Regenbogenforelle

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Soll der Besatz von Regenbogenforellen gestattet werden

Ja, sie soll eingesetzt werden dürfen
49
37%
Ja, aber nur in Gewässer, wo nur noch wenige Bachforellen vorhanden sind
48
36%
Nein, ich finde fremde Arten gehören nicht in die Schweiz
36
27%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 133

Kevink25

Regenbogenforelle

Beitrag von Kevink25 » So 23. Nov 2014, 22:06

Hallo Zusammen

Ich möchte hier einmal eine Umfrage starten über das immerwieder aufkommende Thema: Regenbogenforellen Besatz

Nun, meiner Meinung nach soll der Besatz erlaubt werden, jedoch in eingeschränktem Maase. Es macht sehr wenig Sinn, Regenbogenforellen in einem Bergbach zu besetzen aber in vielen Mittellandflüssen, wo die Bachforellenpopulation sowieso schon gering ist, würde es meiner Meinung nach Sinn machen. Anstatt, dass man versucht Bachforellen einzusetzen, wo sie sowieso keinen guten Lebensraum haben, würden RBF einen guten "Ersatz" bilden. Wir finden ja auch in der Schweiz ein Beispiel, den Alpenrhein, wo sich die RBF Jahr für Jahr natürlich vermehren, warum soll das also nicht auch in anderen Flüssen funktionieren ?
Ein häufiges Argument ist, das sie angeblich die Bachforelle vertreiben soll, obwohl man davon nicht wirklich sprechen kann, ausser vielleicht im Kerngebiet der Bachforelle, was diese Mittellandflüsse aber eindeutig nicht sind.
Auch ein weieres Argument ist, dass die Regenbogenforelle eine ausländische, eingeschleppte Art ist, aber kann man davon überhaubt noch sprechen, denn immerhin ist sie schon seit 130 Jahren in der Schweiz.

Nun, das ist mein Meinung. Ich bin Gespannt auf eure Beiträge und Argumente.

Bis dahin, Liebe Grüsse
Kevin

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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von rasch » Mo 24. Nov 2014, 07:34

Hallo Kevin

Für mich gibt es hier noch einen entscheidenen weiteren Ansatz ...
1. Besatz nur in Gewässern in denen sich kein Stamm der Bachforelle mehr halten kann.
2. Besatz nur durch Brütlinge oder Sömmerlinge ... auf keinen Fall fangfertige Fische wie zb. in diesem Zebco Video :evil:
3. Besatz ausschliesslich im Mittelland unter 800m Meereshöhe

so kann ich mir einen ReFo Besatz vorstellen, jedoch muss in jedem Fall geprüft werden ob es Sinn macht und im Zweifel muss für die Bachforelle entschieden werden dh. kein Besatz.

Gruss von einem Gewässer mit natürlichen Refos ...
Gruss & Petri
wäre Fischen einfach ... es würde Fussball heissen
rasch

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astacus
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus » Mo 24. Nov 2014, 10:38

Das Thema hatten wir schon mehrfach und ich habe mich dazu jeweils klar geäussert, weshalb ich aus lauter Trägheit einen Teil meiner damaligen Aussagen einfach hier rezykliere.

Ich bin ein entschiedener Gegner des Besatzes mit Regenbogenforellen und auch mit allen anderen Neozoen. Dies hat verschiedene Gründe, einige Fakten zur Regenbogenforelle sind zum Beispiel die nachfolgenden:

- Die Regenbogenforelle erträgt nicht höhere Temperaturen als die Bachforelle, beide Arten weisen gleichermassen eine obere Maximaltemperatur von 25-27°C auf, bei der sie eingehen. Der Regenbögeler kommt mit den Wassertemperaturen im Mittelland daher nicht besser zurecht als die Bachforelle.

