Hilfe beim Karpfenangeln

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Karpfenfischen und dem Gerät rein.
Antworten
Benutzeravatar
Caras
Beiträge: 142
Registriert: Do 11. Jan 2007, 18:06
Meine Gewässer: Emme, Ilfis, Thunersee, Bielersee, Arnensee
Wohnort: Emmental
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Caras » Mi 16. Feb 2011, 19:16

Um zur eigentlichen Frage zurück zu kommen:
Tinu-G hat geschrieben:Ausnahmsweise wenig annfuttern??
Als ich vor Jahren von Rumänien zurück kam, fragte ich mich auch, wie ich nun die Fische anlocken soll.
Mein Vorschläge:
1. Benutze Köder die der Fisch schon kennt. (Maden, Wurm, Mais)
2. Angle regelmässig am selben Ort und wirf den Köder immer genau an die selbe Stelle (+/- 1-2m)
3. Mache einen Teig aus Maismehl Paniermehl und deinem Köder (aufgeweichter ganzer Mais, Wurmstücke, ...) die Konsistenz sollte so sein, dass der teig am Hacken ausgeworfen werden kann, aber innert 2-5 Stunden ziemlich zerfällt. Wenn du nach dem Angeln etwas heftig einziehst, fällt der Rest evtl auch noch ab.
4. befestige den Bevorzugten Köder (Würmer, Ganzer Mais) am Hacken und umschliesse ihn zusätzlich mit dem Köderteig. Wenn du nun regelmässig an dieser Stelle fischst (z.B. 3-5 Tage nach einander und anschliessend 1-2x pro Woche), werden die Karpfen auch diese Angelstelle (nicht Futterstelle :wink: ) finden , da sie regelmässig Reste von deinem Köder am Platz finden.

Wichtig ist, dass der Teig auch eine rechte Zeitlang am Hacken bleibt und nur langsam zerfällt, und somit als Köder gillt. Ich denke, somit wirst du dem Gesetz gerecht und der Karpfe dir. Musst halt ein bisschen ausprobieren biss du die Konsistenz hast - und immer den selben Platz anwerfen ist auch so eine Sache :oops: aber es muss ja nicht immer weit, sondern vor allem eine ruhige Stelle sein.
Viel Erfolg.
Tschou, Simu
----------------
Beim Praktiker funktioniert's, er weiss aber nicht warum.
Der Theoretiker weiss wie's geht, aber es funktioniert nicht.
Bei mir geht's nicht und ich weiss nicht warum!!!

Benutzeravatar
Tinu-G
Beiträge: 48
Registriert: Di 15. Feb 2011, 19:37
Meine Gewässer: Aare, Bielersee, Broyenkanal, Nidau-Büren Kanal
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Tinu-G » Mi 16. Feb 2011, 19:26

@ caras

Danke für deinen hilfreichen Tipp. Habe mir auch schon überlegt, ob ich im Wasser eine Petflasche an einer Schnur mit einem Schweren stein befestigen soll, dammit ich immer am selben ort hinwerfe. Vorallem beim eindunkeln wäre dies praktisch, könnte ja ein Knicklicht hinzu geben. Nach dem angeln würde die Flasche selbstverständlich wider entnommen werden.

Gruss Tinu
8) Gruss Tinu 8)

Benutzeravatar
Tinu-G
Beiträge: 48
Registriert: Di 15. Feb 2011, 19:37
Meine Gewässer: Aare, Bielersee, Broyenkanal, Nidau-Büren Kanal
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Tinu-G » Mi 16. Feb 2011, 19:30

@ marc85

Ja ich schaue sehr gut auf das wohl gefangener fische. Ich weiss das sich diese aussage mit dem lebenden köderfisch beisst. Aber wen es noch erlaubt ist in meinem Hausgewässer dann werde ich dies auch weiterhin tun. Zumindest gehe ich mit den Fischen die ich Fange (ohne köderfische) behutsahm um. Ich bin auch nicht einer von denen der dann 30 köderfische in einer box hat, aber nur 2 braucht und di restlichen sterben alle. Ich sag euch ich hab schon Sachen gesehen die sind zum heulen.

