Saibling Thunersee im Januar

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Raubfisch-, Spinn- und Schleppfischen rein.
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Petri-Jünger
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Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Petri-Jünger » So 20. Jan 2019, 21:49

Ich kann neuerdings das Boot (Standort Faulensee) von meinem "Schwiegervater" mitbenutzen und habe mir nun eine Schleppausrüstung gekauft. Diese beinhaltet eine Tiefseerolle sowie zwei Hunde mit Zügelrollen. Nun juckt es mich langsam aber sicher das Ganze endlich einmal auszuprobieren und will nicht mehr bis zum 1. Februar warten... :roll: Dies ist die Ausgangslage.

Nun meine Frage an die Schleppfischer hier. Macht es Sinn im Januar auf Saiblinge zu schleppen? Ich habe mich natürlich im Netz schon schlau gemacht und habe u.a . auch gelesen, dass es erst ab März so richtig losgehen soll auf die Saiblinge. Aber ich hoffe ich habe auch jetzt die Chance einen Saibel zu fangen oder wie sieht ihr das? Als blutiger Schleppanfänger bin ich natürlich auch sehr empfänglich und dankbar für Tipps betreffend Strecken, Tiefen und Köder. Für zahlreiche Antworten, Tipps und Tricks bedanke ich mich herzlich. :D

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Petri-Jünger
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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Petri-Jünger » Mi 23. Jan 2019, 20:23

Ich wollte mich noch für die vielen und vor allem nützliche Tipps auf meine Frage bedanken... :wink: Genau so stelle ich mir ein lebendiges Forum unter Gleichgesinnten vor. *Ironie off*.

Falls sich jemand von den über 200 Zugriffen ebenfalls eine Antwort erhofft hat, gehe ich nun mit gutem Beispiel voran und berichte euch von meinen heutigen Erfahrungen. Ich war heute zum ersten Mal draussen, begonnen habe ich mit der Tiefseerolle auf 50 - 60 Metern vor dem Spiezberg, als Köder verwendete ich verschiedene Schlepplöffel von Stucki. Es dauerte auch gar nicht lange bis ich meinen ersten Tiefsee-Saibling von knapp 35 cm. im Boot begrüssen durfte. War wohl Anfängerglück... Den kurze Zeit später wurde mir meine Unerfahrenheit zum Verhängnis, was zur Folge hatte, dass nun 3 zusätzliche Kilo Blei auf dem Thunerseegrund liegen... :censored: Ich nutzte diesen Fauxpas um auch noch das Fischen mit den Hunden auszuprobieren. Am ufernahen Hund montierte ich einen "alten" Rappala Wobbler welcher mir schon einige Hechte beim Uferfischen bescherte. Nach einiger Zeit ohne Biss fuhr ich immer näher in Richtung Ufer, bis der Hund nur noch ca. 30 Meter vom Ufer entfernt war. Diese Kursänderung brachte mir den Erfolg. Der Rappala läuft also auch beim Schleppen nicht schlecht... :) Kurz vor Faulensee durfte ich also auch noch einen guten Hecht verhaften. :lcop:

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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von DonMiguel » Mi 23. Jan 2019, 21:00

Hey :)

Danke für den Bericht! Ich kann leider keine eigenen Erfahrungen beisteuern. Mein Vater hat zwar ein Boot in Spiez aber wenn ich mitgehe, sind wir am "Gambele" auf Felche und Egli. Mit Schleppfischen hatte er soweit ich weiss noch gar nie Glück :)

Liebe Gruess
Michel

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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Loup » Mi 23. Jan 2019, 21:05

