UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Die Geräteecke für den Raub-, Spinn- und Schleppfischer.
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Lutra
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von Lutra » Mi 11. Jul 2018, 12:05

Also ich fische auch mit 1000er Rolle auf der UL und an der L habe ich eine Steez, die baut glaub ich auf dem Daiwa 2000er Modellen auf. Ich finds so ideal und mehr Schnur brauche ich nicht. Aber das hat sicher auch etwas mit der Grösse der Hände zu tun, ob man eher kleine oder grössere Rollen bevorzugt.
Als Geflochtene nutze ich die dünnste Stroft GTP/R die geht bis 5kg (ohne Durchmesserangaben) und reicht auch für einen Hecht <70cm. Beim Vorfach gehe ich so zwischen 0.18er und 0.23er. Beim C-Rig, auf dem letzten Stück nach dem Wirbel bis zum Haken, sogar noch wesentlich drunter.
Wichtig ist, dass die Bremse schnell und fein einsetzt und natürlich richtig eingestellt ist auf das schwächste Glied in der Kette.
Bei so einem langen Vorfach, wie ich es nutze, wird die Geflochtene so gut wie gar nicht abgenutzt, der Verschleis beschränkt sich fast ausschliesslich auf das Vorfachstück.
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

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zweifelson
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von zweifelson » Fr 13. Jul 2018, 09:38

Lutra hat geschrieben:
Di 10. Jul 2018, 11:38
Das mit der Mono ist eine gute Idee. Ich schaue sogar, dass das Monovorfach, länger als die Rute ist, damit beim Werfen, der Knoten mit Anlauf durch die Ringe läuft. Hat auch den vorteil wegen des Abriebs, da vermag die Mono doch wesentlich mehr als die Geflochtene.
Wenn die Mono angekratzt ist, einfach grosszügig abschneiden.
An die Mono(kann auch FC sein) hänge ich vorne noch ein Stück (30-50cm) FC dran, wenn ich mit Carolina-Rig fische. Sonst direkt an die Mono.
Bei der Mono setze ich meist FC ein, aber ein nicht all zu steifes.
Besonders bei Forellen ist es gut einen gewissen Puffer zu haben, wie eine parabolische Aktion oder eine Schnur mit etwas Dehnung. Verhindert, nebst der gut eingestellten Bremse, so manchen Ausreisser.
Entschuldigung für meine antwort....meines erachtens ist das, was hier steht ist absolut sinnfrei...

Dünne geflochtene und dann ein FC... 70cm reicht ...mehr brauch mann nicht.

Wiso mono und fc?

Bei hängern in streuchern oder holz im wasser reist dann höchsten das fc. Die geflochtene bleibt heile..
Nach ca. 2 jahren wechsle ich die geflochtene besser gesagt wende ich sie nur. Dh. ich wende sie nur auf der rolle.

Mache nächste woche noch fotos von meinem tackle...

Wollte niemandem auf die füsse treten.

TL und schöner we
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von Lutra » Fr 13. Jul 2018, 11:42

Finde deine Antwort auch sinnbefreit. Ich mache es so und es funktioniert seit längerem super. Niemand muss das auch so machen, aber jeder darf.
Wechsele meine Geflochtene so 3x pro Jahr und umdrehen würde ich eine Schnur nie und nimmer. Ich schneide vor einem Fischzug grosszügig von der Geflochtenen ab und mache ein neues Vorfach dran.
Mit der Ul hast Du auch dementsprechend kleine Ringe, wenn Du weist was UL ist und da ist es einfach konfortabler, wenn der Knoten zwischen Geflecht und Mono (auch FC ist eine Mono) mit etwas schwung durch die Ringe geht.
Wenn die Schnur schnell am Boden zum liegen kommen soll, dann verwende ich FC, da diese schneller sinkt.
Dann kommt es sehr stark auf die angewante Technik und das Gewässer an, wie stark dein Vorfach belastet wird. Wenn ich mit meinem Tackle eine 70cm Mono vorne dran machen würde, hätte ich mehr Verdruss als Spass beim Fischen. Alles schon ausprobiert und genau aus diesem Grund mache ich es so und nicht anders.
Wenn es für dich anders passt gut, aber bezeichen Dinge, welche Du nicht verstehen kannst nicht als sinnfrei, das ist nämlich sinnfrei.
Es gibt kein richtig oder falsch, man fängt Fische oder nicht und ich kann nicht klagen, ich fangen mit guter Regelmässigkeit.
Bei meinem Post ging es darum, einem Jungfischer zu zeigen, dass seine Ideen auch von erfahrenen Fischern genutzt wird und er nicht auf dem Holzweg ist. Schlussendlich muss er, wie jeder Fischer, seinen Weg und seine bevorzugten Techniken selber finden und für sich verfeinern.

