Wahre Fischerei-Geschichten

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Schneiderlein
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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Schneiderlein » Mo 7. Apr 2014, 20:45

Ein Fischer kauft sich einen neuen "Schlepp-Aussenborder" bei der Werft seines Vertrauens. Mit dem Hinweis die ersten zwei Stunden zwechs Einfahren des 2.5ps Motörli maximal Halbgas zu geben. Was beim Boot dieses Fischers eine sehr langsame Fahrt zur Folge hat. Gelangweilt entschliesst er sich nach halber Strecke, den weiteren Verlauf der Überbringungsfahrt zum Heimplatz mit Schleppen zu verbringen. Schon fast in Trance versunken nimmt der Fischer nach langen Minuten am Horizont einen schnell näherkommenden Umriss wahr. Das tief im Wasser liegende Ungeheuer kommt direkt auf ihn zu. Von purer Angst gepackt wirft er den Hinweis seiner Werft über Bord und ergreift Vollgas die Flucht! Er wagt keinen Blick zurück.....PENG! Das Ungeheuer hat sich doch tatsächlich den Köder geschnappt.....Die Rute biegt sich mit einem Knall um 120 Grad - die Bremste schreit förmlich und der Silch löst sich innert Sekunden in Luft aus.....nach bangen 5 Sekunden - gefühlt 3Minuten - gibt es einen zweiten Knall - die Rute entspannt sich und die Bremse verstummt. Silch ist auch noch ein paar Meter vorhanden. Und zum grossen Erstaunen des Fischers ist sogar der Köder - ein grosser Wobbler - noch
daran befestigt. Man sieht sie auf dem See einfach so schlecht, diese Limmatschiffe.

fishfinder

Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von fishfinder » Mo 26. Mai 2014, 23:08

Hier noch eine weitere unglaubliche, aber dennoch wahre Fischerei-Geschichte:

http://www.fishfinder.ch/phpBB3/viewtop ... f=17&t=398

Grosses PETRI allerseits

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T-Noo
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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von T-Noo » Di 30. Jun 2015, 10:30

Am Wochenende erfreute ich mich bei einem Spaziergang an den grossen Schwärmen stattlicher Brachsen, die sich nach getaner Laicharbeit im schattigen, seichten Wasser unter den Bäumen tummelten.
Noch mehr staunte ich aber über deren nicht minder grosse Begleiteskorte, die plötzlich auftauchte...

Seht selbst: :)
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Gruss Tinu

"Niemand beging einen grösseren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte." (Edmund Burke)

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Basler-Felchen-Pimper » Di 30. Jun 2015, 13:05

Ist das womöglich ein Barsch?? :)
Gruss Marco

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T-Noo
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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von T-Noo » Di 30. Jun 2015, 13:35

Yep! An die fünfzig cm. :)
Und hinter den zweigen lugt noch ein zweiter hervor.

War schön zu sehn.
Gruss Tinu

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von AdrianS » Di 11. Aug 2015, 22:10

Also ich habe da ne Geschichte...

War vor nem Jahr ab und zu mal an nem kleinen Weiher um Karpfen nachzustellen.
War n schöner Tag mit meiner Frau, Picknick und unserem Hund, ca 2 Stunden war nichts los und dann ein feiner Zupfer... Anschlag und ein relativ entspannter Drill ( eher ein schnuraufrollen ) am Ufer dann den Feumer in die Hand und als ich ans Uferbord stand und mich zum Fisch bewegte rutschte ich aus und kopfvoran ins Wasser... Wäre nicht weiter tragisch, wenn da nicht eine riiiesen Sense im Wasser gelegen wäre... naja, war ziemlich :censored: zum anschauen... zwischen Ring- und Mittelfinger 6 cm in die Hand rein und das Gelenk und die Sehne des Ringfingers durchtrennt...
Habe noch Fotos davon, jedoch sind sie nicht für schwache Nerven :lol:

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von habakuk » Do 13. Aug 2015, 09:33

Volltreffer! :mrgreen:
Darf ein Vegetarier Schmetterlinge im Bauch haben?

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Guldifeld
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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Guldifeld » Di 12. Jan 2016, 10:55

Im Juli 2014 gingen mein Cousin, sein Vater und ich angeln in Sugiez. Mein Cousin und ich wollten neue Wobbler testen und sein Vater eine eigene Zupf Grund Montage für grössere Eglis, oder Hechte.

