Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Bist Du für die unten beschriebene Fangzahlbeschränkung der Forellen?

Ja ich bin dafür und könnte gut mit dieser Fangzahlbeschränkung leben
85
56%
Nein, es gibt bessere Methoden, um die Bestände der Forellen zu stützen (bitte unten in der Diskussion Idee einbringen)
27
18%
Ist mir Wurscht, ich fische so viel ich will. Wenn's keine Forellen mehr in meinem Gewässer hat, gehe ich halt woanders fischen
3
2%
Ich bin für eine Beschränkung der Fanganzahl, aber dieser Vorschlag hier ist zu krass. Eine etwas grössere Anzahl wäre OK
38
25%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 153

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zuma
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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von zuma » Fr 2. Jun 2017, 16:52

astacus hat geschrieben:
Fr 2. Jun 2017, 13:29


Ob der Befischungsdruck seit den 80ern gestiegen ist, kann ich nicht beantworten. Dass er heute aber ein massgebender Faktor ist, ist aufgrund der Grundlagen sicher (was wiederum aber nicht heisst, dass er für alles verantwortlich ist).
Diese Frage kann leicht beantwortet werden:

- Wie sah es mit der Mobilität in den 80ern aus?
- Wie sah es mit Internetforen und Facbookseiten in den 80ern aus?

Dazu kommt, dass in den 80ern die Forellenbestände im Unterland noch "einigermassen" in Ordnung waren. Nun sind sie es nicht mehr (Zivilisations- und Umwelteinflüsse dürften hier starke Faktoren sein). Im Berggebiet schaut es aber total anders aus! Bei uns sind es nicht die gleichen Einflüsse wie im Unterland - bei uns ist es zu einem sehr hohen Prozentanteil der Fischer selbst, welcher das Problem ist. Die Gewässer im Berggebiet geraten zusehens unter Druck, da nur noch hier Salmoniden zu fangen sind. Verbunden mit den Faktoren Mobilität und Internet ergibt dies den Befischungsdruck, wie wir ihn haben. Bei Salmonidengewässer spielen aber auch die Fischfangmethoden ganz wesentlich als Einflussfaktoren mit. Die Sterblichkeitsrate von verangelten Untermassigen ist bei Naturködern und Raubfischködern (Spinnangeln) unverhältnismässig hoch - auch wenn das viele nicht glauben wollen! Für Salmonidengewässer kann aus meiner Sicht nur noch die Trockenfliege und unbeschwerte Nyphe zum Einsatz kommen - alles Andere macht zuviel Kollateralschaden. Wenn wir nicht an den Fischfangmethoden ansetzen, brauchen wir in Salmonidengewässern nicht mehr über höhere Schonmasse, Zwischenschonmasse, tiefere Entnahmemengen usw. zu diskutieren, da sie ohne Anpassung der Fangmethoden schlicht nichts bringen werden und Schlussendlich von den Gegnern solcher Regelungen als Argument aufgenommen werden, dass man sie auch wieder fallen lassen kann.
Wenn wir also wirklich etwas erreichen möchten, dann gibt es aus meiner Sicht nur folgende Reihenfolge:
1. Fischfangmethoden mit höherer Sterblichkeitsrate als 5 % dürfen in Salmonidengewässern nicht angewendet werden
2. Alle weiteren Vorschläge betreffend Schonmasse, Entnahmemengen usw. können dann greifen, wenn Punkt 1 erledigt ist, und wenn sie an das jeweilige Gewässer angepasst sind.

Alles Andere wird kaum Zielführend sein und früher oder später in einem Fischereiverbot enden!

Gruss
Kurt
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)

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Alet
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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Alet » Fr 2. Jun 2017, 18:56

Die Gewässer im Berggebiet geraten zusehens unter Druck, da nur noch hier Salmoniden zu fangen sind. Verbunden mit den Faktoren Mobilität und Internet ergibt dies den Befischungsdruck, wie wir ihn haben.
Dem kann ich nur zustimmen. Heute fischte die halbe Schweiz an den letzten Patente-Äschenstrecken und das gleiche mit der Bachforelle.

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AndiM
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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von AndiM » Di 21. Nov 2017, 17:42

Hallo,

ich bin gegen Fangzahlbeschränkungen.

