Wahre Fischerei-Geschichten

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Esox
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Wahre Fischerei-Geschichten

Beitrag von Esox » Fr 27. Mai 2011, 19:52

Wahre Fischerei-Geschichten


Ich Starte hier mal eine wahre Geschichte von und rund um die Fischerei.

Es liegt schon ein par Jahre zurück als wir unser jährliches Vereinsfischen veranstalteten. Um punkt 11:00 Uhr war Ende Fischen und Abgabe der gefangenen Fische im Clubhaus des Fischervereins Sempachersee.
Alle Fische wurden gewogen und das Gewicht mit Namen notiert.
Die gefangenen Fische wurden danach alle in einen Eimer zum Putzen und Filetieren an die bereitstehenden Kolegen weitergegeben.
Etwas später wurde von den Filetierenden Kolegen gemeldet dass einige Fische mit Bleischrot im Bauch gefüllt waren. :shock: :shock: :shock:
Der Übeltäter konnte nicht mehr ausfindig gemacht werden.
Wie Krank muss ein Mensch sein um auf solche Art und weise sich zu pushen.

Ich werde bei Gelegenheit noch weitere wahre-Geschichten posten. Ich würde mich aber auch über eure Erlebnisse freuen hauptsache Wahr.
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Arts

Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Arts » Fr 27. Mai 2011, 21:22

Hallo,

Aufgrund deiner Erläuterung geht ihr davon aus das ein Vereinsmitglied dem Fisch nach dem Fang Bleischrot in den Rachen geleert hat um das Gewicht zu faken?

Da der Fisch tot war, hat es ihm ja nicht mehr geschadet, die Motivation dahinter war anderer Natur.... unsportlich aber sicher nicht Tierqüälerischer Art.

Eines der Übel wenn man aus Fischen einen "Wettkämpfe" macht...

So als Tipp, wenn schon Wettkampf, regelt doch das so, die Total Länge in cm aller gefangenen Fische gewinnt, nicht das Gewicht ;)
So kommt auch niemand auf diese Schnappsidee

Gruss
Tom

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Esox
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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Esox » Fr 27. Mai 2011, 22:04

Da diese Geschichte ja schon Jahre zurückliegt ist heute alles anders geregelt.
Ich wollte eigentlich keine Tipps oder Vorschläge wie man es besser macht, sondern einfach mal eure Fischerei erlebnisse/berichte lesen.
Aber Danke
Fishing Is Life. The rest just Details !

Arts

Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Arts » Fr 27. Mai 2011, 22:11

Jo,

Werde sicher auch mal mein Teil posten... im Moment kommt mir kein spezielles Erlebnis in den Sinn...

Ja aber schon krass auf welche ideen gwisse Kollegen kommen :lol:

EDIT: Ja da kommt mir eine in den Sinn,

Ich war mit meinem Bruder am Barbenfischen, er hakte eine schöne 56er Barbe und drillte sie ans Ufer.... Ich eilte hinunter um sie zu keschern. Er hatte nicht viel Erfahrung und Zog stark an der Rute die Barbe an die Oberfläche, die Barbe Sprang, schüttelte den haken ab... und landete mir direkt in dem Feumer ;)

Gruss
Tom

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cuckoo
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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von cuckoo » Fr 27. Mai 2011, 22:41

Mir wurde vor ca 4 Jahren an der Birs eine Bachforelle gestohlen.

Gefangen habe ich sie unterhalb des Wasserfalls bei Laufen, ich habe sie direkt abgeschlagen und den Haken gelöst. Dann habe ich mich kurz abgewendet zum Wasser um die Hände zu waschen, das muss wohl ca. 30 Sekunden gedauert haben.

Als ich mich umdrehte war die Forelle, die zuvor auf einem flachen Stein (>3m vom Wasser entfernt) gelegen hatte, verschwunden.
Die Wasser/Schleimspuren führten vom Stein runter auf den Kieselsteinboden, da konnte ich die Spur aber nicht weiter verfolgen.

Ziemlich perplex hab ich weitergefischt und wenige Minuten später den vermutlichen Übeltäter gefunden: eine überaus fette Ratte ist zweimel hinter mir durch gehuscht...

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Mäsi » Sa 28. Mai 2011, 08:58

Salü zusammen

Vor 3 Jahren ging ich auf einen umgeknickten Baum, der als Steg umfunktioniert wurde auf Egli fischen. Da ich den Platz sehr gut kannte wusste ich wo die äste im Wasser waren. Mit der Felchenhegene an der Eglirute ging es los. Das erste Egli war gelandet und weiter gings. Der nächste Biss. Ein wenig hochziehen und... Hänger. Hänger? Nee, da unten ist kein Ast. Also vorsichtig Drillen. Da kam auch schon ein Schöner Hecht an die Oberfläche. Er hatte so um die 70. Den Kescher schon in der Hand, sah ich von der Seite ein anderer Hecht der in einem Affenzahn auf meinen Hecht zuschiesst. Kurz vorher Stoppte er und dann packt er doch mein Hecht Quer und zog ab. Meine Rolle Quitschte und dann Peng. War wohl ein bisschen zuviel 3 Fische an einem 14er Hacken. Der Räuber hatte so ca 110-115cm. Es war total faszinierend sowas mal zu erleben. Habe dann eine Neue Hegene montiert und doch noch ein par schöne Eglis gefangen.

