Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beschreibungen von Seen und Teichen.
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AndyG66
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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Sa 26. Mai 2018, 11:00

Eine weitere Beobachtung die ich machte als die Felchen gerade anfingen zu beissen, zogen sehr dunkle Wolken vor die Sonne. Ich hatte plötzlich keinen einzigen Zupfer mehr auf rot/schwarz und mein Steg-Nachbar hatte ständig Bisse auf orange/UV Nymphen. Orange sieht man bei Sonne bis ca. 15 Meter Tiefe und ich gehe davon aus, dass seine Nymphen für die Fische bei wenig Licht auf ca. 10 Meter tiefe - rot waren und meine bei Sonne fängigen, nur noch grau.

Ich habe leider noch keine orangen/UV Nymphen aber dies müsste in der Dämmerung/wenig Licht, ein Fisch oder zwei mehr bringen wenn sie auf Rot beissen.

@PBecke Wie sind deine Erfahrungen mit UV Nymphen ? Setzt du solche ein ?

@Marko95... Ich bin heute abend und eventuell auch morgen am Pfäffi unterwegs. Schreib mir eine PN wenn du Lust auf Gesellschaft hast. .

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pebecke
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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von pebecke » Sa 26. Mai 2018, 16:26

Gelegentlich lackiere ich mir einen Satz, habe jedoch für mich keinen nennenswerten unterschied festgestellt.
Viele Grüsse vom Zürichsee - Peter

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AndyG66
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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Di 29. Mai 2018, 00:17

Da mich ja der Felchen und Nymphen Virus voll erwischt hat - war ich auch am Samstag und Sonntag eigentlich rund um die Uhr auf Felchenpirsch :D

Am Samstag Abend hab ich mich mit Marko95 am Steg verabredet und wie erwartet hatten wir kaum Platz zum fischen. wir waren 4 Felchenfischer und zwei Karpfenfischer und ich hatte keine Chance meine Hotspots anzuwerfen.. machte aber nichts, da ich Wocheneds die überfüllten Stege dazu nutze zu beobachten und mir Hotspots merke!.. Wo und wann beissen die Felchen sieht man am besten wenn 10 - 12 Hegene auf verschiedenen Distanzen ausgeworfen sind. Unter der Woche schau ich dann ob sich Bissmuster/Felchenschwarm weg wiederholen.

Ich fischte aus Platzmangel nur mit einer Rute nach vorne.. und trotz erschwerten Bedingungen fingen nur Marko95 und Ich jeh eine Felche. Alle anderen gingen leer aus. Wir trafen auch den Hegenenbinder G.... bei dem ich mir 2 Orange UV Hegenen bestellte..Er meinte er benutze die immer bei Regen, was mit meiner Beobachtung (dunkle Wolken) übereinstimmt..

Am Sonntag Abend dann am Rütschberg - war ich früh genug am besten Platz (Den ich auch aus Beobachtung kenne).. und hatte 4 Felchen bevor einer der anderen 3 Fischer eine fing... Alle am selben Ort mit gleicher Distanz.. Total konnte ich 5 Stück landen. Andere hatten keine, eine, und ein regulärer Fischer welcher seit Jahren dort fischt, weiss wo sie kurz vor Dunkelheit beissen (er versuchte vorher immer meinen Platz anzuwerfen) , Nur 5 Meter daneben biss nichts, aber kurz vor Dunkelheit warf er sehr weit draussen "seinen" Hotspot an und fing tatsächlich 4 Stück innert 15 Minuten - da biss bei mir nichts mehr...

Ok ich erzähl dass so detailiert, weil ich wirklich festgestellt habe dass die Felchen (wenn sie kommen) einem festgelegten "Weg" folgen - und wer weiss wo sie wann sind, hat am selben Steg wie die anderen - viel mehr Fisch. Beobachten lohnt sich also.. Also mein Tip.. geht an überfüllte Stege und beobachtet die anderen :D

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Magellan
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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Magellan » Mo 4. Jun 2018, 11:01

Merci für deine detailierten Schilderungen. Ich war bis jetzt zweimal erfolglos am Pfäffikersee. Läufts denn jetzt noch vom Ufer, oder sind die Felchen ins Tiefe abgewandert oder beissen nicht mehr? Im Greifensee (vom Boot) lief bei mir letztes Jahr ab Juni nämlich nichts mehr....

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Mo 4. Jun 2018, 12:08

Im Moment wird etwas weniger gefangen wie üblich.. aber an jedem Tag werden pro Steg so 2 bis 5 Stück gefangen.. Die Bisse sind immer noch meist auf rot/schwarz gerippt und vermehrt auf Lila/blau...

BIsszeiten sind um 7 Uhr - 10 Uhr morgens.. und abends 19 - 21:00 Uhr.. vereinzelt auch unter Tags.. aber da braucht es Glück (es gibt vielleicht so 2 Bisse und man verliert die Felchen im Drill viel eher...