Meine Begründung ist die, dass ich sehr gerne an bestimmte Plätze an diversen Bächen, Flüssen und Seen zum Fischen gehe, und das nicht nur wegen der Fische, sondern wegen der Umgebung; die ist sehr, sehr wichtig, wenn man, wie ich, im Sommer öfter die Familie und/oder Freunde mitnimmt und dann ein Wochenende oder so am Wasser bleibt.
Sind mir diese Bäche, Flüsse und Seen nach zwei, drei Angelwochenenden dann den Rest des Sommers quasi verboten, weil Fangmenge erreicht, wäre ich da gar nicht einverstanden. Und ganz ehrlich: ich würde da dann Wege suchen, dies zu umgehen.

Meiner Ansicht nach sind andere Ansatzpunkte, wie z.B. Mindestfanggrössen anheben oder erhöhter Jungfisch-Besatz der Gewässer durch Fischereivereine (ich hätte da dann auch kein Problem mich an solchen Aktionen auch finanziell zu beteiligen), etc. pp. auch wesentlich besser geeignet, die Bestände im Ganzen zu halten oder auch anzuheben, als wie da jetzt eine Maximalzahl pro Fischer und Gewässer festzulegen.

Grüsse

Andi

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Raubfisch234 » Di 21. Nov 2017, 21:46

Ohne eure Kommentare genau durchzulesen oder die Gewässer im Unterland genau zu kennen oder besondere Kenntnisse in Biologie oder Chemie zu haben oder mich mit Studien zum Thema zu befassen - ist für mich 100% klar und indiskutabel - dass der starke Fischrückgang zum allergrössten Anteil mit dem Zuwachs an Menschen zu erklären ist. Der Befischungsdruck ist da ein vernachlässigbar kleines Problem, das den Fischen bloss noch "den Rest gibt".

Das offensichtliche Problem äussert sich vielmehr in Gewässerverbauungen, chemischen Einträgen im Gewässer, keiner natürlichen Strömung und Bachbeschaffenheit, invasiven Arten, Abfällen im Gewässer, Badenden, Padelnden, Stromerzeugenden... und Zerstörung der Natur neben den Gewässern (wo sich Insekten entwickeln könnten, wäre da noch Natur, und in das Gewässer fliegen könnten und dort die hypothetischen Fische ernähren würde).

Fangzahlbeschränkungen bringen nichts - längerfristig - bestenfalls kurzfristig.

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von AndiM » Fr 24. Nov 2017, 18:43

Hallo,

mir stellt sich bei dem Thema noch eine Frage:

Willst du nur die Fangzahl pro Fischer beschränken ? - Wenn man da bisschen weiterdenkt, wäre das absolut zu kurz gedacht: es gibt Bäche, an denen jedes Wochenende 257 Angler aufkreuzen und es gibt abgelegene Gewässer wo pro Jahr maximal zwei, drei, vier Angler auftauchen, wenn überhaupt. Wie willst du das ausgleichen ?

Das endet irgendwann in absolut tödlicher Bürokratie, die dazu führt, dass viele Leute ihr Hobby aufgeben, weil es ihnen zu blöd wird.

Grüsse

Andi

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Alet » So 26. Nov 2017, 21:14

@Raubfisch234 Für die Gewässer im Mitteland hast Du recht. Da sind Umweltveränderungen die Hauptursache.

@AndiM In den Bergen jedoch ist klar der Befischungsdruck massgebend. Ich kenne kein leicht erreichbares Gewässer mit einem guten Bachforellenbestand. Selbst Besatz hebt da den Bestand nicht, da die meisten Bachforellen vor Erreichen des Mindestmasses verangelt werden. Ich habe deswegen aufgehört in vielen Patentbächen zu fischen. Ich habe da 20 bis 25 Untermassige gefangen um eine Massige zu erwischen (das locker an einem Tag). Für mich geht das unter Jugendsünde – denn wenn ich denke wie viel ich dadurch selbst bei sorgfältigstem vorgehen getötet habe, da wird mir schlecht.
Klar gibt es einiges das dagegen Spricht wie Tourismus und Erholung in der Natur.