Grüessli Mäsi

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Marmei » Sa 28. Mai 2011, 12:11

Döbel mit zwei Ruten:
Als Jungfischer hatte ich es auf Döbel abgesehen, ein bisschen Käse an der Grundangel und vom Steg ausgeworfen. Lange tat sich überhaupt nichts, aus langeweile legte ich meine Rute auf den Steg und beobachtete die Enten. Mein Fischerfreund fischte daneben etwas konzentrierter als ich mit der Spinnrute. Ich träumte vor mich hin und entfernte mich auf ca.20m von der Rute, als ich plötzlich ein Schrammen und Holpern vernahm und mit einem :"Plopp!" verabschiedete sich meine Rute ins tiefere Wasser unter dem Steg! Mein Fischerfreund hatte gut aufgepasst und sofort seinen Löffel in Richtung versunkene Rute ausgeworfen und prompt gehakt. Er drillte meine Rute sauber ans Ufer, wo ich übernehmen und einen 43cm Döbel landen konnte. Glücklich die Rute nicht verloren und ein riesen Glück den schönen Döbel gefangen zu haben!
Fish on!

Lukio

Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Lukio » Sa 28. Mai 2011, 22:43

Eine frische wahre Story:

Heute war ich wie vermehrt die letzten Tage am Lauerzersee um endlich ein paar Egli zu befischen, das Wetter macht es im moment an diesem See extrem schwierig und nur abends und frühmorgens hatte ich überhaupt Bisse, allerdings waren diese übermütigen Kerlchen selten länger wie 6-8cm und sehr schnell befanden diese sich wieder in ihrem Element.

Nun also heute mal Taktikänderung - Mittags ab an den See nach den Regenschauern, das Wasser etwas klarer wie sonst (immernoch trübe, aber am Uferbereich etwas mehr sicht). Mit Spinner, Blinker, Twister, Mini-Wobbler und kleinst Gummi-Tierchen durchpflüge ich das Wasser - hoch, tief, schnell, langsam, ruckartig, zuckend, wild, faul, verführerisch, aggressiv. Wieder nur einige sehr kleine Nachläufer die dann auch immer abrupt stoppten sobald sie die Deckung aus dem Algenteppich verloren haben. Ich war verzweifelt. Positionswechsel - gleiches Spiel. Ab zur nächsten Stelle, Seerosen und überhängende Bäume sind mein neues Ziel.

Mepps montiert und erstmal abgesucht - hoch, tief, mittig. Da! Ein dunkler, grosser Schatten hinter dem Spinnerchen! Ein Nachläufer 3-4 Meter vom Ufer entfernt!

Kurze Pause, seitlich versetzt weit dahinter hingeworfen ... langsam eingezogen ... und BISS! Ganz leichter Anschlag damit nichts ausschlitzt und dann war auch sofort Zug auf der Schnur ... für ca. 5 Sekunden, danach dachte ich der Fisch ist ohnmächtig geworden oder so. Also kurble ich langsam ein, etwas grösseres ist dran, vom Gewicht her und ein dunkler Rücken zeigt sich im Wasser.

Es ist ein sehr hoher, dunkler Rücken ... und dann kurz vor dem Keschern liegt er da auf der Seite ... der Brassen (!!!) Den Drilling ordentlich gehakt im Maul. Beim betrachten des tellergroßen Fisches (nach dem vorgegebenen Prozedere) sehe ich dass seine Rückenflosse einen Riss hat und an der Flanke in einem länglichen Bogen einige Schuppen fehlen. Morgen wird wieder das Hechtzeugs mitgenommen.

Selbstredend hat sich in den 2 Stunden danach rein gar nichts getan und ich fuhr mit einem großen Köderfisch nach Hause. Für Welse gehen die ja ganz gut. :lol:

PS: Ach ja, lieber Petrus.. wenn du mich vera***hen wolltest, dann kannst du jetzt einen grossen Haken auf deiner Liste machen. Du hast mich heute gut "erwischt" :-D

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von T-Noo » So 29. Mai 2011, 09:37

Hab auch ‚ne Lagerfeuer-Geschichte:

Es war im Juni 2008 auf dem Murtensee. Nach erfolgloser Zandersuche verging sich in ca. 6 m Tiefe ein kleiner Hecht am Fischchen am Tirolersystem.
Ich kurbelte den Fisch zum Boot, in der Hoffnung, dass er sich denn wenigstens gut wieder vom Haken lösen liesse.

