Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beschreibungen von Seen und Teichen.
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mxl

Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von mxl » Sa 19. Nov 2016, 10:48

Hallo zusammen,

wie es sich gehört eine kurze Vorstellung - ich habe mit 14 Jahren in DE meine Sportfischerprüfung absolviert, bis etwa 16/17 Jahre aktiv im Verein geangelt und kürzlich nach einer langen Pause wieder zu meinem Lieblingshobby zurückgefunden.

Dank Freifischer-Regelung konnte ich problemlos etwas "reinschnuppern" und habe mich wieder begeistert für viele ruhige Stunden am Wasser - SaNa Ausweis ist gemacht und die Ausrüstung wurde ebenfalls überholt.

Nun mein "Problem" - ich erlebe jetzt gerade den etwa 10ten Schneidertag in Folge (plus ein paar kurze Ausflüge als Freiangler zuvor) und langsam knickt die anfängliche Motivation wieder etwas ein.
Ich angle mit dem 3-Seen Patent vom Ufer aus und frage mich langsam, ob die langen Durststrecken hier normal sind?

Stippen mit Anfüttern war erfolglos bzw. brachte mal 1-2 Rotaugen und einen Egli in Daumengrösse, Spinnfischen mit Gummifisch brachte einen Hecht mit 30er Schonmass. Ansonsten nichts - kein ziehen, kein zupfen. Egal ob über Grund, knapp unter der Oberfläche, mit Waggler, Wasserkugel, Spinner, Crankbaits, Mais, Made, verschiedene kleine Gummis - es tut sich einfach nichts.

Beangelte Stellen waren bislang der Greifensee von den Stegen an der Jugendherberge zwischen Fällanden und Maur, am Pfäffikersee vom Badi aus (im Herbstbetrieb - dort gelang zumindest der kleine Hecht) und am Zürisee rund um die Stege beim Ruderclub Thalwil.

Braucht es vielleicht doch ein Boot zum Erfolg? Sollte ich mir lieber mal ein Tagespatent an der oberen Glatt oder an der Sihl lösen, für ein kleines Erfolgserlebnis?
Ich höre zwar immer andere Fischer von ihren Erfolgen berichten, doch irgendwie sehe ich niemanden auch mal einen Fisch landen (abgesehen von den Bootsfahrern am Greifensee, die aber auch oft mit langen Gesichtern unterwegs sind).

Nun wird es bald Winter und die Fische zieht es in die tieferen Lagen - damit wäre diese Saison vermutlich fast vorbei. Habt ihr denn Tipps, wie man sich ein kleines Erfolgserlebnis gönnen kann? Ganz unabhängig vom Zielfisch - das können gerne auch ein paar Brassen sein. Hauptsache Fisch :)

Danke euch für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Motivation :)

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Alet
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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von Alet » Sa 19. Nov 2016, 15:05

Die Saison ist nicht fasst, sondern seit ca. 3 Wochen ganz vorbei.

