Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
Antworten
Benutzeravatar
Garrick
Beiträge: 311
Registriert: Di 4. Nov 2008, 15:42
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Garrick » So 15. Dez 2013, 18:01

Hallo

das Wort im Munde des anderen umzudrehen kenne ich aus der Kindheit!

Perfekt geschrieben Berufsfischer!

Benutzeravatar
helix
Beiträge: 1262
Registriert: Di 28. Sep 2010, 18:15
Meine Gewässer: Berner Oberland
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von helix » So 15. Dez 2013, 20:41

Garrick hat geschrieben:Doch antworte bitte doch einmal auf mein ewiges Geplänkel, wegen den natürlichen Nährstoffen die nicht mehr da sind!
Das ist in der Tat ein interessanter Gedanke. Wenn durch Machenschaften des Menschen die natürliche Phophoreinfuhr auf einen unnatürlich tiefen Wert sinken würde, wäre dies auch in meinen Augen sicherlich nicht begrüssenswert und könnte wie von thymallus erwähnt ebenfalls negative Folgen für die Artenzusammensetzung haben. Allerdings gibt es offizielle Statistiken, und da sehe ich nicht ein, wieso man denen nicht glauben will, welche einen Gehalt von leicht weniger als 10mg/m3 als einen natürlichen, ursprünglichen Wert angeben. Der Bodensee ist auch einer der Seen, der seit jeher von Natur aus einen geringen Phosphoreintrag hat (stammen aus Gesteinen, doch der Eintrag ist in aller Regel nicht sehr ergiebig, weil aus phosphathaltigen Böden meist nur wenig Phosphat ausgeschwemmt wird) und genau unter diesen Nährstoffbedingungen konnten sich die im See lebenden Tier- und Pflanzenarten entwickeln. Solche Werte gilt es in meinen Augen anzustreben, da bin ich eigentlich gleicher Meinung wie berufsfischer und da ist man heute nicht mehr weit davon weg.

Mir ist es auch klar, dass der Mensch ohnehin die Wasserqualität massgeblich mitbeeinflusst, die Bevölkerungszahl in den letzten hundert Jahren massivstens anstieg und sich somit sehr viel sehr schnell veränderte. Nun müssen sich doch einmal über einige Jahrzehnte seit der Eutrophierung gewisse Werte stabilisieren, bevor man schon wieder höhere P-Werte forcieren will, welche nicht den ursprünglichen natürlichen Werten entsprechen.

Noch schnell ot: Schade, dass sich nicht noch weitere andere Fischer bei dieser Grundsatzdiskussion zu Wort melden, denn viele weitere (Hobby-)Fischer würden einen künstlichen Phosphateintrag nicht begrüssen. Evtl. werden durch die Art und Weise (das kann jeder selber lesen) eines Teils der hier diskutierenden User solche Meinungen unterdrückt und weggedrängt. Mit allen Mitteln und grossem Aufwand wird versucht (und leider auch erreicht) dass sich in dieser Hinsicht keine "Andersdenkenden" mehr zu Wort melden und somit ein meines Erachtens und entgegen Umfragen (z.B. auch hier: viewtopic.php?f=5&t=15385 ) falsches Bild über die Ansichten der Hobbyfischer entsteht. Das bedaure ich gewissermassen...
Bild
Gruess helix

Benutzeravatar
Flyme
Beiträge: 43
Registriert: Mo 13. Aug 2012, 16:06
Meine Gewässer: Greifen-, Pfäffiker- und Zürichsee
Wohnort: Zürich
Hat sich bedankt: 1 Mal

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Flyme » So 15. Dez 2013, 22:31

helix hat geschrieben: Noch schnell ot: Schade, dass sich nicht noch weitere andere Fischer bei dieser Grundsatzdiskussion zu Wort melden, denn viele weitere (Hobby-)Fischer würden einen künstlichen Phosphateintrag nicht begrüssen. Evtl. werden durch die Art und Weise (das kann jeder selber lesen) eines Teils der hier diskutierenden User solche Meinungen unterdrückt und weggedrängt. Mit allen Mitteln und grossem Aufwand wird versucht (und leider auch erreicht) dass sich in dieser Hinsicht keine "Andersdenkenden" mehr zu Wort melden und somit ein meines Erachtens und entgegen Umfragen (z.B. auch hier: viewtopic.php?f=5&t=15385 ) falsches Bild über die Ansichten der Hobbyfischer entsteht. Das bedaure ich gewissermassen...
Ich wäre so ein Beispiel. Grund dafür ist, dass ich mich in der Diskussion gut vertreten fühle (unter anderem durch Dich Helix) und ich der Meinung bin, dass zu viele Diskussionsteilnehmer oftmals zu unübersichtlichkeit führen.