- Die Regenbogenforelle pflanzt sich auch im Mittelland kaum fort. Sie benötigt winterwarme Gwässer zur Fortpflanzung und kann sich deshalb in weit über 90% der Schweizer Gewässer nicht fortpflanzen und ohne Stützbesatz halten. Das trifft beispielsweise auch auf verschiedene Gewässer wie die Emme zu, wo zwar adulte Fische gefangen werden, aber sich keinerlei juvenile Regenbogenforellen nachweisen lassen. Winterwarme Gewässer sind auch im Mittelland eine Ausnahme und nicht die Regel. Der Regenbögeler-Bestand im Alpenrhein zeigt ja eindrücklich, welche hoch spezifischen Ansprüche diese Art an ihre Fortpflanzungshabitate stellt. Der dortige Bestand fusst bekanntlich auf einem einzigen Laichplatz an der Mündung eines Thermalbaches. Sowas findet sich auch andernorts in der Schweiz kaum.

- Es gibt bei uns im Mittelland im wesentlichen nur eine Krankheit, die für den Forellenbestand von überragender Bedeutung ist - die PKD. Die Regenbogenforelle ist für diese gleichermassen anfällig wie die Bachforelle. Das Verschwinden der Bachforelle im Mittelland ist neben der Lebensraumzerstörung hauptsächlich auf die PKD zurückzuführen. Die Bachforelle hier mit der Regenforelle zu kompensieren, ist völlig illusorisch und zeigt das Unvermögen mancher Fischer, die verschiedenen Ursachen des Fischrückganges zu akzeptieren oder glauben.

- Mit starkem Geschiebetrieb bekundet die Regenbogenforelle viel mehr Mühe als die Bachforelle. Die Erschütterungsanfälligkeit des befruchteten Ei's der Regenbogenforelle ist nachweislich deutlich höher. In Flüssen mit Geschiebetrieb geht daher Regenbogenlaich deutlich früher ein. Wir können das als Praxisbeispiel an der Emme zeigen: Der Geschiebetrieb kommt dort ab einem Abfluss von 50 m3/s in Gang - ein Wert, der mehrfach im Jahr erreicht und deutlich überschritten wird, gerade im Frühling zur Schneeschmelze. In diesem Zeitraum hätten aber die Regenbögeler oft gerade abgelaicht, wenn sie es den tun.

- Eine bessere Anpassung der Regenbogenforelle gegenüber Fressfeinden, wie von manchen postuliert, halte ich für Spekulation. Da die Regenbogenforelle tendenziell bis in höhere Alterstufen ein Schwarmverhalten aufweis als die Bachforelle, dürfte sie sogar eher anfälliger sein. Denn auf Schwarmfischen findet durch Prädatoren eher eine Spezialisierung statt als auf Einzelgänger.


Fazit:

Mit dem Besatz von Bachforellen besteht die Möglichkeit, dass wir zumindest theoretisch die Bestände einer einheimischen Art stützen, die an die Gewässer angepasst ist und sich in diesen auch fortpflanzen kann. Der Besatz von Regenbogenforellen wäre dagegen ein Fass ohne Boden, da sich die Fischart gar nicht ohne halten kann. So ein Besatz mag etwas für Fischpuffs und abgeschlossene Gewässer sein, wo sie auch ihre positiven Aspekte hat (Entlastung der Wildfische), aber nicht für offene Fliessgewässer. Würde die Regenbogenforelle die Eigenschaften aufweisen, die wir Fischer in sie hineininterpretieren, hätte sie sich in der Schweiz schon längst flächendeckend durchgesetzt und wohl die Bachforelle verdrängt. Schliesslich wurde sie schon fast überall einst ausgesetzt, sogar in allen meinen Hausgewässern. Im Gegensatz zur Bachforelle ist aber praktisch überall wieder verschwunden - und das, obwohl in vielen dieser Gewässer auch keine Bachforellen mehr ausgesetzt werden.


Wer den Thread von damals, aus dem die Aussagen stammen, lesen will, kann dies hier tun:

viewtopic.php?f=73&t=15962
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von tom66 » Mo 24. Nov 2014, 13:04

Astacus@

Besten Dank für deine nachvollziehbaren Argumenten.