Im Auto kam die Diskussion schnell auf die Welse in Sugiez.
Zitat des Vaters : Hechte, Zander, Karpfen, Lachse usw... war auf seiner Liste schon abgekreuzt,
aber eines Tages wolle er auch einen Wels fangen.

Wir fingen an zu angeln und zogen Egli um Egli heraus mit unseren neuen Wobbler.
Besagter Vater meines Cousin hatte keinen einzigen Biss.
Nach 1h liess er seine Montage im Wasser und schaute uns beim Wobblern zu und gab uns noch wertvolle Tipps.
Da fragte ich Ihn: „Willst Du nicht auch einmal, damit Du auch einen Biss hast heute?“

Er nahm meine Route und genau in diesem Moment als er sie auswirft beginnt bei seiner Route die Rolle an zu drehen.
Mein Cousin sprang zur Route und „hout a“…
10min später war der Wels 83cm an Land…
Und noch heute steht der Wels auf der Liste meines Cousins Vater…. :shock: :cry: :D

Benjamin_B

Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Benjamin_B » Mo 9. Mai 2016, 14:59

Hahahha, Guldifeld, das ist mal ne Geschichte. :D Das hat das berühmte Anfängerglück zugeschlagen. (;

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Allroundangler » Sa 14. Mai 2016, 16:54

Ich habe auch noch 2 Geschichten
Die erste: ich war wieder einmal in Holland (simonshaven)
Ich fischte mit Futterkorb und Made sass neben der Rute und die Bremse war ziemlich fest eingestellt.Es Biss lange Zeit nichts doch dann es schränzte die Rute vom Rutenhalter ins Wasser ich sprang natürlich nach. Ich konnte die Rute retten doch der Fisch (vermutlich ein Karpfen) war weg und ich lag im 50 cm tiefen ca. 15 grad kalten Wasser :lol:

Die 2.: spielte sich ebenfalls in simonshaven ab ich fischte schon 3 Tage immer mit einer Friedfisch und einer Hecht Rute. Am 4. Tag hatte ich eigentlich nicht mer grosse Hoffnung einen Hecht zu fangen.Ich warf also meinen 15 cm 3D Bait (glaub von saveg Gear ) aus ,dann knallte ein 71 cm Hecht auf den Köder und sprang etwa 3-4 mal fast ganz aus dem Wasser als er entlich auf der abhakmatte lag wollte ich in noch schnell fotographieren doch er sprang mir aus der Hand direkt ins wasser.Ist natürlich schade aber er wäre eh wieder in sein Element zurückgekommen

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Ardranos
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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Ardranos » Di 27. Jun 2017, 20:52

Eine 100% wahre und leider traurige Geschichte vom Zürichsee.

Letzten Mittwoch war ich am Zürichsee , extra den Polizisten auf dem Boot der gerade ablegen wollte gefragt wo ich fischen darf , nach Badi Utoquai, Chinawiese bis zum Casino sei erlaubt ausser Nachts (Nachfischverbot kannte ich natürlich schon), es war Morgen um 6 Uhr , also lief ich mal los , fand ein schönes Plätzchen im Schatten etwas Abseits und mit vielen groben Steinen direkt im Wasser (Chinawiese), also nicht der Hotspot für Badegäste.
Ich fing nicht schlecht, ich war sowieso auf neue Köderfische aus da meine im Gefrierschrank alle waren... lief ganz gut. tagsüber kamen viele Badegäste, nur noch vor den Füssen und auch nur noch mit einer Rute gefischt , eben wegen Badegästen, gab keine Probleme mit niemandem..
15:20 kam ein junger Kerl mit seiner Freundin an , als erstes die Musikbox ausgepackt und bis zum Anschlag aufgedreht , als der meine Rute sah ist der volkommen ausgerastet , ich hätte dort nichts verloren und solle mich "verpissen" oder er würde mir die Ausrüstung zerstören, den Herrn in gewohnter Ruhe und Höflichkeit informiert dass ich dort fischen darf und er sich im Bezug auf Haken im Wasser keine Sorgen machen müsse da ich aufpasse.... Hat den kaum interessiert und ich wurde als Arschloch , dummer Wixxer ect. betitelt.

