Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

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Hechtfan1
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Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Hechtfan1 » Sa 6. Okt 2018, 22:27

Hallo zusammen
Ich bin ein Gummifisch Raubfischangler. Von Löffeln habe ich schon viel gehört, ABER: Ich bin nicht so überzeugt von ihnen weil des Drilling am Ende ist. Wenn der Fisch beisst, dann beisst er ja ins Metall? Und nicht in den Drilling. Und wenn der Hecht/die Forelle auf den Kopf geht, dann ist die Chance ihn zu haken ja relativ gering?

Wie seht ihr das? Ich meine, bei einem Gummifisch kann man den Haken dort aufziehen, wo der Fisch vermutlich reinbeisst. Bei einem Löffel beisst der Fisch ins Metall, und es hat dort keinen Haken, um ihn zu haken? Beim Mozzi von Stucki zum Beispiel. Darum: Ich werde weiterhin Gummifische fischen, aber lohnt es sich mit Löffeln auf Seeforellen zu gehen? Ich will möglichst wenige Fehlbisse und das erscheint mir mit einem Löffel schwierig.

Kann man eine 45 cm + Seefo mit einem Drilling hinten am Löffel haken? :)
Lg Hechtfan

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Beat » Mo 8. Okt 2018, 09:11

Bei Löffel werden dir 100mal mehr Seefos hängen bleiben, gerade weil der Drilling hinten ist. Seefos verfolgen den Köder und beissen dann von hinten drauf im Gegensatz zu Hechten die lauern. Aber auch Hechte lassen sich bestens mit Löffel fangen, sehe überhaupt kein Problem, dass der Haken ganz hinten ist bei Löffel - sehe da nur Vorteile, bei Gummis geht dies einfach leider nicht. Schau dir doch einfach mal ein Waterwolf-Youtube-Video an mit Seeforellen.

Du wirst unendlich viele Fehlbisse bei Gufis haben, ausser er ist wirklich sehr Mini, dann kommst du aber nicht auf Distanz. Mit Gufis auf Forellen macht für mich nur in Fliessgewässer oder am System Sinn. Im See würde ich jeden Löffel und jeden Wobbler dem Gufi vorziehen.

Bad Ass Fisherman
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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Mo 8. Okt 2018, 15:53

Kann mich Beat nur anschliessen...

Ich fange den Grossteil meiner Forellen mit Spinner oder Löffel.
Auf einem Drilling hat ein Fisch auch viel mehr halt und schlitzt dir viel weniger aus als am Einer.
So als Tip.
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Hechtfan1 » Mi 10. Okt 2018, 23:16

Hallo zusammen
Das wusste ich nicht. Aber: Die 62 er Seefo, die ich auf einen 18 cm Gummi gefangen habe, hing am Drilling der fast beim Schwanz war. Und jetzt wird mir klar warum, weil sie scheinbar von hinten den Köder nehmen. Aha.

Bei Hechten habe ich schon viele Erlebnisse gemacht. Z.B. dass wenn der Drilling auf der Seite in der Mitte ist, sie ihn weit hinten in den Kiemen haben, was nicht gut ist wenn man ihn releasen will.

Vielen Dank für die Antworten! :)
Hechtfan

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Beat » Do 11. Okt 2018, 09:24

Fische weder auf Zander noch auf Hechte mit einem zusätzlichen Drilling - Einerhaken reicht völlig aus.

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Hechtfan1 » So 14. Okt 2018, 20:21

Hallo zusammen
Mal schauen, ob ich mir Löffel anschaffen werde. Vielen Dank für die Antworten!
Lg Hechtfan

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von til » Mo 15. Okt 2018, 08:15

Ich würde jetzt sogar behaupten, dass der Löffel der Köder ist, der am sichersten hakt. Wieso auch immer.

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von mikesch » Do 18. Okt 2018, 15:46

til hat geschrieben:
Mo 15. Okt 2018, 08:15
Ich würde jetzt sogar behaupten, dass der Löffel der Köder ist, der am sichersten hakt. Wieso auch immer.
Ist m. M. materialbedingt, Holz/Kunststoff ist weicher als Metall. Die Zähne des Fisches finden auf dem Blech des Blinkers (Löffel) weniger halt.
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Gruß Michael

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Hechtfan1 » Do 18. Okt 2018, 21:53

:up:

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Rolandus » Di 6. Nov 2018, 13:14

Es ist schon ne Weile her, seit ich am Wohlensee einen Hecht fing.....
Letzten Sonntag waren es grad zwei, zwar nur knapp über Mass, aber immerhin gabs einen z'Nacht.

