Seforellen - welche Tiefe?

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Raubfisch-, Spinn- und Schleppfischen rein.
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Hechtfan1
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Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Hechtfan1 » Sa 15. Sep 2018, 10:12

Hallo zusammen
Wie schon so oft habe ich eine Frage: Wo halten sich Seeforellen auf? Ich konnte eine im Mittelwasser fangen, aber ich weiss nicht, ob das eine Ausnahme war. Welchen Tiefenbereich sollte man abfischen, wenn man Seefos nachstellt? Ich habe gehört, sie können überall sein, aber wo sind sie am meisten? :)

Natürlich werde ich erst im Februar Seefos jagen gehen.'Mit der Spinnrute.
Danke im Voraus

Hechtfan

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Hechtfan1
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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Hechtfan1 » Di 25. Sep 2018, 00:37

Hallo zusammen
Der Beitrag ist nun schon mehr als eine Woche alt.
Ich würde mich noch immer sehr über Antworten freuen! :)
Lg Hechtfan

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Dural
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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Dural » Di 25. Sep 2018, 10:37

Die Frage kann man auch gar nicht beantworten. Es ist alles möglich, wer sucht der findet ;)

Die Tiefe ist meiner Meinung nach auch gar nicht so ultra wichtig, die Gewässer sind bei uns im Winter relativ klar und die Seeforellen sind so wie so sehr neugierig. Wenn die Seeforelle den Köder paar Meter oben oder unten sieht wird sie in verfolgen, wenn sie gerade Lust dazu hat und ihr gefällt was sie sieht, sonst eher nicht ;)

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Ideur65 » Di 25. Sep 2018, 18:02

Die Seeforellen lassen sich in allen Tiefen fangen. Je nach Jahreszeit und Gewässer. Finde das Futter und Du findest die Räuber. Ich habe schon Seeforellen in 60 m Tiefe aber auch schon an der Oberfläche gefangen. Man muss ein Gewässer beobachten. Es gibt immer wieder Tage, da sieht man die Fische an der Oberfläche jagen, dann muss man sich Zeit nehmen und den Koeder zu Wasser bringen. Dann ist es leicht etwas zu fangen

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Beat » Mi 26. Sep 2018, 09:45

Seeforellen sind überall. Du kannst eine in 40m haben und gleichzeitig eine auf 1m. Mit der Spinnrute macht es mE eigentlich nur Sinn in der obersten Wasserschicht zu fischen. Wie Dural sagt, spielt die Tiefe keine so grosse Rolle. Ob du nun au 0m, 2m oder 6-8m deine Köder anbietest macht vermutlich keine grossen Unterschied. Beim Werfen fische ich meistens nicht tiefer wie 50cm, da ich der Meinung bin, dass die Fische Köder oberhalb besser erkennen/wahrnehmen. Hängt auch damit zusammen, dass ich fast ausschliesslich Köder mit guten Wurfeigenschaften fische, das sind nun mal nicht tieflaufende Wobbler etc. Wenn du irgendwo Köfis findest, dann bist du sicher nicht falsch am Platz. Generell brauchst du einfach Ausdauer. Bis auf 2 ausnahmen kahmen bei mir alle richtig grossen aus 20-50m Tiefe - jedoch beim Schleppen.

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Hechtfan1 » Do 27. Sep 2018, 15:24

Vielen Dank für die Antworten!
Das wusste ich nicht. Frage: Man sagt ja, dass man Barsche nicht tiefer als 10 fangen sollte, wegen dem Druck. Die sind dann nicht mehr in der Lage, zu überleben wenn man sie zurücksetzt. Korrekt?

Was ist jetzt mit einer untermässigen Seforelle, die ich aus 20-30 Meter Tiefe heraufholte? Ist die dann ok wenn ich sie zurück ins Wasser freilasse, oder muss ich sie nehmen?

Danke im Voraus
Hechtfan

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Do 27. Sep 2018, 16:09

Hoi, das mit dem Druckausgleich gilt nur für Egli, Zander und Trüschen so viel es mir ist.

Seeforellen wie auch Felchen und so machen den Ausgleich wärend dem hoch kurbeln, das sieht den so aus als würden sie furzen..
Die kann man bedenkenlos zurücksetzen.
Klar kann es vom Stress her immer mal wider sein das dir ein Fisch eingehen, da kommt es aber nicht auf die Art an.. Das kann dir bei jeder Fischart passieren, leider..

Wünsche viel Erfolg beim probieren!!
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Dural » Do 27. Sep 2018, 16:30

Auch Forellen können Probleme bekommen wenn man sie aus grosser Tiefe schnell hoch kurbelt. Aber sicher deutlich weniger als Egli, Zander und Trüsche. Als Ufer Fischer kann man das aber fast vernachlässigen, kommt halt auch auf das Gewässer drauf an, ob man vom Ufer aus überhaupt so tief fischen kann.