Eine Frage stellt sich mir jedoch:

Warum kann sich die Refo in gewissen Gewässern in Oesterreich und Slowenien halten und auch ablaichen? Kennen die dort diese Krankheiten (PKD) nicht?

Die Gewässer sind ja in Oesterreich auch nicht alle renaturiert?

Gruss

Tom66

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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus » Mo 24. Nov 2014, 13:27

Ich kenne die dortigen Gewässer nicht im Detail. Die PKD löst nur klinische Symptome aus, wenn die Wassertemperatur mehrere Woche über 15°C liegt. Deswegen ist sie hierzulande nur im Mittelland ein Problem, nicht aber in den Berggewässern. Zwar habe ich keine PKD-Daten aus Österreich, aber es wird dort das selbe sein. Weil Österreich bekanntlich zu einem grossen Teil in den Alpen liegt, dürfte dort die PKD nur lokal ein wirkliches Problem sein. Ob die PKD in Slowenien überhaupt präsent ist, weiss ich nicht. Die tiefer liegenden Gewässer sind dort aber aus klimatischen Gründen wärmer als diejenigen in der Schweiz, was der Fortpflanzung der Regenbogenforelle wie erwähnt entgegen kommen dürfte.

Was den Besatz betrifft, kenne ich die Situation in Slowenien nicht. In Österreich werden aber ausgesprochen grosse Mengen von Regenbogenforellen besetzt, was ja ein recht klares Indiz dafür ist, dass die natürliche Reproduktion wohl nicht ganz so gut klappt...
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni » Mo 24. Nov 2014, 18:53

Ich spreche mich klar für den Besatz von Sömmerlingen sowie Vorsömmerlingen der Regenbogenforelle aus. Hier bei mir am Bodensee vermehrt sie sich im Winter jedes Jahr regelmässig im Alpenrhein und divers. anderen Zuflüssen. :P :P :v:

Gruss Beni
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus » Mo 24. Nov 2014, 19:28

Blöde Frage, aber wenn sie sich ja vermehren, warum bist du dann für den Besatz?
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni » Mo 24. Nov 2014, 19:40

Nun ja, ein eingeschränkter Besatz kann den Bestand stabilisieren. :) :v:
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus » Mo 24. Nov 2014, 19:54

Was aber wiederum heisst, dass ohne Besatz der Bestand langfristig nicht überlebt, oder?
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni » Mo 24. Nov 2014, 19:58

@astacus

NEIN, der Bestand würde ohne Besatzmassnahmen sehr wohl überleben..!!! :roll:
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni » Mo 24. Nov 2014, 20:00

Die Besatzmassnahmen sind nur dazu da, damit die Population im Bodensee/Alpenrhein noch wachsen kann.
In 5-10 Jahren halte ich den Besatz dann auch nicht mehr für sinnvoll, da sich dann eine ganze Population aufgebaut hat :v: :v:
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus » Mo 24. Nov 2014, 20:15

Was jetzt, die Population aufbauen oder die Population stabilisieren???
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von ChristianK. » Mo 24. Nov 2014, 20:42

astacus hat geschrieben:Was aber wiederum heisst, dass ohne Besatz der Bestand langfristig nicht überlebt, oder?
Und?
Ein Fischer will fischen und auch fangen und zahlt dafür, zumindest in LU einiges an Geld.
Zahlt man viel Geld und fängt nichts, werden keine Patente mehr gekauft, was logisch ist.
Ohne diese Einnahmen und ohne dem Interesse der Fischer an dem jeweiligen Gewässer kann man sie getrost den E-Werken überlassen!
Restwasser? Egal! Sunk-Schwall Betrieb? Ja und?! Chemieabwässer? So what?!

Etwas drastisch dargestellt, aber der gang wäre so.