Aber back to topic: Ich denke, dass die Ueberdüngung, welche wir gesehen haben, unsere Gewässer zum Teil sehr nachhaltig geschädigt haben. Dadurch, dass nun die Phosphatwerte wieder in tiefere, vorindustrielle Regionen sinken, stellt sich in der Fauna nicht instantan ein angepasstest (dynamisches) Gleichgewicht ein. Selbst wenn die kompletten Umweltbedingungen wieder auf vorindustriellen Werten wären, ginge es einige Generationen an Wasserbewohnern, bis dieses wieder hergestellt ist. Und die meisten unserer Gewässer sind (noch) weit von solchen Werten entfernt.

Aus regeltechnischer Sicht ist es sehr gefährlich, allzu aktiv und stark in ein schlecht verstandenes dynamisches System einzugreifen, allzu gross ist die Gefahr, es mehr und mehr auszulenken. Deshalb kann ich eine Düngung im jetztigen Moment in keinem unserer Gewässer unterstützen.

Benutzeravatar
fischerlouis
Beiträge: 56
Registriert: Mo 6. Aug 2012, 22:15
Meine Gewässer: Bodensee
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal
Germany

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von fischerlouis » Mo 16. Dez 2013, 09:18

helix hat geschrieben:
Noch schnell ot: Schade, dass sich nicht noch weitere andere Fischer bei dieser Grundsatzdiskussion zu Wort melden, denn viele weitere (Hobby-)Fischer würden einen künstlichen Phosphateintrag nicht begrüssen. Evtl. werden durch die Art und Weise (das kann jeder selber lesen) eines Teils der hier diskutierenden User solche Meinungen unterdrückt und weggedrängt. Mit allen Mitteln und grossem Aufwand wird versucht (und leider auch erreicht) dass sich in dieser Hinsicht keine "Andersdenkenden" mehr zu Wort melden und somit ein meines Erachtens und entgegen Umfragen (z.B. auch hier: viewtopic.php?f=5&t=15385 ) falsches Bild über die Ansichten der Hobbyfischer entsteht. Das bedaure ich gewissermassen...


Gerade das schätze ich hier an diesem Forum: Meistens ein sachlicher Meinungsaustausch und Leute, welche vor Ort sind und etwas beitragen können. Ev. ist dieses Thema und der Gedanke der Düngung auch etwas exotisch.
Ich würde mich jetzt auch nicht getrauen, einen Beitrag zu einem Gewässer zu bringen, von dem ich mir durch googeln ein paar Infos besorgt habe.
Soviel ich weiss, war die Umfrage auch sehr allgemein gehalten (ich glaube es ging generell um's Düngen von Gewässern). Aber in so einem konkreten Fall kann es doch zu einem anderen Stimmungsbild kommen, da es sich wie gesagt um keinen hochalpinen See handelt, welcher nicht bewirtschaftet wird, sonder um das bestuntersuchte Gewässer in Europa.

Benutzeravatar
Raubfisch234
Beiträge: 270
Registriert: Sa 7. Apr 2012, 23:36
Meine Gewässer: Bergseen und Fliessgewässer Graubündens
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Raubfisch234 » Mo 16. Dez 2013, 11:48

Hier eine weitere Meinung um die Diskussion etwas weiter zu bringen. Ich schicke vorweg, dass ich noch nie am Bodensee Fischen war und die dortigen Verhältnisse auch nicht so gut beurteilen kann, wie Fischer, die dort tagtäglich sind.

Soweit ich der Diskussion folge, gibt es grundsätzlich Fischer (z.b. Berufsfischer), die für einen höheren Eintrag an Phosphaten in den Bodensee sind...

...und auf der anderen Seite gibt es Fischer, die der Meinung sind, man solle den Eintrag an Phosphaten im Vergleich zu heute so belassen.
Garrick hat geschrieben: Wieso fordert ihr nicht dass der natürliche Nährstoffeintrag gewährleistet wird?
In die gleiche Richtung zielt auch meine Ansicht.

Zuerst sollte man herausfinden und wenn nicht herausfindbar, schätzen, was der natürliche Gehalt an Phosphat im Bodensee war, bevor eine wesentliche Beeinflussung durch den Menschen geschah. Vielleicht einen Wert nehmen, der vor 1000 Jahren herrschte. Allenfalls Schätzungen anhand von vergleichbaren natürlichen Seen machen. Dannach muss man den heutigen Wert damit vergleichen und den Unterschied allenfalls mit einer Düngung ausgleichen, falls der heutige Wert tiefer ist als der natürliche.

