Karpfen ohne Gegenwehr - normal..??

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Karpfenfischen und dem Gerät rein.
Antworten
Marty

Karpfen ohne Gegenwehr - normal..??

Beitrag von Marty » Di 19. Sep 2006, 21:05

Hoi zäme,



Habe vor ca. 1 Monat einen schönen Schuppi an die Angel gekriegt, so ca. 50 cm lang & recht dick.



Als er anbiss (ich konnte ihm dabei zusehen..), dachte ich zuerst "..oha, jetzt geht die Post ab.." - Aber nix dergleichen, der Gute liess sich fast ohne Widerstand zum Ufer dirigieren & in den Kescher befördern.



Frage: Ist das normal..? Ich fing schon Spiegelkarfen (etwas grösser, so 60-70 cm), der wehrte sich recht heftig - war echt überrascht von diesem Fang.



Nun denn, vielleicht hat er ja bereits geahnt, dass er wieder schwimmen darf... 8)



Hattet ihr ähnliche Erlebnisse..?



cheers,



Marty

Helmut

Beitrag von Helmut » Mi 20. Sep 2006, 00:25

Bei Karpfen ist das äußerst selten, zumindest nach meiner Erfahrung.

Vielleicht war er einfach nur faul :wink:

Udo

Beitrag von Udo » Mi 20. Sep 2006, 08:42

Es könnte auch möglich sein, dass es ein frischer Besatz war. Bin der Meinung die kämpfen nicht so stark. :shock:

Christian M.

Beitrag von Christian M. » Mi 20. Sep 2006, 17:57

Hi hi,



das kenn ich gut, ich hab letztes Jahr bei mir am Hausgewässer einen 30er gefangen, der lies sich reinholen wie ein nasser Sack, kurz am Ufer hat er noch eine kurze Flucht hingelegt, aber das wars dann schon, wahrscheinlich hat er sich an meinen Boilies überfressen :lol:

Marty

Beitrag von Marty » Mi 20. Sep 2006, 22:53

hmmm... nö ein frischer Besatzfisch war das kaum (mitten im Sommer). Jemand meinte mal, dass wenn der Sauerstoffgehalt des Wassers sinke (warm...), was ja bei seichtem Gewässer schnell mal der Fall ist, dann werden die Fischli auch träge, so wie wir bei 34 grad Hitze - naja, ev. ist ja was dran;)

Udo

Beitrag von Udo » Do 21. Sep 2006, 11:23

Hm Marty glaube deine Überlegungen gehen wohl eher in die richtige richtung. Kann schon sein, dass dein Karpfen eine Stresssituation bewältigen musste Hitze Sauerstoffmangel ect. Nur sagt man dann fressen die Fische auch nicht.



Mal anderst gedacht. Warum soll es bei den Fischen nicht auch stärkere und schwächere bei gleicher Größe geben.



Oder eine Schocksituation, der war evtl. so verdutzt, dass er schlicht vergessen hat sich zu wehren. :shock:

Salmoniformes

Beitrag von Salmoniformes » Di 14. Aug 2007, 12:45

als ich meine schnupperlehre am blausee absolviert habe, da hat man mich losgeschickt drei lachsforellen zu holen. ich also los mit kescher und stiefel. und glaubt mir der teich war voll mit riiiiesen fischen. ich als intelikenzbestie eine handvoll kies in den teich und schon brodelte es vor mir. es ging dann leider trotzdem eine ganze weile bis ich die fische beisammen hatte 8)

was ich eigentlich sagen will: der eine fisch der war blind, auf beiden augen. er war schon ganz mager und ich hab ihn wohl nur wegen diesem umstand gefangen. villeicht fehlt ja dem karpfen etwas aber noch nicht lange, was die sättigung erklären würde.



aber ich bin da nicht so der profi, ist nur ein persönlicher erfahrungswert, villeicht bringt es jemand auf die richdige lösung

Benutzeravatar
fisher91
Beiträge: 1014
Registriert: Fr 11. Mai 2007, 12:05

Beitrag von fisher91 » Di 14. Aug 2007, 12:50

An einem Weiher passierte mir das gleiche. Zuerst fing ich einen Karpfen mit 47cm und etwas mehr als 2kg. DKurz daruaf hatte ich wieder einen Biss auf meinen Teig. Zuerst dachte ich es sei wieder so ein Karpfen in der gleichen Grössenordnung. Doch das war kein Karpfen sondern eine 28er Bachforelle.
Lieber es Vogelchischtli zemenagle, alse es Nagelchischtli zemevogle.