Erst mal Petri zu deinem schönen Saibel.
Ich verstehe deine Lust aufs Schleppfischen. Kann aber nicht ganz nachvollziehen, dass du 14 Tage vor der Sefoeröffnung unbedingt Saiblinge fangen möchtest. Wenn schon auf den See, würde ich an deiner Stelle nur mit dem Echolot gehen und Köderfischschwärme = Seeforellenspots suchen. Dann kannst du dir einen Plan machen, was du an der Eröffnung machen möchtest. Auch weisst du dann, in welcher Tiefe du deine Tiefseeköder laufen lassen solltest.
Das Risiko, dass du so kurz vor der Eröffnung eine Seeforelle an der Tiefsee oder an den Rappala bekommst ist einfach zu gross. Dieser Fisch ist dann verangelt und wenn er überlebt, wirst du ihn sicher an der Eröffnung nicht fangen.
In unserem See ist die Schleppfischerei während der Seeforellenschonzeit verboten. Obwohl ich viele Sachen in unserem Reglemet scheisse finde, das finde ich vorbildlich. Es unterbindet die Schlepperei auf Sefos ganz klar, und verhindert solche Sachen wie du gerade gemacht hast.
Ich will dir nicht unterstellen, dass es dir egal gewesen wäre eine Seeforelle zu fangen, das Risiko hast du meiner Meinung in Kauf genommen.
Wünsche dir Petri für die kommende Seeforellenschleppsaison.
Ich war einer der 200, und habe mir schon damals meine Gedanken dazu gemacht.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Petri-Jünger » Mi 23. Jan 2019, 21:38

Danke Loup! Auch deine Gedanken sind sehr interessant. Dies hab ich mir ehrlich gesagt nicht mal so genau überlegt und Auf Grund von Tiefe, Köderwahl, Ködergrösse und Schleppgeschwindigkeit auch in keiner Sekunde damit gerechnet eine Sefo zu fangen. Die Möglichkeit besteht aber natürlich immer. Und ja es wäre nicht sehr toll gewesen hätte ich gestern eine Sefo unnötig geplagt.
Ohne hier eine grosse Diskussion zu einem anderen Thema zu entfachen, trotzdem noch ein paar Gedanke von meiner Seite zu diesem von dir angesprochenen Thema. Stellen wir die Sefo über alle Fische, müsste das Fischen in allen potentiellen Laich-Flüssen ab dem 1. September komplett verboten werden (keine Fangfenster), hier ist das Risiko wohl am grössten ein wichtiges Laichtier zu verletzen oder gar zu töten. Auch das Fischen auf Winterhechte vom Ufer aus müsste man auch bis am 1.2. verbieten. Und wenn man das Ganze auf die Spitzen treiben will, wäre auch das Fischen mit der Hegene auf Felchen bis zum 1.2. zu verbieten, denn es werden auch immer mal wieder Sefos mit der Gambe gefagen. Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch, dein Gedanke ist richtig, die Frage ist nur wie weit man gehen will um einen Fisch in seiner Schonzeit nicht zu fangen.

Mein erster "Glust" ist befriedigt, ich sammelte wichtige Erfahrungen in einem mir noch fremdem Thema und freue mich nun auf den 1.2. Ich wünsche auch dir eine gute und erfolgreiche Schleppsaison - auf was auch immer... :wink:

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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Loup » Mi 23. Jan 2019, 22:29

Wenn du die ersten Tausend Stunden Seeforellenschleppen hinter dir hast, und du in dieser Zeit sogar die Möglichkeit bekommen hast mit einer wirklich grossen Seekönigin in Kontakt zu kommen, wirst du dir alle diese Fragen selber beantworten können.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Beat » Do 24. Jan 2019, 11:01

Danke Loup, da ich nicht aus dieser Region bin habe ich mir einen Kommentar verkniffen - hätte es vermutlich auch nicht so schön formulieren können... :lol:

Btw: Saiblinge und Seefos sind doch schon sehr ähnlich, selbe Tiefe, selbe Köder - da würde ich die Chance auf eine Forelle als sehr gross anschauen. Im Gegensatz zu Winterhechten wo ich mit 30-45cm Köder schleppen würde.

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Re: Saibling Thunersee im Januar

Beitrag von Andreas » Do 24. Jan 2019, 16:41

Hallo und Petri zu deinen Fischen
Zum Glück haben die 2 richtigen und auch gute gebissen.
Auch ich habe mir meine Gedanken dazu gemacht und wollte dich darauf aufmerksam machen, hatte aber damals gerade keine Zeit und es dann vergessen.
Loup hat es ganz gut zusammengefasst. Ich finde Fischen in 50-60 Meter zudem eh fragwürdig, wobei beim Schleppen die Gefahr untermassige zu fangen wohl kleiner ist als beim pimpen.

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