Ich denke mach anderer wäre da langsam sauer geworden, aber ich behielt die Ruhe , der junge Mann hat dann die Polizei vom Handy aus angerufen und die informiert was ich für ein "dummes Arschloch" sei , diese haben ihn wohl informiert dass er im Unrecht ist und ich dort fischen darf.... dies machte den Mann nur noch wütender und der begann immer heftiger mich zu beschimpfen, so langsam kochte mein Blut aber ich hielt mich zurück und ignorierte den dann einfach und fischte weiter , dann fing er an mich anzupöbeln , sprich mich anzufassen, da wurde ich dann kurz laut aber höflich und habe ihn in Alpha-Dominater Art dazu bewogen sich zurückzuziehen , sprich der hatte dann den Stink in der Hose , zog sich zur Freundin zurück wo immer noch in voller Lautstärke die Musik dröhnte. Musste aber gleich wieder beginnen mich verbal zu beleidigen. Einfach weiter ignoriert, am fischen hatte ich schon vor einiger Zeit die Freude verloren , blieb aber weiterhin weil ich dem Vollpfosten keinen Sieg gönnte..... Ne halbe Stunde später musste ich aber gehen weil ich kurz davor war rot zu sehen und das braucht bei mir unendlich viel..... Solche Geschichten erlebe ich jedes Jahr so 1-2 mal ..... IHR AUCH ?

Ich gehe an den See um den Frieden und die Natur zu geniessen und lerne zu 99.9% total tolle Leute kennen (Nicht nur Fischer) , klar kann man in einem solchen Fall die Polizei rufen aber sowas ist mir zu blöde und würde alles zerstören weswegen ich überhaupt an den See geht.....

Traurig was man sich zwischenzeitlich als Fischer alles gefallen lassen muss!
Steht nicht auf Seemannsgarn , benutzt statt Garn lieber ne gute Geflochtene.... pfeffert schon mal den Köfi samt Montage an den Laternenschirm am Steg (hehe nur 1 mal passiert)

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Flümi » Do 20. Jul 2017, 12:10

Ardranos, traurige Geschichte. Vielleicht hilft es bei solchen Möchtegern-Alphaburschen, wenn man sie ignoriert und der Freundin sagt, sie solle ihren Freund zur Vernunft bringen?


Hier noch eine Geschichte vom Montag. Ging nach der Arbeit bissl Egli suchen. Gejagt haben sie kaum und auf Kunstköder bissen sie nur zögerlich und selten. Hatte am Sonntag 8stk fangen können. Am Montag hatte ich erst 2 gehabt (ca. 19er und 22er), als der Bruder eines Vereinskollegen vorbeischaute und mit einem Fischerkollegen anfing zu plaudern. Da nicht viel lief, gesellte ich mich dazu. Als vereinzelt Egli gejagt haben, ging ich wieder nach vorne, machte einen Wurf mit dem kleinen Gummi und fing ein schönes Egli von 25cm. Als ich es in den Stoffsack zu den anderen Egli tun wollte, war der Sack unauffindbar bei meinem Tacklehaufen. Ich dachte mir so: welches armselige Arschloch klaut mir meine 2 Egli? Ich lief rund um mein Tackle, schaute unter dem PET-Sack, unter dem Rucksack usw und sah dann den Stoffsack. Er war 1m weiter unten gegen das Wasser, zwischen den grossen Steinen und ich hörte sowohl Piepgeräusche, wie ich auch feststellen musste, dass am Sack herumgezupft wurde. Ich hab dann mal ein Foto davon gemacht:

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Der arme Stoffsack hatte paar Löcher und war reif für die Entsorgung :cry:
Vom 22er Egli fehlte jede Spur. Das 19er war schon zur Hälfte weg und ein Fall für die Kadaververwertung :x

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So eine Scheisse ist mir noch nie passiert. Hab in der Statistik 3 Striche gemacht, aber nur 1 Egli nachhause nehmen können :roll:
Tja, die Viecher finden mich halt überall und wissen, wo es Fische zu holen gibt. :P


Hier die Krähe vom Mai: viewtopic.php?p=236667#p236667




Und hier noch was vom Öschinensee:

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Und Lungerersee:

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:P
Gruss, Stefan
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Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren

Bad Ass Fisherman
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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Fr 21. Jul 2017, 12:31

Haha!!

Sau gut erzählt!!

Hatte auch schon Ratten und Katzen die mir die gefangenen Fische streitig machen wollte...

Wenn man da nur eine sekunde nicht hinschaut..

Hatte auch mal eine Ratte auf einen Wobbler mit 3cm denn ich am Ufer nachführte, und so in 20cm Tiefe plötzlich ein ruck...

Da war die Ratte schon am köder dran...