Ausgehend von dieser Zahl an Phosphat im Bodensee, muss man dann aber noch etwas weiteres berücksichtigen, das bis anhin noch nicht gesagt wurde.

Nämlich die Folgen der Fischerei. Nach http://www.eden.de/eden/service/Lexikon/P/Phosphor enthalten 100 g Fisch etwa 250mg Phosphor. Jedes Jahr werden Tonnen an Fisch aus dem See entnommen. Da die Fische gegessen werden, landen ihre Phosphate irgendwann in einer Kläranlage, wo sie dann herausgenommen werden, statt in den natürlichen Kreislauf zurückgegeben zu werden.

Daher behaupte ich, dass der natürliche Phosphatgehalt auf längere Zeit nur erreichbar ist, wenn man entweder nicht alles Phosphor bei den Kläranlagen entnimmt, oder wenn man das Gewässer oder seine Zubringerbäche direkt mit Phosphor anreichert.

Bei der Bestimmung, was der natürliche Gehalt an Phosphor im Bodensee ist, wäre es übrigens falsch, nur den Phosphorgehalt des Wassers zu messen. Es müsste auch geschätzt werden, wie viele Fische in Tonnen im See enthalten waren vor 1000 Jahren und wie viele es heute sind. Denn ein Fisch enthält pro Gramm mehr Phosphor als Wasser. Mit anderen Worten ist der natürliche Gehalt an Phosphor im Bodensee nicht das gleiche wie der natürliche Gehalt an Phosphor im Bodenseewasser. Die Sache sogar noch komplizierter: Man sollte auch noch das Phosphor in den anderen im Bodensee lebenden Lebewesen (Pflanzen und Tieren) mitberücksichtigen.

Da die Fische ziemlich zuoberst an der Nahrungskette im Bodensee stehen, könnte vereinfachend einfach geschaut werden, dass die Anzahl Tonnen an Fischen konstant auf einem durchschnittlichen natürlichen Niveau liegt. Dann wäre wohl auch der Phosphorgehalt auch auf einem annähernd natürlichen Niveau. Wenn also der Fischbestand unter dem natürlichen Niveau liegt fügt man Phosphat hinzu, wenn der Fischbestand über dem natürlichen Niveau liegt muss man kein zusätzliches Phosphat reingeben.

Mit dieser einfachen Schlussfolgerung wären dann auch beide Seiten zufrieden denke ich.

Benutzeravatar
Rainbowwarrier
Beiträge: 413
Registriert: Di 17. Apr 2012, 20:23
Meine Gewässer: Bodensee, Alpenrhein, Lünersee
Wohnort: Rheintal
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal
Austria

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Rainbowwarrier » Mo 16. Dez 2013, 21:28

Raubfisch :v:

Mich nervt das ganze Geschwätz von "Düngen" des Bodensee´s!
Düngen tu ich meinen Garten........

Seit Menschen am Bodensee leben, ob Germanen, Römer oder alle nachfolgenden Generationen, alle leiteten ihre Abwässer, ihre Kloake in den See.
Das könnte man noch Düngen nennen, da hier Nährstoffe in den See eingebracht wurden, die nicht dem natürlichen Nährstoff-Kreislauf entsprachen.
Trotzdem hatte das über viele Jahrhunderte keine negativen Folgen!
Erst seit die Besiedelung dichter wurde und die Industrialisierung Einzug hielt, war die Grenze des erträglichen überschritten!
Die generelle Klärung der Abwässer ab den 70ern war und ist auch noch heute absolut gerechtfertigt, nur die teure und belastende Ausflockung sämtlichen Phosphors wird von meiner Seite kritisiert!

Wie krank müssen die Leute sein, die hier immer wieder unterstellen, man plane Tonnenweise Phosphor in den See zu karren! Absoluter Blödsinn!!
Weniger Ausfällung von Phosphor in den Klärwerken, das ist die Forderung!
Bei einem Restphosphatgehalt von 10-15 % in dem "gereinigten" Abwasser, würde es wieder 10 Jahre dauern, bis der von den Fischern geforderte Wert erreicht würde.

