Schwärziseeli Furkapass

Beschreibungen von Seen und Teichen.
Antworten
Benutzeravatar
Bergseeler
Fischerforum Rookie
Beiträge: 1
Registriert: So 15. Jul 2018, 12:53
Switzerland

Schwärziseeli Furkapass

Beitrag von Bergseeler » So 15. Jul 2018, 12:58

Sali zäme.

Wir wollen dieses Jahr noch an den Schwärzisee fischen gehen und wollten Fragen nach euren Erfahrungen.
Wer war schon da? Wie sieht es mit Zelten aus am oder in der Nähe von den Seen? Soviel ich weiss ist es im Kanton Uri vielerorts erlaubt.

Vielen Dank für die Tipps.

Bergseeler

Benutzeravatar
AndyG66
Beiträge: 84
Registriert: Do 26. Apr 2018, 19:41
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Switzerland

Re: Schwärziseeli Furkapass

Beitrag von AndyG66 » Sa 6. Okt 2018, 22:01

Die Frage taucht immer wieder auf - und da ich ständig wild campiere und biwakiere erlaube ich mir etwas ausführlicher zu antworten.

Wildes Campieren und Biwakieren ist in der Schweiz nicht explizit erlaubt - aber auch nicht explizit verboten. Darüber findet man viel Unsinn im Netz und auch in den Köpfen engstirniger Mitmenschen :D

Prinzipiell ist Lagern erlaubt - Lagern bedeutet auch Schlafen! .. Selbst an Orten wo Campieren verboten ist - darf man schlafen!

Ein Beispiel wie das gehandhabt wird - aus eigener Erfahrung am Wäggitalersee. Man befindet sich dort unterhalb der Strasse um den See auf Privatgrund /verpachtet - dort ist campieren verboten! (Ufer)... Nicht aber das Lagern - weil die Nutzung (Pachtvertrag) öffentlichen Zugang vorsieht!

Also - schlafen auf der Matte im Schlafsack - auch mit einem wetterfesten Biwaksack wird toleriert! Weil nicht verboten. Ich bin selber über Jahre x-mal kontrolliert worden dort - die Kontrolle kommt im Sommer beinahe jede Nacht vorbei und schickt Leute welche Zelte aufstellen weg - zu mir ein Blick mit der Taschenlampe - und weg sind sie.

Nun ist ein Schlafplatz am Bergsee wohl die schlechteste Nachtlagerwahl - Da man auch in den wärmsten Nächten am morgen klitsche nass vom Tauwasser ist! Die Lösung wie man das Campier Verbot am Wäggi bei Schlechtwetter umgeht ist naheliegend! Man verlässt das gepachtete Gebiet! Dazu reicht eigentlich die andere Strassenseite - aber besser natürlich geht man einfach 10 Minuten hoch und ausser Sichtweite.

Dazu schaut man nach ob sonst irgendein Verbot im gewünschten Gebiet vorliegt:

Naturschutzgebiete, Wald Reservate, Wildruhezonen, Jagdbann Gebiete usw.. findet man auf dieser Karte:

https://map.geo.admin.ch/?lang=de&topic ... es=532,653

Ich habe hier alle heiklen Zonen voreingestellt...

Die Karte ist übrigens auch für Fischer interessant - (Äschengebiete, Laichzonen, Nasen usw...)

Wie man wild campiert ist auch naheliegend - Ein kleines Zelt oder Tarp stell man erst auf wenn es dunkel wird und Schlechtwetter in Sicht. Dann ist es im Zweifelsfall ein Notbiwak/camp - man wurde vom Wetter und der Nacht überrascht :cop: Und entsprechend baut man am frühen morgen mindestens das Zelt/Tarp sofort wieder ab.

Über der Baumgrenze ist biwakieren mit kleinem Zelt (Nachttemperatur fällt massiv) prinzipiel möglich in der Schweiz. Aus eben diesen Gründen.

Antworten

Zurück zu „Seen / Teiche“