Frust mit Bootsmotor

Alles über Boote und dessen Zubehör (Anker, Downrigger, Motoren, Echolotgeräte, GPS, etc.)
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til
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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von til » Mi 11. Jul 2018, 09:01

Ganz genau. Der Zürichsee ist gross und mit 8 PS dauert es Stunden vom einen Ende zum anderen. Schleppen tu ich eh fast nicht. Ausserdem kann ich ja mit dem E-motor schleppen, wenn es langsam gehen soll (bis c. 3,5 km/h). Zum Beispiel ein Kabinenboot wäre gar nichts für mich, ich will mich rund ums Boot bewegen können.

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marino
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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von marino » Do 12. Jul 2018, 01:20

Ja so eine Fischerei wie sie du beschreibst kenne ich gar nicht, Fischen bedeutet für mich Ruhe und Geduld.
Deiner Beschreibung nach denke ich du wolltest hier nur deinen Frust über die Vorschriften für Boote und Zubehör loswerden.
PS: Wenn man sich im Voraus orientiert hat man sicher nie Probleme mit Vorschriften und Behörden !
Gruss marino

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til
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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von til » Do 12. Jul 2018, 08:11

Ja, meinen Frust loswerden (steht ja so im Titel) und andere warnen, falls sie in einer ähnlichen Situation sind: US-Coastguard Angaben sind nichts Wert in der Schweiz. Hingegen eine CE Plakatte/Zertifikat (EU Sportboot) schon, die hebelt nämlich die schweizerischen Bauvorschriften für Vergnügungsboote weitgehend aus.

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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von Eglizwicker » Fr 13. Jul 2018, 13:16

marino hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 01:20
PS: Wenn man sich im Voraus orientiert hat man sicher nie Probleme mit Vorschriften und Behörden !
Gruss marino
Ja, wenn es denn so einfach wäre!
Nur grad ein Beispiel welches mich beschäftigt: Wie sind die genauen Regelungen wenn du mehr als einen Motor am Schiff anbringen willst?
Die Binnenschifffahrtsverordnung ist leider alles andere als schlüssig(da steht einfach nichts dazu drin) und von den ganzen konstruktiven CE Richtlinien wollen wir gar nicht anfangen (welche gelten? Wie kommt man an die ran?). Oft kennen sich nicht mal die Mitarbeiter der Zulassung genau bei den Details aus.
Kommen dann noch die verschiedenen Praxen in den verschiedenen Kantonen zum zug, dann wird es wirklich schwierig.

Deswegen klar - ein Boot welches laut Hersteller nur bis X KW ausgelegt ist mit X+N KW zu betreiben klingt erstmal dumm, doch manchmal geht es dann trotzdem relativ problemlos und manchmal eben nicht.

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til
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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von til » Fr 13. Jul 2018, 14:00

Eglizwicker hat geschrieben:
Fr 13. Jul 2018, 13:16
Deswegen klar - ein Boot welches laut Hersteller nur bis X KW ausgelegt ist mit X+N KW zu betreiben klingt erstmal dumm, doch manchmal geht es dann trotzdem relativ problemlos und manchmal eben nicht.
Oder eben auch umgekehrt: der Hersteller sagt es geht bis X KW, aber das Schiffahrtsamt sagt dann trotzdem njet.

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marino
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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von marino » Mi 18. Jul 2018, 11:27

Der Hersteller kann ja viel erzählen und kann sich auch irren aber was zählt ist nur das Gesetz und die ordentliche zuständige Abnahmestelle.
Wie schon erwähnt, im Voraus sich an der richtigen Stelle erkundigen erspart viele Probleme.

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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von Freezy » Mi 18. Jul 2018, 13:19

Würde man meinen. Sich vorher zu erkundigen bringt oft aber gar nichts. Das erkennt man vermutlich aber erst wenn man selber schon einmal vor dem Problem stand.
Als wir einen grösseren Motor wollten, sagte das Schifffahrtsamt zuerst wir dürfen einen 50 PS AB montieren, obwohl unser Boot laut Hersteller bis 25 PS zugelassen ist. Als wir darauf aufmerksam machten, um ganz sicher zu gehen (wir hätten nur zu gerne die 50 PS montiert), hiess es dann auf einmal wir dürfen montieren was wir wollen, solange es die Werft macht.
Hat also gar nichts gebracht sich beim Schifffahrtsamt zu informieren...

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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von Dural » Mi 18. Jul 2018, 16:50

Jedes Boot sollte einen Prüfschein haben, da steht genau drin wie viel Leistung man maximal montieren darf.

Sollte, wie so auch immer so ein Dokument nicht auffindbar sein, obwohl man dieses bei der Ersteinlösung haben muss… wird eine Einzelabnahme/Prüfung notwendig mit eventuellen Anpassungen am Boot = zu 99,9% nicht rentabel.

Ich hatte gerade vor kurzem so ein Papier in der Hand, da steht alles drin was man haben muss: Länge und Breite der Schale (Ohne Zubehör), Gewicht, Hersteller, Herstellungsland und eben auch die maximal mögliche Leistung in KW.

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Re: Frust mit Bootsmotor

Beitrag von pebecke » Fr 20. Jul 2018, 07:30

marino hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 01:20
Ja so eine Fischerei wie sie du beschreibst kenne ich gar nicht, Fischen bedeutet für mich Ruhe und Geduld.
Es gibt natürlich viele Arten von Fischerei. Nicht jedem gefällt das Schleppen und stundenlange umherfahren.
Viele Fischen mit Wurfruten auf Egli und Hecht, oder fischen auf Felche, was ja auch viel interessanter ist als Schleppen.
Und dort von einem Platz zum Anderen zu kommen, ist ein grösserer Motor schon von Vorteil.
Grösserer Motor hat nichts damit zu schaffen, das man nicht die Ruhe und Geduld mag. Wenn ich mit einem 8 PS Motor, zum Felchelen oder Eglifischen nach Rappi oder nach Au fahren müsste, so bräuchte ich sicherlich sehr viel mehr Zeit mit dem 8Ps als mit einem 45er oder 50PS und man überlegt, ob sich dies rentiert dorthin zu fahren. Ich kann diese Ansicht verstehen und zum Schleppen gibt es heutzutage ganz Tolle Drosselplatten (Trollingplatten) mit der man sehr gut schleppen kann.
Viele Grüsse vom Zürichsee - Peter

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