.
und das eglis fische fressen ist ja unbestritten
-
alpfish
Ich sehe einen Unterschied, wenn eine Elritze als Köder dem Fisch verführerisch vor dem Maul herumgeführt wird. Damit lassen sich alle Salmoniden gut fangen. Angeschlagene oder tote Elritzen die nicht mehr fliehen sind eine einfache Beute. Aber eine gesunde Elritze verhält sich nicht so. Dieser muss der Fisch auflauern bzw. sie jagen. Und offenbar tun das nicht alle Salmoniden.
-
jan
Voralpsee
Ich war dieses Jahr am Voralpsee. Als ich die erste Regenbogenforelle ausnahm, staunte ich nicht schlecht als 16 Erlitzen zum vorschein kamen. Danach verwunderte es mich nicht mehr das es 2 Std. ging bis die erste Forelle gefallen fand an meiner Bienenmade, wenn sie auf Erlitzen aus wahren. Danach habe ich auf Mozi umgestellt und es daurte keine 2 Würfe bis die nächste Regenbögler gelandet war.
Grüsse und Petrie Heil
Grüsse und Petrie Heil
-
oliman76
Ich fische auch an Bergseen im Urnerland mit zum Teil enormen Elritzenbeständen...dies jedoch auf 1800 bis 1900m.ü.M...Die grossen Kanadier, über 1 Pfund...haben dann aber auch kleine Bach-oder Regenbogenforellen im Darm...Ein 38er Kanadier kann locker einen 24er Bächler verdrücken...
Aber auf deine Frage zurückzukommen. Kanadier jagen die Eleritzen jeweils im Morgengrauen oder beim Eindunkeln aktiv...Bei vielen Kanadiern ist der Magen leer..., ausser im Sommer, da wird das Wasser beim ausnehmen manchmal schwarz vor Zuckmücken...
Bei Bach- und Refos habe ich auch nur selten Elritzen entdeckt...
Ach ja...in welchem Kanton angelst du übrigens,,,
Gruss oliman
Aber auf deine Frage zurückzukommen. Kanadier jagen die Eleritzen jeweils im Morgengrauen oder beim Eindunkeln aktiv...Bei vielen Kanadiern ist der Magen leer..., ausser im Sommer, da wird das Wasser beim ausnehmen manchmal schwarz vor Zuckmücken...
Bei Bach- und Refos habe ich auch nur selten Elritzen entdeckt...
Ach ja...in welchem Kanton angelst du übrigens,,,
Gruss oliman
- Käpten Adi
- Beiträge: 386
- Registriert: Mo 20. Aug 2007, 22:26
- Meine Gewässer: Gürbe, Aare, Thunersee, Bielersee
- Wohnort: Gürbetal
hallo alpfish,
ich fische zwar fast nie am bergsee, aber relativ oft auf dem see oder an bergbächen.
die meisten salmoniden sind räuber und ernähren sich durchaus von kleinen fische, auch artgenossen werden nicht verschmäht, ich finde in meinen farios regelmässig fische im magen.
da bergbäche und auch bergseen relativ nahrungsarm sin, sind elritzen sicher eine nahrungsquelle für die dort lebenden salmoniden.
ich fische zwar fast nie am bergsee, aber relativ oft auf dem see oder an bergbächen.
die meisten salmoniden sind räuber und ernähren sich durchaus von kleinen fische, auch artgenossen werden nicht verschmäht, ich finde in meinen farios regelmässig fische im magen.
da bergbäche und auch bergseen relativ nahrungsarm sin, sind elritzen sicher eine nahrungsquelle für die dort lebenden salmoniden.
Gruss Adi
-
alpfish
Danke für eure Inputs
@oliman. Bern und Wallis
Die Hauptnahrung die ich finde sind die Zuckmücken in all ihren Formen: Larven, Puppen und Mücken. Daneben Köcherfliegen/-larven, Erbsenmuscheln, Hüpferlinge, und im Sommer viel Anflugnahrung. Im Vergleich zu tieferen Seen ist der Elritzenbestand kleiner.
@oliman. Bern und Wallis
Die Hauptnahrung die ich finde sind die Zuckmücken in all ihren Formen: Larven, Puppen und Mücken. Daneben Köcherfliegen/-larven, Erbsenmuscheln, Hüpferlinge, und im Sommer viel Anflugnahrung. Im Vergleich zu tieferen Seen ist der Elritzenbestand kleiner.
-
fariofreak
letztes Jahr war ich auf Melchsee-Frutt, und da hat es ja auch jede Menge Elritzen.
