Stockensee

Beschreibungen von Seen und Teichen.
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inflames
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Stockensee

Beitrag von inflames » Mo 15. Jun 2009, 10:59

Hallo zusammen

Hier wurde ja schon des öfteren diskutiert ob die Stockenseen Forellenpuffs sind oder nicht...
Gester waren wir auf dem Stockhorn und JA es ist ein Puff... Fischer an Fischer und alle fangen Refos zwischen 27-32cm. :(
Es hat extrem viele Wanderer und sehr viele "noobs" im Umgang mit Fischen, unzählige auch "erfahrene" Angler im fortgeschrittenen Alter behandelten die Fische wie den letzten Dreck, direkt Kiemenschnitt ohne Betäubung, über den Kies ziehen, bei Untermassigen (was ich 1x gesehen habe) den Haken rausoperieren... :evil:
Sorry aber jeder der dort hingeht um zu fischen...erwartet nicht zu viel, die Landschaft ist super aber total überlaufen mit Tagesausflügler... :?
Wollte eigentlich noch ein paar abschreckende Bilder einstellen, leider hat mein Natel den Geist aufgegeben...

so, das musste ich jezt loswerden.

Schweizer Angler

Re: Stockensee

Beitrag von Schweizer Angler » Mo 15. Jun 2009, 11:12

ich kenne den stockensee und die unschönen erlebnisse. alle jahre, auch dieses jahr wenn die fischer auf die pflicht der korrekten tötung etc. hingewiesen werden, keine spur von besserung. und die stockenbahn ag als betreiber des sees interessiert dies vermutllilch nicht im geringsten. zwar haben sie nach auskunft fischereiaufseher, die kontrollieren aber vielleicht im monat einmal, und gerade jetzt in der sommerzeit wird an den stockenseen von vielen (unerfahrenen-)fischern und täglich gefischt.
auch nach dem 1. september 08 als das neue tierschutzgesetz in kraft war, wurde nach meiner ansicht rein nichts davon an den seen umgesetzt, und man konnte ja bis ca. ende oktober noch am stockhorn fischen.

ich würde mal in der bz eine leserbrief dazu schreiben, das dürfte mehr bewirken, insbesondere da der kanton verplichtet wäre das stockhorn zu kontrollieren dass dort die fischereiregeln inkl. tierschutz eingehalten wird. vermutlich wird dies aber vom kanton auch nicht gemacht (äs git halt aarbet und das hä mär nöd so gärn).

was mich selber einfach ankotzt, ist dass für alle kantonalen fischer ein tam tam gemacht wird und zu sanas aufgerufen wird und zu korrektem verhalten angehalten, während andere weiter machen können was sie wollen....$

tourismus - geld verdienen um jeden preis, egal wie?

gruss

sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Mo 15. Jun 2009, 11:24, insgesamt 2-mal geändert.

Mac

Re: Stockensee

Beitrag von Mac » Mo 15. Jun 2009, 11:17

ich würde mal in der bz eine leserbrief dazu schreiben
Grundsätzlich sicher eine gute Idee. Aber der moderate Tierschützer denk dabei gleich an alle Fischer.
Das würde uns mehr Schaden als nützen.

Mac

Schweizer Angler

Re: Stockensee

Beitrag von Schweizer Angler » Mo 15. Jun 2009, 11:21

kommt darauf an wie man es formuliert;

dass man als patenfischer-fischer im kanton bern den sana und die korrekte tötung und behandlung von fischen begrüsst und selber auch anwendet, sich aber schon sehr befremdet zeigt, dass an privaten gewässern andere regeln gelten.

der moderate (moderat gleich gemässigt) tierschützer wirft eben nicht alle in einen topf, nur der extreme.

da kommt eben nur der "otto-sonntagsfischer" in schlechte bild und nicht der patenfischer, der ja was für seine ausbildung investiert.

