Äschenbestand

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Aeschenfischen rein.
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pius

Äschenbestand

Beitrag von pius » Mi 25. Okt 2006, 22:03

hi



wie sits den in euren gewässern mit den äschen aus?





bei uns an der luzerner reuss wurde vor ein par jahren ein krafwerk gebaut, in der baufase wurden 2 x nach ervolgtem ablaichen die laichbänke trockengelegt!



das hat die äsche bei uns so gut wie ausgerottet :evil:



im letzten herbst schien es sich zu bessern, ich konte mit der fliegenrute wieder sehr gut 1,5 jährige fische fangen 27 -32 cm leider untermasig, da sie 35 haben müssen.

doch es lies auf dieses jahr hoffen.



ich war nun am sontag, und heute nach der arbeit mit der fliege unterwegs,

in der zeit konte ich za. 40-50 äschen fangen, stückzahl ist doch ganz ok.

aber wieder das selbe lauter 2sömrige fische!

so wies ausschaut können die bei den vielen fischfressenden vogeln,

mit und ohne federn gar nicht grösser werden!

schade



ich vermisse die zeiten in denen man richtig schöne äschen an der fliegenrute drillen konte.



wie schauts in euren gewässern aus?

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Rolf
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Beitrag von Rolf » Mi 25. Okt 2006, 22:13

zwischen Olten und Aarau sieht es ganz gut aus :!: wir dürfen immer wieder schöne Aeschen fangen :wink:



der Bestand ist gut durchwachsen und wir, die Fischer vom Fischerverein Schönenwerd und Umgebung pflegen das auch. Meist wir nur der Speisefisch entnommen, obwohl "Mann" 6 Fische entnehmen dürfte 8)





"Mann" muss was tun für die Natur :wink:
Gruss Rolf

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pius

Beitrag von pius » Mi 25. Okt 2006, 22:16

die reuss ist leider ein allen zugängliches korporationsgewäser.

bewirtschaftung nur unter kostenaspekten :evil:

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Beitrag von Rolf » Mi 25. Okt 2006, 22:18

pius hat geschrieben:die reuss ist leider ein allen zugängliches korporationsgewäser.

bewirtschaftung nur unter kostenaspekten :evil:




so hat Bern es im Griff :roll:
Gruss Rolf

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Udo

Beitrag von Udo » Do 26. Okt 2006, 08:55

Wir hatten vor einigen Jahren noch einen Topbestand an der Iller sogar in der Donau wurden sie gefangen. Doch die Verbauung durch Kraftwerke ectr. tut den Flüssen allgemein nichts gutes. Dazu kam die Kormoranplage, diese Biester haben es tatsächlich geschafft doch erheblichen Schaden anzurichten unter dem Bestand.

Sorry jetzt spreche ich hier von süddeutschen Flüssen, ihr wolltet bestimmt nur wissen wie es in der Schweiz aussieht. :wink:

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Beitrag von Rolf » Do 26. Okt 2006, 09:09

Udo hat geschrieben:
Sorry jetzt spreche ich hier von süddeutschen Flüssen, ihr wolltet bestimmt nur wissen wie es in der Schweiz aussieht. :wink:


@Udo,



wir sind immer an allen Infos interessiert :wink:







vielen Dank mein Freund :!:
Gruss Rolf

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Beitrag von Martin » Do 26. Okt 2006, 11:15

Wenn es um die schwarze gefiderte Pest geht wird glaub jeder Angler hellhörig :-)
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser

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Beitrag von salvenius » Do 26. Okt 2006, 13:24

Im Kanton Bern kann man eigentlich noch sehr schöne Äschenfänge realisieren. Auch bei uns wird die Kormoranproblematik heftig diskutiert. Wenn es zu sehr grossen Ansammlungen auf engem Raum kommt, können sie einen relativ grossen Schaden anrichten. Je nach Region und Gebiet wird dieses Thema aber überbewertet! Bei uns in der Aare im Oberaargau gehe ich ab November oft genau dort auf Äschen fischen, wo sich kurz vorher einige Kormorane aufgehalten hatten! Ich "missbrauche" die Kormorane als "Ökolot", während dem andere Fischerkollegen in der "Beiz" über die Kormorane fluchen! :wink: Anstatt zumindest einen Versuch zu starten, wird heute eher faul vor der Glotze gelegen, weil die Kormorane ja sowieso alles weggefressen haben... :?: Ein viel schlechteres Zeichen wäre es, wenn die Kormorane plötzlich ausbleiben würden. Ich hoffe, dass sich aufgrund dieser Aussage nicht zu viele von euch an den Kopf fassen. :) Es ist mir bewusst, dass in heutigen Zeiten eine solche Aussage gewagt ist :wink:



Dass ein Kormoranbefall grosse Bestandeseinbussen bringen kann, ist ja wohl allen klar. Verglichen mit anderen Umweltfaktoren wie Wanderhindernissen, erhöhte Wassertemperaturen aufgrund der Klimaerwärmung, Geschiebehaushalt, Kolmation, Schwall/Sunk usw... macht der Kormoran aber einen kleinen Anteil an der z.T. dünnen Äschen- und Forellenpopulation aus.



Dazu kommt noch, dass von einer Fischpopulation nicht erwartet werden kann, über längere Zeit immer gleich gross zu bleiben. Die Natur funktioniert nicht gleich wie die Wirtschaft, wo ständig grössere Gewinne erzielt werden wollen/können.



Ich meinerseits kann mich nicht beklagen und fange seit 8 Jahren immer mehr Äschen, obwohl ich für die Fischerei ständig weniger Zeit aufbringen kann.



Gruss

Udo

Beitrag von Udo » Do 26. Okt 2006, 14:20

@salvenius super Beitrag danke. Gehöre auch nicht der Fraktion an, die den Kormoran für alles verantwortlich macht. Hab da mal grundsätzlich eine Frage. Wie ist das mit dem Kormoran in der Schweiz? Ist er da auch geschützt, oder darf er bejagt werden.

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Beitrag von salvenius » Do 26. Okt 2006, 14:51

Über die genaue Rechtslage bin ich nicht zu 100% informiert.



Da könnte ein Jäger viel besser Bescheid geben. Gibt es hier in diesem Forum einen Jäger, der gleichzeitig auch zur Spezies Fischer gehört?



Soviel ich weiss darf der Kormoran von den Jägern in einer bestimmten Zeit geschossen werden. Scheinbar zählt die Kormoranbrust nicht zu einer Delikatesse und deswegen wird er nicht so intensiv bejagd. Auch habe ich schon von Sondergenehmigungen gehört, um im Frühling/Frühsommer stationäre Kormorane zu dezimieren. Es gibt bei uns aber auch grosse Naturschutzgebiete (Moos zwischen Neuenburger-Murten-Bielersee, Bodensee) wo die Kormorane schon grosse Brutkolonien gebildet haben. Dort dürfen die Vögel nicht geschossen werden.



Vielleicht weiss einer mehr....



Gruss

Helmut

Beitrag von Helmut » Do 26. Okt 2006, 23:20

In Bayern ist es so das die Kormorane nur ein paar Wochen im Jahr geschossen werden dürfen, den Rest des Jahres haben sie Schonzeit.

Geräucherte oder gegrillte Kormoranbrust ist aber wirklich im Geschmack sehr gut und auch nicht zäh oder dergleichen.

pius

Beitrag von pius » Fr 27. Okt 2006, 06:19

hi



über die kormorane wisen wir ja nun bescheid :D



und wie schauts mit den äschen aus?

Reverend

Beitrag von Reverend » Fr 27. Okt 2006, 08:10

Das Äschenproblem ist eng mit dem Kormoran-Problem verbunden... :roll:



Nur ein Beispiel:

Das ökologisch einmalige und seit Langem zum Naturschutzgebiet erklärte Mündungsdelta der Tiroler Ache in den Chiemsee war früher ein Gewässer mit dem wohl zahlreichsten Äschenbestand in ganz Oberbayern.

Seit sich dort aber Kormorankolonien gebildet haben, ist der Bestand vernichtet. Äschen sind eine absolute Seltenheit.



Auch in der Mangfallstrecke, die ich gelegentlich mit der Fliegenrute befische, müssen sämtliche Äschen aus Gründen der Bestandserhaltung wieder zurück gesetzt werden.



Für die meisten "Naturschützer" hört aber immer noch die Natur oberhalb der Wasseroberfläche auf. :cry:

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