Die Erfolgschancen sind definitiv höher einen Fisch zu fangen. Ich habe als Uferfischer am Zürichsee jedes Mal mindestens einen Egli gefangen. Allerdings war ich auch vom 5 mal mit dem Boot am Pfäffikersee Felchen fischen und hatte nicht einmal einen Biss. Schneidertage sind daher sicher nichts ungewöhnliches, aber gleich 10 mal doch ehe ungewöhnlich.
Den Greifensee kennen ich zu wenig um Auskunft zu geben.
Daher Tipps für den Zürichsee:
- Egli: Mit Spinnködern die Hafenanlagen abklappern, heisst wenn nichts da ist den Hafen wechseln. Die kleinen Anlagen dabei nicht auslassen. Meistens fange ich die Fische zwischen 5:00-7:00. Gute Fänge sind zudem auf Sicht mit Mistwurm möglich. Dazu nur Haken, kleines Klemmblei und den Wurm vor den Egli auf dem Bodenlegen. Da beisst auch ab und zu ein Sonnenbarsch an.
-Rotaugen, Brachsmen, teilweise Schleien: Am Zürichsee nur beim Seedamm Rapperswil (Achtung ein Teilstück nur Freiangelrecht da Privatfischenz) und am Bürkliplatz (jeweils bis 9:00 erlaubt, bevor die Kursschiffe fahren) effektiv gezielt zu befischen. Sonst sind Rotaugen und Brachsmenschwärme nicht voraussagbar. Schleien sind oft nur in Einzelexemplaren zu sehen.
-Hecht ist überall möglich wo tieferes Wasser erreichbar ist. Auch hier bringt der Platzwechsel den Erfolg.
Ich habe im Jahresverlauf jeweils einen abnehmenden Fangerfolg am Zürichsee. Vor allem die Egli sind später in den Krautbänken zu finden und so vom Ufer kaum mehr zu erreichen. Zu beachten ist auch die Ködergewöhnung an diesen drei stark befischten Seen. Selbst wenn die Egli beissen, fängt man oft nur einige wenige aus einem Schwarm. Der Rest geht kaum mehr an den gleichen Köder, falls überhaupt noch fangbar.

Pfäffikersee
-Felchen sind die Pfäffikerseespezialität vom Ufer. Ab ca. April sind da gute Fänge vom Ufer möglich.
-Rotferdern sind gerade in stattlichen Exemplaren vorhanden
- Egli und Hecht sind vom Ufer gut zu fangen. Aber da wegen der Zugänglichkeit kaum der Platz gewechselt werden kann, würde ich dafür den Zürichsee empfehlen.

mxl

Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von mxl » Mo 21. Nov 2016, 10:49

Danke für die vielen Tipps!

Ich konnte es gestern natürlich nicht sein lassen und habe am sonnigen Nachmittag doch nochmal meinen Glück versucht am Pfäffikersee - wieder vom Strandbad Auslikon.

Eine Rute mit Stippmontage und Made am feinen Haken und eine Rute wechselnd mit Spinner, Gummifisch und Wobbler. Auch wieder ohne Glück bzw. einen einzigen Biss.
Aber Fisch war da - zumindest haben ab ca. 15:30 / 16:00 mit sinkender Sonne wieder Raubfische dort Jagd gemacht und die kleinen aufgescheucht vom Schilfgürtel bis an die gegenüberliegenden Fischerstege. Meine Köder lagen eigentlich mitten drin. Nunja.

Aber die Kulisse und das Wetter haben mehr als entschädigt.

Vielleicht muss ich mich auch mal mit einem Gastpatent irgendwo an einen kleinen Fluss in der Nähe wagen.. Glatt vom Greifensee bis ca. Dübendorf? Oder auch die Sihl?

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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von Loup » Mo 21. Nov 2016, 12:34

Wenn Raubfische jagen und du keinen Biss zustande bekommst, dann hast du die falschen Köder, oder du musst am führen der Köder arbeiten.
Gruss vom Murtensee
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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von Rolandus » Mo 21. Nov 2016, 14:13

Hast Du mit festsitzender Zapfenmontage gefischt? Und stand der Köder in der richtigen Tiefe?
Ich fische mittlerweile lieber mit Freilaufmontage (falls und ich überhaupt mit Zapfen fische).
Köden sinkt immer bis ganz an den Boden und dann man man diesen mit minimalen Bewegungen "liften" und wieder sinken lassen, so wie man im Netz den "Barschlift" als Montage findet. Viele Fischen schauen sich den Köder an und nehmen ihn dann erst am Boden oder kurz vor dem Boden.
Natürlich nur so wenig Blei wie nötig, damit der Köder (was auch immer) sehr langsam und natürlich an den Boden sinkt.
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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von perli » Mo 21. Nov 2016, 17:29

Am Zürisee fange ich zurzeit gut Hecht vom Ufer. 15cm Gummis mit 20g Bleikopf und Strecke machen. Irgendwo wartet einer. Wassertiefen von 8-15m abklapern.

mxl

Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von mxl » Mo 21. Nov 2016, 17:35

scheint also eine Frage der Methode zu sein.. ich "arbeite" meist mit kurzen Keitech Shads am 8 Gramm Jig-Kopf an der UL Rute (darauf stieg auch der eine Schniepel bisher ein).