Aber das wirkliche Problem sind all diese Verunreinigungen, die kein einziges Klärwerk entfernen kann! Hier vertraut man auf die Selbstreinigungskraft unserer Gewässer!
Das ist das, was uns allen wirklich Kopfzerbrechen bereiten sollte!
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann

Benutzeravatar
Snake
Beiträge: 237
Registriert: So 13. Apr 2008, 21:10
Meine Gewässer: Bodensee
Wohnort: TG

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Snake » Mo 16. Dez 2013, 22:10

Hier noch ein Text der das Kopfzerbrechen ein bischen mindert :wink:


Am 16. August begann der Bau der neuen
Reinigungsstufe in der Kläranlage Bachwis
Herisau. Die Anlage erregt in der ganzen
Schweiz Interesse – und sie ist nötig.
Gut 200 Meter lang ist die 1973 in Betrieb
genommene und seitdem immer wieder erweiterte
Kläranlage Bachwis nahe der Glatt in
Herisau. Sie besteht aus rund einem Dutzend
Gebäuden und Reinigungsstufen. Nun soll am
westlichen, unteren Ende der Anlage, die das
Abwasser von rund 34 000 Einwohnern und
ihrer Arbeitsplätze reinigt, zwischen der biologischen
Reinigung und dem Sandfilter noch
eine Stufe hinzukommen: Am 16. August begann
auf der Fläche von gut 900 Quadratmetern
der Neubau der PAK-Reinigungsstufe.
Spital, Gebrauchsartikel, Industrie
PAK bedeutet Pulveraktivkohle. Körperpflegeund
Reinigungsmittel, Medikamentenrückstände
aus Kliniken und Privathaushalten oder
Hormone etwa von Antibabypillen, aber auch
Webereihilfsstoffe oder Farbrückstände aus
der Textilindustrie, sie alle enthalten kleinste
Stoffteilchen, die auf herkömmliche Weise
kaum mehr aus dem Abwasser zu entfernen
sind. Diese Kleinststoffe lassen sich mit Pulveraktivkohle
am besten aus dem Abwasser
beseitigen – besser als mit Ozon, was aufgrund
der Stoffzusammensetzung in Herisau
nicht optimal gewesen wäre.
PAK-Stufen sind ein neues Verfahren. Ziele der
neuen Anlage sind eine erhebliche Verbesserung
der Wasserqualität, auch in der Glatt, und
die Reduktion der Verfärbung des Flusses sowie
der Schaumbildung. Kontrolliert wird der
Erfolg der Anlage auch von der Eawag, der Eid-
Der Baubeginn der neuen Reinigung mit Pulveraktivkohle in der ARA Bachwis Herisau erregte
Aufsehen. Die Anlage wird der Wasserqualität (und dem Leben) in der Glatt viel bringen.
genössischen Anstalt für Wasserversorgung,
Abwasserreinigung und Gewässerschutz.
Die neue Anlage wird zweistrassig erstellt,
damit auch bei Ausfällen und Revisionen mindestens
eine Strasse in Betrieb ist. Aufnehmen
wird sie 170 der 310 Liter pro Sekunde, welche
die Kläranlage total «durchschleust». Alles andere
wäre ökonomisch nicht sinnvoll gewesen.
Übers Jahr hinweg wird die PAK-Stufe jedoch
90 Prozent allen Abwassers reinigen.
Die grosse innere Oberfläche von Pulveraktivkohle
bindet die feinsten Schmutzstoffe an
sich, und sie bleibt im Schnitt gut zwei Wochen
in den Kontakt- und Absenkbecken. Je nach Zulaufmenge
wird neue Aktivkohle hinzugegeben
und gleichzeitig stark verschmutzte Kohle
mit dem Klärschlamm entsorgt. Rund 230 000
Franken kosten Material und Betrieb der neuen
Anlage pro Jahr.
Firma Cilander zahlt mit
Davon dürften 120 000 Franken in Zusammenhang
mit dem problematischen Abwasser der
Cilander AG stehen. Von den rund 4,6 Millionen
Franken, die der Neubau kostet, trägt der
Kanton 40 Prozent bei. Die Cilander AG wendet
931 000 Franken auf und wird auch den Betrieb
mitfinanzieren. Ausserdem ist sie angehalten,
Frachtspitzen zu vermeiden. Falls die PAK-Stufe
nicht ausreicht, kann ihr das kantonale Amt für
Umwelt Frachtbegrenzungen auferlegen.
In Herisau ist man überzeugt, dass die neue
Anlage der Glatt viel bringen wird. Wie gesagt,
wird der Erfolg ja auch vom Bund kontrolliert.
Und vom «Glatt-Blatt» in einer der nächsten
Ausgaben sicher auch...

Quelle: Ueseri Glatt (Glatt Blatt 2013)

Benutzeravatar
Stef
Beiträge: 29
Registriert: Fr 1. Feb 2008, 08:02
Wohnort: Eggersriet / Bodenseefischer

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Stef » Di 17. Dez 2013, 10:49

meine drei Gedanken zum Thema:

- "Eingreifen" findet so oder so statt, maximale Phosphatfällung ist genauso wenig "natürlich" wie kontrolliert Restmengen dem See zuzuführen. Natürlich im Sinne von unbeeinflusst oder ursprünglich werden/können unsere Gewässer nie mehr sein... daher kann die Diskussion sicher nicht Natur vs. Düngung lauten.

