Catch&Release

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Catch & Release - Ja oder nein?

Ja, Angeln ist für mich ein Sport und die Fische müssen nicht unbedingt sterben.
59
32%
Ja, die Fischbestände könnten sich meiner Meinung nach besser erholen
61
33%
Nein, C&R gehört verboten
63
34%
 
Abstimmungen insgesamt: 183

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BarschPesche
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Re: Catch&Release

Beitrag von BarschPesche » Mi 27. Jun 2018, 15:18

Für die die sich über die Sterberate und deren Gründe etwas besser informieren möchten.....
Sterberate bei C&R

Besonder spannend finde ich Seite 42....(bleibt aber bitte beim Thema C&R)

Hatte früher mal noch einen Bericht der die Sterblichkeitsrate von Fischen aufzeigte die im Wasser und auf dem Trockenen abgehakt wurden.
Auch spannend ist dass Salmoniden bei wärmeren und Zander bei kälteren Wassertemperaturen die höherer Hakmortalität aufweisen.

Fotos sehe ich so, Entnahme nach vorschriftsmässiger Tötung ok, C&R Fotos nur im Wasser.....also da bin ich voll bei Dural!
Petri.

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Dural
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Re: Catch&Release

Beitrag von Dural » Mi 27. Jun 2018, 21:08

Da oben im link sieht man schön was ich seit jahren sage und durch eigene erfahrungen zum teil selber festellen konnte.

Gerade die ganze only c&r fraktion müsste immer ohne wh fische, aus erfahrung am wasser machen dies aber die wenigsten :roll: und ja ich kann das ziemlich gut beurteilen, den wenn ich einen fischer treffe fällt der erste blick auf seinen köder und schaue mir die haken an, bei rund 150 fischtage im jahr kommt da etwas zusammen :wink:
Obwohl ich immer ohne wh fische, gehe ich heute sogar soweit haken die man nicht einfach sofort lösen kann mit dem seitenschneider abzuschneiden! Von mir ausgesehen geht dies klar am schnellsten und man muss den fisch nicht gross fixieren, die haken ohne wh fallen danach praktisch selber raus.
Drillinge sind schonender als einzelhaken, kann ich durch eigene erfahrungen auch klar bestätigen.
Das sofortige lösen des hakens noch im wasser und das schnelle zurücksetzen erhöht deutlich die überlebensrate, das ist längt wissenschaftlich bestätigt.
Die Fangtiefe ist auch entscheident, die sinnvolle fangtiefe variert aber, das konnte ich beim egli fischen auch schon selber beobachten. Welche faktoren dies beeinflussen ist mir bis heute aber nicht ganz klar, aber ich habe da meine vermutungen.
Für Forellen die in den Kiemen (95,5%), in der Zunge (66,7%), im Ösophagus (65,5%) und in den Augen (53,8%) gehakt wurden, konnte eine sehr hohe Mortalität festgestellt werden (PAULEY und THOMAS 1993).
Wenn man sich das nur mal vor augen führt, praktisch jede forelle stirbt wenn der haken in den kiemen war! Bei der Zunge sind 7 von 10 tot! Das auge mit "nur" jede zweite ist ja noch fast gut. gut die gingen ziemlich sicher auch nicht saft mit den forellen um, aber die zahlen sind trotzdem wirklich beeindruckend.

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Swordfish
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Re: Catch&Release

Beitrag von Swordfish » Mo 2. Jul 2018, 14:11

Dural hat geschrieben:
Di 26. Jun 2018, 22:04
Und was ich gar nicht leiden kann, wenn man sogar verletzte fische zurücksetz, leider ist so was alltag. :(
Verstehe deinen Gedankengang, aber für ein Gewässer und seine Lebewesen ist auch ein verletzter oder toter Fisch kein verlorener Fisch. Man könnte schon fast sagen, lieber zurückgesetzt und Nährstoffe dem Gewässer zurückgegeben als 60% daheim verwertet und 40% in der Müllhalde verbrannt.

Vorausgesetzt man akzeptiert, dass Menschen gerne Fischen als Hobby, spitzt sich der Unterschied zwischen C&R und Entnahme auf folgendes Dilemma zu: Definitiven Tod des Fisches (Entnahme) oder C&R (mit ungewissem Ausgang). Die Wahl für den Fisch wäre wohl klar - ob das nun mit unserer Moralvorstellung und Werten vereinbar ist, muss jeder selber Wissen. Oder man folgt einfach dem Gesetz und überlässt diese Fragen Anderen.
There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot.