Was ist so schlimm am Besatz in den Gewässern die den BaFos eben nicht mehr so zusagen? Sie sind seit über 100 Jahren hier und billiger Besatz/Lebensmittel.
Wenn es um die Frage geht, was heimisch ist und was nicht, dann aber Bitte sofort Erdäpfel, Mais, Fasane, Tomaten und hunderte andere Lebensmittel aus der Schweiz verbannen, denn die sind ALLE nicht heimisch sondern aus Amerika, Asien, Afrika oder auch nur dem Mittelmeerraum.
Achja, Murmeli sind ursprünglich auch nicht heimisch hier... 8)

Man kann dafür oder dagegen sein, man kann sich aber auch selbst kasteien und auf alles mögliche verzichten...
Petri Heil
Christian

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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus » Mo 24. Nov 2014, 22:02

Und genau hier wird wieder mal offensichtlich, weshalb wir uns in dieser Frage wohl nie in der Mitte treffen werden. Der eine Teil der Fischer - vermutlich die klare Mehrheit - will prioritär Fische fangen, dem haben sich andere Aspekte und Überlegungen quasi bedingungslos unterzuordnen. Ein anderer Teil setzt die heimische Natur ins Zentrum und ordnet auch die fischereiliche Nutzung diesem Primat unter.

Wo eure Kritik aber am Kern meiner Position vorbei geht, ist die Problematik der Neobiota (die übrigens, auch wenn man sie hier fast ins Lächerliche zieht, die drittwichtigste Ursache für das globale Artensterben ist), die in meiner Argumentation nur eine unwesentliche Rolle spielt. Wie ausführlich dargelegt, ist die Regenbogenforelle in den meisten Gewässern hierzulande ohne dauernden Besatz ohnehin nicht überlebensfähig, womit aber auch das von ihr ausgehende Problem für heimische Arten zwar vorhanden, aber eigentlich überschaubar ist. Genau weil bei den Regenbögelern aber ein Besatz ohne Ende notwendig wäre, ist es ein ökologischer, ökonomischer und fischereilicher Blödsinn, auf diese Art zu setzen.
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von ChristianK. » Di 25. Nov 2014, 02:00

Also primär will ich auch endemische Arten hier haben und diese auch in naturbelassenen Gewässern!
Erstes lässt sich noch einigermassen einrichten, beim zweiten werde ich das nicht mehr erleben!
Als "naturbursche" weisst du besser als ich wie es nicht nur um unsere gewässer steht, sondern auch um den Rest an Natur der uns geblieben ist. Da gehören weder Erdäpfel hierher noch Kühe auf 2000m höhe, geschweigedenn Fliessgewässer in geraden Betonrinnen.
Nun haben wir unsere Umwelt massiv, nach unseren bedürfnissen, geändert und umgebaut.
Nicht jeder Tierart passt das, sieht man deutlich an den schwindenden Arten und individuen.
Das der Wolf langsam zurück kommt, freut mich sehr, aber es darf nicht von dem Artensterben ablenken das weiter geht.
Regenbögler haben ähnliche bedürfnisse wie BF, aber eben nur ähnlich, nicht gleich. Sollten sich BF genauso gut halten in einem Gewässer, sollte man diese besetzen und keine RBF! Bevor aber ein Gewässer leer ist und somit keinem etwas bringt, kann man es doch mit RBF besetzen, oder nicht?
Auch wenn sie besetzt werden müssen. Das sie wirtschaftlicher sind wie BF ist wohl jedem klar. Billiger als Setzling und schneller wachsend.

Den idealzustand wie es ihn vor tausenden jahren gab, gibt es erst wieder, wenn die Menschen verschwunden sind.
Dies noch zu Zeiten des Menschen zu erreichen, ist zwar ein schöner Traum, aber eben auch selbiger.
Warum also nicht eine Art nutzen die sich selber nur in den seltensten Fällen selber vermehren kann und somit jederzeit wieder entfernbar wäre, wenn die Umstände für heimische Arten massiv verbessert wären?

Ich verstehe was du meinst, sehe es bei der RBF aber etwas anders :)
Petri Heil
Christian

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