Teleskop- vs. Steckruten?

Testberichte und Neuvorstellungen von Ruten
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PikePesche
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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von PikePesche » Mo 26. Aug 2019, 17:54

Tinca hat geschrieben:
Mo 26. Aug 2019, 16:10
Nur stelle ich es mir schwierig vor ein 1 ode 2m-Rohr in den Amazonas mitzuschleppen. Da spielt die länge doch eine wesentliche Rolle und Teleskopruten und 4-5Teilige Steckruten kann man auch im Rucksack transportieren.
Hab da immer 2 teilige Ruten mitgenommen. Wäre auch schade gewesen bei so grandiosen fischen mit einer Teleskoprute zu angeln.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Lutra » Di 27. Aug 2019, 09:57

@Tinca
Ich habe ein 220cm langes Rutenrohr und das war schon in vielen Destinationen rund um die Welt.
Kumpels haben dieses Frühjahr sogar einen Film im Amazonas gedreht und da war das Rutenrohr auch dabei.
Ein einteiliger Blank ist das Optimum und alles Andere ein Kompromiss.
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Swordfish » Di 27. Aug 2019, 18:15

Lutra hat geschrieben:
Di 27. Aug 2019, 09:57
Ein einteiliger Blank ist das Optimum und alles Andere ein Kompromiss.
Lutra, kannst du diesen Kompromiss "quantifizieren" oder deine Gedanken dazu ausführen? Ich verstehe die Fakten dahinter und würde ich direkt am Wasser eine Rute auswählen können, wäre meine Wahl ebenfalls eine einteilige Rute. Und dennoch habe ich nur wenige einteilige Ruten im Vergleich zu Mehrteiligen.

Als glühender Fan der SG Roadrunner stand ich zum Beispiel anfangs Jahr wieder vor der Wahl der neuen XLNT3 als 4 teilige Reiserute oder 2 teilige Steckrute. Nach Probefischen musste ich mir eingestehen, dass ich keine spürbaren Nachteile gefunden habe. Und auch nach dem Härtetest in Mexiko (Bonitos, GTs, etc) sowie dem "Finesse" Test auf kleine Barsche würde ich mich wieder für die Reiserute entscheiden.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von tschuls » Mi 28. Aug 2019, 12:58

Tinca hat geschrieben:
Mo 26. Aug 2019, 16:10
Nur stelle ich es mir schwierig vor ein 1 ode 2m-Rohr in den Amazonas mitzuschleppen. Da spielt die länge doch eine wesentliche Rolle und Teleskopruten und 4-5Teilige Steckruten kann man auch im Rucksack transportieren.
Ich reise immer wieder in den Amazonas. Vor einigen Jahren bin ich auf 4-teiliege Steckruten umgestiegen. Vom Transport her sind sie 100x mal besser als 1-teilige. Ich packe immer 3-4 Ruten in den Koffer und meiner Meinung nach ist die Qualität mittlerweilen sehr gut. Im Internet findet man viele gute Reiseruten.

Teleskop kannst du für den Amazonas vergessen. Die sind qualitativ nicht so gut und einem Peacock +10lbs können die nicht Paroli bieten.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Beat » Mi 28. Aug 2019, 14:41

Tinca hat geschrieben:
Fr 23. Aug 2019, 18:20
Als Reiseruten sind 2teilige Ruten jedoch nicht brauchbar. Da braucht es Teleskopruten ( So schlecht sind die auch wieder nicht!) Oder 4-6teilige Steckruten. Beides funktioniert und meine Reiseruten sind alles Steckruten.
Also bei mir kommen praktisch nur einteilige Ruten mit auf Reise, bei einigen SW Ruten ist teils das Handle noch abnehmbar. Ist absolut kein Problem. Vorallem ob man nun zweiteilige oder einteilige Ruten mitnimmt macht def. keinen Unterschied. Die Reiseruten haben den Vorteil, dass diese in den Koffer passen, aber um ein Transportrohr kommt man auch mit zweiteiligen Ruten nicht. Ist sicher Geschmacksache, aber für einen Großteil meiner Fischerei möchte ich meine einteiligen Ruten nicht missen.

Ich bin ein absoluter Gegner von Teleskopruten. Die Nachteile wurden bereits genannt, diese überwiegen für mich so stark, dass ich nicht mal meinem Sohn eine Telescoprute zumuten könnte... :D Wie Mötti bereits erwähnte, fischen viele in Italien mit Teles und Spiro, das sieht man auch viel an Tessiner Bergseen. Ich hatte so eine Rute noch nie in der Hand, könnte mir aber Vorstellen, dass die für diese Fischerei tatsächlich was taugen. So wie diese jeweils durchgezogen und abgespannt werden, sieht das für mich wirklich nicht so schlecht aus. Ist jedoch nicht meine Fischerei.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Tinca » Mi 28. Aug 2019, 14:59

Teleskopruten sind generell etwas behäbiger als Steckruten. Trotzdem habe ich auch 10kg-Karpfen schon mit einer 10-20g leichten Teleskoprute von 2m10 gefangen. Das ging problemlos. Von der Qualität her lassen sich alle Fische sowohl mit Steckruten als auch mit Teleskopruten sicher landen. Die Steckruten sind lediglich einiges leichter, was bei intensivem Spinnfischen positiv auffällt am Abend.
Mit 4-5teiligen Steckruten habe ich in Norwegen viele Fische bis 5kg im seichten Wasser gefangen. Die sind super. Auch eine Superleichte Teleskop hat ihren Dienst gut erfüllt.