Als ich dort am Morgen bei der Kapelle meine Wobbler durchs Wasser zog(man sah immer wieder ein Egli, dass sich ne Elritze schnappte) biss jedoch nix.
Kurz darauf fing ich mir ne Elritze, und befestigte sie an nem Splitshot-rig. Ausgeworfen und eingezupft gabs schnell mal nen Biss.
So wie der Fisch abging, erwartete ich ein Mordsegli, und dann kam aber "nur" ne 38er Bafo ans Ufer.
Ob jetzt andere Bergseeräuber Elritzen fressen oder nicht, weiss ich nicht. Ich weiss einfach, dass es Eglis und Farios tun
Als ich dort am Morgen bei der Kapelle meine Wobbler durchs Wasser zog(man sah immer wieder ein Egli, dass sich ne Elritze schnappte) biss jedoch nix.
Kurz darauf fing ich mir ne Elritze, und befestigte sie an nem Splitshot-rig. Ausgeworfen und eingezupft gabs schnell mal nen Biss.
So wie der Fisch abging, erwartete ich ein Mordsegli, und dann kam aber "nur" ne 38er Bafo ans Ufer.
Ob jetzt andere Bergseeräuber Elritzen fressen oder nicht, weiss ich nicht. Ich weiss einfach, dass es Eglis und Farios tun
-
cougar
Hallo
Fischte im Juni am Engstlensee und konnte in der Morgendämmerung beobachten, wie eine 30-35cm Namaycush sich in Ufernähe geradezu in eine kleine Felsspalte zwängte. Mir war nicht klar warum, bis am Ende der Spalte ein paar Elritzen raus schossen, dicht gefolgt von der Kanadierin.
Die wollte bestimmt nicht nur ein bisschen spielen.
Vor drei Jahren war ich Eisangeln auf dem Melchsee. Andere Fischer fingen schöne Namaycush deren Mägen voll von Elritzen waren.
Petri
Louis
Fischte im Juni am Engstlensee und konnte in der Morgendämmerung beobachten, wie eine 30-35cm Namaycush sich in Ufernähe geradezu in eine kleine Felsspalte zwängte. Mir war nicht klar warum, bis am Ende der Spalte ein paar Elritzen raus schossen, dicht gefolgt von der Kanadierin.
Die wollte bestimmt nicht nur ein bisschen spielen.
Vor drei Jahren war ich Eisangeln auf dem Melchsee. Andere Fischer fingen schöne Namaycush deren Mägen voll von Elritzen waren.
Petri
Louis
-
astacus
ich frage mich gerade, ob das schon einmal wissenschaftlich untersucht wurde. bekannt wäre mir in diesem fall nichts, es gibt aber studien von anderen ähnlichen fällen (d.h. wo in ein isoliertes system zur förderung eines räubers gezielt eine neue beuteart eingeführt wurde). dabei wird ersichtlich, dass es zumindest möglich ist, dass sich der räuber auf die beute einstellt und diese zu nutzen beginnt.
bei der konkreten frage habe ich persönlich leider nur wenig erfahrung, da ich nur sehr sporadisch (<1 mal pro jahr) an bergseen fische. wie viele andere hier kann ich bestätigen, dass elritzen als köderfische an bergseen recht fängig sind. das lässt zumindest schon mal darauf schliessen, dass die räuber die beute kennen. das ist insofern verständlich, als dass elritzen häufig die individuenreichsten bestände in bergseen darstellen und es manchmal ausser den räubern und den elritzen keinerlei andere fischarten gibt. es wäre eher ungewöhnlich, wenn die räuber diese nahrungsquelle nicht nützen würden. zumal eine spezialisierung auf eine neue nahrungsquelle recht schnell vor sich gehen kann.
es gibt aber noch weitere apsekte, die für die beantwortung der frage beachtet werden müssen. ich denke hier im speziellen an die frage des klimas bzw. der jahreszeit. an den meisten bergseen wird nur während rund 4-5 monaten im sommer gefischt (ausnahme sind natürlich die paar wenigen seen, wo das eisfischen praktiziert wird). das ist aber auch diese zeit, wo das nahrungsangebot am grössten ist. das angebot an diversen insekten und larven ist zu dieser zeit sehr gross. da diese mitunter sehr leicht zu erbeuten sind, kann es durchaus sein, dass das energetische kosten-nutzen-verhältnis dieser beute sehr gut ist und sich die räuber darauf konzentrieren. die elritzen sind wahrscheinlich deutlich schwieriger zu erwischen, wodurch das kosten-nutzen-verhältnis wohl ungünstiger ist. das hätte logischerweise zur folge, dass diese im sommer seltener erbeutet würden.