Die Waggler-Montage liegt eigentlich immer knapp auf Grund - mit 3,5gr ausgebleit, 14er Haken, Madenbündel und angefüttert, soweit möglich, mit Mais/Semmelbröseln/Maden/Vanillezucker.


Ich werde mich also demnächst mal in den früheren Stunden auf den Weg machen müssen und den Zürisee abklappern :)

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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von Alet » Mo 21. Nov 2016, 19:55

Vermutlich haben am Pfäffikersee Egli bis knapp 20 cm gejagt. Maden nehmen die kaum. Mit Zapfen zu fischen ist meist für nichts (nur kleine Rotaugen und Rotfedern). Die Grundangel mit Futterspirale bringt da wesentlich mehr. Man ist so garantiert wo die Fische fressen und man hat eine Lockwirkung. Glatt oder Sihl bringen vor allem Alet. Alles andere lässt um einiges häufiger in den Seen angeln. Wenn schon Fluss dann lieber die Limmat, da hat es einiges an Barben drin. Aber für Egli und Hecht empfehle ich den Zürichsee.

calderon

Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von calderon » Mi 23. Nov 2016, 17:13

perli hat geschrieben:Am Zürisee fange ich zurzeit gut Hecht vom Ufer. 15cm Gummis mit 20g Bleikopf und Strecke machen. Irgendwo wartet einer. Wassertiefen von 8-15m abklapern.
Ich beneide dich... seid einem Monat bin ich am Linken Zürichsee Ufer unterwegs und hatte nichts, nicht mal ein Fehlbiss. Fische mit 12cm Gummifische und 15g jiig.

Darf ich fragen wie du die Köder führst? Eher fette oder Dünne Gummis und welche Farben? Danke :)

Gruss

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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von til » Do 24. Nov 2016, 08:28

mxl hat geschrieben:scheint also eine Frage der Methode zu sein.. ich "arbeite" meist mit kurzen Keitech Shads am 8 Gramm Jig-Kopf an der UL Rute (darauf stieg auch der eine Schniepel bisher ein).
Wenn du sie rauben siehst, fischst du damit höchst wahrscheinlich unter den Fischen, dann wäre es Zeit für einen Popper oder twitchbait(wobbler).

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Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von perli » Do 24. Nov 2016, 09:59

calderon hat geschrieben:Darf ich fragen wie du die Köder führst? Eher fette oder Dünne Gummis und welche Farben? Danke :)

habe one up shads und keitechs, es funktionieren aber sicher auch andere. du musst herausfinden,wo die Weissfisch- oder Eglischwärme stehen,dort sind auch die Hechte. Farben wechsle ich immer wieder ab,manchmal schock,dann wieder Natur.

Ziont

Re: Erfolgschancen, 3 Seen mit Uferpatent

Beitrag von Ziont » Fr 25. Nov 2016, 16:46

Ich habe mir den besten Zeitpunkt um mit dem fischen zu beginnen ausgesucht... :-) Herbst 2016 :-) Ausgerüstet mit Twistern am Jig und Gummifischen an der C-Rig werde ich diesen Sonntag in Niederuster am Steg mein Glück versuchen. Was meint ihr wird das was?!

Würdet ihr mir Mais mit Grundmontage als tote Rute empfehlen?

Grüsse

Ps: Hab gerade beim durchforsten des Forums gelesen, dass ich mich vorstellen sollte:

Mein Name ist Mikeund ich bin 29 Jahre alt.
Mit Kumpels habe ich während eines Ausflugs am "Forellenpuff" Wägitalersee meinen Spass am Angeln gefunden. Ich hatte Glück und ein Mitarbeiter hat mich komplett ausgerüstet und ich kann mich nun auf die Fische stürtzen. Den SANA habe ich Ende Oktober absolviert.

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