Aeschen und Beisszeiten

Hier ist der Platz um Eure Fänge zu präsentieren.
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Rolf
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Aeschen und Beisszeiten

Beitrag von Rolf » Sa 24. Okt 2009, 18:01

Aeschen und Beisszeiten


Treffpunk war der Aarekanal – Objekt der Begierde: Die Aeschen

Wenn sich das Laub der Bäume mehr und mehr zu verfärben beginnt, dann ist für Mauro und mich Aeschenzeit an unserem Hausgewässer – aber – Aeschenzeit heisst nicht immer auch Aeschen Beisszeit! Nach unseren Erfahrungen aus vielen, unzähligen gemeinsamen Stunden am Wasser lässt sich kein anderer Süsswasserfisch so präzise auf Beisszeiten festlegen. Solche Beisszeiten, wenn man sie dann aber erst erkannt hat, verschieben sich mit dem Lauf der Jahreszeit nach hinten. z.B.: ist zu Anfangs Oktober eine erkannte Beisszeit um die Mittagszeit (von 12.00 – 13.00 Uhr) stellten wir fest, dass sich dieses Fenster gegen Ende des Monats um ca gut eine halbe bis dreiviertel Stunde verschoben hat (12.30 – 13.30 Uhr) – einen Monat später war es 13.30 – 15.00 Uhr.

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Beim Fischen ist es selten nötig jede Erkenntnis wissenschaftlich zu analysieren – aber – es ist wichtig - sich solche und weitere Dinge zu merken. Sie sind oft der Schlüssel zum Fangerfolg an einem Gewässer. So wenig wie man ein verhalten von Fischen an verschiedenen Plätzen immer miteinander verallgemeinern kann, so wenig kann man das mit den Beisszeiten tun. Es kommt immer darauf an - wo die Fische was fressen! Beisszeiten haben sehr eng mit der Natur zu tun (z.B. Insektenschlupf / Jahreszeit / Tageslicht). Achtet euch mal darauf und ihr werdet mit Sicherheit auch an eurem Gewässer so ein Schema erkennen.

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„Zwei Fischer im Glück – die Aeschen uns hold – wir fingen mit Nymphen mit Köpfchen aus Gold. Die Farbe war braun der Erfolg kein Traum – zwei Aeschen wollten naschen wir konnten sie erhaschen. Die Freud steht geschrieben in unsern Gesichtern – für einmal keine Schneider, wahrlich, mitnichten. Zum Dinner wie passend die Filets im Weissen gegart – lecker, lecker und ich sag nur – Butterzart!“

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Hallo ihr Highlander – die wollen und nicht dürfen – wir fühlen mit euch! Doch eines ist Gewiss, dass Moratorium dauert nicht mehr so lange wie es schon ging. Auf das, dass es dann wieder heisst von den Freunden aus dem THc – Land (selbstverständlich auch von allen anderen Betroffenen) „Aeschen Marsch!“ In diesem Sinne!
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!

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Re: Aeschen und Beisszeiten

Beitrag von petrijünger79 » Sa 24. Okt 2009, 18:04

Petri zu den schönen Aeschen....wiedermal ein sehr schöner Bericht...

und Danke für das Mitgefühl...wenn ich solche Bilder sehe werd ich ganz kribbelig....:-)

harro

Re: Aeschen und Beisszeiten

Beitrag von harro » Sa 24. Okt 2009, 20:31

Ciao Rolf,
gratuliere zu den schönen Fischen.Mit den Beisszeiten hast du sicher Recht doch ist es einfach so das du im Bett sicher keine fängst.Also ab ans Wasser wenn die Zeit dafür vorhanden ist,Fischen ist mehr als fangen....
Nein ehrlich,natürlich ist es so das Aeschen sehr launisch sind und aktive Fressphasen haben.Das sind Tageszeiten wo man sie mit dem von ihnen gesuchten Köderimitat relativ einfach überlisten kann.Darum frage ich mich auch, warum Fischer manchmal kilometerlange Wanderungen machen.Sie suchen die Aeschen.Ich selber weiss wo die Fische sicher stehen und fische dann manchmal stundenlang dort bis sie beissen.Nicht selten kommt dann erst beim "hundertsten"Wurf mit dem Zapfen,Hölzl,Abholder oder was auch immer,der Biss.Wie am Weihnachtstag 2006 oberhalb der Kettenbrücke in Aarau.2 1/2 Std war ich bereits am Werk an jenem Morgen mit der Matchrute,Zapfen und Bima.Dann innerhalb von 15min. in einer eng begrenzten Fläche von etwa 4 Quadratmeter kamen die Bisse im Minutentakt.Jeder Wurf ein Fisch,einer schöner als der Andere.Als ich meine sechste entnommen hatte kam ein Fischerfreund von mir zum gleichen Spot und konnte noch ein paar weitere überlisten.Ab 1130Uhr war dann wie abgestellt,kein Biss mehr.
Extrem ist dieses Verhalten auch zu beobachten in Läufen wo die Aeschen nach Insekten steigen.Du weisst wo ich heute mit der Fliege unterwegs war.Das ist so ein Ort.Von ca 1230Uhr bis 1600 steigen die Fische überall um einem herum.Vorher und nachher siehst du rein gar nichts.Es ist mir dort schon passiert das ich im Wasser stand und fast gelangweilt Trockenfliegen präsentierte,in der Hoffnung Fische zum Steigen zu bringen.Es passierte aber gar nichts.Genau bis zu der Zeit, wo ich wusste,das sie anfangen zu steigen.Und plötzlich kochte das Wasser,teilweise auf Rutenlänge kamen die schönsten Fische und schlürften die angebotenen Muster ein.
Aber eben,wenn man solches liest oder erzählt bekommt,denkt man sich nicht selten: kann doch nicht sein,Spinner u.s.w.....
Hat man es aber einmal erlebt geht man immer wieder an die besagten Stellen zur gleichen Zeit im Jahr.In der Regel sind die Fische auch wieder da und beissen in sehr ähnlichen Zeiten.
Schön das es so ist,ich freue mich jedes Jahr darauf.Auf das es noch viele weitere Jahre so weiter geht.....

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Salmotti
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Re: Aeschen und Beisszeiten

Beitrag von Salmotti » Sa 24. Okt 2009, 21:36

Felchenfischer hat geschrieben:Hallo ihr Highlander – die wollen und nicht dürfen – wir fühlen mit euch! Doch eines ist Gewiss, dass Moratorium dauert nicht mehr so lange wie es schon ging. Auf das, dass es dann wieder heisst von den Freunden aus dem THc – Land (selbstverständlich auch von allen anderen Betroffenen) „Aeschen Marsch!“
Ach wie schön, denkst du auch ein bisschen an uns bei deinen erfolgreichen Äschenstreifzügen entlang der Aare...
Petri euch beiden zu den Fahnenfilets und merci für den Bericht, nebst dem Philosophen Rolf ist nun ja auch der Dichter Rolf dazugekommen..
Und natürlich der Wissenschaftler Rolf, genauer genommen Fischwissenschaftler.. Bei den Äschen ist es wirklich sehr extrem mit den Beisszeiten, ist doch immer wieder ein Highlight, stundenlang geht nicht's und dann Biss um Biss.
Es grüsst mit fischigen Händen

Salmotti

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