persönlich werde ich an meinem nächsten stockhorn ausflug jedenfalls die kamera (foto und film) mitnehmen und mal versuche am richtigen ort einzuschleusen.

es gibt schon ein film auf youtube vom stockhorn (nicht von mir) wo man so unschöne fischerdinge sieht;



gruss

sa

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inflames
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Re: Stockensee

Beitrag von inflames » Mo 15. Jun 2009, 11:46

@sa: dann musst du nur die ersten 100m des seeufers direkt unter der Seilbahn anschauen...vermutlich werden dort die fische besetzt, war gestern auf jeden fall dort ein riesen run, fisch um fisch... und eben, wenn du dort mit der kamera vorbeigehst findest du sicher gute beispiele wie man es nicht machen sollte... :(

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Re: Stockensee

Beitrag von GsusFreaK » Mo 15. Jun 2009, 12:20

Schweizer Angler hat geschrieben: zwar haben sie nach auskunft fischereiaufseher, die kontrollieren aber vielleicht im monat einmal

Ich war vorallem vorletzt Jahr mehrmals dort oben. und bin fast jedesmal kontrolliert worden. Waren meist aber auch Samstage. Und muss sagen der Aufseher war alles andere als nett...
Gruss Flo

Ricci

Re: Stockensee

Beitrag von Ricci » Do 18. Jun 2009, 14:58

Habe zu diesem Threat, und zum dem von Schweizer Angler geposteten Viedeo auch noch was zu sagen/fragen......

1. Die Jungs auf dem Viedo sind nicht wie sie sich selber bezeichnen Instructors und Semi Profis. Sie sind pure Dilettanten!
Ihre Jugend und Unwissenheit, schliesst zum Glück Progresse nicht aus. Sa Na - Kurs lädt ein.

2.Mich würde interessieren, ob und wie die "Kunden" eines solchen Forellensees sensibilisiert werden?

3.Mich interessiert noch mehr,ob die Kantonalen Behörden, die Betreiber solcher Forellenseen kontrollieren und sensibilisieren?
Oft leigt der Hund nämlich bei den Betreibern begraben. Profitgier, lässt oft den Respekt an Tier und Ambiente vergessen.

4. Das ein Betreiber, Sömmerlinge oder 1+ in einen solchen See besetzen lässt, kann ich auch nicht ganz verstehen.
Warum aus welchem Grund? (Futterfische für die Grossen oder aus subventionellen Gründen)

Zum Schluss noch ein Foto von der Bergsee Eröffnung 08 am Ritom. Eine von vielen ein bisschen zu kurzen toten ReFos.......
Viele Patentfischer, sind leider noch schlimmer als die Jungs oben im Video :(

Bild

Schweizer Angler

Re: Stockensee

Beitrag von Schweizer Angler » Fr 19. Jun 2009, 05:58

am schalter der stockhorn-bahn wird mit dem patentbezug ein fyler vom bafu&bvet betreffend wie man mit einem fisch umgehen soll abgegeben (http://www.bafu.admin.ch/publikationen/ ... CVZ,s-.pdf). der informationspflicht kommt die betreiberin der seen also soweit nach, ob dies für die praxis aber reicht ist gemessen an den beispielen ja fragwürdig, siehe auch http://www.fair-fish.ch/files/pdf/wisse ... 070212.pdf

