Schleppen mit Sbirolino

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Nick90
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Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Nick90 » Fr 22. Dez 2017, 14:43

Hallo zusammen

Heute war ich wieder mal an einem Forellensee. Dies mache ich 2-3x pro Jahr, um meine Fangtechnik zu verfeinern und das Repetoir zu erweitern. Es geht dabei vorallem ums ausprobieren.
Mit einem 15g Spirolino (G8) habe ich im Mittelwasser mit einem 2m Vorfach geschleppt. Als Köder nahm ich Forellenteig, den ich als Plättchen ausgestochen und zu einem Spinner geformt habe.
Die Bisse spürte ich gut in der Rute. Als ich den Anhieb setzte, ging der stets ins Leere. Die Fische packten zwar den Teig von hinten, der Anhieb des Hacken nach vorne ging aber dem Fischmaul vorbei. Die Forelle liess danach vom Teig ab.
Was muss ich anders machen, damit ich die Fische haken kann?
Sollte ich bei Widerstand eventuell einen Spinnstopp einlegen, warten bis der Fisch den Teig komplett ins Maul nimmt und erst dann anschlagen?

Schlammbarbe

Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Schlammbarbe » Fr 22. Dez 2017, 15:05

Hallo Nick90, was angelst Du für eine Rute, Länge, und Wurfgewicht, Spirogewicht ?
Oft liegt es auch nur an der zu harten Spitze, die sollte sehr fein sein, damit die Forellen beim Biss nicht sofort Wiederstand spüren.
mfg, Schlammbarbe.

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Nick90
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Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Nick90 » Fr 22. Dez 2017, 15:27

Hallo Schlammbarbe

Wie du sagst, liegts sehrwahrscheinlich an der Rutenspitze. Diese ist bei meiner Ruten hart. Ich fischte mit einer 3 Meter Steckrute mit Wurfgewicht von 10-25 Gramm und einem 15 Gramm Spirolino.
Die Fische habe ich wohl mit der harten Spitze vergrämt.
Für diese Angelei muss ich mir eine Sbirolino-Rute mit weicher Spitze und schneller Aktion kaufen.
Hätte nicht gedacht, dass es einen so grossen Einfluss hat.

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Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Nick90 » Sa 23. Dez 2017, 17:10

Schlammbarbe hat geschrieben:
Fr 22. Dez 2017, 15:05
Oft liegt es auch nur an der zu harten Spitze, die sollte sehr fein sein, damit die Forellen beim Biss nicht sofort Wiederstand spüren.
Ich habe mal etwas gelesen, dass man für "harte Köder" eine weiche Rutenspitze wählen soll und umgekehrt. Ich frage mich, ob man beim Wobbler- und Spinnerfischen immer eine weiche Rutenspitze wählen sollte, damit die Fische weniger Widerstand spüren und man weniger Fehlbisse hat?

Schlammbarbe

Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Schlammbarbe » So 24. Dez 2017, 06:34

Hallo @Nick90,
das habe ich noch nie gelesen.
Wichtig ist schon das Gerät auf Angeltechnik und Zielfisch abgestimmt ist. Darum macht eine Sbirorute schon Sinn. Geht aber um in diese Fischerei reinzuschnuppern auch mit einer ähnlichen Rute. Vielleicht waren an diesem Tag die Fische auch sehr vorsichtig oder der Haken schaute zuwenig aus dem Teig. Das gibt auch fehlbisse.
Ich finde das Sbiroangeln eine tolle und schöne Angelegenheit mit enormem Potenzial, an den meisten Gewässern fängig und für sehr viele Zielfische einsetzbar. V
Ein Video mit dem Altmeister Willy Frosch. Der sehr symphatisch die Sbirotechnik für Einsteiger vermittelt und Lust auf mehr macht. mfg.

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Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Nick90 » So 24. Dez 2017, 15:05

Schlammbarbe hat geschrieben:
So 24. Dez 2017, 06:34
Vielleicht waren an diesem Tag die Fische auch sehr vorsichtig oder der Haken schaute zuwenig aus dem Teig. Das gibt auch fehlbisse.
Danke für den Link, das Video habe ich bereits gesehen. Ist für Einsteiger super.
Den Haken habe ich zwischen die beiden Teigplättchen hineingedrückt, so dass man den Haken nicht sah. Kann das ein Problem sein?
Wenn die Fische resp. Forellen vorsichtig sind,.sollte man doch eher eine Spinnrute mit weicher Spitze nehmen, um den Widerstand so gering wie möglich zu halten?

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Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Bastler » So 24. Dez 2017, 16:48

Hallo Zusammen, die Wahl der Rute entscheide ich am Gewässer. Je nach dem wo die Forellen sind und wie sich das beissverhalten entwickelt.
In Ufernähe klappt es mit der Sbiro Rute ganz gut 3-10 Gramm WG. Mit der Ultra feinen Spitze übersieht man auch keinen Biss.
Wenn sie weit draussen sind, nimm ich gerne eine Matchrute, auch mal bis 25 Gramm WG. Entweder mit Sbiro, oder mit Glas. Anfangs beissen die Fische etwas ungestüm, ( wie im Film mit Willi Frosch) im Verlauf werden sie jedoch immer wie vorsichtiger. Dann wird der Köder nur angetippt und erst dann genommen.
Dem zu Folge ist das wichtigste, nach dem Biss nachzugeben und warten bis die Forelle abzieht. Ist anfangs etwas ungewohnt, aber unheimlich spannend.

Schlammbarbe

Re: Schleppen mit Sbirolino

Beitrag von Schlammbarbe » So 24. Dez 2017, 19:40

Moin Bastler,
schön wieder mal von Dir zu hören. :Ddas isch genau so. Ist doch auch dein Thema als Jungmeister in diesen Gewässern. Und Techniken. Liebe Gruess u schöni Festtäg wünschi Dir alles Gueti. der Fröse.

Den Haken habe ich zwischen die beiden Teigplättchen hineingedrückt, so dass man den Haken nicht sah. Kann das ein Problem sein?
Wenn die Fische resp. Forellen vorsichtig sind,.sollte man doch eher eine Spinnrute mit weicher Spitze nehmen, um den Widerstand so gering wie möglich zu halten?
Salu Nick, je nach Combo spührst Du Anstuppser nicht mal, darum gehe ich mal von Fehlbissen aus. Aus der Ferne nicht ganz einfach zu erschliessen.
Für mich ist eine Spinnrute nicht sehr geeignet. Fangen kannst Du jenachdem schon, dann würde ich aber auch, wie Bastler erklärte, mehr auf die Absinkphasen setzen. Und gleich mit Stop and Go angeln. Oder mit Kunstköder wie Twister und Co.

Meine Erfahrung beim Sbiroangeln:
Kurze Ruten, (somit auch kurze Vorfächer), zu straffe Ruten und eine versteckte Hakenspitze = mehr Fehlbisse. Ich persönlich verstecke die Hakenspitze nie. Dann bleibt auch mal ein Vorsichtiger Biss hängen.
Aber Spass macht es trotzdem und der Fisch soll auch seine kleine Chance haben.
Auch Dir frohe Festtage und Petri, Schlammbarbe.

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