Die Tirolerhölzel Technik

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von habakuk » Mo 19. Okt 2015, 16:36

Nicht ganz richtig - deine Springer sind viel zu lang, so wirst du ein Getüdel kriegen und die Bisse nicht spüren... Mach die Springer nur ca 5cm-7cm lang und verwende ein etwas dickeres Fluorcarbon (zb 22er), Äschen sind nicht so heikel wie man meint, dafür stehen dann die Nymphen schön ab. :wink:
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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von Rolf » Mo 19. Okt 2015, 17:30

..... wie Haba schon geschrieben hat, mit der Strömung wird sich deine Montage schon beim ersten Wurf komplett verdrallen :wink:

ich binde meine Springer mit einem Abstand von 3 - 5cm an die Hauptschnur :wink:

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Di 20. Okt 2015, 08:21

habakuk hat geschrieben:Nicht ganz richtig - deine Springer sind viel zu lang, so wirst du ein Getüdel kriegen und die Bisse nicht spüren... Mach die Springer nur ca 5cm-7cm lang und verwende ein etwas dickeres Fluorcarbon (zb 22er), Äschen sind nicht so heikel wie man meint, dafür stehen dann die Nymphen schön ab. :wink:
Ach so... vielen Dank fürs präzisieren!
Felchenfischer hat geschrieben:..... wie Haba schon geschrieben hat, mit der Strömung wird sich deine Montage schon beim ersten Wurf komplett verdrallen :wink:

ich binde meine Springer mit einem Abstand von 3 - 5cm an die Hauptschnur :wink:
Merci auch Dir! Du bindest also ein Vorfach nur um Schnurdrall zu verhindern, gell? sonst könntes ja die 22er Mono bis runter laufen lassen...
Gruss Sandro

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Di 20. Okt 2015, 08:27

und noch eine Frage hätt ich dazu :roll:

Verwendet Ihr von Nymphe zu Springer nen verbesserten Chlinch Knoten und von Springer an Vorfach ein feststehender Mundschnurknoten? oder was hat sich für Euch am Besten bewährt?

thänk's
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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von habakuk » Di 20. Okt 2015, 09:26

Vom Springer zum Vorfach geht am einfachsten ein "Wasserknoten" (musste den Namen Googeln, ka wie man den Knoten hierzulande nennt) - bubileicht und funktioniert. Da das Fluorcarbon ja eh mehr als genug Tragkraft hat brauchts keinen aufwändigen Knoten. http://www.angelknotenpage.de/WebApp/se ... noten.html (ganz unten)
Die Nymphen am besten zuerst an den Seitenarm knüpfen und erst dann die Seitenarme montieren, sonst kriegst Du die Arme nicht kurz genug geknotet.

Bei den Nymphen halte ich es so, dass ich leichte Nymphen mit einem Schlaufenknoten binde und schwere mit einem Rapalaknoten, also starr. Ich brauche, obwohls eigentlich nicht nötig wäre, gerne schwere Czech Nymphen.

Ich binde mir verschiedene Montagen mit einem Schlaufenknoten oben und hänge die einfach an den Karabiner so kann ich easy Nymphen wechseln - und verzichte auch ganz auf Hölzl und fische nur mit einem simplen Dropshotblei - das funktioniert erstaunlich gut!

Und ich bin womöglich der einzige weit und breit der das ganze oft an einer Baitcasting Combo fischt - das bringt aber überhaupt keine Vorteile :mrgreen:

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von Rolf » Di 20. Okt 2015, 11:15

slidedust hat geschrieben: Du bindest also ein Vorfach nur um Schnurdrall zu verhindern, gell? sonst könntes ja die 22er Mono bis runter laufen lassen...
..... wie meinst du das?


ich binde:

Hauptschnur - Gambe/Hegene 0.22er

am Oberen Ende ein Wirbel, damit ich die Montage am Karabiener an der Schur auf der Rolle einhängen kann

Springer mit Nymphe 0.20er

die Springer 0.20er binde ich direkt auf die Hauptschnur 0.22er, mit einem Abstand dazwischen von 3 - 5cm


ein "Vorfach" im wörlichen Sinne brauche ich nicht, ich wüsste nicht wozu. ein vorfach wird in der Regel dazu verwendet, das man eine Sollbruchstelle hat und somit "nur" den Teil verliert/abreisst, der eben hängengeblieben ist. Also, mit den 0.20er Springer ist das ja schon gegeben und in aller Regel reist so auch "nur" eine Nymphe ab (wenn dann auch nur eine am Astwerk hängen geblieben ist). Um das Selbe mit dem Hölzel zu erreichen (wenn dann einmal "nur" das hängen bleiben sollte), kann man zwischen der letzen Nymphe und dem Karabiener wo das Hölzel eingehängt wird, einen "gewöhnlichen"Knoten auf der Hauptschnur 0.22er machen, so würde es dort reissen. aber, mir reisst das zu schnell! habe es doch auch schon geschafft, meine ganze Montage zu "retten", indem ich einen ganzen Ast "landen" konnte. Für mich ist die Sollbruchstelle zwischen Hölzel und Montage der Knoten mit dem ich den Karabiener am unteren Ende der Montag festgemacht habe.
Gruss Rolf

