Outing...

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Karpfenfischen und dem Gerät rein.
Salmoniformes

Beitrag von Salmoniformes » So 16. Dez 2007, 13:20

ist mit moseln/mooseln ein moosiger geschmack des "fleisches" gemeint???

Helmut

Beitrag von Helmut » So 16. Dez 2007, 13:25

Salmoniformes hat geschrieben:ist mit moseln/mooseln ein moosiger geschmack des "fleisches" gemeint???
Ja

Helmut

Beitrag von Helmut » So 16. Dez 2007, 13:31

Wolfgang hat geschrieben:
Ich stelle mal eine ganz böse Hypothese in den Raum.........................,

kann es nicht zum Teil sein, daß hier bestimmte Dinge ohne tatsächliche Kenntnis des Sachverhalts immer weiter überliefert werden?

Unrichtige Bezüge zu Säugetierfleisch gemacht werden?



.....o..ooooder sind es gar Schutzbehauptungen um bestimmte Lieblinge zu schonen?



mfg

Wolfgang
Gegen diesen Unsinn versuch ich auch schon seit Jahren zu kämpfen Wolfgang :wink:

Andal

Beitrag von Andal » So 16. Dez 2007, 13:34

Helmut hat geschrieben:
Salmoniformes hat geschrieben:ist mit moseln/mooseln ein moosiger geschmack des "fleisches" gemeint???
Ja


Dieser Modergeschmack wird aber nicht durch die Fischart bestimmt, oder deren Alter, sondern durch die Konzentration bestimmer Blaualgen im Fanggewässer.

Helmut

Beitrag von Helmut » So 16. Dez 2007, 13:42

Da hat Andal natürlich recht, bei den Gewässern die gonefishing meinte traf das genauso auf Hecht, Zander und all die anderen Fischarten zu. Lediglich in der kalten Jahreszeit bis in den Mai schmeckten die Fische ausgezeichnet, erwärmte sich das Wasser, wodurch sich dann die Algen vermehrten, nahmen die Fische wieder den "modrigen" Geschmack an.

Salmoniformes

Beitrag von Salmoniformes » So 16. Dez 2007, 14:24

danke leute, hab mir schon gedacht dass das nicht von den fischen ausgeht.

denkt ihr wenn es forellen in dem karpfengewässer hat ist es dann "sicherer" auch im juni noch schmackhafte karpfen zufangen?

Andal

Beitrag von Andal » So 16. Dez 2007, 14:29

Nicht zwingend.

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gonefishing
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Beitrag von gonefishing » So 16. Dez 2007, 16:48

Helmut hat geschrieben:Da hat Andal natürlich recht, bei den Gewässern die gonefishing meinte traf das genauso auf Hecht, Zander und all die anderen Fischarten zu.


Das kann ich so nicht bestätigen, Hecht und Zander habe ich in den Gewässern das ganze Jahr entnommen und kann mich an kein 'Mooseln' erinnern.

Ich denke das 'Mooseln' hängt schon mit der Ernährung der Fische zusammen, und tritt bei Raubfischen weniger auf.

Allerdings muss ich gestehen dass ich damals sehr wenige Hechte und Zander gefangen habe, und evtl über meine Begeisterung über den Fang einen unangenehmen Geschmack gar nicht bemerkt habe ;-)



Gruss, Mattu

Andal

Beitrag von Andal » So 16. Dez 2007, 16:55

Wenn die Fische, solche Arten, die besonders grundnah leben, diesen Algen via der Nahrung ausgesetzt sind, dann fangen sie zu mooseln an. Das betrifft in einigen Gewässern dann am Ende auch die Räuber, die sich von diesen Fischen ernähren, da sich diese Algenprodukte ausgerechnet im Fettgewebe einlagern und dort sehr sesshaft sind.

Helmut

Beitrag von Helmut » So 16. Dez 2007, 16:58

@ Mattu

Ich geh mal davon aus das du den Lauser oder Harthauser Weiher meinst und da tritt das moseln auch bei Hecht und Zander auf, etwas später zwar als bei den Friedfischen, aber in den Sommermonaten hast Du das auch bei den Raubfischen.

Unter Umständen tritt es im Seehamer See sogar vereinzelt bei den Felchen auf.

Dagegen im Schliersee kannst Du sogar die Karpfen das ganze Jahr über essen ohne das sie moseln. Ich hab mal vor einigen Jahren Saiblinge aus dem Willinger Weiher gefangen, die lediglich drei oder vier Wochen da drinn waren, die moselten sogar noch nach dem räuchern leicht :!:

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Beitrag von gonefishing » So 16. Dez 2007, 17:03

@Helmut:

Mit Lauser Weiher liegst du richtig, daneben habe ich vor allem die Höglinger Weiher befischt. Der Lauser Weiher war vor 15-20 Jahren noch in einem wesentlich besseren Zustand, bin vor ein paar Jahren mal im Sommer vorbei gekommen und regelrecht erschrocken. Da kann man vor lauter Kraut ja nicht mehr fischen, der ist wohl ziemlich eutrophiert.