Dann plötzlich, 10 m vom Boot entfernt - das Hechtchen schüttelte sich wacker an der Oberfläche – eine Szene wie aus dem schlechtesten Monster-Kroko-Horrorfilm: Das Wasser brodelte, spritzte und ein unglaublicher Schlag ging durch meine Rute, und dann…nichts mehr…
Ein Hecht, das war mir klar, aber was für einer? Leider habe ich den Angreifer nicht zu sehn gekriegt.
Als ich das Hechtchen mit zitternden Beinen im Boot hatte, wollte ich die Bissspuren untersuchen, um wenigstens so eine Vorstellung von der Grösse des Räubers zu erhalten: Das Hechtchen war bis auf die Mittelgräte zerschnitten, zu sehen war nur eine einzige Bisspur. Die Spuren der zweiten Zahnreihe suchte ich vergeblich.

Wie gross mag dieser Hecht gewesen sein..?

Bild

Seither überkommt mich stets ein angenehm schauriges Gefühl, wenn ich über die besagte Stelle fahre…und leise in mir höre ich die berühmte Melodie vom weissen Hai: tamm-tamm-tamm-tamm-tamm-tamm……
Gruss Tinu

"Niemand beging einen grösseren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte." (Edmund Burke)

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Hügu » Mi 1. Jun 2011, 18:10

als Kind am Stockensee (seither nicht mehr...):
5 "Rägäpüntlä" rausgeholt (3x Standartmass ca.30cm, 1x 38cm und 1x 40cm)

-älterer Mann angelte neben mir, ohne Erfolg.
-kurz bevor die letzte Gondel ins Tal hinunter fährt kommt er zu mir rüber.
-leider habe er noch nichts gefangen und seine Frau habe sooooooooooo gerne Fisch
-daraufhin habe ich Ihm meine 2 grössten "Rägäpüntlä" verkauft

später in der letzten Gondel, ich ganz hinten in der Ecke der "Fischkäufer" ganz vorne:
er zu einem anderen Fischer: heute war ganz schlecht, nur 2 Stück, dafür gaaaaanz schöne mit 38 und 40cm!!!!!!!!!

hätte Ihn am liebsten ans Messer geliefert, das alte "Männdi" tat mir aber schon fast ein bisschen leid............. :D :D :D
cheers Hügu



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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von JJwizard » Mi 1. Jun 2011, 22:17

Die Eglis haben gerade bei Sonnenaugang gebissen und ich habe die gefangen Fische einfach neben mich auf so ein Betonkasten der mit Rasen bepflanzt ist gelegt. Auf einmal höre ich wie vis-a-vis auf einem anderen Steg ein Fisch von einigen Metern Höhe auf den Steg aufschlägt. Klar dieser Sound kennt man ja eigentlich gar nicht, doch kennt man Ihn trotzdem. Ich brauche keine Sekunde um mich umzudrehen und meine Egli durchzuzählen und tatsächlich fehlen bereits zwei. Der Dieb waren Krähen, diese lauten Vögel haben sich lautlos in meinem toten Winkel angeschlichen und habe zielsicher die grössten Eglis geschnappt .... und konnte Sie kaum wegschaffen, deshalb bin ich ja auch erst auf den Diebstahl aufmerksam geworden! :D

Mich hat die Story sehr amüsiert, ich lege die Eglis rein ......... und die Raben mich! :lol: :lol:

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JJ
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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Pikehunter » Fr 3. Jun 2011, 21:52

Hey Folks

Der Thread ist wie dafür gemacht:

Hatte vor ca. 20 Minuten am Zihlkanal den grössten Fisch meines Lebens an der Angel , einen sog. Taucherus Zihlkanalis. Ich sass gemütlich da und dachte mir nichts Böses als mein elektronischer Bissanzeiger zu piepen begann. Anhieb! Der Dill war
hart, die Bremse quitschte, die Luftblasen die er ausstiess liessen das Wasser förmlich kochen - und dennoch konnte er den Haken in letzter Sekunde abschütteln.

Nächstes Mal gehört er mir!

Cheers

ph

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von habakuk » Fr 3. Jun 2011, 22:34

und die luftblasen waren alle prall gefüllt mit flüchen! :mrgreen:
Darf ein Vegetarier Schmetterlinge im Bauch haben?

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von Würmlibader » Sa 4. Jun 2011, 00:18

haha
auf was hat er gebissen?
habs am freitag abend auch am zihlkanal versucht, mit allem möglichen... leider ohne einen einzigen biss :mrgreen: :mrgreen:
Regel 1: nicht fischen zu gehen, ist immer die FALSCHE Entscheidung...!

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Re: Wahre Fischerrei-Geschichten

Beitrag von genoni33 » Sa 4. Jun 2011, 16:07

Hab auch noch eine :D

Ich stand bei unserem Grundstück am Bodensee bei einem sehr hohem Wasserspiegel mit einem kleinem Twister knietief im Wasser:

Ich praktizierte den Überkopfwurf und plötzlich zappelte etwas während des Auswerfens am Twister.

Und siehe da; ein kleiner Egli war hinter mir herumgeschwommen und ich hatte ihn während des Auswerfens an der Schwanzflosse gehakt!!!!!!

Der kleine Kerl durfte nachher wieder schwimmen.
...Flyfishing...

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