Äschen 2011

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astacus
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Re: Äschen 2011

Beitrag von astacus » Do 3. Nov 2011, 14:51

ich kenn die ökologische überlegung, die hinter fangfenstern steht, schon und daran ist auch nicht grundsätzlich etwas auszusetzen.

aber wenn man davon ausgeht, dass beim releasen ein teil der fische trotzdem eingeht (was ein fakt ist, obwohl bisher keine studien deckungsgleiche werte ermittelt haben -> zwischen 0% und 80% mortalität beim releasen gabs alles, auch mit naturködern), dann hat dies ganz einfach zur folge, dass mit fangfenstern entsprechend mehr fische verangelt werden. angenommen, das schonmass liegt bei 36cm, dann fängt man auf 2 massige vielleicht 10 untermassige, wovon mal angenommen trotz release 2 sterben. hat man ein fangfenster von beispielsweise 41-46cm, fängt man dann auf 2 massige halt 20 untermassige, wovon 4 sterben.

ob das dem bestand mehr bringt, wage ich zu bezweifeln.
FISCHEN hat von Natur aus etwas mit ESSEN zu tun Bild

Schweizer Angler

Re: Äschen 2011

Beitrag von Schweizer Angler » Do 3. Nov 2011, 17:25

asti, leider haben wir in unserer kultur in der sportfischerei (auch in der verwaltung) das "säen und ernten" prinzip - soviel man säht (besetzt), soviel will man fangen, ab dem erreichen des schonmasses kann grenzenlos geernet werden.

das mit den wechselnden fangfenstern hat man im ausland (z.b. kanada) gute erfahrungen gemacht, obwohl wie gesagt der verangel-faktor nie unterbunden werden kann, egal ob mit oder ohne fangfenster und ob mit 10, 20 oder hundert äschen.
noch einmal - naturköderverbot oder hakengrösse-vorschrift und vorallem aufklärung (z.b. über ellenlange drills an 012 vorfächern oder minutenlang ausserhalb des wasser in die kameralinse halten und dann releasen) kann viel beitragen. und auch den inneren sauhund bewingen - sind die 2 äschen p. tag gefangen, einpacken (piscatus interruptus :P , auch wenns noch so schön war/ist. dafür hat es evtl. in einer woche auch noch äschen.
gruss

sa

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helix
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Re: Äschen 2011

Beitrag von helix » Do 3. Nov 2011, 18:45

@ SA, Danke für die Ausführungen. Aber ich bleibe dabei, solche Fangfenster bei Äschen (bei andern Fischarten evtl. schon) machen m.E. keinen Sinn (viel zu hohe Mortalitätsrate) und "verkomplizieren" die ganze Fischerei, so dass es einem ja fast die Freude an der Äschenfischerei nehmen würde und die Vorstellung, überall tote Äschen im Fluss zu sehen, passt mir gar nicht.

[quote="Schweizer Angler"]Fangfenster das wechselt – lässt sich gut begründen indem dann verschiedene jahrgänge bewusst befischt werden und gewisse grössen ausgelassen werden[/quote]
Genau das glaube ich wirklich nicht, dass dies möglich ist. 30er Äschen kommen teils an genau gleichen Stellen vor wie 50er, die Jahrgänge sind in den gewässern ziemlich durchmischt, bewusstes und gezieltes Befischen von z.B. 41-45er Äschen ist kaum möglich und dies schon gar nicht für den Otto-Normalfischer ohne aussergewöhnliche und langjährige Gewässerkenntnis und den nötigen Erfahrungen.

Auch erachte ich es als nicht angebracht, jetzt schon wieder von neuen, u.a. punkto Fanglimiten, Massnahmen zu sprechen. Seit Menschengedenken gab es im Kt. Bern (ausser während dem Moratorium) noch nie auch nur annähernd so strikte Schonmassnahmen für die Äsche. Die bereits grossen und gut funktionierenden Schongebiete wurden noch massiv ausgedehnt (z.B. ganzer Thunersee -> enorm grosses Einzugsgebiet! Dies gilt übrigens auch für Berufsfischer), eine Tages- und Jahresfanglimite, die v.a. den Äschenfleischfischern den Garaus macht (oder zumindest sollte..), ein ganzer Jahrgang, der zusätzlich geschont wird, kostenteure Renaturierungen speziell für die Äschen etc.. Meiner Meinung nach genügt das jetzt vorerst einmal!

Anstatt schon wieder alles verändern zu wollen, sollte man jetzt mal abwarten, beobachten und ruhig und professionell analysieren. Dies dauert seine Zeit, Schnellschüsse haben noch nie wirklich nachhaltigen Erfolg gebracht.