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Dural » So 26. Nov 2017, 23:43

Selbst im mittelland dürfte problem nr. 1 der fischer selber sein. :wink:

Das mit der umweltveränderung halte ich mitlerweilen für eine glate lüge, man will die schuld auf einen anderen schieben, die meisten fliessgewässer könnten noch heute einen guten forellen bestand haben, davon bin ich überzeugt! Gerade am freitag konnte ich wider eine bafo in einem betonkanal beobachten, der privat ist... keine struktur, keine pflanzen, einfach nur beton mit einer hohen fliessgeschwindikeit, der bestand ist trotzdem sehr gut und das im mittelland! wäre es ein patent gewässer wäre sie schon min. 10x am haken gehangen :roll:

Die bafo fischerei ist eigentlich schon lange nicht mehr tragbar, 95% der fischer haben es aber leider noch nicht eingesehen. :!:

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Mo 27. Nov 2017, 07:38

Wer sich mit Bach und Seeforellen auskennt weis auch das es sehr komplex ist auf dise Art einzugehen...

Klar sieht man in verbauten Kanälen immer mal wider eine schöne Bafo aber ob die nur durch Wandert oder dort lebt sei mal dahin gestellt...
Bafos wie Sefos wandern extrem, und das wird zum Problem... Da viele Gewässer nicht bewanderbar sind...

Bei Hochwasser sieht es etwas anders aus, aber auch das ist Jahres abhängig...
Also können die Salmoniden nur bei den richtigen verhältinse steigen und Laichen...
Und das ist vielerorts gar nicht mehr machbar.
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener..

Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!!

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Andreas » Do 7. Dez 2017, 20:55


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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Raubfisch234 » Fr 8. Dez 2017, 20:34

Dural hat geschrieben:
So 26. Nov 2017, 23:43
Selbst im mittelland dürfte problem nr. 1 der fischer selber sein. :wink:

Das mit der umweltveränderung halte ich mitlerweilen für eine glate lüge,
Wie erklärst du dir dann, dass es Gewässer in der Schweiz gibt, wo z.B. jede Woche von Mai bis September Hunderte Bachforellen gefischt und entnommen werden, insgesamt über 20'000 massige Bachforellen pro Jahr, ein extremer Befischungsdruck also, und dies schon seit 2 Jahrzehnten, und trotzdem immernoch etwa gleichviele Fische gefangen werden in gleicher Grösse wie vor 20 Jahren? oder anders gesagt, jeder Fischer fängt grob 2 Bachforellen pro Gang ans Gewässer und etwa 10'000 Mal geht ein Fischer an den Bach im Jahr.

... Nach deiner Theorie müsste der Bach von dem ich Rede längst töter als tot sein.

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Dural » Sa 9. Dez 2017, 01:00

Da nimmt es mich aber wunder was das für ein bach ist wo jedes jahr 20.000 bachforellen entnommen werden und das schon seit 20 jahren, und bitte gleich mit der offiziellen statistik. Es wäre übrigens die erste statistik die ich sehen würde die über so eine langen zeitraum konstanz ist, schwankungen sind üblich und auch natürlich, aber das ist ein anderes thema.

Und überhaupt was hat das mit meiner aussage zu tun? Es sollte hier hoffentlich jedem klar sein das ein gewässer eine bestimmte anzahl fische hervorbringen kann, verschiedene faktoren haben da einen einfluss zb. grösse des gewässers, lage, klima, futter etc.

Genau so gut kann es ein gewässer geben wo man jedes jahr problemlos 100.000 forellen entnehmen kann... aber wohl eher weniger in der schweiz ;) aber genau so gut gibt es gewässer wo zb. 100 im jahr schon zuviel sind.

Fakt ist das unsere gewässer jahre lang überfischt wurden, fakt ist das man die gewässer jahre lang mit fischen besetzt hat, fakt ist das man dadurch einen massiven eingriff in die natur getätigt hat, fakt ist das man mit dem schonmass die schnell wüchsigen fische wunderbar selektiert hat, fakt ist das fischer krankheiten in diverse gewässer eingeschleppt haben.

Böse ausgedrückt schwimmen in unseren gewässer nur noch die "schwachen" fische, und oh wunder reagieren gerade die sehr empfindlich.

Natürlich haben es die bafo heute nicht mehr leicht, die fischer haben ihnen das leben aber extrem erschwert. Und ich bleibe dabei, viele gewässer könnten noch heute einen guten bestand haben.

