Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

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fisherofmen
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Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von fisherofmen »

Ich habe eine Frage an die harten Kerle, welche auch bei den stetigen Minustemperaturen mit dem Boot rausfahren.
Zur Zeit und die nächste Woche bleibt das Thermometer ständig unter der Null. Wenn das Boot mit dem Aussenborder aus dem Wasser genommen wird (Trockenplatz), sollte ja darauf geachtet werden, dass kein Wasser im Kühlkreislauf bleibt, ansonsten besteht die Chance auf einen Defekt, schlimmstenfalls einen geplatzten Zylinderkopf.
Bleibt das Boot im Wasser, so sollte der Motor (Propeller) im Wasser verbleiben, so steht es zumindest in der Betriebsanleitung meines Suzuki.
Was macht ihr als Sicherheitsmassnahme nach dem winterlichen Fischen, damit es keine Schäden am Motor und Boot gibt? :?:
Ich danke für alle Antworten und Hinweise.
fisherofmen
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Bastler
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von Bastler »

Hallo zusammen, ich kann hier zwar nicht weiterhelfen. Aber das würde mich auch interessieren.
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Rutenhalter
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von Rutenhalter »

Interessantes Thema, darüber habe ich nie nachgedacht.
Bei meinem alten Boot hatte ich einen Trockenplatz, ausgewassert Blache drüber und fertig. Hatte in den 10 Jahren nie ein Problem, auch bei extremen Minustemperaturen.
Bei meinem neuen Boot habe ich einen Wasserplatz, ich hebe den Motor aus dem Wasser. Habe letztes Wochenende mal genauer hingeschaut. Nach dem anheben des Motors läuft ca. 30Sek. lang Wasser aus dem Motor. Also ich nehme an, das ist das restliche Kühlwasser.
Aber was ich nicht verstehe, warum sollte bei einem Wasserplatz der Propeller im Wasser bleiben?So kann doch das Kühlwasser nicht ablaufen, oder doch?
Frag doch mal dein Suzukihändler, wollte bei meiner Werft anfragen, jedoch ist niemand erreichbar.
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fischerlouis
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von fischerlouis »

Ich habe einen Wasserliegeplatz und mein Boot ist das ganze Jahr über einsatzbereit. Den Motor klappe ich immer aus dem Wasser, da wir am Bodensee große Probleme mit der Quaggamuschel haben. Diese kann sich in den Kühlleitungen als "Spore" festsetzen und wächst dann unter Umständen den Querschnitt der Leitung zu, was dann zu unzureichender Kühlung führt und den Motor schädigen kann (Kontrollstrahl beachten). Das Wasser läuft dann fast vollständig aus dem System. Es kommt jedoch vor, dass sich in Ecken und Bögen, sowie in der Pumpenkammer Wasser sammelt, doch nicht abfließt. Diese Reste können dann gefrieren. Darum klappe ich meinen Motor 10 Minuten vor dem Start bei Minustemperaturen ins Wasser. So können die Restansammlungen durch das einströmende "warme" Wasser auftauen. Dies ist besonders für die Wasserpumpe/Impeller wichtig, da sonst Eisreste den Gummi-Impeller zerstören können. Dann würde der Kontrollstrahl zusammenbrechen und aus der Schlauchöffnung käme nur noch etwas Wasserdampf.
Am besten wäre es, wenn man bei Frostgefahr nach dem Fischen den Motor hochklappt, das Wasser ablaufen lässt und von Hand den Motor noch ein paar mal langsam durchzieht, ohne dass er startet.
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fisherofmen
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von fisherofmen »

Hoi Fischerlouis
Danke für deine Tipps. Vor dem jetzigen Boot, hatte ich ein kleines LUND mit einem 20 PS Motor und einen Trockenplatz. Um das Boot aus dem Wasser zu nehmen, habe ich den Motor jeweils hochgetrimmt. Wenn ich dann das Boot auf dem Trockenplatz hatte, wieder heruntergetrimmt und es lief noch eine grosse Menge Wasser aus dem Motor. Jetzt habe ich eben ein neues Boot mit einem Wasserplatz. Ich habe einiges gelesen, darunter auch, dass der Motor nicht hochgetrimmt sein soll. Dies aus dem Grund, dass in der Position der Hydraulikzylinder ausgefahren ist und sich dort Ablagerungen bilden können, welche dann den Simmenring zerstören.
Deine Argumente mit der Quaggamuschel sind aber auch einleuchtend und nachvollziehbar. Ich danke dir für diesen Input.
Auch deine Vorgehensweise bei Frost - den Motorschaft 10 Minuten im Wasser auftauen lassen - ist für mich einleuchtend und nachvollziehbar.
Nur das mit dem von Hand durchziehen klappt bei 100 PS nicht mehr :?
Genau solche Impulse wie die von dir sind wertvoll, danke dafür.
Es wäre schön, wenn andere Bootsbesitzer ihre Vorgehensweise und die Gedanken dazu noch teilen würden.
Ich will mein Boot auch im tiefen Winter benutzen - da ja ab dem 1. Januar die Felchen wieder offen sind - aber meinen neuen (sehr teuren) Motor nicht zerstören!
fisherofmen
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von CatchTheCarp »

Mein Boot hat einen Yamaha 25 PS Motor und bin damit seit 4 Jahren auf einem Trockenplatz. Probleme hatte ich nie und ich habe auch nie etwas gegen den Frost unternommen (fische auch im Winter regelmässig).

Mögliche Gründe warum ich bisher keine Probleme hatte, könnten sein:
- Yamaha-Außenborder sind so konstruiert, dass sie sich weitgehend selbst entwässern, wenn sie senkrecht stehen.
- Yamaha sagt offiziell: Kein Frostschutz nötig, wenn der Motor senkrecht steht und entwässert ist.

Quelle: chatgpt
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fisherofmen
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von fisherofmen »

Hallo zusammen
Jetzt hatte ich gerade Kontakt mit meiner Werft. Die Meinung vom Mechaniker für den Zürichsee. Das Boot im Hafen mit Wasserplatz.
-Im Winter zwingend den Motor senkrecht stellen. Der Motor entwässert sich selber, aber es kann das Getriebe bersten, wenn der Motor hochgetrimmt ist und die Temperaturen im Gefrierbereich sind.
-Im Sommer den Motor hochgetrimmt im Hafen lagern.
fisherofmen
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Rutenhalter
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Re: Stetige Minustemperaturen und Aussenbordmotoren

Beitrag von Rutenhalter »

Danke für die Info.
Jetzt ist natürlich die Blache das Problem, meine wurde für den hochgetrimmten Motor angepasst. Werde mal versuchen, wie weit ich ihn senken kann.
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