Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Selber binden macht mehr Spass!
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fly-fishing-freak

Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von fly-fishing-freak » Mi 16. Mär 2011, 19:52

hallo alle zusammen,

Ich habe nun in der letzten Fischersaison mit dem Fliegenfischen angefangen. Aber weil ich recht unerfahren bin war meine ausbeute recht gering. :| Die Fische die ich landen konnte waren meist mit der Trockenfliege an ruhigen Bächen. Dieses Jahr möchte ich schon im Mai mit dem Fliegenfischen beginnen. Und weil man im Mai nicht grosse Chancen mit der Trockenfliege hat, will ich es einmal mit der Nymphe versuchen! :P Weil ich nicht viel Erfahrung beim Nymphen-fischen habe hoffte ich auf ein paar fängige Tipps von erfahrenen Fliegenfischer :) . Ich will es an meist kleineren Bergbächen versuchen, welche Nymphen könnt ihr mir da empfehlen???

PS: Ich habe seid einem halben Jahr mit dem Fliegen-binden angefangen, kann also schon ein paar muster nachmachen. :-D

hoffe auf ein paar antworten =D greezz FFF

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Lapin Kulta
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Re: Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von Lapin Kulta » Mi 16. Mär 2011, 20:53

Hallo fly-fishing-freak
Habe Dir hier ein paar Muster eingestellt. Ich weiss nicht genau was für Materialien Du hast, aber mit Dubbing in beige, grau, gelb oder etwas Rebhuhn und einem Gold- oder Tungstenkopf kannst Du nicht viel falsch machen. Hakengrösse ca. 12-14.

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Grundsätzlich gilt: im Frühjahr können die Fliegen ruhig etwas grösser sein und im Sommer Herbst bindest Du sie dementsprechend auf kleinere Haken und filigraner.
Und nun viel Spass beim nachbinden.
Gruess Pädu
Tight lines und skitt fiske
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dun
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Re: Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von dun » Mi 16. Mär 2011, 21:21

@fly-fishing-freak,
im frühjahr benutze ich gerne die arthofer- oder eine fasanenschwanznymphe. bei angestaubtem wasser hat mir auch eine nymphe mit hellem hinterleib und pfaugrasthorax kombiniert mit silberdrahtrippung und koldkopf, erfolg gebracht.

auf der unren angegebenen seite kannst du gerne die bilder der nymphen anschauen
Nur Fliegenfischen ist schöner!


http://fishthefly.jimdo.com/

oliman76

Re: Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von oliman76 » Mi 16. Mär 2011, 22:23

Hallo fff
Gratuliere dir zu Entscheid, deine Gewässer vermehrt mit der Fliege aufzusuchen. Wie es scheint befischen wir ähnliche Gewässer. Anfang Mai beginnt in unseren Gewässern ab 1500m.ü. M. langsam die Schneeschmelze. Bevor das Wasser ab Mitte bis Ende Mai "milchig" wird, kann man bei leicht angetrübtem Wasser mit viel Aktivität rechnen. Da das Wasser immernoch eisig kalt ist, solltest du schauen, möglichst in Grundnähe zu fischen. Tungstenbeads sind ein muss. Lapin Kulta hat das wesentliche schon erwähnt. Du kannst auch ruhig noch eine Nummer grösser fahren. Wenn du das Vorfach auf Rutenlänge einstellst, machst sicher nichts faslch. Ich werfe stromauf, manchmal muss man mit den beschwerten Nymphen eher Tipfischen als Fliegenfischen. Helle Muster haben sich bei klarem und angetrübtem Wasser bewährt. Auch während der Schneeschmelze lohnt sich das Nymphenfischen, dabei haben sich dunkle Muster besser bewährt. Im Sommer und Herbst, wenn das Wasser wieder aufklart, nehmen je nach Gewässer die Fische lieber Nahrung von der Oberfläche. Die Fische stehen dann häufig an Gumpenausgängen. Ich bevorzuge auch hier dunkle Muster. Bei ganz klaren Gewässer lohnt sich ein Versuch mit einer attractor immer. Quer ans andere Ufer geworfen und gegen die Strömung gestrippt...
Die Nymphen binde ich ganz schlicht. Goldkopf, Schwänzchen, Dubbing, Rippung.
Wünsche dir viel Glück beim Probieren.

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JJwizard
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Re: Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von JJwizard » Do 17. Mär 2011, 00:41

@fly-fishing-freak: Das im Mai die Trockenfliegenfischerei nicht erfolreich sei mag in hochgelegenen Seen, Flüsse (Schmelzwasser) und Bäche teilweise stimmen, doch für das Flachland bis hinauf auf 1000 m üM kann ich Deine Aussage überhaupt nicht bestätigen.