Das grössere Problem sehe ich bei Forellen eher Grosse Temperatur Unterschiede. Gerade im Frühling - Sommer - Herbst wo in Seen zb. schon in 10m Tiefe deutlich kühlere Temperaturen herrschen als an der Oberfläche.

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Beat » Do 27. Sep 2018, 16:49

Bei Seeforellen ist das nicht so ein Problem. Hatte schon Grosse die sind nebem dem Boot von 0 auf 20m getaucht - konnte ich auf dem Echo mitverfolgen, 45sek später Sprang sie wieder 10m neben dem Boot. Die gehen von alleine hoch und runter wie sie wollen.

Das was Dural anspricht wird wohl das grössere Problem sein, jedoch würde ich dies auf Sommer und anfangs Herbst begrenzen. Bei einer Wassertemperatur von mehr wie 18grad hat die Seeforelle generell zu wenig Sauerstoff. Wenn dann die Seeforelle nach dem Drill erschöpft ist und die Wassertemp. an der Oberfläche zu hoch ist, könnte die Forelle damit ein Problem bekommen. Seeforellen im Sommer aus der Tiefe zu holen um zu releasen finde ich jedoch ein wenig bedenklich.

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Nobody » Do 27. Sep 2018, 22:22

Beat was ist Gross? was klein? wo liegt da bei dir die grenze

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Beat » Fr 28. Sep 2018, 10:02

Nobody hat geschrieben:
Do 27. Sep 2018, 22:22
Beat was ist Gross? was klein? wo liegt da bei dir die grenze
über 70cm

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Dural » Fr 28. Sep 2018, 15:19

Grosse Tiefen sind bei mir eigentlich nicht 20m, eher so ab 50m ;) aber wie schon gesagt als Ufer Fischer kann man es fast vernachlässigen, obwohl ich von Sefo Ufer Fänge in 40m Tiefe weis...

Die Untermassigen Seeforellen wirst du so wie so eher im flachen Fangen, das heist ca. 0-5m.

Im Thunersee wirst du relativ einfach an eine Seeforelle kommen, es gibt viele gute Stellen und es werden praktisch jedes Jahr auch Fische aus der Sefo Aufzucht ausgesetzt. Die stehen dann relativ lange und oft in Ufer nähe, es ist übrigens ein zimlich grosser irrglaube das diese Fische ständig in Bewegung sind. Ich selber konnte schon "Absteiger" über Tage auf ein und dem selben Fleck beobachten.

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Beat » Fr 28. Sep 2018, 15:38

Dural hat geschrieben:
Fr 28. Sep 2018, 15:19
Grosse Tiefen sind bei mir eigentlich nicht 20m, eher so ab 50m ;)
Ja 20m erachte ich jetzt auch nicht als grosse Tiefe, hab es auch nicht auf dein Post bezogen. Ab 50m? Weisst du von "vielen" Fängen unter 50m? Nach meiner Erfahrung ist bei 45m Schluss, kann mal eine noch weiter unten geben, für mich ist dies aber eher eine Seltenheit.

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Beat » Fr 28. Sep 2018, 15:45

Dural hat geschrieben:
Fr 28. Sep 2018, 15:19
Die stehen dann relativ lange und oft in Ufer nähe, es ist übrigens ein zimlich grosser irrglaube das diese Fische ständig in Bewegung sind. Ich selber konnte schon "Absteiger" über Tage auf ein und dem selben Fleck beobachten.
Das mag bei Absteiger stimmen, genau so wie sie sich noch einige Tage vor den Zuflüssen aufhalten vor dem Aufsteigen. Hier vorausgesetzt ist ein Zufluss. An einem "normal" Spot ohne Zufluss etc. würde ich jetzt schon behaupten, dass die Seeforellen herumziehen und nicht an einem Ort, wie z.B ein Hecht, ausharren. Ich sah auf jeden Fall noch nie eine in einem See stehen, war alle immer in Bewegung.

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Re: Seforellen - welche Tiefe?

Beitrag von Dural » Fr 28. Sep 2018, 18:10

Angeblich wurden schon in 80m tiefe gefangen, ob es stimmt keine Ahnung, bin kein Schleppfischer :wink:

Sagen wir mal so, es gibt sehr Standort treue Seeforellen, die suchen regelmässig ihnen vertraute Gebiete auf.
Aber natürlich gibt es auch die klassischen Freiwasser Fische die den Futterfischen hinterher ziehen, aber auch die wissen ganz genau wo sie zum Futter kommen.
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