Die Höglinger Weiher waren damals eher nährstoffarm, durch Grundwasser gespiesen und wenig Bewuchs. Mittlerweile hat dort Bewuchs, Nährstoffgehalt und Schlamm bestimmt auch deutlich zugenommen.



Gruss, Mattu

Helmut

Beitrag von Helmut » So 16. Dez 2007, 17:07

gonefishing hat geschrieben:
Die Höglinger Weiher waren damals eher nährstoffarm, durch Grundwasser gespiesen und wenig Bewuchs. Mittlerweile hat dort Bewuchs, Nährstoffgehalt und Schlamm bestimmt auch deutlich zugenommen.



Gruss, Mattu
Auch hier ist jetzt bedeutend mehr Kraut als früher, auch das Kieswaschen und Einbringung von Humus, Lehm und Fremdkies fördert die Verschlammung zusehends.

aleks

Beitrag von aleks » So 16. Dez 2007, 20:05

wollte den karpfen njicht schlecht reden, er hat mir auch schon gut geschmeckt, aber oft hab ich einen gewissen geruch bei diesem fisch gehabt, diesen geruch wurde nur von einer brachsme übertroffen... mein gewässer ist der limmat... zwischen Killwangen spreitenbach und BADEN Aargau,,, :)

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Beitrag von koi » Fr 7. Mär 2008, 23:32

Ich betreibe das Karpfenfischen rein als "catch and release" wie die meisten "modernen " Karpfenangler.Ich ärgere mich aber nicht wenn andere Angler Schuppenkarpfen zwischen 2 - 6 kg. verwerten. Schade finde ich wenn Fischer Karpfen über 10 kg. entnehmen. Spiegelkarpfen sollten meiner Meinung in der Schweiz wieder zurück gesetzt werden, da es ja in der Schweiz verboten ist Spiegelkarpfen auszusetzen. Unverständlich da Spiegelkarpfen in der Schweiz bereits von den Mönchen im Mittelalter gehalten wurden. Auf der anderen Seite ist das aussetzen von Schuppenkarpfen erlaubt, obwohl es sich aus um Zuchtfische handelt. Reine Wildkarpfen sind nämlich in Europa praktisch ausgestorben.

"Catch und release" wird nicht nur von den Karpfenanglern praktiziert.

Engländer und Iren verwerten meisten nur Salmoiden. In den USA werden die Blackbass auch nicht entnommen. In Holland ist neben den Karpfen auch der Hecht reiner Sportfisch und wird nicht entnommen (als Speisefisch wird der Zander gefangen). Auch viele Fligenfischer betreiben "catch und release". Diese Liste könnte noch beliebig erweitert werden. Als einzigem Land in Europa ist in Deutschland "catch und release" verboten. Die Begründung liegt im tierschützerischen Bereich. Laut Gesetz ist Fischen für den Fisch eine Quälerei und ist nur dadurch zu rechtfertigen wenn der Fisch verwertet wird. Für mich bedeutet dies, dass ich auch ein Tierquäler wäre, auch wenn ich den Fisch verwerten würde. Würde ich diesem zustimmen, würde ich aufhören zu fischen. Laut den meisten wissenschaftlichen Studien haben Fische keine Schmerzen wie Säugetiere. Wohl leidet der Fisch an der Angel unter Stress, doch wird dieser aber bald wieder abgebaut. Wegen diesem Stress ist es deshalb wichtig (bei catch und release), dass mit genügend dickem Silch geangelt wird, damit sich der Drill nicht endlos hinauszieht. Schonendes behandeln des Fisches (nasse Hände etc.) ist ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Als Beispiel kann ich einen Spiegelkarpfen von 15 kg. aufführen, den ich im Zeitraum von 5 Jahren 11 Mal gefangen habe. Auch nach dem 11ten Fang war der Fisch in einer tadellosen Kondition. Leider wurde dieser Fisch letztes Jahr von einem Angler anderen gefangen und getötet.

Da sich die Schweiz meistens den Deutschen und nicht dem übrigen Europa anpasst, bin ich überzeugt, dass im neuen Fischereigesetz "catch und release" verboten wird. Trotz des Gesetzes in Deutschland wird "catch und release" von praktisch allen "modernen" Karpfenanglern praktiziert.

Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler » Sa 8. Mär 2008, 07:01

@mikesch

Früher, als die Karpfenruten noch durchgehende Griffe hatten,



gibt es ja immer noch, schau mal

http://www.edelweiss-fishing.ch/65,0,ma ... dex,0.html



gruss



schweizer angler

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