- Ein Chemiker der langjährig in der Waschmittel-Industrie (Waschmittel waren Phosphor-"Quelle" Nummer eins...) tätig war, bestätigt die Unbedenklichkeit und sieht keinerlei Probleme die Phosphor-Zufuhr zu steuern, im Sinne von Management und nicht von Düngung bis das Wasser mit dem Löffel abgestochen werden kann.

- wir bauen in unserem Garten aktuell einen Schwimteich, also ein naturnahes Gewässer, dass ganz ohne Chemie funktioniert, Trinkwasserqualität aufweist und Planzen und Tieren (Amphibien, Insekten) einen Lebensraum bietet. Das Wasser soll natürlich klar und möglichst algenfrei sein, dazu ist es notwendig die Nährstoffeinträge zu beschränken (nährstoffarmes Gewässer), dass limitierende Element ist, dreimal dürft ihr raten, Phosphor! Klar, als Fischer einen Teich im Garten, da ist der Gedanke nach den Köderfischen nicht weit... aber oha lätz, für Fische fehlt die Nahrung, weil wegen dem stark reduzierten Phosphor eben nicht genügend Algen und Kleinstlebewesen vorhanden sind! Füttern der Fische ist auch keine Lösung, da dies natürlich wieder einen Nährstoff-Eintrag darstellt. Übringens, man könnte durchaus Fische halten, die Wasserqualität würde in gesundheitlicher Hinsicht durch den höheren Nährstoffgehalt nicht verschlechtert (weiterhin Trinkwasserqualität), aber das Wasser kann dann wegen Algenblüte etc. zeitweise eintrüben.

Ich hoffe, damit kann ich zur sachlichen Diskussion etwas beitragen und die nach meiner Meinung irreführende Frage der "Düngung" etwas in ein objektiveres Licht rücken.

Petri
Stefan

Benutzeravatar
rasch
Beiträge: 489
Registriert: Do 29. Nov 2007, 12:08
Meine Gewässer: Bodensee, Rhein, Aach
Wohnort: am Bodensee
Danksagung erhalten: 3 Mal
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von rasch » Di 17. Dez 2013, 12:47

Hallo zusammen

ganz erstaunlich ist doch der Umstand, dass der Laichfischfang dieses Jahr super läuft und sowohl die Menge des abgegebenen Laiches als auch die Grösse der gefangenen Tiere viel besser ist als letzes Jahr.
Diese Information stammt übrigens direkt vom Berufsfischer meines Vertrauens. :)

Habe mir mal die Diskussion der letzten Tage durchgelesen und eigentlich stellt sich mir eine andere Frage. Abgesehen davon, dass einige technische sowie naturbedingte Hindernisse bei einem erhöhten Phophateintrag noch gar nicht näher betrachtet wurde, interressiert mich wer denn hier ein Recht für sich ableitet, ca. 110 Berufsfischer, 13'000 Freizeitangler oder ca. 4.5 Millionen Menschen die Bodenseewasser trinken ???
Wer hat ein Recht auf sauberes Wasser ?? Oder eben in Umkehrschluss ist das Recht auf ein paar Felchen mehr im Netz höher zu werten als sauberes Wasser für Millionen ??
Durch die eutrophierung des See's wurde die gesamte zusammensetzung der Plankton verändert, diese Rückkehr zur "alten" Zusammensetzung ist jedoch noch im Gange, nach Untersuchungen befindet sich die Zusammensetzung des Plankton im Bodensee zur Zeit in einem Wandel, ieleicht sollte man nicht sofort nach Dünger schreien. Es kommt mir etwas kurzsichtig und vorschnell vor.


PS: für nicht Bodenseekundige, die Berufsfischer dürfen in der Schonzeit die Netze setzen und müssen die Tiere streifen, den Laich bringen Sie in die Brutanstalt und die Fische werde verkauft. Wenn nun die Brutanstalten TG und SG voll sind wird der Laichfischfang abgebrochen und es ist wieder Schonzeit. Ein Schelm wer dabei böses denkt ...
Gruss & Petri
wäre Fischen einfach ... es würde Fussball heissen
rasch

Benutzeravatar
helix
Beiträge: 1262
Registriert: Di 28. Sep 2010, 18:15
Meine Gewässer: Berner Oberland
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von helix » Di 17. Dez 2013, 16:58

