Mit Mepps auf Äsche...

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Aeschenfischen rein.
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Hangover
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Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von Hangover » Di 25. Okt 2011, 11:01

Ein guter Kollege von mir hat schon im Sommer mit Mepps Spinner in der Aare rund um Bern 2 schöne Äschen gefangen. Forellen hat er damit komischerweise nicht wirklich überlisten können... Ich habe im letzten Jahr in der Sense ebenfalls eine grössere Äsche auf Mepps gefangen, nur Zufall ist es wohl doch nicht.

Frage: Ist es erlaubt, momentan in der Aare so "gezielt" auf Äschen zu fischen oder gibt es da Probleme, wenn man kontrolliert wird? Zielfisch wäre ja tatsächlich die Äsche, allerdings mit einem gewissen Risiko, auch mal eine Bachforelle am Haken zu haben. Wobei dies beim Zapfenfischen/Hölzeln mit Naturködern oder Nymphen ja ebenfalls möglich wäre. Weiss jemand, wie dies geregelt/gehandhabt wird?

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tom66
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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von tom66 » Di 25. Okt 2011, 11:07

Wie die heutigen Bestimmungen diesen Fall regeln wüsste ich jetzt auch nicht. Es stimmt aber das ich in den achtziger Jahren mit dem Mepps Nr.1 regelmässig Aeschen gefangen habe und nicht die kleinsten, da aber dazumal ab und zu eine Forelle biss habe ich mit dieser Methode aufgehört zu angeln, damals gabs aber auch noch viel mehr Forellen :)

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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von petrijünger79 » Di 25. Okt 2011, 11:31

Im Sinne von Pro-Fisch würde ich auf diese Technik während der Forellenschonzeit verzichten. Weiss zwar nicht wie in deinem Abschnitt die Forellen vertreten sind, dort wo ich Fische hätte ich pro gefangene Aesche sicherlich 3-4 (kleine) Forellen auf den Mepps.
Denke auch nicht das der Mepps fängiger ist als eine Nymphe

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Hangover
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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von Hangover » Di 25. Okt 2011, 11:37

petrijünger79 hat geschrieben:Im Sinne von Pro-Fisch würde ich auf diese Technik während der Forellenschonzeit verzichten. Weiss zwar nicht wie in deinem Abschnitt die Forellen vertreten sind, dort wo ich Fische hätte ich pro gefangene Aesche sicherlich 3-4 (kleine) Forellen auf den Mepps.
Denke auch nicht das der Mepps fängiger ist als eine Nymphe

Das sehe ich grundsätzlich auch so (ich fische als "Äschen-Anfänger" nur mit Nymphe/Mehlwurm auf Äsche). Mich würde einfach interessieren, wie's gehandhabt wird, da ich diesbezüglich schon mit zwei Fischern eine längere Diskussion gehabt habe.

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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von petrijünger79 » Di 25. Okt 2011, 12:27

Rein rechtlich gesehen wäre ein Fischen mit Spinner nicht verboten, es gibt (zumindest im Kanton Bern) meines Wissens keine Gesetztesartikel welche bestimmte Fangmethoden zu bestimmten Jahreszeiten verbieten.
So ist das Fliegenfischen in den Aeschenstrecken bis Mitte Mai auch nicht verboten. Es ist wiedermal der berühmte gesunde Menschenverstand gefragt.

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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von Flümi » Di 25. Okt 2011, 13:25

da die Aare grösstenteils ein Gewässer mit gemischtem Fischbestand ist, könnte man ja auch auf Alet, Egli und Hecht mit dem Mepps. rechtlich kann einem nichts passieren, ausser dass man schlimmstenfalls böse angeschaut wird.

ich persönlich hätte jetzt gesagt, dass wenn es dort wirklich keine Bisse von Forellen gibt, würd ichs auch mal versuchen, sonst nicht ... und ab dem ersten Forellenbiss stelle ich sofort um und halte es für eine schlechte Idee :lol:

wo ich aber meine Probleme hab, ist, dass wenn ich auf dem Weg zur Arbeit in der Zihl bei Nidau Schleppfischer sehe, die März-April mit grossen Ködern schleppen. mir hat zwar jemand gesagt, dass in der Zihl mal eine (nur eine!) grosse Forelle gefangen wurde ... aber mal ehrlich: wieviele Hechte müsste man abhaken, bis man eine Forelle gefangen hat? mal davon abgesehen, dass ich selbst neben der Zihl wohne, höre ich auch Geschichten von Kollegen, die mit dem Hund der Zihl entlang spazieren und Hechtsichtungen machen in der Schonzeit, bis plötzlich der Hecht fehlt und irgendwo Hechtinnereien rumliegen :roll:
Gruss, Stefan
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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von helix » Di 25. Okt 2011, 19:40

Während der Forellenschonzeit mit Spinnködern auf Friedfische zu fischen, erachte ich als unnötig und ist m.E. z.B. für die Forellenbestände nicht förderlich. Gewässer mit gemischten Fischbeständen erfordern meiner Meinung nach ganz spezielle Verhaltensregeln und sollten eigentlich nicht jedem Otto-Normal-SaNA-Fischer offen stehen. Dies nicht aus menschlicher Sicht, sondern aus Sicht der geschonten und schützenswerten Fische.
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Gruess helix

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Re: Mit Mepps auf Äsche...

Beitrag von MS Tripper » Mi 26. Okt 2011, 11:46

Da bin ich genau deiner Meinung Helix! Wobei meiner Ansicht nach aber die Anmerkung ihre Berechtigung hat, dass auch das Hölzeln oder das Fischen mit dem Mehlwurm in Abschnitten mit gemischten Beständen nicht wirklich eine selektive Befischung erlaubt. Dies ist nach meinem Dafürhalten praktisch nur mit der Trockenfliege möglich, wobei ich mir aber bewusst bin, dass nicht ein jeder Fischer auch ein Fliegenfischer ist...
Wenn immer nur die Klügeren nachgeben, wird die Welt irgendwann von den Dummen regiert ;-)

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