Der Biber ist zurück

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Garrick
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Re: Der Biber ist zurück

Beitrag von Garrick » Mi 19. Feb 2014, 22:16

Hi Raubfisch

am Sonntag waren frische Spuren knapp oberhalb vom Schongebiet. Mündung Untervazer Bach.
Denke werden mehrere sein. Gleichzeitung unten bei Mastrils und oben bei Trimmis. Da hab ich einen erst eben noch gesehen.

ciao

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Re: Der Biber ist zurück

Beitrag von astacus » Do 20. Feb 2014, 10:02

Wenn man sich die eindrückliche Ausbreitung des Bibers im Alpenrheintal in den letzten fünf Jahren betrachtet, wird klar, weshalb er zurzeit stark ins Churer Rheintal drückt. Dies lässt durchaus den Schluss zu, dass da im Moment mehr als ein Biber am werken ist - erst recht, wenn es an verschiedenen Orten mehr oder weniger frische Nagespuren gibt.
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Re: Der Biber ist zurück

Beitrag von GsusFreaK » Do 3. Apr 2014, 21:06

Passend zum Thema:

http://tt.bernerzeitung.ch/region/thun/ ... y/27699640

Leider nicht gerade ein gutes Umfeld im Stadtzentrum, aber er findet hoffentlich bald den Weg zurück in die Aare oder hoch in den See.
Gruss Flo

Einsiedler

Re: Der Biber ist zurück

Beitrag von Einsiedler » Do 3. Apr 2014, 22:14

Oh, ein Biber Thread :) Ich mag die Tierchen. Bin ein richtiger Fan von denen.

Meine Biber Sichtung in Aarberg:

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Biber an der Zihl:

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Der Biber ist zurück 2020

Beitrag von LukTuk » Mo 6. Apr 2020, 20:10

Um den Thread wieder aufzuwärmen, vor nicht allzu langer Zeit hat sich der Biber ein kleines Bächlein in meiner Nähe ausgesucht und ist dort fleissig am Bauen. Ich habe jedes Mal eine Heidenfreude beim Anblick des wachsenden Pegels, dem Bau und den neuen Läufen, die so entstehen.
Es läuft doch nicht alles verkehrt, was den Umgang mit Gewässern und Wassertieren angeht.

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Re: Der Biber ist zurück

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Di 7. Apr 2020, 12:33

Wie dir gefällt es auch mir sehr die Biber beim Bau oder schwimmen zu beobachten.
Wenn nur die Gemeinden auch so viel Freude wie wir an den Baumeiter der Natur hätten...

Bei uns an der Glatt hat es seit längerem sehr viele Bieber auch am Greifensee sind sie immer häufiger an zutreffen.
Neben bei stauen sie div Bächlein in meiner Region was viele Leuten und Grundstücksbesitzern gar nicht passt...
Kann den Frust da auch verstehen wenn plötzlich das Wasser ein paar cm steht im Keller weil die Sickerleitungen zurück gestaut werden von den Bibern..

Bei uns wird der eine Biber mächtig eingeschränkt mit einem Elektrozaun der durch die Biberfachstelle zur Verfügung gestellt wurde damit er seinen Damm nicht höher bauen kann. Hat bis jetzt wenig bis nichts gebracht... Jedes mal wenn es regnet hat der Bach einen Schwall und reisst den ganzen Zaun einfach nieder :lol: :lol: das blöde ist nur das jedes mal fast der ganze Damm auseinander gerissen wird wegen den Pfösten des Zauns....
Der Biber ist aber fix und repariert es jedes mal wider in windes Eile!

Bei uns in Schwerzenbach, im gegensatz zu Dübendorf, hat es die Gemeinde verstanden mit den Bibern was anzufangen. Die Bäume die gefällt werden vom Bieber werden so positioniert das sie das Bieber weiter nutzen kann. Somit fällt er auch nicht ständig neue Bäume.
In Dübendorf werden die Bäume immer gleich entfernt und 2-4Tage später liegt der nächste Baum im Wasser...
Bald haben wir keine grösseren Bäume mehr in unserem Revier, das wäre eine Katastrophe!!! Da gebe ich aber nicht dem Biber die Schuld sondern der Gemeinde die es einfach nicht begreifen will das man da anderst vorgehen muss....

Dübendorf ist geistig sowiso massiv zurück geblieben... So viel Geld wie die letztes Jahr eingespart haben und den haben sie kein Rappen um Projekte die schon länger als 20Jahre überfällig sind zu starten.
Oberemühlenkanal wäre so ein kleinen Beispiel das man hier nennen darf...

Ich hatte auf jedefall schon vor über 10Jahren mega Freude daran die ersten Biber in meiner Umgebung zu sehen. Ich hoffe es werden noch viel mehr und das sie sich einen sehr guten Platz an Natur zurück holen, welche ihnen auch zustehen.

Mfg BAF
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener..

Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!!

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Re: Der Biber ist zurück

Beitrag von Eglizwicker » Do 15. Okt 2020, 07:24

Am Zürichsee scheint es bei der Halbinsel auch einen Biber zu haben. Ein Freund hat mir kürzlich Bilder geschickt.

Ihr kennt vermutlich die Revitalisierungsplanung von Bund und Kantonen? Von den 1600 km Fliessgewässer in "schlechtem Zustand" im Kanton Zürich (Naturfremd oder Eingedohlt), als rund die Hälfte, sollen in den nächsten 80(!) Jahren gerade mal 400 km revitalisiert werden.
Richtig ambitioniert scheinen mir diese Ziele nicht gerade und es scheint nicht so, als ob sich der Kanton Zürich dazu anschickt diese Ziele zu übertreffen zu wollen. Ganz eher im Gegenteil, was man so hört.
Kommt hinzu, dass man ja, wie immer, davon ausgehen muss, dass erstmal die "leichteren" Projekte angegangen werden. Also die, bei welchen das Land drum herum so oder so schon den Gemeinden gehört und man keine Einsprachen zu befürchten hat.

Da bin ich froh um den Biber. Der renaturiert einfach so wie es ihm gefällt. Ich hoffe sehr, der Kanton lässt die gefällten Bäume bei der Au im See liegen. Für viele Fische wäre so ein toter Baum im Wasser ein Segen! Der bietet Schutz vor Fischfressern wie dem Kormoran und dient als Laichhilfe.

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