Hier noch was zum Topic
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Gruess helix

Schweizer Angler

Re: Äschen 2011

Beitrag von Schweizer Angler » Fr 4. Nov 2011, 07:52

Schweizer Angler hat geschrieben:
Fangfenster das wechselt – lässt sich gut begründen indem dann verschiedene jahrgänge bewusst befischt werden und gewisse grössen ausgelassen werden
sorry - ich meinte natürlich "bewusst entnommen" (oder solche die man entnehmen kann).

es geht mir nicht um weitere vorschriften, aber wenn fragen nach "lösungen" gestellt werden , werden halt verscheidene vorschläge gebracht - den einen gefällts, den anderen nicht
Anstatt schon wieder alles verändern zu wollen, sollte man jetzt mal abwarten, beobachten und ruhig und professionell analysieren
- v öllig einverstanden.
weitere infos zur eigenen meinungsbildung:

http://www.fischnetz.ch/content_d/news/ ... Hertig.pdf

http://www.mohospace.ch/textbeispiele/a ... estand.pdf

http://www.blinker.de/forum/viewtopic.php?p=274078



gruss

sa

moser1

Re: Äschen 2011

Beitrag von moser1 » Do 10. Nov 2011, 12:45

38+41cm mit der Trockenfliege, in Bern gefangen.

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Hangover
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Re: Äschen 2011

Beitrag von Hangover » Mo 14. Nov 2011, 08:06

Da ich Euch nicht schon wieder mit einem Fangbericht langweilen will ( :wink: ), hier nur ein eher wackliges Foto meiner am gestrigen Sonntag in der Berner Aare gefangenen Äsche. Nach einer 34er und einer 35er konnte ich diese stolze 50,5cm Äsche mit einer Nymphe an der feinen Zapfenmontage überlisten!

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tom66
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Re: Äschen 2011

Beitrag von tom66 » Mo 14. Nov 2011, 08:08

Toller Fisch Hangover gratuliere!

ü50 Aeschen sind auch nicht gerade überall zu fangen.

Wie lange warst du am drillen mit diesem herrlichen Fisch?

Gruess

Tom66

obelix
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Re: Äschen 2011

Beitrag von obelix » Mo 14. Nov 2011, 08:39

Beneidenswerte Fänge, da lohnt sich schon fast eine Reise mit Fischerkumpanen in den Kanton Bern!
Petri Heil!

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Hangover
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Re: Äschen 2011

Beitrag von Hangover » Mo 14. Nov 2011, 08:57

@tom66

Ich kann Dir diese Frage ganz ehrlich nicht beantworten, da ich ziemlich im Stress war, als ich den Fisch zum ersten Mal vor mir im Wasser sah :wink: Nach dem Biss hat sie sich aber erstmal gar nicht gross bewegt, ich dachte zuerst an einen der (doch recht zahlreichen) Hänger... dann aber ging die Post ab 8)

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Re: Äschen 2011

Beitrag von tom66 » Mi 16. Nov 2011, 16:21

Mann war das geil heute...während einer halben Stunde hatte ich ständig eine krumme Rute, zuerst eine Barbe >40 dann eine Aesche 34cm dann wieder eine Barbe >40 und danach, dachte zuerst wieder an einen Schnouz, noch eine wunderschöne 41er Aesche. So macht Fischen Spass. Nach anderthalb Stunden war ich schon wieder in meinem warmen Homeoffice.

Gruess

Tom66

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Re: Äschen 2011

Beitrag von JJwizard » Mi 16. Nov 2011, 16:37

Gratuliere zur Gardemass Aesche. :up: :up: :up:

Habe selten eine so schlanke Vertreterin Ihrer Art gesehen! Bei uns an der Wutach und am Rhein, wäre ein solcher Fisch mindestens 1 1/2 so breit !

Tight-lines
JJ
Born to fish - forced to work!

Arts

Re: Äschen 2011

Beitrag von Arts » Sa 19. Nov 2011, 17:50

Hallo Zusammen,

Ich war heute mit der Trockenfliege unterwegs, und durfte diesen schönen Fisch geniessen...

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Gruss
Tom

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Re: Äschen 2011

Beitrag von habakuk » Sa 19. Nov 2011, 21:21

pb greyling on dry fly confirmed!
40cm zierfisch auf eine kleine cdc trockenfliege. zurzeit kann ich nur einmal die woche ans wasser, und die fische steigen nur 1.5-2std. pro tag. da heisst, 1.5std. fischen pro woche! :( macht aber nichts, wenn nach 10min solche fische beissen! :mrgreen:

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Re: Äschen 2011

Beitrag von gonefishing » Sa 19. Nov 2011, 21:35

Cool!
Leuchtet die nachts? Wieder mal bei Mühleberg gefischt? :wink: :mrgreen:
Gruss, Mattu

Anstatt zu jammern dass wir nicht all das haben was wir wollen sollten wir dankbar sein dass wir nicht all das bekommen was wir verdient hätten. (Dieter Hildebrand)

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Re: Äschen 2011

Beitrag von habakuk » Sa 19. Nov 2011, 21:40

ich habs nicht ausprobiert ob sie leuchtet :mrgreen: jedoch hatte ich noch nie eine äsche mit einer so stark gefärbten schwanzflosse!
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