Auch ich hatte gestern meinen ersten Schneidertag seit 3 Wochen.. am Morgen eine Untermässige, abends eine Untermässige dazwischen zwei verloren.. am ganzen Steg (gut besetzt) wurden nur 2 Stück gefangen....

Versuche es einfach weiter - Du wirst irgendwann zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein (Schwarm kommt rein!) und wenn du dann bereit bist (Hotspots kennst, schnelle Landung, richtiger Feumer usw...) wirst du in Felchenfang Stress kommen - und das macht süchtig :lol:

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Mo 4. Jun 2018, 12:29

Materialverlust!

Da ich mich immer noch zu den Uferfischer Anfänger zähle - hilft vielleicht noch folgendes weiter, was ich in den letzten Tagen dazu gelernt habe: Hegene und Vorfach wird beim Uferfelchen fischen extrem belastet. Wer also vor hat, mehr wie 2 oder 3 Stunden zu fischen und somit 10 oder mehr weite Würfe macht - sollte mehrere Zapfen als Zwischenstück fertig gebunden, bereit haben - und diese alle paar Stunden oder zumindest jeden Tag, wechseln! Der Knopf unter dem Zapfen ist meist der Punkt welcher irgendwann bricht, da er auch beim Einziehen ständiger Reibung ausgesetzt ist.. trotz Gummiperle über dem Knopf/Karabiner.. kommt der Bruch dort, beim Auswerfen, schneller wie gedacht!

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Magellan » Mo 4. Jun 2018, 12:57

Ich werds demfall am Freitag morgen nochmals in Auslikon oder Seegräben am Morgen früh versuchen. Am ZH-See habe ich auch schon vom Ufer gefangen (Tiefenbrunnen). Habe aber (als bisheriger Greifensee und Zürichseefischer) diesen Frühling den Pfäffikersee für mich entdeckt.

@ AndyG66:
Fische wegen dem Auschlitzen meistens Mono (Stroft GTM 0.22), da habe ich den Unterwasser-Zapfen direkt auf der Hauptschnur und drunter die Hegene.
Wenn ich Geflochtene fische, binde ich zwischen Hauptschnur und Hegene ein Stück dickere Schnur (so 0.30 Mono) ein, wo ich den Zapfen aufziehe.

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Mo 4. Jun 2018, 13:14

Ich suche auch immer noch nach der besten Combo... bei mir ist es jetzt eine 0.22 mono mit 4.5k.. die Zapfen sind vorgebunden auf 0.25.. oben wirbel mit perle unten karabiner mit perle...

Da ich gestern zu faul war neue Zapfen zu binden - kam was kommen musste, tschüss lieblingshegene.

Ich sehe eigentlich jeden Tag mindestens ein Fischer (auch reguläre) eine Hegene verlieren - und die Brüche sind fast immer unterhalb des Zapfens. Desshalb mein Hinweis.

Ich werde mir 0.30 extra nur für die Zapfen besorgen oder mit Hechtvorfach experimientieren- der nächste Tag wo ich nicht wechsle, überprüfe.. kommt bestmmt :D

Ich verliere am wenigsten Felchen mit einer alten schwabeligen Glasfiber Tele... mit der gibts aber leider keine Wurfweite...Sind die Felchen jedoch sehr nahe.. dann ist die klar am besten!
An zweiter Stelle folgen die Forellenruten 3.30 - 3.60 ..10-30gr... Bei denen werde ich wohl bleiben! 50 Meter Weite gehen mit 40gr Blei.
Zuletzt eine Feeder... da hab ich trotz mono und leichter Bremse deutlich mehr Verlust aber natürlich die grösste Weite.

Ach ja, um Material noch komplett zu beschreiben... am meisten Bisse lassen sich verwerten mit 30 Gramm Differenz Blei/Zapfen.. Also bei mir sind es nun immer 40 Gramm Blei und 10 Gramm Zapfen.
Zuletzt geändert von AndyG66 am Mo 4. Jun 2018, 13:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Beat » Mo 4. Jun 2018, 13:22

Kann noch die Drennan Acolyte Distance sehr empfehlen.

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Mo 4. Jun 2018, 13:37

@Beat

Die Beschreibung kling nach extremer Weite... Würde ich gerne mal ausprobieren - einfach so kaufe ich mir keine Ruten über 150 Chf. Vorallem da sie explizit nur für die Felchen wäre.... Gibt es jedoch eine Feeder welche die Drill Fähigkeiten einer 30Gramm Forellenrute mit der Wurfweite einer Feeder vereinigt, dann wird es die Meine werden :D ...