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Alet » Sa 9. Dez 2017, 18:33

Naja dieser 20'000 Bachforellenbach existiert in der Schwiez nicht

Schlammbarbe

Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Schlammbarbe » So 10. Dez 2017, 14:16

Aus vielen zutreffenden hier geschilderten Gründen lasse ich die Bafos seit Jahren in "Ruhe" wie auch die Äschen. Dies ist kein Rezept für jedermann. Ich selber kann gut damit Leben.
Manchmal wäre weniger wirklich mehr.

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Raubfisch234 » So 10. Dez 2017, 17:39

Alet hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 18:33
Naja dieser 20'000 Bachforellenbach existiert in der Schweiz nicht
Der Bach ist nicht einzeln ausgewiesen in der Statistik, sondern mit andern Zubringerbächen zusammengefasst. Er ist aber klar dominierend in den nachfolgenden Zahlen. Die offiziellen Zahlen zeigen dann folgendes Resultat:

2016: 27'299 Bachforellen (9'541 + 17'758)
2015: 27'336 Bachforellen (9'670 + 17'666)
2014: 30'413 Bachforellen (9'042 + 21'371)
Durchschnitt 2005-2014: 36'723 Bachforellen (11'314 + 25'409)

Man könnte jetzt sagen, die Bestände sinken deutlich. Wie aber aus den Fängen pro Ereignis, d.h. pro Gang ans Gewässer offensichtlich ist, ist dies nicht der Fall:




Die Fangerfolge sind fast linear auf gleichem Stand geblieben, trotz immensen Entnahmen.

@ Dural: Ich stimme dir in fast allen deinen Aussagen zu. Einzig, dass der Fischer das grösste Problem für den Fisch ist, stimmt schlicht nicht.

Fischer hat es an diesem Bach so viele wie wahrscheinlich in vielen Bächen im Unterland nicht einmal. Trotzdem haben die Bäche mit vergleichbarem Wasservolumen im Unterland viel weniger Fischmasse. Wie das Beispiel zeigt, kann ein Bach, enorm viel Fische hervorbringen.

Der Unterschied ist: dieser Bach ist kaum von Schwankungen über Staudämme beeinflusst. An ihn grenzen oft vergleichsweise natürliche Landschaften mit Wiesen und vielen Insekten.
Es hat vergleichweise weniger Menschen, welche vergleichsweise weniger künstlich hergestellte Chemikalien in das Gewässer eintragen.

Entsprechend sieht man schon im Gewässer, dass es dort noch viel mehr Kleinlebewesen hat, von denen sich die Fische ernähren.

Wenn die letzten 2-3 Jahre gerade keine starken Hochwasser waren, sieht man z.B. ganze Teppiche von Köcherfliegen. Daran sieht man, wie es einem Gewässer geht. Nicht daran, ob gerade 5 oder 10 Fischer an einem Tag dort vorbeilaufen und fischen.

Wenn es den Kleinlebewesen im Bach gut geht, geht es auch den Fischen gut. Können sich die Kleinlebewesen nicht mehr genügend vermehren, hat dies direkte Konsequenzen für die Fische.

Ich bin daher sicher, dass z.B. 1 Mio Einwohner in einem grösseren Kanton über ihre Medikamente, Lebensweise (Verbauungen, landwirtschaftliche Nutzung für Ernährung) und Gewässernutzung wesentlich gravierendere Folgen für Bachforellen haben, als dies z.B. 10'000 Fischer bei normaler Fischerei haben könnten (wenn jede hundertste Person fischt)

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Re: Fangzahlbeschränkung für Forellen: Voting

Beitrag von Alet » Di 12. Dez 2017, 10:58

@Raubfisch

Unter einem Bach stelle ich mir etwas andere vor. PS: Dieser Fluss ist das letzte intakte Bachforellen und Äschengewässer der Schweiz (da du nicht den Namen nenne willst, nenne ich in hier nicht). Und 10‘000 Fischgänge auf ca. 60 Km (nur Hauptgewässer) ist kein grosser Befischungsdruck bei einem Gewässer dieser Grösse. Genauso ist der Fang gering (Geschätzte 2-3 Fische /ha), ohne die Nebenbäche herauszurechnen, die online nicht verfügbar sind.

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