Black Bass / Pro & Contra

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Black Bass in der Schweiz

Pro
23
52%
Contra
21
48%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 44

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gonefishing
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Beitrag von gonefishing » Di 22. Mai 2007, 18:22

Da kann ich doch einfach meinen Text von der Regenbogenforellen-Umfrage kopieren ;-)



Ich habe mit 'Contra' gestimmt. Ich bin auch grundsätzlich gegen das Aussetzen nicht heimischer Arten bei Pflanzen und Tieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Schaden fast immer grösser als der Nutzen ist. Auch wenn keine sichtbare direkte Konkurrenz besteht und keine Art direkt oder vollkommend verdrängt wird, ist doch die fremde Art fast immer ein Störfaktor im ökologischen Gleichgewicht.

Dies kann sich für uns unsichtbar negativ auf Kleinlebewesen oder die Ausbreitung von Krankheiten oder Parasiten auswirken. Da wir bei weiten noch nicht alle Zusammenhänge, noch nicht einmal alle Lebewesen in unseren Ökosystemen kennen, sollte man es unterlassen bewusst fremde Arten einzuschleppen.

Gruss, Mattu

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Lutra
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Ich bin dagegen

Beitrag von Lutra » Di 22. Mai 2007, 19:21

Hallo an alle



Meiner Meinung nach hat die Geschichte gezeigt, dass überall wo sich der Mensch der Natur annimmt ein Desaster passiert.

Bekanntestes Beispiel ist wohl Australien.

Dort wurden über mehrere Jahrtausende nicht heimische Arten eingeführt.

Die einheimische Flora und Fauna kann vielerorts nur noch durch erheblichen Aufwand am Leben erhalten werden.

Vor einigen Jahren war ich an einer Führung in der Fischaufzuchtanstallt Pfäffikon/ZH.

Ich war schockiert als ich erfuhr, wieviel einheimische Fische in gefangenschaft aufgezogen und erst dann in Zürich- Greifen- und Pfäffikersee ausgesetzt werden...von kleineren Gewässern war das ja schon lange bekannt.

Es macht den Anschein das die vorherrschende Wasserbelastung den Bestand an einheimischen Fischen so dezimiert, dass einen natürliche Reproduktion nicht ausreichen würde.

In den verschiedenen Rundtrögen waren millionen von fingergrossen Hechten, Egli und Seeforellen.

Im Freien hatten sie noch Teiche mit Regenbogenforellen und Seiblingen.

Zur Laichbeschaffung, so wurde uns erzählt, wird systematisch abgefischt (in den Seen) und Laich und Roggen abgestreift.

Für mich ist das Symtombekämpfung und meiner Meinung nach sollten wir uns den Ursachen widmen.

Wenn wir jetzt noch fremde Arten einführen, dessen Tragweite niemand so recht abzuschätzen weiss, bringen wir das Gleichgewicht auch noch auf anderen Ebenen durcheinander.

Wir sollten versuchen die Gewässer möglichst natürlich zu halten und damit den einheimischen Bestand an Fischen zu fördern und nicht einfach auf resistentere oder auch angeltechnisch attracktivere Arten umzusteigen.



Grüsse

Flavio
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