eigentlich müsste die betreiberin aber nicht nur informieren, sondern auch kontrollieren, denn als private betreiberin eines kommerziellen angelbetriebs (so werden technisch auch fischzuchten die die fischerei an ihren teichen erlauben bezeichnet), obliegt die fischereiaufsicht in erster linie ihr selbst. selbst kontrollieren heisst aber auch am see instruktoren anwesend sein lassen, die die angler aufklären/und zeigen wie man einen fisch richtig tötet etc.
anders wäre es ,wenn die betreiber den fischern den besitz einen sana vorschreiben würde um an ihrem see angeln zu lassen, aber es kann dort derzeit jeder (und legal)eine angelkarte lösen, spielt keine rolle ob er zuvor jemals geangelt hat oder nicht.
die pflicht zur instuktion der angler obliegt auch obgenannte fischzuchten. es hat schon einige solcher zuchten mit angelbetrieb gegeben, die wegen vernachlässigung ihrer pflichten angezeigt oder von den behörden ermahnt wurden und den angelbetrieb zeitweise einstellen mussten. bei einigen hats genutzt, bei anderen nicht.
eine instruktion an solchen seen kann man durchaus sicherstellen, indem man z.b. erfahrenen jungfischer mit sana engagiert. die kommen für ein gratis-jahrespatent gerne auch an einem schulfreien nami um zu helfen. so ein gratis patent kostet den betreiber nichts, eine schliessung durch behörden aber ne ganze menge ausfall an einahmen.

die kontrolle betreffend ob auch private betreiber von angelseen regelungen zur fischerei im kanton be einhalten(stockenseen sind ja in be) obliegt eigentlich dem berner fischereiinspektorat. tierschutzvergehen aber auch dem kantonalen veterinärdienst als führende stelle. da kann/könnte es aber durchaus auch sein, dass zuständigkeiten zuerst hin und her geschoben werden bevor etwas getan wird. zudem kontrolliert der kanton private fischerreirecht/betriebe meist nur gegen mandat, heisst private müssen beim kanton die fischereiaufsicht bestellen, von selber kommt da niemand, ausser es beklagen sich eben bürger in der tagespresse etc.

wir angler regen uns ab solchen seen und den dortigen fischern die unkorrekt angeln oft auch, und nicht zuletzt wurde der sana in der schweiz gerade wegen solcher unkorrekter fischer eingeführt.
sich öffentlich über solche fischer beklagen tun aber die wenigsten fischer. wie in ein posting zu diesem thread schon erwähnt hat man angst, es würden dann alle angler in denselben topf geworfen. gerade weil sich fast niemand von den anglern selbst in der vergangenheit öffentlich beklagt hat (ausnahme sind ca. 1 leserbrief alle 2 jahre im petri dingsbumms und diese lesen auch nur angler und nicht die breite öffentlichkeit), hat man eben meist effektiv alle angler in denselben topf geworfen. angler die (weiter) schweigen, sich erzürnen aber nur weiter zusehen, sägen eigentlich damit langristig am eigenen ast.

apropos werden im stockensee(n) massfische besetzt, also ab 1+(rbf sind ja sehr raschwüchsig und können schon mit 1+ ca. 25 cm haben und das schonmass in den stockenseen ist 24). kleine fische in den stockenseen besetzen würde wenig bringen, es hat zwar einige kleine zuflüsse, aber die bringen sehr wenig wasser, so dass die fische dort nicht hochziehen um abzulaichen. rbf laichen i.d.r auch nicht in seen, sondern in zuflüssen ab, aber nur wenn sie nicht degenierte zuchtfische sondern wildfische sind, wie es sie teils noch in den usa gibt (oder in österreich mitte mai am zauchensee).
zudem ist vorallem der untere stockensee (der bei der bahn) sehr warm und bildet jetzt eine menge algen, es ist also kein (für die fische) gutes gewässer. es ist ein reines put & take (wir rein und nimm wieder raus) gewässer, nicht vergleichbar mit einigen wenigen anderen bergseen, wo z.b. kanadier oder bachsaiblinge selbst in den seen ablaichen können und kleinbesatz effektiv etwas bringen kann (noch besser sind strenge entnahmeregelungen dann brauchts gar kein besatz ausser dem allerersten initialbesatz).

die stockenseen haben für mich aber als forellenpuff durchaus auch eine gute seite. die "schlachtfischer" bleiben dort und kommen weniger an öffentliche gewässer und "versauen" so wildfische (wo es noch solche gibt) und mindeern den anglerdruck. auch für jungischer kann es nicht schlecht sein, an solchen seen die ersten erfahrungen zu machen (und mal nach links oder rechts zu schielen um zu sehen wie unausgebildete angler fischen).



gruss

sa

Sam

Re: Stockensee

Beitrag von Sam » Di 23. Jun 2009, 23:13

Welcher der beiden seen hat groesserer besatz?