Gruss Tinu
8) Gruss Tinu 8)

Benutzeravatar
Caras
Beiträge: 142
Registriert: Do 11. Jan 2007, 18:06
Meine Gewässer: Emme, Ilfis, Thunersee, Bielersee, Arnensee
Wohnort: Emmental
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Caras » Mi 16. Feb 2011, 19:48

Gerne geschehen.
Tschou, Simu
----------------
Beim Praktiker funktioniert's, er weiss aber nicht warum.
Der Theoretiker weiss wie's geht, aber es funktioniert nicht.
Bei mir geht's nicht und ich weiss nicht warum!!!

Benutzeravatar
Caras
Beiträge: 142
Registriert: Do 11. Jan 2007, 18:06
Meine Gewässer: Emme, Ilfis, Thunersee, Bielersee, Arnensee
Wohnort: Emmental
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Caras » Mi 16. Feb 2011, 19:53

Falls der Teig zu wenig klebt, kannst du auch ganz normales Weizenmehl dazumischen, das klebt schon in geringen Mengen recht gut.
Und nicht zu viel Wasser vewenden, der Teig hält besser, wenn du nur vorsichtig anfeutest und gut verknetest.
Tschou, Simu
----------------
Beim Praktiker funktioniert's, er weiss aber nicht warum.
Der Theoretiker weiss wie's geht, aber es funktioniert nicht.
Bei mir geht's nicht und ich weiss nicht warum!!!

Benutzeravatar
Tinu-G
Beiträge: 48
Registriert: Di 15. Feb 2011, 19:37
Meine Gewässer: Aare, Bielersee, Broyenkanal, Nidau-Büren Kanal
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Tinu-G » Mi 16. Feb 2011, 22:53

@ caras

Ja, danke werde dies versuchen. Hoffe das ich so ein paar karpfen anlocken kann. Bin mir ja nicht sicher ob es dort Karpfen hat.... aber könnte schon hinhauen. werde es ja sehn. erst mal danke für di Tipps und petri-heil.

Gruss Tinu
8) Gruss Tinu 8)

Benutzeravatar
astacus
Fischerforum Moderator
Beiträge: 2020
Registriert: Mo 18. Feb 2008, 22:17
Meine Gewässer: Aare und Emme im Kt. SO, div. Pachtgewässer
Wohnort: Region Solothurn
Danksagung erhalten: 21 Mal
Kontaktdaten:
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von astacus » Mi 16. Feb 2011, 23:13

T-Rig hat geschrieben:Ich finds lustig wie ihr immer Fischen mit Jagen vergleicht, so ein Schwachsinn! :?
fischen und jagen sind exakt das selbe, auch wenn sie mit anderen methoden ausgeführt werden :twisted:

T-Rig hat geschrieben:Wer auf Tiere schiesst hat die Absicht die Viecher zu töten, beim fischen kann man nach dem Fang immer noch entscheiden ob der Fisch released wird (sofern im gutem Zustand) oder nicht.
erstens dürft ein wesentlich geringerer teil der fische noch in gutem zustand sein, als otto-normalfischer denkt. zweitens ist es eine frage der einstellung gegenüber der natur, ob man das tier als reines sport- und fun-objekt betrachtet, oder als fühlendes wesen, dem man nur zuleibe rückt, wenn man es denn auch wirklich sinnvoll verwertet.

T-Rig hat geschrieben:Das Asti alles totschlägt glaube ich sofort, aber du SA als Fliegenfischer wirst wohl kaum jeden Fisch entnehmen.... :wink:
klar doch, ich schlage alles tot, sogar releaser :mrgreen:

Tinu-G hat geschrieben:Zumindest gehe ich mit den Fischen die ich Fange (ohne köderfische) behutsahm um.
dazu sage ich genau eines: Bild

naja, und vielleicht auch noch das: :censored:

aber noch ein ernst gemeinter hinweis:
überlege dir bereits im vorfeld, wie du es dem aufseher erklären willst, dass du eine abhakmatte dabei hast. nur aufgrund des mitführens einer solchen matte wird dich der aufseher zwar kaum wegen übertretung des tierschutzgesetzes büssen können. du musst aber damit rechnen, dass kritische fragen kommen werden und dass du und dein gewässer in zukunft etwas besser beobachtet werden dürfte.
FISCHEN hat von Natur aus etwas mit ESSEN zu tun Bild