im winter jedoch fehlt der grossteil der anderen nahrung, weshalb die elritze dann einen wichtigeren anteil an der nahrung der anwesenden räuber sein könnten. ob das tatsächlich so ist, kann vielleicht jemand beantworten, der sowohl im sommer wie auch im winter am gleichen bergsee fischt und die mageninhalte dadurch vergleichen kann. dass im sommer aber elritzen gerne genommen werden, wenn sie am haken hängen, könnte dann damit zusammenhängen, dass diese tot oder verletzt wesentlich einfacher zu erbeuten sind, wodurch das kosten-nutzen-verhältnis wieder günstiger wird und sich die erbeutung dadurch mehr lohnt.
ist aber wie gesagt alles nur theorie, da ich nicht weiss, ob das ganze schon mal so untersucht wurde
bei der konkreten frage habe ich persönlich leider nur wenig erfahrung, da ich nur sehr sporadisch (<1 mal pro jahr) an bergseen fische. wie viele andere hier kann ich bestätigen, dass elritzen als köderfische an bergseen recht fängig sind. das lässt zumindest schon mal darauf schliessen, dass die räuber die beute kennen. das ist insofern verständlich, als dass elritzen häufig die individuenreichsten bestände in bergseen darstellen und es manchmal ausser den räubern und den elritzen keinerlei andere fischarten gibt. es wäre eher ungewöhnlich, wenn die räuber diese nahrungsquelle nicht nützen würden. zumal eine spezialisierung auf eine neue nahrungsquelle recht schnell vor sich gehen kann.
es gibt aber noch weitere apsekte, die für die beantwortung der frage beachtet werden müssen. ich denke hier im speziellen an die frage des klimas bzw. der jahreszeit. an den meisten bergseen wird nur während rund 4-5 monaten im sommer gefischt (ausnahme sind natürlich die paar wenigen seen, wo das eisfischen praktiziert wird). das ist aber auch diese zeit, wo das nahrungsangebot am grössten ist. das angebot an diversen insekten und larven ist zu dieser zeit sehr gross. da diese mitunter sehr leicht zu erbeuten sind, kann es durchaus sein, dass das energetische kosten-nutzen-verhältnis dieser beute sehr gut ist und sich die räuber darauf konzentrieren. die elritzen sind wahrscheinlich deutlich schwieriger zu erwischen, wodurch das kosten-nutzen-verhältnis wohl ungünstiger ist. das hätte logischerweise zur folge, dass diese im sommer seltener erbeutet würden.
im winter jedoch fehlt der grossteil der anderen nahrung, weshalb die elritze dann einen wichtigeren anteil an der nahrung der anwesenden räuber sein könnten. ob das tatsächlich so ist, kann vielleicht jemand beantworten, der sowohl im sommer wie auch im winter am gleichen bergsee fischt und die mageninhalte dadurch vergleichen kann. dass im sommer aber elritzen gerne genommen werden, wenn sie am haken hängen, könnte dann damit zusammenhängen, dass diese tot oder verletzt wesentlich einfacher zu erbeuten sind, wodurch das kosten-nutzen-verhältnis wieder günstiger wird und sich die erbeutung dadurch mehr lohnt.
ist aber wie gesagt alles nur theorie, da ich nicht weiss, ob das ganze schon mal so untersucht wurde
-
Fängtnix
Präzise! Je weniger Aufwand, sprich: Energie, für die Jagd verwendet wird (von Seiten des Fisches her), desto "lukrativer" ist die Jagd für den Räuber...astacus hat geschrieben: dass im sommer aber elritzen gerne genommen werden, wenn sie am haken hängen, könnte dann damit zusammenhängen, dass diese tot oder verletzt wesentlich einfacher zu erbeuten sind, wodurch das kosten-nutzen-verhältnis wieder günstiger wird und sich die erbeutung dadurch mehr lohnt.
Weniger Aufwand entspricht weniger Energie-Reserven Verbrauch, was wiederum einer besseren Chance zum Überleben im Winter (sprich: Nahrungsarme Zeit) bedeutet.
Mit anderen Worten, aus der Sicht des Räubers:
Je weniger ich mich anstrengen muss um mir einen "Ranzen" anzufressen, desto besser stehe ich da, wenn die mageren Zeiten kommen.