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Huibuh » Mo 4. Jun 2018, 17:28

Ich bin auch gerade am experimentieren weil die Felchen weit drausen sind.
Ich bin jetzt bei meiner Feederrute auf geflochtene umgestiegen. Dann hat man natürlich das Problem weil die Combo ziemlich hart ist, was sich am probetag auch gerächt hat. 3 Bisse Dank mehr Reichweite aber 2 sind wieder ausgestiegen nur 1 verwertet. Mein Vater hat mir nun erzählt dass er am Bodensee einen Felchenfischer getroffen hat der sich einen Hosengummi an die Schnur gebunden hat damit schläge vom Fisch abefedert werden, werd ich jetzt auch mal versuchen.
Das uposen Problem hab ich mit nem kurzen Stahlvorfach gelöst, Karabiner weg durchgepobelt Karabiener wieder drann, hält schon über ein Jahr.

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von AndyG66 » Mo 4. Jun 2018, 21:26

Die Upose auf Hechtvorfach und unten einen eher dicken Snap damit der Radius für die Schnur der Hegene etwas grösser ist - damit werde ich mir wohl auch das Bruchproblem lösen.

Wenn ich Platz habe (allein oder höchstens zu zweit auf dem Steg) - fisch ich mit beinahe offener Bremse und lass die Felche in der ersten Hälfte Drill Schnur abziehen (fällt sie da ab, würde man sie sowieso meist vor dem Feumer verlieren), vor dem Steg ist die Felche dann müde, die Bremse wird leicht angezogen und sie lässt sich problemlos feumern - . Nur geht das bei überfülltem Steg leider nicht - da ansonsten der Schnur und Hegene Salat vorprogrammiert ist...wenn die Schnüre schon weit draussen, parallel alle 2 Meter liegen!...

Der Gummi würde wohl vor dem Feumer etwas bringen - nicht aber draussen beim Drill - Da gemäss meiner Beobachtung die Felche anfangs nicht in die Schnur schlägt sondern seitwärts mit extremen Druck 2 bis 5 Sekunden versucht zu entkommen.... (Desshalb die beinahe offene Bremse wenn Platz da ist)... Bei dieser mehre Sekunden langen Seitwärtsflucht verliert man (jedenfalls ich!) die meisten Felchen.! Da hilft nur eine beinahe offene Bremse und eine möglichst parabole Rute. Und genau hier versagt die Feeder.

Im letzten Viertel kommen dann die Schläge - wenn die Felche nicht müde ist, weil sie einfach gerade reingekurbelt wurde und den Boden/Halde oder Feumer sieht. Hier würde ein Gummi eventuell etwas bringen - Direkt unter dem Zapfen? Oder wie montieren?
Hat das mit dem Gummi schon mal jemand hier versucht ?

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Huibuh » Mo 4. Jun 2018, 22:17

Ich gehe morgen früh an Rutschberg und versuchs mit dem Gummi. Wenn Platz ist auch die Offene Bremse.

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Di 5. Jun 2018, 07:21

Andy66
Ich würde mal behaupten deine Feederrute ist nicht parabolisch genug.
Ich fische mit sehr feinen Feederruten mit Wg bis 150g
Habe zwar auch Aussteiger aber das hat jeder..
Einen Gummi ein bauen würde ich nicht..

Es kommt auch immer drauf an wie sie gehakt ist, da kannst du noch so eine gute Rute, Rolle, ect. haben..
Wenn sie am Häutchen hängt fällt sie zu 99% ab.
Wie du schon gemerkt hast, brechen sie vor dem Steg nochmals aus wennn sie dich sieht, dan sind viele weg die nur am Häutchen hängen.
Mein Bruder ist da specialist.... Dieses Jahr hat er aber den dreh raus und schon ü100 felchen gefangen..

Den zum Zapfen, den würde ich immer mit einem Vorfach vorschalten, wie du auch gemerkt hast wiso.
Meine Hegenen binde ich alle mit 0.25er mit 10kg tragkraft.. Springer mit 0.20 mit 8kg.
Ich kann so voll durchziehen, ich hatte auch mal die Rolle geschlossen und die Hegene blib an der Rute.
Kein , flieg... Und weg..
Das sind den die Hegenen die ich das ganze Jahr wider aus dem Wasser hole mit dem Gummifisch.
Am Pfäffi sind das im Jahr sicher 20neue Hegenen für mich.
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener

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Re: Felchen vom Ufer Pfäffikersee

Beitrag von Magellan » Di 5. Jun 2018, 10:05

Die Aussteiger hatte ich meistens kurz vor dem Feumer. Langsam einholen scheint wenigstens etwas zu helfen.
Und man sollte natürlich nicht mit dem Feumer vor der Felche herumplantschen.
Aber eine gewise Aussteigerquote lässt sich wohl nicht verhindern.
Naja, grau ist alle Theorie.
Werde es am Freitagmorgen mal wieder versuchen (Ruetschberg wahrscheinlich, ev. auch Seegräben oder Auslikon), falls sonst noch wer auf einen Schwatz vorbeikommen mag.

Hoffe der Steg wird am Morgen nicht schon von SUPlern, Badenixen, Hündelern und was weiss ich nicht belagert...

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