Oder letzte Woche war ich an der Glatt etwas am Wobblern mit meinen mini ausgaben 2-3cm alle aus Schaumstopf und Plastifiziert,schwimmend.
Ich hatte einen biss, ich dachte an einen Stein den sich auf mein Köder gelegt hatte mit viel Wucht.
Aber ich sah es nicht, auf jedefall war mein Wobbler total zerlegt, die hälfte des Kopfes war weg und der Körper bis zum Drilling aufgerissen...
Kein Plan was mir da drauf geknallt ist..

Denke so an eine grösseren Hecht oder Zander..
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener..

Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!!

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Rainbowwarrier » Fr 21. Jul 2017, 14:25

Ratten und Krähen hatte ich auch schon, die mir nicht nur meine Fische sondern auch meinen Proviant klauen wollten, da könnte ich etliche Geschichten erzählen...aber vor kurzem hatte ich folgendes erlebt:

Hallo Leute.

Heute Morgen 4 Uhr der Wecker geht ab, ich schau aus dem Fenster und leg mich wieder hin...es regnet.
Aber nach 30 Min. halt ich es nicht mehr aus, anziehen, 1 Glas Orangensaft und los geht´s.
Um 6 sind die Ruten im Wasser, heute ist Strecke machen angesagt.
Hier eine viertel Stunde, wenn nichts beisst ein Stück weiter gehen. Auf die Art möchte ich die Fische (Barsche) suchen....
Aber die ersten 3 Stunden ist nichts los deshalb rufe ich Zuhause an, meine Frau soll schon mal eine Lünersee-Forelle auftauen :mrgreen:
Und ich steh da, der monotone Nieselregen von oben, alles war nass, die Schwimmer dümpeln sinnlos im Wasser das genauso Grau war, wie die feuchte Luft oben drüber.
Mir gingen viele Dinge im Kopf herum...auf einmal werde ich aus meinen Gedanken gerissen, der rechte Schwimmer ist soeben voll abgetaucht und zieht unter Wasser an mir vorbei, bevor ich zum anschlagen komme wird auch schon die Rute herumgerißen, ich kann sie gerade noch festhalten.
Die Bremse ist auf die Tragkraft von meinem 0,18er Fluoro-Vorfach eingestellt, 2,9 Kilo.
Beim Barschfischen ist die Bremse noch nie gelaufen, zumal ich ja auch eine 3.90-Matchrute benutze, deren weiche Spitze sehr viel absorbiert...nun, jetzt läuft die Bremse volles Rohr...auf einmal schnalle ich es, der Fisch wird nicht langsamer und ich weiß, daß ich ihm nachlaufen muss.
Gott sei Dank kein Wickel mit der linken Rute...stürme ich während ich die Schnur aufspule dem vermeintlichen Fisch hinterher.
Auf einmal hängt die Schnur an einem Stein fest...aber da der Fisch immer noch Druck macht zieht er die Schnur wieder unter dem Stein vor...hoffentlich hält das ganze meine 0.25er-Hauptschnur(Mono) aus...
Jetzt bin ich dem Fisch schon 100 Meter hinterher und auf einmal ist weniger Zug drauf, jetzt kann ich den Fisch etwas in meine Richtung pumpen, die Rute ist immer zum Halbkreis gebogen...dann sehe ich eine große braune Flosse an der Oberfläche winken. Ist das ein Wels?
Dann sehe ich, daß es ein großer Schuppi ist!
Etwa 10 mal kann ich ihn 2 Meter vor meine Füsse ziehen, dann legt er wieder los und nimmt mir 10 Meter Schnur ab...und ich bin über 100 Meter von meinen Sachen entfernt...und alleine :b:
Irgendwann habe ich dann die Nase voll und da ich weiß, daß es schwer werden wird diesen Brummer ohne Kescher zu landen, fummle ich mit der linken Hand das Handy raus und mache schnell noch 2 Fotos.
Dann versuche ich ihn ein wiederholtes male mit der Hauptschnur zu mir zu ziehen.
Dann gibt er wieder gas und auf einmal ist er weg...mit einem kleinen Lippen-Piercing und ich mit jeder Menge Adrenalin im Blut! :-D
Ich hätte ihn ja sowieso wieder frei gelassen, da ich nicht einen großen Karpfen 2 Kilometer bis zum Auto tragen wollte.
Hier noch die Erinnerungsfotos:
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"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann

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Re: Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Julian77 » Sa 26. Aug 2017, 11:27

Es ist nicht meine Geschichte. Hab die per Zufall entdeckt. Der verstorbene Kollege Auwa Thiemann erzählt bei Markus Lanz was alles beim Fischen passieren kann. Absolut Sehens und hörenswert! :-)

https://www.youtube.com/watch?v=pxUr108MN04

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