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davidoff
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Re: Stockensee

Beitrag von davidoff » Di 23. Jun 2009, 23:45

der vordere bei der bähnlistation, dafür hatt der hintere grössere! Must halt eine gute halbe stunde laufen..... :oops:
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Sam

Re: Stockensee

Beitrag von Sam » Mi 24. Jun 2009, 09:59

um einiges grössere?;)
bis wieviel gehen die?;)

combino

Re: Stockensee

Beitrag von combino » Mi 24. Jun 2009, 11:22

Wir waren das letzte mal im Sommer 2005 am oberen Stockensee fischen und haben sehr gut gefangen. Nebst Marco und mir waren nur noch zwei andere Fischer am oberen Stockensee.
Wir haben keine Lust mehr dorthin fischen zu gehen schon nur die Drängelei auf der ersten Gondel :x
Dann oben angekommen gibt es " Fischer " die einen rekordverdächtigen Spurt hinlegen damit sie ja die ersten am See sind :lol: ( Biireweich)

Dann der respektlose Umgang mit den Fischen :evil:

Gehen doch lieber an den Oeschinensee :mrgreen:

Gruss Combino

Schweizer Angler

Re: Stockensee

Beitrag von Schweizer Angler » Do 25. Jun 2009, 06:27

der untere stockensee, der bei der mittelstaion der bahn, ist in der tat fischreich und wird regelmässig besetzt. aber er gleicht sehr einem forellenpuff und unterscheidet sich kaum davon. der genre der fischer an diesem see unterscheidet sich denn auch schon ein bisschen vom oberen see der rund 45 min bis eine stunde marsch von der mittelstation liegt (auch liegt er landschaftlich schöner, ist sauberer und weniger verschlammt). am see bei der mittelstation hat es halt zahlrieche ältere fischer, älter im sinne der jahre (ahv etc.), aber auch älter im sinn "ich fische schon seit 40 jahren so und werde mich und meine einstellung keinen deut ändern.

lautes gegröhle und primitives geschwätz ist denn oft anzutreffen ("he fridu, hesch widär einä? chumm schla dä souhung tot"), und bei nicht wenigen wanderern die direkt hinter den fischern vorbeischlendern, kommt das image der fischer/innen nicht so toll an. erst recht nicht, wenn die fischer dann noch die fische unfair behandeln (logo gibt es immer ausnahmen, aber die sind meiner meinung nach am stockhorn in der minderzahl).

trotzdem fische ich zuweilen nicht ungern an beiden seen, aber eher unter der woche und nicht zur hauptsaison. am schönstenist es gleich zu beginn wenn der see erstmals offen ist, und wenige tage vor saisonschluss (aber immer unter der woche und nie an einem weekend).

gruss

sa

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Re: Stockensee

Beitrag von tom66 » Do 25. Jun 2009, 13:52

@sa

Solche Spezies von "Fischer" habe ich aber auch schon am Engstlensee getroffen. 06.30 Im Morgennebel kommt einer im "Kampfanzug" daher mit rotumrandeten Augen und stockbesoffen und die Büchse Bier in der Hand, mit Kampfanzug meine ich keinen Soldaten sondern die geilen Fischer in ihren Kampfanzügen. Das sind Bilder zum vergessen aber gottseidank sind ja nur die wenigsten so schräg drauf.

Gruss

Tom66

Sam

Re: Stockensee

Beitrag von Sam » Do 25. Jun 2009, 15:07

Hmm ich werd wohl mal hingehen zum schauen, ich geh eh unter der Woche, dann wirds nicht sooo Schlimm sein.
Schade ist es ein Pachtgewässer:)

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