Benutzeravatar
Tinu-G
Beiträge: 48
Registriert: Di 15. Feb 2011, 19:37
Meine Gewässer: Aare, Bielersee, Broyenkanal, Nidau-Büren Kanal
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Tinu-G » Mi 16. Feb 2011, 23:21

@ astacus

Ich weiss nicht wo dein problem ist mit der abhackmatte??? Wenn ich doch wasser auf diese Matte gebe, den fisch zum abhacken im wasser mit wasser auf der matte Vermesse, evtl. totschlage oder vorsichtig wider zurück setzte ist doch dies kein verbrechen. Übrigens war ein Fischaufseher dabei als ich eine Barbe genau so wie ich beschrieben habe abgehackt habe, und dieser hat genau kein Wort gesagt ausser vorher das Patent kontrolliert und sein Visum gegeben. Dieses beschriebene szenario spielt sich bei mir natürlich ur beim Grundfischen ab. Beim Spinnfischen oder Posenfischen kommt ganz normal ein Kescher zum einsatz.

Villeicht bin ich ja im Unrecht mit dem Gebrauch einer solchen Matte. Ich werde dem auf jedem Fall nachgehen. Wenn sich herausstellt, das dies falsch ist, was ich mache, dann werde ich natürlich sofort aufhören damit.

Gruss Tinu
8) Gruss Tinu 8)

Benutzeravatar
Marc 85
Beiträge: 239
Registriert: Mo 5. Mai 2008, 22:28
Wohnort: Bern

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Marc 85 » Mi 16. Feb 2011, 23:42

Es geht nicht um die Abhakmatte, sondern um diese Aussage:
Zumindest gehe ich mit den Fischen die ich Fange (ohne köderfische) behutsahm um.
Ist der Köderfisch weniger wert wie ein Karpfen den du behutsam wieder entlässt?

Genau wegen solchen Fischern haben wir so einen schlechten Ruf und provozieren noch weitere Verbote.
In der heutigen Zeit,muss es doch jedem möglich sein ohne lebenden Köderfisch zum Erfolg zu kommen.
Denk mal darüber nach.

Sorry für Offtopic
Habe fertig
Gruß Marc

Schweizer Angler

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Schweizer Angler » Do 17. Feb 2011, 04:30

das wägen und fotografieren (oder eines davon alleine) des fisches ausserhalb des wassers ist veboten, zumindest und deutlich laut tierschutzverordnung .damit allein kann dich ein aufseher also hopsnehmen.

das natürliche element eines fisches ist das wasser, welches auch einen wesentlichen einfluss auf die schwerkraft hat (merkst du wenn du badest und dir dein eigener körper leichter erscheint, im salzwasser ists noch besser fühlbar. ein fisch an land auf die seine körperseite legen hat einfluss auf seine inneren organe, je schwerer der fisch (eben "mastkarpfen"), je mehr erfolgt druck durch eine unnatürliche lage auf die inneren organe. fische schwimmen ja nicht auf der seite durchs wasser. die abhakmatte ist also nicht per se schonend für den fisch, aber sicher besser als ihn am kiefer in der luft hin und herpendeln um ihn in die camlinse zurecht zu rücken, oder ihn auf einen bootssteg legen.

http://www.carpanglersgroup.com/carpcare.html

es ist bei uns auch verboten einen fisch von einem erhöhten standort (brücke, bootsteg etc.) zurück ins wasser zu werfen, genau aus demselben grund. schwerkraft bedingt fällt er nämlich zu 99% dabei auf die seite und der schlägt beim aufprall auf der wasseroberfläche (denk an einen "plättler" den du in der badi vom beckenrand oder sprungturm ausführst, nur haben wir einen robusteren rippenkörper als fische) führt nicht selten zu inneren organschädigungen,

apopos, und das hat man neu entdeckt, heisst aber auch nicht dass fische deswegen genau fühlen wie wir, schliesst es aber auch nicht aus,können fische sprechen, respektive kommunizieren per lauten mit sich - auch karpfen.


http://www.derbund.ch/bern/Der-Schulver ... y/31586947

das dürfe noch mehr bürger sensibilisieren dass fische nicht einfach eine "leblose ware" sind.