Raubfische sind Opportunisten...was auch diverse "Nachläufer" Threads erklärt, inklusive meinem eigenen....(Geistesblitz!?)
-
gonefishing
Allerdings könnte es auch heissen dass die Salmoniden im Sommer eher die leichter zu erbeutenden Insekten und Insektenlarven fressen. Im Winter werden dann die durch das kalte Wasser langsamen Elritzen verputzt...Fängtnix hat geschrieben:Weniger Aufwand entspricht weniger Energie-Reserven Verbrauch, was wiederum einer besseren Chance zum Überleben im Winter (sprich: Nahrungsarme Zeit) bedeutet.
Da ich nicht Eisfische kann ich allerdings nicht sagen ob an der Theorie was dran ist.
-
Schweizer Angler
ich bin pächter zweier bergseen im kt. be,heisst einen habe ich allein gepachtet, beim anderen sind wir zu viert.
der eine see liegt auf just 2000 m ü.m, der andere auf 1400.
der höher gelegenen beherbert einen enomen bestand an elritzen, der untere see keinen. der eine bergsee, derhöhere ist ein kantonales gewässer wo auch der kanton vor jahren elritzen eingebracht hat, der untere see ist privat.
der obere see beherbergt bachforellen, regenbogenforellen und einige bachsaiblinge. der untere regenbogenforellen und goldforellen (was ja fast dasselbe ist).
der obere see mit den elritzen hat einen elritzenbestand der sich selbst erhält. die regenbogenforellen fressen hie und da elritzen, sind abere sehr opportunistisch, flugnahrung liegt ihnen mehr, aber auch libellenlarven. elritzen finde ich seltenin den regenbogenforellenmägen, obwohl es so viele elritzen hat. die bachforellen haben sich hingegen auf die elritzen spezialisiert und gehen auch beim fischen fast nur auf streamer. deren mageninhalte bestätigen dies. die bachsaiblinge gehen auf flugnahrung (besser insektenlarven) und elritzen, owohl sie auch plankton verwerten können, was sie aber wohl eher im winter tun. jedenfalls in amerika ist bekannt, dass sie die eischichten der bergseen jeweils von unten abgrasen, weil an sonnigen tagen solche zuckmücken an der unterseite der eisschicht kleben. da ich/wir aber im winter den fischen die ruhe lassenund nicht auf sie eisfischen, kenne ich die winternahung der fische nur theoretisch.
im pächterkreis des unteren sees wird immer wieder diskutiert elritzen einzusetzen, die fische haben aber dort ein sehr gutes nahrungsangebot an insekten und plankton, so dass wir bisher keine eingesetzt haben. die fische gedeihen trotzdem prächtig, sind aber langsamwüchsig, was wir in kauf nehmen.
ob im oberen see die elritzen eine wichtige nahrung sind bezweifle ich, denn es hat viele kaulquappen und eben eine menge flugnahrung und insektenlarven. aber einmal elritzen im see, bingt man sie kaum wieder aus sofern das habitat stimmt.
bei den bachforellen ist mir aufgefallen dass sich diese im ufergrasgürtel (der see hat ein unbestimmtes ufer mit riedgras) verstecken und früh am morgenund spät abends teils dort selbst fressen, oder direkt aus dem riedgras in den see stossen, wo die elritzenschwärme sich meist am ufergürtel entlang bewegen. weit in den seen hinaus gehen die bachforellen selten zum jagen, die regenbogenforellenund bachsaiblinge sind eher sie streuner im offenen gewässer. im zu und abfluss des sees findet man auch keine bachforellen, ausser im spätherbst zur laichzeit, wo es revierkämpfe zwischen bachsaiblingen und bachforellen gibt.
gruss
sa
der eine see liegt auf just 2000 m ü.m, der andere auf 1400.
der höher gelegenen beherbert einen enomen bestand an elritzen, der untere see keinen. der eine bergsee, derhöhere ist ein kantonales gewässer wo auch der kanton vor jahren elritzen eingebracht hat, der untere see ist privat.
der obere see beherbergt bachforellen, regenbogenforellen und einige bachsaiblinge. der untere regenbogenforellen und goldforellen (was ja fast dasselbe ist).