Schlussendlich kommt es darauf an ob man sich das Theater eines Rutenrohres (Sperrgut, Platzprobleme in Autos, ein weiteres Gepäckstück) antun will für den leicht komfortableren Drill.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Beat » Mi 28. Aug 2019, 15:22

Tinca hat geschrieben:
Mi 28. Aug 2019, 14:59
Schlussendlich kommt es darauf an ob man sich das Theater eines Rutenrohres (Sperrgut, Platzprobleme in Autos, ein weiteres Gepäckstück) antun will für den leicht komfortableren Drill.
Da gebe ich dir völlig recht.

Tatsache für mich ist, dass gerade bei Telescopruten, der Spass beim Fischen bei mir verloren geht. Für mich steht beim Fischen nicht das Fische fangen und abschlachten im Vordergrund. Für mich steht die Technik, die Freude am Detail und vor allem das Gefühl beim Biss, Anschlag und Drill im Vordergrund. Mir ist es nicht egal mit welcher Rute ich einen Fische fange, es würde mich sogar ärgern, wenn ich einen ü45er Barsch mit einer Telescoprute fangen würde.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Loup » Do 29. Aug 2019, 08:46

Ich verwende nur eine Teleskoprute, die Stucki Varia für die Bergbachfischerei beim Tipfischen. Für diese Fischerei finde ich das die beste Rute. Alle meine anderen Ruten sind 2-teilige Steckruten. Schon möglich, sind 1-teilige Ruten das beste, ist mir aber einfach zu umständlich. Gebrochen ist mir erst einmal eine 2-teilige alte Felchenrute bei der Steckverbindung.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Flümi » Sa 7. Sep 2019, 13:31

Da ich:
-ÖV-Benutzer bin
-regelmässig mit Velo ans Wasser gehe
-gerne längere Ruten beim Spinnfischen verwende

... kommen zu 99% nur Zweiteilige in frage. Am Bergsee, wenn ich passiv fischen will (während dem Grillieren oder so), ist nachwievor meine 20 Jahre alte 3.10m Balzer IM6 Tele Zander meine erste Wahl. Die ist so straff, dass genau nichts schwabbelt und der Buldo fliegt wunderschön :lol:
Gruss, Stefan
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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von slidedust » Do 19. Sep 2019, 14:38

genau diese Frage stellt sich mir aktuell auch bzw. ich tendiere mittlerweile eher zu Reiseruten als Teleskopruten. Gerne mit einem WG von ca. 5 - 30 und einer Länge von 2.70. Gibt es Modelle die jemand getestet und für gut befunden hat?
Gruss Sandro

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von Rainbowwarrier » Do 19. Sep 2019, 21:15

Ich benutze fast ausschließlich 2 und 3-teilige Steckruten.
Aber auch ein paar Tele-Ruten habe ich in Verwendung, zum Beispiel wenn ich mit dem Velo ein paar Kilometer mit dem Fahrrad ans Wasser fahren muss und ich die Hände frei haben muss, sind immer die Tele dabei, aber eigentlich nur zum Grundfischen.
Mit den Ruten sind auch große Forellen im Strom kein Problem, wenn man gute Rollen hat.
Auch zum passiven Zanderfischen nutze ich Teleruten.
Auch eine ausziehbare 6m-Bolorute zum Driftfischen mit dem Schwimmer im Fluss ist gut...leicht und mit jedem Zug ziehe ich sie 10 Meter zu mir.

Zum Felchenfischen brauche ich aber eine lange feine Rute, die eine super Aktion hat um weit zu werfen und die kampfstarken Fische gefühlvoll zu drillen, hier sind 3-teilige Steckruten die bessere Wahl, obwohl mein Bruder auch hier die Tele einsetzt.

Auch beim Spinnfischen oder beim Barschangeln mit dem Schwimmer, wenn ich ein langes Vorfach benutze und ich die Rute den ganzen Tag in der Hand halte, sind es feine Steckruten.

Es kommt eben immer darauf an, für welchen Einsatzzweck man eine Angel braucht....
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von corallus » Fr 20. Sep 2019, 10:42

@slidedust
Ich habe die Stucki De Luxe Spin mit 5-30g in zweiteilig 2.1m (108g) und vierteilig 2.4m (139g). Die vierteilige wird in einer praktischen Schutztasche geliefert. Ich bin sehr zufrieden damit (für Egli, Bass und Forelle), und kann sie daher empfehlen. Aber 2.7m wäre mir persönlich zu lange.

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Re: Teleskop- vs. Steckruten?

Beitrag von slidedust » Fr 20. Sep 2019, 13:50

Danke Corallus
Die Stucki De Luxe Spin 5-30 habe ich als 2.70er Version als SeFo-Rute in Gebrauch. Werde die 4-teilige also mal befingerln gehen!
Gruss Sandro

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