fazit; eine abhakmatte ersetzt nicht den massiv schonenderen umgang des fisch lösens im wasser.

gruss

sa
sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Do 17. Feb 2011, 07:20, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
helix
Beiträge: 1262
Registriert: Di 28. Sep 2010, 18:15
Meine Gewässer: Berner Oberland
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von helix » Do 17. Feb 2011, 05:54

zum c&r:

Ich glaube, es ist von der Natur nicht vorgesehen, dass Lebewesen mit andern Lebewesen nur "spielen", ohne diese zu verwerten. Nur ganz intelligente Arten haben heute überhaupt die Möglichkeit, mit der Nahrung zu spielen: Zuoberst auf der Liste sicherlich der Mensch. Aber wir sind hier nicht die Ausnahme, auch diverse andere hochentwickelte Raubtiere spielen mit der Nahrung, z.B. diverse Katzen (nicht nur domestizierte) oder ganz eindrücklich auch der Orcawal, welcher teilweise das Spielen mit der Nahrung regelrecht zelebriert, indem er z.B. Robben minutenlang durch die Luft schleudert.
Ob man nun solchen Lebewesen, oder auch nur einzelnen Individuen davon, deshalb grundsätzlich einen Vorwurf machen darf, fragt sich.

Ich bin, was c&r anbelangt, nicht so konsequent wie z.B. astacus, dennoch finde ich reines c&r-Fischen etwas vom abartigsten, unnatürlichsten und egoistischsten, was es bei unserem Hobby gibt!
Bild
Gruess helix

T-Rig

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von T-Rig » Do 17. Feb 2011, 08:11

Asti, ich geh nicht fischen um meine Kühltruhe zu füllen sondern um Spass zu haben (fischen ist ein Hobby und kein Job), ab und an was zu fangen und manchmal auch 1-2 Fische zu entnehmen. Ich gehe aber nie mit der Absicht fischen nur um was für die Pfanne zu fangen, ich nehme es so wie es kommt, je nach Lust und Laune....
Gesunder Menschenverstand ist manchmal sehr hilfreich.

Mir und meiner Familie reichen 30-40 Fische pro Jahr vollkommen aus.
Letztes Jahr waren es ca. 30 Egli, 3 Zander und 2 Hechte.
Bass landen bei mir nie auf dem Teller weil alle wertvolle Laichtiere sind und der Bestand gefährdet ist.
Mit deiner (radikalen) Einstellung Astacus hat die Fischerei in der Schweiz keine Zukunft.
Aber das Ganze hatten wir ja schon mal......

Schweizer Angler

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von Schweizer Angler » Do 17. Feb 2011, 08:26

bass;... Bestand gefährdet ist
ist aber nicht offiziell und durch bestandserehebungen belegt - oder?

gruss

sa

T-Rig

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von T-Rig » Do 17. Feb 2011, 09:18

Offiziell SA!? Hier kümmert sich niemand um Bass....

Ich kann durch meine Beobachtungen und auch anderer Fischer bestätigen dass der Bestand um min. die hälfte geschrumpft ist, ich würde sagen eher mehr....
Auch der Zanderbestand ist zurück gegangen.
Scheinbar wollen die Behörden sogar so weit gehen und ein Schonmass und eine Schonzeit für Rotaugen einführen da der Bestand angeblich um 2/3 abgenommen hat und die Raubfische nichts zu fressen finden.

Benutzeravatar
helix
Beiträge: 1262
Registriert: Di 28. Sep 2010, 18:15
Meine Gewässer: Berner Oberland
Switzerland

Re: Hilfe beim Karpfenangeln

Beitrag von helix » Do 17. Feb 2011, 10:38

T-Rig hat geschrieben:Scheinbar wollen die Behörden sogar so weit gehen und ein Schonmass und eine Schonzeit für Rotaugen einführen da der Bestand angeblich um 2/3 abgenommen hat und die Raubfische nichts zu fressen finden.
:shock: ... und wie wollen die Tessiner Behörden das gewaltige Kormoranaufkommen managen?
Bild
Gruess helix

Antworten

Zurück zu „ Karpfenfischen und das Gerät“