Rainbowwarrier hat geschrieben:Mich nervt das ganze Geschwätz von "Düngen" des Bodensee´s!
Was ist es denn bitte anders? Selbstverständlich wäre das zusätzliche Einbringen von Nährstoffen, d.h. Phosphat aus nicht natürlichen Quellen, eine (See-)Düngung, auch wenn man das vielleicht nicht wahrhaben möchte oder vielleicht Mühe mit der Realität hat. Da gibts gar nichts zu beschönigen! Und einige dürften evtl. vergessen haben, dass das natürliche P weiterhin in den See fliessen wird und nur der durch menschliche Abfälle entstandene Teil von den Kläranlagen glücklicherweise rausgenommen wird (Renaturierung).

Ansonsten gute Beiträge und Diskussion, thanks!!

Die Überlegungen von Raubfisch234 habe ich andernorts auch bereits erläutert und ich denke auch, dass dadurch ein kleiner Teil an natürlich vorkommenden Phosphor nicht (mehr) im Wasser freigesetzt und verfügbar gemacht wird.

@Rasch - ganz wichtige und entscheidende Fragestellungen in deinem Posting:
rasch hat geschrieben:...interressiert mich wer denn hier ein Recht für sich ableitet, ca. 110 Berufsfischer, 13'000 Freizeitangler oder ca. 4.5 Millionen Menschen die Bodenseewasser trinken ???
Wer hat ein Recht auf sauberes Wasser ?? Oder eben in Umkehrschluss ist das Recht auf ein paar Felchen mehr im Netz höher zu werten als sauberes Wasser für Millionen ??
:v: :v:

Den Laichfischfang ansich würde ich aber nicht so pauschal in Frage stellen. Klar gelangen dabei auch zig andere, z.T. auch gefährdete Fischarten in die Netze und später auf den Ladentisch. Der eine oder andere kann möglicherweise auch nach dem Erreichen der notwendigen Menge an Muttertiere nicht aufhören (es menschelt da auch wie sonst überall) - dennoch ist der Laichfischfang jeweils ein entscheidender und unabdingbarer Neubeginn eins Zyklus für die Bewirtschaftung der Brotfische unserer Berufsfischer und eine wichtige "Versicherung", sollte es mit der Naturverlaichung mal zu wenig gut klappen (z.B. durch tiefe Seepegel im Winter etc.).
Bild
Gruess helix

Benutzeravatar
fischerlouis
Beiträge: 56
Registriert: Mo 6. Aug 2012, 22:15
Meine Gewässer: Bodensee
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal
Germany

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von fischerlouis » Di 17. Dez 2013, 18:08

Hallo rasch,
natürlich geht das Recht auf sauberes Wasser vor Gewinnmaximierung von ein paar Einzelnen. Diese Einzelnen sind jedoch zu schlau, eine Forderung zu stellen, welche die Trinkwasserqualität in Frage stellen würde! Dass der See absichtlich verschmutzt werden soll suggerieren einige hier einige. Wenn man die Forderungen durchliest, stellt man fest, dass an der Trinkwasserqualität nicht gerüttelt werden soll. Phosphat ist in diesen Mengen um die es hier geht unbedenklich für den menschlichen Verzehr, wie schon in einem vorigen Post geschrieben wurde.
Ich habe nun 4 Tage hintereinander mit dem Berufsfischer meines Vertrauens (ich selbst bin Sportfischer) den Laichfischfang auf Blaufelchen im Obersee durchgeführt (mache ich schon seit 15 Jahren). Die Fangmenge besagt leider nichts über den restlichen Fangverlauf des Fangjahres. Die Fische schienen mir dieses Jahr kleiner als im letzten Jahr, das merkt man unter anderem auch daran, dass sie fast von selbst aus den Maschen fallen. Auch dies könnte ein Zeichen für Nahrungsmangel sein. Es wurde auch sehr unterschiedlich gefangen, vor Romanshorn traditionell ist es besser als im westlichen Teil oder gar im Überlinger See. Dass andere, gefährdete Fischarten mitgefangen werden, konnte ich bisher nicht feststellen, der Beifang hält sich auf normalem Niveau. Letztes Jahr war der Laichfischfang eine Katastrophe, was z.T. auch am rauhen Wetter lag. Dieses Jahr gab es interessanterweise wenig Rogner, welche aber fast alle laichreif waren.
PS: für nicht Bodenseekundige, die Berufsfischer dürfen in der Schonzeit die Netze setzen und müssen die Tiere streifen, den Laich bringen Sie in die Brutanstalt und die Fische werde verkauft. Wenn nun die Brutanstalten TG und SG voll sind wird der Laichfischfang abgebrochen und es ist wieder Schonzeit. Ein Schelm wer dabei böses denkt ...
Wie jeder Landwirt sollte auch ein Berufsfischer "den Samen in die Furche legen", nur ernten wäre zu kurzfristig gedacht. Ein Schelm wer es sich trotzdem wünscht...
Eine Frage noch an Fachleute unter uns:
Nachdem das Phosphat aus den Waschmitteln verbannt wurde, frage ich mich woher nun das restliche Phosphat in den Kläranlagen stammt?