So noch zum Abschluss auf deine Bemerkung...Geflochtene und 70cm Vorfach reichen.....Es würde auch nur eine Mono- oder Geflochtene mit Haken reichen, reichen tut schnell etwas, aber ich will Spass beim Fischen und nicht einfach etwas das reicht. :wink:
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von Freezy » Fr 13. Jul 2018, 12:39

Ich glaube da wird gerade einiges vermischt und nicht genau gelesen, was zu Missverständissen führt. Ich kann da Lutra nur Recht geben. Bei Micoguides ist oft von Vorteil ein etwas längeres Vorfach zu fischen, da sonst der Knoten gerne hängen bleibt (was auch noch hilft ist der FG Knoten). Ausserdem spricht auch die Abriebfestigkeit beim Riggen oder allen Techniken mit viel Grundkontakt für längere Vorfächer.
Und: Genau genommen ist auch FC eine Mono, auch FC besteht nur aus einem „Faden“.
Ich fische gerne ca. 2m lange FC Vorfächer, da ich dann auch nicht so oft wechseln muss und das Vorfach einfach einkürze bis ich es zu kurz finde (noch nie gemessen ab wann ich es zu kurz finde) und ein neues anknote. 70 cm finde ich aber schon klar zu kurz für meine Art der Fischerei.

Gruss
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von BarschPesche » Fr 13. Jul 2018, 16:33

Ich habe das Gefühl ihr sprecht vom selben, nur halt in unterschiedlicher Länge :lol:
Also ich bin voll und ganz bei Lutra und Freezy, mache es gleich NUR ( :twisted: @ Lutra :twisted: ) verwende ich für alles FC und kein Mono :P
70cm ist mir persönlich viel zu kurz 8) aber jedem das Seine.

Petri auf lang oder kurz

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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von Flümi » So 15. Jul 2018, 16:34

Also ich verwende beim leichten Spinnfischen am Fluss/Bach (ich sage jetzt extra nicht UL) um 1m FC-Vorfach am Braid und schaue darauf, dass der Knoten bei weiten Würfen im Fluss nicht in den Ringen ist. Wenn ich im Bach fische und das Gewässer nur 5-12m Würfe zulässt, die man auch durch "Pendeln" und "unten durch", aber nie mit Überkopfwurf zu machen braucht, dann kann ich auch gut 1,5m FC verwenden und der Knoten kommt auch in die Ringe rein.

Aber was mich hier bissl stört an der ganzen Diskussion: warum UL im Bach? Ich würde nie eine Rute mit 0.5-4.5g bis 1-7g im Bach mit Strömung verweden. Sogar wenn ich Köder um 2g dran habe, verwende ich Ruten um 2-12g, 5-14g, 7-21g oder so. Der einzige Ort, wo ich mir für meine Fischerei eine effektive UL-Combo vorstellen kann, ist, wenn ich im langsam fliessenden Aarewasser die Egli zwischen den Booten rauskitzeln will. Für alles andere ist mir eine UL-Combo in Fliessgewässern unterdimensioniert, selbst für 1.6g Wobbler, 2g Jigköpfe, 00er Spinner, C-Rig, DS usw
Gruss, Stefan
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von dominic.gnaegi.15 » So 15. Jul 2018, 17:02

Ist ja wie bereits erwähnt nicht ausschließlich für die Fischerei im Bach gedacht sondern auch für Egli. Eine solch feine Rute bietet aber den Vorteil der Präzision/Weite der Würfe die mit Kleinstködern mit einer normalen leichten Spinnrute einfach nicht zu erreichen ist,

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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von Beat » Mo 16. Jul 2018, 14:48

zweifelson hat geschrieben:
Fr 13. Jul 2018, 09:38
Lutra hat geschrieben:
Di 10. Jul 2018, 11:38
Das mit der Mono ist eine gute Idee. Ich schaue sogar, dass das Monovorfach, länger als die Rute ist, damit beim Werfen, der Knoten mit Anlauf durch die Ringe läuft. Hat auch den vorteil wegen des Abriebs, da vermag die Mono doch wesentlich mehr als die Geflochtene.
Wenn die Mono angekratzt ist, einfach grosszügig abschneiden.
An die Mono(kann auch FC sein) hänge ich vorne noch ein Stück (30-50cm) FC dran, wenn ich mit Carolina-Rig fische. Sonst direkt an die Mono.
Bei der Mono setze ich meist FC ein, aber ein nicht all zu steifes.
Besonders bei Forellen ist es gut einen gewissen Puffer zu haben, wie eine parabolische Aktion oder eine Schnur mit etwas Dehnung. Verhindert, nebst der gut eingestellten Bremse, so manchen Ausreisser.
Entschuldigung für meine antwort....meines erachtens ist das, was hier steht ist absolut sinnfrei...

Dünne geflochtene und dann ein FC... 70cm reicht ...mehr brauch mann nicht.

Wiso mono und fc?

Bei hängern in streuchern oder holz im wasser reist dann höchsten das fc. Die geflochtene bleibt heile..
Nach ca. 2 jahren wechsle ich die geflochtene besser gesagt wende ich sie nur. Dh. ich wende sie nur auf der rolle.

Mache nächste woche noch fotos von meinem tackle...