Brundle68

Beitrag von Brundle68 » Di 14. Aug 2007, 13:52

Also ich habe das auch schon erlebt, dass ein Karpfen, wird er an feinem Gerät gehakt, zuerst gar nicht richtig checkt, was eigentlich abgeht. Nach einem kurzen Moment realisiert er dann aber, dass er am Haken hängt und gibt Vollgas.



Das ist mir schon einige Male an der 5-Meter-Stippe passiert. Das Ergebnis war mir in solchen Fällen meist rasch klar. Du kanst den Karpfen vielleicht zwei, drei Runden führen, dann geht's ab und die Schnur bricht.



Vielleicht war Marty einfach genug schnell, den Karpfen noch im Schreckzustand zu feumern oder es könnte auch sein, dass der Karpfen irgendwie "angeschlagen" war, krank, verletzt oder sonst irgendwie "grogie". Das ist mir einmal mit einem 55-Karpfen an der Stippe in der Provence passiert. Im Normalfall hätte ich einen solchen Fisch nie feumern können.

Benutzeravatar
fisher91
Beiträge: 1014
Registriert: Fr 11. Mai 2007, 12:05

Beitrag von fisher91 » Di 14. Aug 2007, 17:32

Bei mir warens allerdings 6 Karpfen zwischen 40-47cm. In einem anderen Weiher hat mir ein höchstens 30cm Karpfen bei der zweiten Flucht ein 4kg!! Silch gesprengt. Das Viech hatte unglaubliche Kraft.
Lieber es Vogelchischtli zemenagle, alse es Nagelchischtli zemevogle.

Benutzeravatar
Flümi
Beiträge: 2692
Registriert: Mo 4. Jun 2007, 19:42
Meine Gewässer: Aare,Zihl,Schüss,Birs+Bieler,Öschi,Engstlen,Arnen
Wohnort: Biel
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal
Switzerland

Beitrag von Flümi » Di 14. Aug 2007, 18:44

fisher91 hat geschrieben:In einem anderen Weiher hat mir ein höchstens 30cm Karpfen bei der zweiten Flucht ein 4kg!! Silch gesprengt. Das Viech hatte unglaubliche Kraft.


wobei man natürlich nie ausschliessen kann, dass es keine Beschädigung/Schwachstelle hatte. viele Leute haben an einer Buldorute ein 22er Vorfach über das ganze Jahr an der Rute montiert (womöglich in gespanntem Zustand mit Knick drin und dem Sonnenlicht ausgesetzt) und fischen mehrmals damit. beisst eine 30er Forelle und reisst das Vorfach, werden Geschichten über 5kg schwere Forellen erzählt :wink:

Benutzeravatar
fisher91
Beiträge: 1014
Registriert: Fr 11. Mai 2007, 12:05

Beitrag von fisher91 » Di 14. Aug 2007, 19:04

Da der "Teich" nur 40cm tief und sehr klein ist konnte ich genau zusehen wie der Fisch mein Schwimmbrot genommen hat. Den Fisch verlor ich an einem Abend gleich 2Mal :oops: :x . Gut es war ne billige Rolle von nem Anfänger, wo die Bremse voll hart eingestellt war und der Fisch konnte kein Zentimeter abziehen. Das nächste Mal mach ichs besser. :wink:
Lieber es Vogelchischtli zemenagle, alse es Nagelchischtli zemevogle.

Antworten

Zurück zu „ Karpfenfischen und das Gerät“