Benutzeravatar
astacus
Fischerforum Moderator
Beiträge: 2020
Registriert: Mo 18. Feb 2008, 22:17
Meine Gewässer: Aare und Emme im Kt. SO, div. Pachtgewässer
Wohnort: Region Solothurn
Danksagung erhalten: 21 Mal
Kontaktdaten:
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von astacus » Di 17. Dez 2013, 18:43

fischerlouis hat geschrieben:Eine Frage noch an Fachleute unter uns:
Nachdem das Phosphat aus den Waschmitteln verbannt wurde, frage ich mich woher nun das restliche Phosphat in den Kläranlagen stammt?
Auch nachdem kein Phosphor mehr in Waschmitteln ist, verrichten wir unsere Notdurft noch immer im Klo und spülen alles in die Kläranlagen.... Damit ist zumindest schon mal eine Phosphor-Quelle dingfest gemacht :mrgreen:
FISCHEN hat von Natur aus etwas mit ESSEN zu tun Bild

Benutzeravatar
Garrick
Beiträge: 311
Registriert: Di 4. Nov 2008, 15:42
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Garrick » Di 17. Dez 2013, 18:45

Hallo Fischerlois

Phosphat wird beispielsweise in Geschirrspülern als ungiftiger Enthärter und weiteren guten Eigenschaften eingesetzt.
Gibt kein Ersatzprodukt welches restlos unbedenklich, respektive ungiftig ist und dabei auch eigenen Waschkraft besitzt.
NTA ist ein Ersatz mit dunklem, unsicherem Hintergrund im Vergleich zu Phosphor. http://de.wikipedia.org/wiki/Nitrilotriessigs%C3%A4ure

Wenn wir uns schon in "Unsicherheiten" tummeln, sollten wir auch diesen Aspekt der Ersatzstoffe
und ebenfalls der aggressiven Salze zur Phosphorfällung diskutieren.

Ich finde gut dass Phosphor nicht ungehindert in unsere Gewässer fliesst. Doch sollte man diesen kostbaren Rohstoff zurückgewinnen,
statt zu verbrennen. Oder eben sinnvoll ableiten! :lol:

Ein Freund baut solche topmoderne Anlagen. Werde mich mal bei Gelegenheit weiter erkundigen.
Übrigens hat der chemische Cocktail an Abflocksalzen vor einiger Zeit an einem wunderschönen Bündner Bach die Biodiversität radikal ausgelöscht! :doc:

Benutzeravatar
Flümi
Beiträge: 2692
Registriert: Mo 4. Jun 2007, 19:42
Meine Gewässer: Aare,Zihl,Schüss,Birs+Bieler,Öschi,Engstlen,Arnen
Wohnort: Biel
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Flümi » Di 17. Dez 2013, 20:14

Snake hat geschrieben:Hier noch ein Text der das Kopfzerbrechen ein bischen mindert :wink:


Am 16. August begann der Bau der neuen
Reinigungsstufe in der Kläranlage Bachwis
Herisau. Die Anlage erregt in der ganzen
Schweiz Interesse – und sie ist nötig.
Gut 200 Meter lang ist die 1973 in Betrieb
genommene und seitdem immer wieder erweiterte
Kläranlage Bachwis nahe der Glatt in
Herisau. Sie besteht aus rund einem Dutzend
Gebäuden und Reinigungsstufen. Nun soll am
westlichen, unteren Ende der Anlage, die das
Abwasser von rund 34 000 Einwohnern und
ihrer Arbeitsplätze reinigt, zwischen der biologischen
Reinigung und dem Sandfilter noch
eine Stufe hinzukommen: Am 16. August begann
auf der Fläche von gut 900 Quadratmetern
der Neubau der PAK-Reinigungsstufe.
Spital, Gebrauchsartikel, Industrie
PAK bedeutet Pulveraktivkohle. Körperpflegeund
Reinigungsmittel, Medikamentenrückstände
aus Kliniken und Privathaushalten oder
Hormone etwa von Antibabypillen, aber auch
Webereihilfsstoffe oder Farbrückstände aus
der Textilindustrie, sie alle enthalten kleinste
Stoffteilchen, die auf herkömmliche Weise
kaum mehr aus dem Abwasser zu entfernen
sind. Diese Kleinststoffe lassen sich mit Pulveraktivkohle
am besten aus dem Abwasser
beseitigen – besser als mit Ozon, was aufgrund
der Stoffzusammensetzung in Herisau
nicht optimal gewesen wäre.
PAK-Stufen sind ein neues Verfahren. Ziele der
neuen Anlage sind eine erhebliche Verbesserung
der Wasserqualität, auch in der Glatt, und
die Reduktion der Verfärbung des Flusses sowie
der Schaumbildung. Kontrolliert wird der
Erfolg der Anlage auch von der Eawag, der Eid- ???
Der Baubeginn der neuen Reinigung mit Pulveraktivkohle in der ARA Bachwis Herisau erregte
Aufsehen. Die Anlage wird der Wasserqualität (und dem Leben) in der Glatt viel bringen.
genössischen Anstalt für Wasserversorgung,
Abwasserreinigung und Gewässerschutz.
Die neue Anlage wird zweistrassig erstellt,
damit auch bei Ausfällen und Revisionen mindestens
eine Strasse in Betrieb ist. Aufnehmen
wird sie 170 der 310 Liter pro Sekunde, welche
die Kläranlage total «durchschleust». Alles andere
wäre ökonomisch nicht sinnvoll gewesen.
Übers Jahr hinweg wird die PAK-Stufe jedoch
90 Prozent allen Abwassers reinigen.
Die grosse innere Oberfläche von Pulveraktivkohle
bindet die feinsten Schmutzstoffe an
sich, und sie bleibt im Schnitt gut zwei Wochen
in den Kontakt- und Absenkbecken. Je nach Zulaufmenge
wird neue Aktivkohle hinzugegeben
und gleichzeitig stark verschmutzte Kohle
mit dem Klärschlamm entsorgt. Rund 230 000
Franken kosten Material und Betrieb der neuen
Anlage pro Jahr.
Firma Cilander zahlt mit ... ????
Davon dürften 120 000 Franken in Zusammenhang
mit dem problematischen Abwasser der
Cilander AG stehen. Von den rund 4,6 Millionen
Franken, die der Neubau kostet, trägt der
Kanton 40 Prozent bei. Die Cilander AG wendet
931 000 Franken auf und wird auch den Betrieb
mitfinanzieren. Ausserdem ist sie angehalten,
Frachtspitzen zu vermeiden. Falls die PAK-Stufe
nicht ausreicht, kann ihr das kantonale Amt für
Umwelt Frachtbegrenzungen auferlegen.
In Herisau ist man überzeugt, dass die neue
Anlage der Glatt viel bringen wird. Wie gesagt,
wird der Erfolg ja auch vom Bund kontrolliert.
Und vom «Glatt-Blatt» in einer der nächsten
Ausgaben sicher auch...

Quelle: Ueseri Glatt (Glatt Blatt 2013)
also Kopfzerbrechen mindern tut der Text nur begrenzt. er ist schlecht kopiert worden und an mehreren Stellen fehlen Textpassagen. bitte neu kopieren und darauf achten, dass nichts fehlt. merci ;)
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren

Benutzeravatar
Alet
Beiträge: 775
Registriert: Sa 18. Nov 2006, 18:28
Meine Gewässer: Pfäffikersee, Zürichsee, Greifensee, Rhein
Wohnort: Züri-Oberland
Danksagung erhalten: 2 Mal
Switzerland

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Alet » Do 19. Dez 2013, 21:02

rasch hat geschrieben:Habe mir mal die Diskussion der letzten Tage durchgelesen und eigentlich stellt sich mir eine andere Frage. Abgesehen davon, dass einige technische sowie naturbedingte Hindernisse bei einem erhöhten Phophateintrag noch gar nicht näher betrachtet wurde, interressiert mich wer denn hier ein Recht für sich ableitet, ca. 110 Berufsfischer, 13'000 Freizeitangler oder ca. 4.5 Millionen Menschen die Bodenseewasser trinken ???
Wer hat ein Recht auf sauberes Wasser ?? Oder eben in Umkehrschluss ist das Recht auf ein paar Felchen mehr im Netz höher zu werten als sauberes Wasser für Millionen ??

Im Prinzip ist wie Rasch geschrieben hat, das Thema bereits erledigt. Das Bodenseewasser ist auch Trinkwasser und damit ist die Priorität gesetzt.


Sonst stehe ich zu 100% hinter Helix.

Antworten

Zurück zu „Fischbiologie“