Nehmen wir mal die Sihl bei Langnau, meist erlebte ich dort (als ich noch die Jarheskarte hatte), und zwar Jahr für Jahr, schon im April eine exzellente Trockenfliegensicherei. Ab Mitte April, auch im Schneetreiben, erlebte ich regelmässig ausgiebige Schlüpfe von grossen, graugrünen Eintagsfliegen. Die Forellen sind dann regelrecht durchgestartet, wo eine halbe Stunde zuvor noch alles ruhig und tot aussah, waren auf einmal Ring an Ring zu sehen. 10-15 Forellen auf Trockenfliege zu fangen (und überwiegend zu releasen) waren in solchen Situationen die Regel und nicht die Aussnahme!

Ebenso an der Wutach, ab 1. Mai fische ich dort die Trockenfliege genauso konsequent und oft wie die Nymphe. Die Trockenfliege kann auch wunderbar in den Lauf platziert werden ohne das eine Aesche oder eine Forelle zuvor sichtbar gestiegen ist ......... und die Trockenfliege wird trotzdem genommen.

Also vergiss die Aussage, keineTrockenfliegenfischerei im Mai, ganz schnell wieder!

Tight-lines
JJ
Born to fish - forced to work!

Schweizer Angler

Re: Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von Schweizer Angler » Do 17. Mär 2011, 05:42

hallo fyl fishing freak

an julia http://www.photok.ch/natur/wasser/bach/bach.html und albula http://www.flyfisherbeat.com/assets/ima ... ge0126.jpg ist die nymphe besonders zu anfang der saison (bis juni) fängiger als die trockenfliege. auch oliman beschreibt die fischerei und seine fliegenmuster-tipps im vergleich zu uri richtig. in bergbächen ist die ausbeute mit der nymphe das ganze jahr über gesehen grösser als mit trockenfliegen (ich fange oft schon am 16. märz damit), aber zugegeben ist die fischerei mit der trockenfliege spannender.
was vor und dann nach der schneeschmelze bei trockenfliegen oft in solchen bächen zieht, sind grosse palmer in hakengrösse 10-12 http://www.pecheethorizons.com/img/p/16 ... -large.jpg oder reeharsedges http://ny-image3.etsy.com/il_fullxfull.202942215.jpg in hakengrössen von 10-12.

diese fliegen schwimmen lang, sind gut zu fetten und fangen gerade oft in gumpen. am besten "knallt" man sie an einen stein/feld am gumpenrand, so dass sie grob auf die wasseroberfläche "aufklatschen". die bafo steigen dann oft vehement nach ihnen, auch wenn sie vorher nicht am steigen zu beobachten waren. die fische halten die fliegenmuster dann für käfer, die von einem strauch ins wasser gefallen sind. und in einem bergbach mit sehr harten lebendbedingungen sind die forellen oft weniger wählerisch als in unterlandbächen/flüssen, denn es gilt fressen und nochmals fressen, bevor der nächste winter/das nächste hochwasser schon bald wieder kommt.
ein weiterer tip ist ein "spinner-streamer", das sind mini-spinner, das spinnerblatt nicht grösser als der fingernagel des kleinsten fingers, an welche man einen kleinen streamer oder eine kleine nassfliege (z.b. alexandra, march brown) einhängen kann. diese spinner lassen sich sehr gut mit fliegenruten um die klasse 3-5 werfen da sie kaum über 1 gramm wiegen, und durch einen grossen gumpen gezogen (strippen), fangen sie oft grössere bafos die man vorher vermutlich kaum an die trocken- oder nassfliege erwischt hätte. diese art fischerei ist bei puristen zwar nicht so gern gesehen (die fänge aber schon :lol: ), aber sehr fängig. du kriegst sie manchmal beim händler "fischen wenger" in bern, der sie speziell anfertigen lässt. auch kollegen von mir fangen damit in österreich an bergbächen "wie der teufel".

gruss

sa

fly-fishing-freak

Re: Fliegenfischen am Bach mit der Nymphe

Beitrag von fly-fishing-freak » Sa 16. Apr 2011, 13:49

Danke vielmals für die vielen verschiedenen Tipps und Tricks, werde versuchen die meisten auszuprobieren. Die Fischerei Fangt bei uns ja schon in 2 Wochen an :P . Werde wohl die ersten Wochen nur mit der Fliegenrute unterwegs sein und hoffe auf ein paar schöne Fänge.

gruss FFF

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