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Di 20. Okt 2015, 11:54

ich binde:
Hauptschnur - Gambe/Hegene 0.22er

ist wohl ein Missverständniss. Du sprichst von Gambe/Hegene und ich von Vorfach mit Springer... oder??? da in Bern nur zwei Anbissstellen erlaubt sind, dachte ich man spreche nicht von Gambe/Hegene


die Springer 0.20er binde ich direkt auf die Hauptschnur 0.22er, mit einem Abstand dazwischen von 3 - 5cm

auf der Ersten Seite dieses Threats steht:
Der Abstand vom Wirbel bis zur Ersten Nymphe beträgt 15 - 20 cm, von der Ersten Nymphe bis zur Zweiten 30 cm, von der Zweiten bis zur Dritten 30 cm, von der Dritten bis zum Karabiener (dieser dient dem einfachen Wechseln des Hölzel) 30 cm.
Wieso schreibst Du jetzt von 3 - 5cm?
merci für Eure Geduld :oops:
Gruss Sandro

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Di 20. Okt 2015, 12:07

Vielen Dank Haba,
Meinst Du mit Schlaufenknoten einen bestimmten? hat ja etliche auf dieser Knoten-Site...
Gruss Sandro

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von Loup » Di 20. Okt 2015, 13:05

Wenn ich so fischen gehe bereite ich mir zu Hause 3 -4 Montagen vor mit verschiedenen Nymphenkombinationen, geht bedeutend besser mit warmen Fingern. So kannst du am Wasser wechseln wenn du glaubst mit anderen Ködern eher Erfolg zu haben oder wenn du eine Nymphe verlierst.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von Rolf » Di 20. Okt 2015, 14:08

..... wenn sich Zwei verstehen, dann kann es Seiten füllen :)


du sprichst/schreibst vom Abstand von Nymphe zu Nymphe

ich spreche/schreibe, denke auch Haba, vom Abstand der Springer zur Hauptschnur, also von den "Seitenärmli" die mit der Nymphe daran schön Abstehen


bei solchen Montagen werden viele Titel verwendet. Am Anfang waren es sogenannte Paternoster - Montagen, mehrere Köder hintereinander geschaltet und meist Vertikal gefischt. In der Schweiz wurden daraus für die Unterländer die Hegene und für die Oberländer die Gambe :wink:
Gruss Rolf

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Di 20. Okt 2015, 14:35

hehe! so ist es :lol:

gut, dann ist meine Zeichnung und deshalb auch mein Verständnis gar nicht so falsch. Nur die Länge der Springer (Seitenärmli) ist da noch zu lang und sollte nur so 3 - 5cm aufweisen. der Abstand von Nymphe zu Nymphe stimmte daher. Und das "Vorfach" muss gar nicht so dünn ausfallen und kann wie die Hauptschnur auch eine 22er mono sein...

dann brauchts nur noch praxis :roll:
Gruss Sandro

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Di 20. Okt 2015, 15:25

Betreffend Rute mache ich mir noch Gedanken, da ich nicht schon wieder ein Rüetli kaufen möchte :( , was meinen die Herren wäre besser:

- Spinrute Quantum Hyper Cast Pro Tour Spin, 2.70 Meter, WG 20-50gr
- Zapfenrute Artak Beta CBBE39, 3.90 Meter, WG 6-30 gr
Gruss Sandro

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von Rolf » Di 20. Okt 2015, 16:07

..... ich würde die Quantum nehmen, schon nur wegen dem WG. Zwar ist die Länge der Artak sicher interessanter, doch ich befürchte, dass du damit den Anschlag nicht durch bekommst und das ist beim Aeschenfischen mit Kustköder das A & O, ansonsten spuckt die Aesche die Nymphe schneller aus als dir lieb ist :wink:

PS: für mich hat sich zum Hölzelfischen in der Aare eine Rutenlänge von ca 3.60m (3.30-3.90), einem WG von 15/20 - 50/60gr und einer schnellen Spitze als ideal erwiesen
Gruss Rolf

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von slidedust » Mi 21. Okt 2015, 08:23

Danke Felchenfischer,

Hab Deine Antwort eben erst gelesen und bin gestern mit der Zapfenrute ans Wasser. War tatsächlich echt schwierig das Hölzl zu spüren und werde wohl das nächste Mal die Spinnrute dafür mitnehmen... mal gucken :roll:
Gruss Sandro

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Re: Die Tirolerhölzel Technik

Beitrag von Grayling » Fr 23. Okt 2015, 12:51

Hoi Zäme
Bei uns am Rhein ist die Methode verboten,aber mit Wendelaufrolle und Zapfen / Nymphen gehts genauso.
Vielleicht etwas weniger fängig aber super spannend.
Die Laufrollenfischerei ( KST)ist sowieso das geilste was es gibt.
Petri Heil und ich bin morgen auf jeden fall mit meiner Drennan Ultralight 420cm am Wasser und starre auf meinen Zapfen.
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