Wollte niemandem auf die füsse treten.

TL und schöner we
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Ich glaube du hast Mühe mit lesen..... :lol: Gar nichts von dem ist sinnfrei.

Beim Seeforellenfischen verwende ich z.B ein ca. 45-50cm Vorfach - reicht völlig aus. Das kommt somit auch nie durch die Ringe. Beim Zander fischen verwende ich sogar nur ein ca. 20-30cm 0,8 FC - auch das reicht vollkommen. Ich wähle mein Vorfach so kurz wie möglich. Meistens bin ich dann so kurz, dass ich es eh nicht durch die Ringe ziehe. Ausnahme sind Rigs, da habe ich ebenfalls 2-3m und dies genau aus dem Grund wie bereits von Lutra beschrieben. Zu erwähnen ist, dass ich nicht BC fische - wo die Baits bis knapp unter die Rutenspitze aufgerollt werden - da kann ich mir vorstellen, dass alles nochmals anders aussieht.

UL würde ich jetzt auch nur ausschliesslich auf Barsche verwenden. Für alles andere macht UL für mich keinen Sinn, bzw. fängt nur kleine Fische. In einem Bach mit einem guten Forellenbstand würde ich nie mit Köder um die 2gr Fischen.

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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von dominic.gnaegi.15 » Mo 16. Jul 2018, 22:03

So, Rute ist gekauft: Habe mich schlussendlich für eine Favorite Bluebird entschieden da diese preislich top ist und trotzdem eine nicht alzu weiche Rute ist dafür aber einen weichen Solidtip besitzt. Auch vom Design her, gefällt sie mir ganz gut.


Rolle habe ich ja schon aber eine passende Schnur fehlt noch. Natürlich eine Geflochtene. Habe auch schon 3 gute gefunden, weiss aber nicht welche und in welchem Schnurdurchmesser / Tragkraft. Könnt ihr mir da helfen? Ist ja wie schon erwähnt, vor allem für die Fischerei am See auf Egli und Bachfischerei auf Forellen gedacht.
https://www.askari.ch/shimano-kairiki-s ... 78754.html
https://www.askari.ch/daiwa-j-braid-ang ... 63679.html
https://www.askari.ch/berkley-fire-line ... 78460.html

Als Vorach werde ich dann 2 Meter Fluorocarbon anknüpfen, wie ihr mir das vorgeschlagen habt. Auch hier, zu welcher Tragkraft oder welchem Durchmesser würdet ihr mir raten und habt ihr auch gleich eine bestimmte Leine die ihr empfehlen könnt?

Lg und Petri
Dominic

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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von Swordfish » Di 17. Jul 2018, 09:15

dominic.gnaegi.15 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:03
So, Rute ist gekauft: Habe mich schlussendlich für eine Favorite Bluebird entschieden da diese preislich top ist und trotzdem eine nicht alzu weiche Rute ist dafür aber einen weichen Solidtip besitzt. Auch vom Design her, gefällt sie mir ganz gut.
https://www.amazon.de/Favorite-Angeln-S ... B0752X4JZ1
Gemäss einigen deutschen Fischerforen, sollen die Favorite Ruten ja ein top Preis/Leistungsverhältnis haben - ich persönlich hätte mich aber eher an die Ratschläge hier im Forum gehalten. Auf Garantie oder Ersatzteile wirste bei einer solchen 'NoName' Rute nicht zurückgreifen können. Dennoch: Viel Spass am Wasser mit der neuen Rute. Kannst ja zu gegebener Zeit mal einen Testbericht reinstellen.

Von deinen drei ausgesuchten Geflochtenen würde ich bei allen die leichteste Ausführung wählen oder die 0.1er. Mit 0.5-5g wirst du primär kleine Fische bis max 2kg fangen - da brauchst du auch nicht eine Schnur mit 15lb Tragkraft ausser du weisst noch nicht die Dehnung der Rute zu verwenden oder bist noch nicht so versiert im Drill.

Das Fluorocarbon Vorfach (mir persönlich reicht Mono) sollte etwas weniger Tragkraft (nicht zwingend Durchmesser) als die Hauptschnur haben und damit zur Sollbruchstelle werden. Nur selten (z.B. beim Brandungsangeln oder teilweise beim Hechtfischen) verwende ich ein Vorfach mit höherer Tragkraft als die Hauptschnur.

Gruss
Swordfish
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Re: UL-Rute zum Spinnfischen am Bach/Fluss

Beitrag von KasimirStreit » Sa 20. Okt 2018, 12:44

Ich hab das gleiche Problem gehabt und mir hat diese Seite am Besten gefallen: http://www.natuerlicheperson.de/welche- ... ch-nehmen/. Hier wird erklärt welche Rute mit welchem Wurfgewicht. Letztendlich bin ich so in meinen Angelshop vor Ort gegangen. Gekauft hab ich mir letztendlich eine R'nessa von Daiwa und von Quantum eine Smoke. Die Angelrute ist optimal zum Jiggen und jerken.

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