Gefangen mit einem ziemlich alten Hechtspinner, so was in dieser Art:
https://www.angeln-neptunmaster.de/raub ... er/a-7409/.
Meiner, aus einer Kiste alter Löffel und Spinner, die ich jemanden auf tutti.ch für billig abkaufte, ist zwar nicht Mepps, aber hat auch so ein rotes Schwänzchen und dasselbe Blei vorne an der Stange.

Zuerst fischte ich mit Gummifischen, ohne Bisse und dachte dann (ihr kennt sicher den Blick in die Schachtel, wo man sich gerade nach Gefühl leiten lässt, was man noch ausprobieren könnte), weshalb nicht dieses alte Teil benutzen (mit geschärften Spitzen und der Hoffnung, dass das Metall an den Drillingen nicht brüchig ist).

Man könnte viele Theorien anstellen. Beissen tun wohl die Fische dann, wenn sie wirklich auch da sind und grad in Beisslaune sind. Der Köder ist da m.E. eher zweitrangig und wenn man viel fischen gehen würde, dann würde man wohl auf so ziemlich alle Hechtköder Hechte fangen.
ROLANDUS
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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Beat » Di 6. Nov 2018, 14:40

Rolandus hat geschrieben:
Di 6. Nov 2018, 13:14
Man könnte viele Theorien anstellen. Beissen tun wohl die Fische dann, wenn sie wirklich auch da sind und grad in Beisslaune sind. Der Köder ist da m.E. eher zweitrangig und wenn man viel fischen gehen würde, dann würde man wohl auf so ziemlich alle Hechtköder Hechte fangen.
Gerade an deinem Beispiel denke ich, dass der Köder doch sehr relevant sein kann. Der Spinner verursacht Druckwellen wie kein anderer Köder. Hat der Hecht keinen Hunger und hängt passiv herum, so wird er vermutlich Wobbler, Gufi etc ignorieren. Ziehst du dann aber einen Spinner durch, so kann der Hecht durch die Druckwellen aus Aggression zubeissen obwohl er keinen Hunger hat.

Wenn ich auf Hechte gehe habe ich immer einen Agila Killer dabei. Wenn ich Hechte stehen sehe und sie alle Köder ignorieren, dann ziehe ich in einem speziellen Winkel zum Hecht den Agila vor dem Hecht durch, weit über die Hälfte der Hechte schnappt dann danach.

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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Di 6. Nov 2018, 15:08

Ich habe da ein Spot am Greifensee wo die Hechte sich im Frühjahr stapeln...

Da kannst du an gewissen Tagen durchziehen was du willst... Bisse bekommst du nur selten..
Das ist die Zeit wo ich in meinem Arsenal bis zu 200 verschidene Köder beihabe...
In allen Farbe und Formen...

Ein 4er Mepps ist immer dabei, der kommt aber nur zum zug wenn die Wobbler und Gummis links liegen gelassen werden.

Jetzt stellt sich die Frage ob auch das Bissfenster einen Einfluss hat???
Wir hatten Tage da konnte man zuschauen wie die Hechte kein Bock hatten und von einem auf den andern Moment fingt man plötzlich 5Hechte innert 20min, und dan wieder gar nix mehr ob wohl man sie noch immer sah..

Und da bissen sie nicht nur auf Löffel, auch auf Wobbler.

Im Winter glaube ich ganz fest ans Bissfenster, da hatte ich mal ein Tag...
5Stunden am gleichen Spot ohne nur einen Nachläufer..
Und dann, hatte ich und ein Kollege gleich ein Doppeldrill. Danach war wieder Totehose..

Der Spinner oder Löffel ist aber ein absoluter Notnagel, in meinen Augen dürfen die in keiner Kiste fehlen.
Mfg
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Re: Raubfische mit Löffeln, Blinkern fangen

Beitrag von Hechtfan1 » Sa 10. Nov 2018, 16:38

Dann kaufe ich mir einen Spinner. Danke für die Antworten und die spannende Diskussion! :)

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