der obere see mit den elritzen hat einen elritzenbestand der sich selbst erhält. die regenbogenforellen fressen hie und da elritzen, sind abere sehr opportunistisch, flugnahrung liegt ihnen mehr, aber auch libellenlarven. elritzen finde ich seltenin den regenbogenforellenmägen, obwohl es so viele elritzen hat. die bachforellen haben sich hingegen auf die elritzen spezialisiert und gehen auch beim fischen fast nur auf streamer. deren mageninhalte bestätigen dies. die bachsaiblinge gehen auf flugnahrung (besser insektenlarven) und elritzen, owohl sie auch plankton verwerten können, was sie aber wohl eher im winter tun. jedenfalls in amerika ist bekannt, dass sie die eischichten der bergseen jeweils von unten abgrasen, weil an sonnigen tagen solche zuckmücken an der unterseite der eisschicht kleben. da ich/wir aber im winter den fischen die ruhe lassenund nicht auf sie eisfischen, kenne ich die winternahung der fische nur theoretisch.
im pächterkreis des unteren sees wird immer wieder diskutiert elritzen einzusetzen, die fische haben aber dort ein sehr gutes nahrungsangebot an insekten und plankton, so dass wir bisher keine eingesetzt haben. die fische gedeihen trotzdem prächtig, sind aber langsamwüchsig, was wir in kauf nehmen.
ob im oberen see die elritzen eine wichtige nahrung sind bezweifle ich, denn es hat viele kaulquappen und eben eine menge flugnahrung und insektenlarven. aber einmal elritzen im see, bingt man sie kaum wieder aus sofern das habitat stimmt.
bei den bachforellen ist mir aufgefallen dass sich diese im ufergrasgürtel (der see hat ein unbestimmtes ufer mit riedgras) verstecken und früh am morgenund spät abends teils dort selbst fressen, oder direkt aus dem riedgras in den see stossen, wo die elritzenschwärme sich meist am ufergürtel entlang bewegen. weit in den seen hinaus gehen die bachforellen selten zum jagen, die regenbogenforellenund bachsaiblinge sind eher sie streuner im offenen gewässer. im zu und abfluss des sees findet man auch keine bachforellen, ausser im spätherbst zur laichzeit, wo es revierkämpfe zwischen bachsaiblingen und bachforellen gibt.
gruss
sa
-
Schweizer Angler
@alpfish
allgemein glaube ich es hängt von umständen wie besatz (welche fische, aus welcher zucht, genetisch angepasst oder reine zuchtviecher), habitat und gewässerqualität des jeweiligen bergsees ab was die fische dort fressen.
in den stockenseen sind/waren lebende elritzen auf regenbogenforellen scheinbar eine gute wahl (leider wird trotz verbot dort noch hie und da mit lebenden elritzen gefischt)
hier noch ein paar infos/links/Literaturhinweise betreffend elritzen als futter in bergseen;
links/infos;
http://www.nobanis.org/files/factsheets ... oxinus.pdf
http://www.limnetica.com/Limnetica/limn ... renees.pdf
http://www.bio.txstate.edu/~tbonner/txf ... mykiss.htm
http://www.adfg.state.ak.us/pubs/notebo ... Etrout.php
http://www.hilakers.org/pages/science.html
http://www.tu.org/atf/cf/%7B0D18ECB7-73 ... perior.pdf
http://limnologia.crub.uncoma.edu.ar/pu ... cCons).pdf
literatur;
http://www.springerlink.com/content/u8p33282x234h430/
http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=2636982
http://www.ingentaconnect.com/content/n ... awler=true
allgemein glaube ich es hängt von umständen wie besatz (welche fische, aus welcher zucht, genetisch angepasst oder reine zuchtviecher), habitat und gewässerqualität des jeweiligen bergsees ab was die fische dort fressen.
in den stockenseen sind/waren lebende elritzen auf regenbogenforellen scheinbar eine gute wahl (leider wird trotz verbot dort noch hie und da mit lebenden elritzen gefischt)
hier noch ein paar infos/links/Literaturhinweise betreffend elritzen als futter in bergseen;
links/infos;
http://www.nobanis.org/files/factsheets ... oxinus.pdf
http://www.limnetica.com/Limnetica/limn ... renees.pdf
http://www.bio.txstate.edu/~tbonner/txf ... mykiss.htm
http://www.adfg.state.ak.us/pubs/notebo ... Etrout.php
http://www.hilakers.org/pages/science.html
http://www.tu.org/atf/cf/%7B0D18ECB7-73 ... perior.pdf
http://limnologia.crub.uncoma.edu.ar/pu ... cCons).pdf
literatur;
http://www.springerlink.com/content/u8p33282x234h430/
http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=2636982
http://www.ingentaconnect.com/content/n ... awler=true