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Re: Catch&Release

Beitrag von Dural » Mo 2. Jul 2018, 16:09

Mir geht es nicht um das, eine 100% garantie das ein fisch überlebt gibt es so wie so nicht, egal wie man fischt, egal wie schonend man mit dem fisch umgeht.

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Re: Catch&Release

Beitrag von pebecke » Mo 2. Jul 2018, 17:20

So ganz Zeitgemäss ist es eben schon nicht, man geht aus dem Hause, mit der Absicht einem anderen Lebewesen sinnlos Schmerzen und Stress zu bereiten, ist bereit es zu verletzen um es dann schlussendlich sich selbst überlassen und verletzt wieder in die Freiheit zu entlassen, nur um unsere Trophäengier und Jagdgelüste auszuleben.
Ähnlich den Hooligans die zum Fußball gehen um zu randalieren und andere zu verletzen, oder ein Jäger, der die Beute nur anschießt.

Eigentlich ist es mit dem heutigen Tierschutzgesetz nicht mehr vertretbar.

Es wird immer der Schutz der Fische als Alibi in den Vordergrund gestellt und wie sehr man sich um den Fisch sorge. Wieso also nicht gänzlich auf den Fischfang in Gebieten wo die Art gefährdet ist verzichten?
Oder auf Fische die man nicht entnehmen oder verwerten will, nicht befischen?
Dies ist mit ein Grund, warum ich nicht oder nur seltenst auf Hecht fische.
Ich sehe immer gerne wieder einen Fisch im Bach oder See, auch wenn ich keine Rute dabei habe.
Viele Grüsse vom Zürichsee - Peter

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Re: Catch&Release

Beitrag von santemi » Di 3. Jul 2018, 10:14

pebecke hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 17:20
So ganz Zeitgemäss ist es eben schon nicht, man geht aus dem Hause, mit der Absicht einem anderen Lebewesen sinnlos Schmerzen und Stress zu bereiten, ist bereit es zu verletzen um es dann schlussendlich sich selbst überlassen und verletzt wieder in die Freiheit zu entlassen, nur um unsere Trophäengier und Jagdgelüste auszuleben.
Ähnlich den Hooligans die zum Fußball gehen um zu randalieren und andere zu verletzen, oder ein Jäger, der die Beute nur anschießt.

Eigentlich ist es mit dem heutigen Tierschutzgesetz nicht mehr vertretbar.

Es wird immer der Schutz der Fische als Alibi in den Vordergrund gestellt und wie sehr man sich um den Fisch sorge. Wieso also nicht gänzlich auf den Fischfang in Gebieten wo die Art gefährdet ist verzichten?
Oder auf Fische die man nicht entnehmen oder verwerten will, nicht befischen?
Dies ist mit ein Grund, warum ich nicht oder nur seltenst auf Hecht fische.
Ich sehe immer gerne wieder einen Fisch im Bach oder See, auch wenn ich keine Rute dabei habe.
Ich finde das hast Du sehr gut dargestellt und bin eigentlich der selben Meinung :v: ...Und auch wenn man gezielt nur auf den Zielfisch fischt, den man dann schlussendlich entnimmt, ist es schwierig die Anderen nicht zu haken...

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Re: Catch&Release

Beitrag von Dural » Di 3. Jul 2018, 10:41

Was man abseits der normalen Diskussion noch beachten sollte, Fische werden durch C&R „intelligenter“ früher gab es das Wort verblinkert das kann man aber praktisch auf alle Köderarten übertragen.

Gerade bei Seeforellen und Egli kann man das wirklich sehr gut beobachten, Fische können lernen das ein Köder Xy eine Gefahr für sie bedeutet, aus eigener Erfahrung bleibt das dann ca. 2-3 Wochen im „Kopf“ sofern diese Erinnerung nicht erneuert wird.
Heute gehe ich sogar so weit und sage dass sie diese Information anderen Fische übertragen können, wie sie das machen ist mir aber völlig unklar.

Ist auch ein Grund wieso ich praktisch ständig sage das man seine eigenen Stellen suchen soll und nicht jedem Köder Hype hinterher rennen soll. Ich bin davon überzeugt wenn man anders fischt als die Mehrzahl der Fischer wird man zwangsweise auch mehr Erfolg als diese haben.

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