Tiefseerolle

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Raubfisch-, Spinn- und Schleppfischen rein.
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rocket
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Tiefseerolle

Beitrag von rocket » Fr 18. Jan 2019, 20:34

Hallo zusammen, morgen gehts endlich auf den See :-)

Neues Gewässer, Neues Boot, neue Technik.
Phuuu, etwas viel neues für den Anfang, aber gut ... wird schon klappen!

Ich werde mit meiner neuen Tiefseerolle den Vierwaldstättersee unsicher machen ;-)
Hat mir jemand noch einen "Last Minue" Tip, Tiefe, Zeit ..... ?

Knüpft Ihr bei euren Schleppschnüren ein Hechtsicheres Vorfach ein, oder geht Ihr auf Risiko?

liebe Grüsse rocket

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Swordfish
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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Swordfish » Sa 19. Jan 2019, 00:49

Hallo rocket

Wo aufm Vierwaldstättersee wirst du deine Runden drehen? Nehme mal an du schleppst auf Seeforellen wenn du bzgl Hecht-sicherem Vorfach fragst?

Ich bin beileibe kein Schlepp-Spezialist, da gibts viel versiertere Anglerkollegen in diesem Forum. Ich weiss nur (und selbst das ist wenig überraschend für 4-Wald Veteranen) dass die Hotspots aus Luzerner Sicht um den Bürgenstock und Weggis liegen und derzeit auf rund 40m 'gut' gefangen wird bei ca 4 km/h. Hab bisher noch Niemanden mit wirklich hecht-sicherem Material (sprich Stahlvorfach) auf Seefos schleppen gesehen - meine Kollegen fischen alle Standard Mono-Vorfächer um die 0.5 aufwärts.

Petri - lass uns wissen wies beim ersten Mal gelaufen ist!

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rocket
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Re: Tiefseerolle

Beitrag von rocket » Sa 19. Jan 2019, 09:30

Guten morgen Swordfish

Vielen Dank für die Infos!
Im Moment habe ich den Vierwaldstättersee & äussern See NW.
Je nach Bedarf kommt dann noch was dazu.

Leider ist mein Bootsmotor noch nicht optimal (zu schnell) und das Echolot muss auch noch erneuert werden.
Ich versuche es mit 0.35 Fluo Fighter Schleppschnüren, aber da muss ich vermudlich etwas dicker gehen ;-)

So ...nun gehts los, Petridank ;-)

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Swordfish » Sa 19. Jan 2019, 11:15

Hallo rocket
rocket hat geschrieben:
Sa 19. Jan 2019, 09:30
Im Moment habe ich den Vierwaldstättersee & äussern See NW.
Sehr schön. Muss dir wohl nicht sagen, dass auch vor Hergiswil und Kehrsitten gerne und gut gefangen wird.
rocket hat geschrieben:
Sa 19. Jan 2019, 09:30
Ich versuche es mit 0.35 Fluo Fighter Schleppschnüren, aber da muss ich vermudlich etwas dicker gehen ;-)
Mir hat mal ein Schlepp-Profi erklärt, dass er der Meinung sei die Dicke des Vorfachs sei beim Schleppen nicht von Relevanz - sprich, es lohne sich nicht dünn zu fischen wies z.B. beim Ufer oft von Vorteil sein kann. Erstens weil man damit ja nicht werfen muss und zweitens weil der Fisch dem Köder von hinten folgt und nicht 'stationär' abchecken kann ob alles in Ordnung ist :lol:

Tight lines!
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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Beat » Sa 19. Jan 2019, 22:10

Dann gebe ich auch noch mein Senf dazu:

Bzgl. Hechten würde ich mir nicht so grosse Sorgen machen. In meiner ganzen Karriere habe ich etwa 3 Hechte verlohren weil sie beim Seefoschleppen das Vorfach durchtrennt haben, und ich hatte viele Hechte! Unteranderem einen über 130cm vor Beckenried an der Tiefsee. Meine Theorie ist, da ich alle auf Spangen hatte, dass es ihnen den Löffel durch das Maul zieht. Jeder Hecht den ich hatte, hatte den Löffel ganz vorne in der Schnauze. Diejenigen die ich vorloren hatte, waren alle kurz vor dem Feumer, als sie die Schnauze öffneten und die Richtung/Seite wechselten, dann hängt die Spange vorne und die Schnur geht durch den Mund und wird durchbissen - da kannst du nichts machen. Stahlvorfach würde ich nicht verwenden.

Bzgl. Vorfach hat SF eigentlich meine Ansicht schon komplett erläutert. Kommt halt immernoch darauf an wo und ob du nachgeben kannst. Ich fische am UWH z.b 45er mit 25kg Tragkraft - da ich praktisch nichts nachgeben kann. An der Tiefsee habe ich eine sehr sensible Bremse und „nur“ 2,8kg Blei - da reicht mir eine 40er. An den RH wo ich über 200m Backup habe, reicht mir eine 35er, da habe ich Zeit, Platz und kann den Fisch gehen lassen. Generell finde ich auf dem 4wald eine 40er sehr angebracht. Gerade bei der Tiefsee wo die Zügel auf eine Rolle oder auf den Drillstock kommen, finde ich wichtiger, dass die Zügel bei jedem Rauslassen kontrolliert werden. Dafür lässt du die schnur einfach durch die Finger. Viel, zumindest bei mir, gibt es Schnürschäden von der Alu-Zügelroll, Einhänger oder sonstigem. Gerade bei etwas dünneren Schnüren, ist es mMn nach wichtig den Zügel sofort zu ersetzen. Generell würde ich behaupten, bringst du jeden Fisch mit einer 35er rein, nur ist sie halt anfälliger. Hat sie einen Schaden wird es schnell knapp. Auch wenn du mit Blei arbeitst z.b an den RH, würde ich dickere Schnüre wählen.

Bzgl. Tiefe, wenn dir jemand sagt auf 40m, fragt sich, ob er 40m Schnur draussen hatte oder ob es effektiv auf 40m war. Bei mir mit 2,8kg Blei und Geschwindigkeit 3,5-3,8 kmh (ich fahre nie schneller auf Forellen), rechne ich mit 1/3 „Verlust“. Wenn ich auf 40m Fischen will, lass ich 60-65m raus. Im 4wald hatte ich den Klotz immer 75-85m drauss. Meine tiefste Forelle vor Gersau mit 140m Schnur draussen am untersten Zügel - schätze ich auf 80-90m Tiefe. Generell würde ich aber momentan eher hoch fischen im 4wald und eher Ufernah.

Plätze wurden schon erwähnt. Gut sind Hörner die Unterwasser weiter gehen. Guckst du, wenn du keine Seekarte hast, auf navionics.

Wünsch die viel Petri!

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Flümi » So 20. Jan 2019, 09:45

Beat hat geschrieben:
Sa 19. Jan 2019, 22:10
Ich fische am UWH z.b 45er mit 25kg Tragkraft
Was für eine Schnur ist das? Ist ja technisch gar nicht möglich bei Monofil, wenn beim Durchmesser nicht beschissen wird :wink:
Gruss, Stefan
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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Beat » So 20. Jan 2019, 20:45

Ich weiss ehrlich gesagt den Durchmesser und die Tragkraft nicht 100%. Es könnte auch eine 0,50er sein, Tragkraft sicher über 20kg. Ob das Technisch machbar ist habe ich keine Ahnung und ob ich beschissen wurde ist mir relativ egal.... wenn du willst kann ich es dir abklären was wir für eine Schnur verwenden.....

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von rocket » Mo 21. Jan 2019, 09:06

Vielen Dank für eure Infos und Ratschläge. Ich bin um jeden Tipp dankbar.

Mein erster Test mit dem Ziel alles wieder komplett nach Hause zu kommen, habe ich leider nicht erreicht ... - 1 Blei :oops:
Wenn Mann das Gewässer noch nicht kennt ..... Vielleicht sollte ich die Bleie selber giessen :lol:

Ein riesen Problem ist sicher noch die Geschwindigkeit, selbst bei der tiefsten Trolling funktion (650) läuft der Motor im Standgas rund 4.4 km/h.

Ich werde meine Zügel upgraden, mit welcher ist noch unklar.
.045 / 20.2 kg - Fighter (Fluoro Couting)
.70 / 22.68 kg - Hi Catch
.062 / 22.68 kg - Momoi Shock Leader

Betr. Vorfach, ich möchte einfach nicht unnötig teure Köder durch einen Hecht verlieren ;-)

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Beat » Mo 21. Jan 2019, 09:59

Es gibt "Klappen" welche du über die Schraube vom Motor klappen kannst, mit dem solltest du die Geschwindigkeit gut in den Griff bekommen.

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von primus » Mo 21. Jan 2019, 19:15

Am günstigsten nimm einen Metall Putzeimer mach ein gutes Seil dran und wirf ihn hinten raus der bremst gut
Gruß und Petri

Manu

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von rocket » Mo 21. Jan 2019, 21:31

Vielen Dank, die Klappe ist mir sympatischer, da ich das Risiko mit dem Seil zum Eimer nicht eingehen möchte.
Das währe sicher die günstiste Variante, jedoch muss ich da noch aufpassen das sich das Seil nicht mit der Schraube oder den Zügeln verfängt.

Wo krieg ich diese Klappen oder wie heissen die?

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Beat » Di 22. Jan 2019, 06:26

Habe auf Anhieb diese hier gefunden:

https://www.allenspach-bernhard.ch/inde ... a-A04DA461

Die ist jetzt nur bis 50ps, musst dich sonst schlau machen über eine für mehr Leistung - solltest du aber ohne weiteres finden.

Du hast dann wie eine Gangschaltung neben dem Motor wo du die klappe bedienen kannst. Hochklappen bei Vollgas, beim Trollen runter....

Kenne einige die solche klappen verwenden und damit zufrieden sind.
Zuletzt geändert von Beat am Di 22. Jan 2019, 08:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Piker » Di 22. Jan 2019, 07:49

danke Beat für deine ausführlichen Erklärungen.
Hast du bei so wenig Bleigewicht nicht das Problem,dass dir die grossen Fische in die anderen Zügel schwimmen,oder hast du so grosse Abstände dazwischen?

Ich fische mit 4,2kg Blei und 13m Zügel (0,50er) und 5m Abständen. Bis jetzt hatte ich noch nie einen Abriss.

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von fischer » Di 22. Jan 2019, 07:50

Hi rocket,
Habe noch eine neue Happy Troller Platte für Motoren über 50 PS. Ich habe die gleiche an meinem Boot und funktioniert perfekt. Kannst sie haben für 100.-. (NP 199.-) Bei Interesse PN.
Gruss fischer

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Re: Tiefseerolle

Beitrag von Beat » Di 22. Jan 2019, 08:02

Ich fische 22m Zügel mit ebenfalls 5m Abstand und hatte das Problem tatsächlich schon 2 Mal - ging aber immer gut aus für mich. Hatte aber schon richtige Kaliber welche mir den Klotz hochgenommen haben und da hatte ich keine Probleme, da gem. mE die Fische (vorallem die Grossen) nicht hinter dem Boot sondern neben dem Boot Radau machten. In andere Zügel sind mir eher kleinere Fische geschwommen. Ich staune aber jeweils selber, dass ich nicht mehr "Gehürsche" habe... :D

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