Lieber eine billige Rute?

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Swordfish
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Swordfish » Mi 30. Aug 2017, 17:36

Beat hat geschrieben:
Mi 30. Aug 2017, 12:20
Rute vor Rolle kann ich ganz klar Unterschreiben. Wenn man nicht zuviel ausgeben möchte, lohnt es sich def. ein wenig mehr in die Rolle zu investieren.
Oehm, irgendwas stimmt in dem Satz nicht :lol: Bin aber sonst voellig einig mit deinem Beitrag!
til hat geschrieben:
Mi 30. Aug 2017, 12:50
Ich bin klar im team Rolle vor Rute.
Fische verloren habe ich nur einmal wegen einer billigen Rolle, wegen einer Rute auch einmal, aber die war nicht billig.
Bei beiden erst einmal Fisch verloren laesst sich aber auch sehen :D
Deine anschliessende Argumentation gefaellt mir. Schlussendlich muss jeder fuer sich entscheiden wie man seinen Koeder fuehren moechte und entsprechendes tackle dafuer benutzen.
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Schneider-Toni
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Schneider-Toni » Do 31. Aug 2017, 02:07

Moin...

Bin auch Team Rolle vor Rute... 8) aber sagt doch mal ab wann bei euch preiswert endet und teuer anfängt? Ist ja doch gerade bei Rollen extrem breit gefächert...

Gruss
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Flümi » Do 31. Aug 2017, 07:05

Also ich wäre dann auch im Team Rolle vor Rute :mrgreen:

Ich kann gut mit günstigen Ruten (30-100 Stutz) fischen, es mir aber gar nicht vorstellen, eine Rolle regelmässig zu verwenden, wenn sie unter 200 ist :lol:

Bei allen aktuell verwendeten Combos (was ich meistens mache, unabhängig der Reihenfolge: Felchen vom Boot, Schleppen vom Boot, SeeFo Spinnfischen vom Ufer, Hecht Spinnfischen vom Ufer, Bach Spinnfischen auf Forellen und Ufer-Spinnfischen auf Egli und am Bergsee), sind ausser bei einer einzigen Ausnahme, bei allen Combos die Rollen teurer als die Rute. Und ich habe in den letzten 20 Jahren nie einen Fisch dadurch verloren, dass die Rolle Komplikationen oder Bremsprobleme hatte. Entweder ist die Schnur durchgeschürft oder der Haken war nicht richtig drin. Oder weil der Fisch direkt vor den Füssen gebissen hat, konnte er sich einfach losschütteln. Aber bei Bissdistanzen von 2-4m macht es eh kaum nen Unterschied, ob Mono oder Geflecht, Glas oder Karbon, langsame oder schnelle Aktion und kurze oder lange Rute. Der Fisch springt und schüttelt den Köder einfach weg :lol:
Gruss, Stefan
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von til » Do 31. Aug 2017, 09:31

Also was Rollen angeht muss man sagen, dass die Qualität in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat, und man brauchbare Rollen mittlerweile schon für c. 50 chf (z.B. Daiwa Ninja) kriegt. Trotzdem: brauchbare Ruten gibt es sogar für unter 20 chf.
Ich beziehe mich auch hauptsächlich aufs Spinnfischen, bei anderen Angelarten ist die Rolle weniger wichtig. Extremfall: Fliegenfischen, da ist es eigentlich genau umgekehrt, vor allem wenn man nicht über die Rolle drillen muss.
Probleme bei Rollen:
Zuverlässigkeit: Die Rolle muss halten, bei einem Schaden ist je nach dem ein Angeltag zur Sau. Gilt für Ruten auch, aber die sind technisch simpel und die billigen manchmal sogar robuster als die teuren, das heisst dieser Punkt lässt sich bei Ruten über den Preis kaum beeinflussen. Bei Rollen hingegen steigt die Zuverlässigkeit normalerweise mit dem Preis.
Leichtgängigkeit: Die Rolle muss angenehm leicht laufen, gerade bei diversen Methoden mit unregelmässiger Köderführung (Jiggen, Twitchen, Jerken) ist ein hoher Anlaufwiderstand extrem nervig. Ausserdem Kurbelt man ja den ganzen Tag.
Schnurverlegung: Mit dem Aufkommen geflochtener Schnüre ist dieser Punkt noch viel wichtiger geworden, denn schlechte Schnurverlegung = Perücken. Dies ist zum Glück auch besser geworden in den letzten Jahren im unteren Preissegment, aber zu den Anfangszeiten der PE Schnüre, konnte man fast jede Rolle unter 100 chf gleich vergessen.
Bremse: Eine gut funktionierende Bremse könnte man unter dem Punkt Zuverlässigkeit allgemein abhaken, aber bei billigen Rollen ist die Bremse oft schon im Neuzustand so schlecht, dass Fischverluste vorprogrammiert sind.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Beat » Do 31. Aug 2017, 10:32

Früher habe ich auch immer für die Rolle deutlich mehr ausgegeben als für die Rute, ging dann aber irgendwann nicht mehr..... :lol:

Teuer würde ich eine Rolle ab 400.- bezeichnen, Ruten ebenfalls ab 400-500.-. Habe neulich eine Stradic vom Kollegen in den Händen gehabt, und muss sagen, dass mich diese Rolle sehr beeindruckt hat. Würde sogar sagen, dass diese Rolle momentan im Preis-Leistungsverhältnis etwas vom besten ist, was der Markt zu bieten hat. Habe selber 3 Stradic, jedoch ältere Modelle welche nicht mehr zum Einsatz kommen und war auch mit denen sehr zufrieden. Jedoch macht das neue Modell noch einen deutlich besseren Eindruck und kann sich auch optisch durchaus sehen lassen. Mit den Daiwa Rollen im unteren Preissegment habe ich leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht, da würde ich Shimano def. vorziehen (Rarenium, Stradic). Hingegen sind im oberen Preissegment die Daiwa Rollen, gerade für die leichte Fischerei, top. Auch für SW kann ich die Saltigas nur empfehlen.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Swordfish » Do 31. Aug 2017, 12:21

Bin ehrlich gesagt sehr ueberrascht, dass da doch so einige fuer Rolle vor Rute stimmen. Vermutlich bin ich ein wenig voreingenommen da ich selber Ruten baue (zwar schon laenger nicht mehr) aber weil die Rolle an und fuer sich fast nur Komfort fuer den Fischer bietet neben der Wurfdistanz muss ich wohl mal ein Votum fuer die Rute abgeben.

Eine typische Baitcasting Rute (BeastMaster, Yasei, Yagi, Vendetta und wie sie nicht alle heissen) ist im Schnitt bei 1.80-2.10 um die 100-150g schwer mit einem Wurgfewicht von 5-30g. Je nach Marke - wobei gerade die billig Ruten zum Beispiel von Askari das verwendete Material aus Scham nicht mal preisgeben wollen - wird da ein Carbonblank von 15-60T verbaut. 15-60T! :shock: Das sind riesen Unterschiede! In etwa so als wuerde ich nen Zweig frischen Hasel als Rute verwenden oder nen getrockneten Buchenast. Mit dem Haselzweig nen Koeder genau so fuehren wie man moechte (mal kurbeln, mal twitchen, mal schnell, mal langsam,...) ist schlicht nicht machbar. Auch nicht, wenn man da hinten ne Stella Rolle fuer 600 Stutz ranmacht.

Teleskopruten sind nochmals um einiges weicher, schwerer und dicker als ne Steckrute und damit fuers baitcasting noch ungeeigneter. Auch da kann ne teure Rolle nix mehr retten.

Dazu kommen noch viele, viele weitere Gruende wieso die Rute nicht zu preiswert sein darf:
- zu lange/kurze oder zu dicke Handteile
- zu grosse und schlechte Ringe (vorallem die ersten und letzten auf der Rute)
- schlecht gewaehlte Abstaende zwischen Ringen (da nicht durchdacht)
- schlechte Blanks
- falsches Blankmaterial
- Transportlaenge
-...

Fazit: Hat man ne schlechte Rute, kann die Rolle nicht mehr viel kompensieren. Die Koederpraesentation wird - trotz weitem Wurf - lau sein. Dass dazu das Gewicht zu hoch, die Combo nicht ausbalanciert und der Drill kein spass macht ist dann auch nur noch ne Randbemerkung wert. Und wenn man keinen Fisch faengt, nuetzt einem ne geniale Bremse oder Schnuraufwicklung auch nicht mehr viel :lol:
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Swordfish » Do 31. Aug 2017, 12:23

To add:
Bin allerdings mit den Vorschreibern einig, dass ne Rute nicht zwingend mehr als 200 Stutz kosten muss! Aber ob man ne Kogha oder ne vernuenftige Shimano Rute kauft ist matchentscheidend beim Spinnfischen! Ob dann ne Exage oder ne Stella als Rolle verwendest ist fuer 95% der Fischer in der CH egal. Da hat die Schnur und der Koeder viel mehr Auswirkungen auf den Fangerfolg.

Anders siehts natuerlich beim Brandungsangeln aus oder beim Fischen vom Kutter...da hat meine 3000er Exage knapp 3 Drills ueberstanden :lol:
Zuletzt geändert von Swordfish am Do 31. Aug 2017, 16:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Beat » Do 31. Aug 2017, 13:10

Da gebe ich dir zu 100% Recht Swordfish. Ich bin jedoch davon ausgegangen, dass man sich vor dem Kauf der Rute überlegt für was diese eingesetzt wird. Ich besitze nicht zum Spass weit über 20 Combos die alle fix fertig bereit stehen. Fischen ist mehr als einfach nur die Rute auswerfen und hoffen, dass was anbeisst. Für jede Fischerei gibt es eine passende Rute, und diese Rute ist mMn dann auch nur die für eine bestimmte Fischerei einzusetzen. Eine Rute die als Allround-Rute bezeichnet wird, ist schlicht ein Witz. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Erfolg beim Angeln nur zu einem gewissen, vielleicht sogar kleine Teil, aus Glück besteht. Vielmehr geht es darum den richtigen Köder richtig zu präsentieren. Dem voran gesetzt, dass man das Gewässer lesen und verstehen kann und dass man sich mit den Fischen auseinandersetzt, also sich ein Bild machen kann wo sich der Zielfisch aufhalten könnte und was gerade sein bevorzugte Nahrung (Grösse etc.) ist und wie sich diese je nach Jahreszeit bewegt. In Seen ist dies noch einiges anspruchsvoller als ein einem Fliessgewässer was relativ überschaubar ist, denn hinter Steine, Schwellen oder in Rückläufe kann wohl jeder werfen.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von santemi » Do 31. Aug 2017, 13:20

Swordfish hat geschrieben:
Do 31. Aug 2017, 12:23
To add:
Bin allerdings mit den Vorschreibern einig, dass ne Rute nicht zwingend mehr als 200 Stutz kosten muss! Aber ob man ne Kogha oder ne vernuenftige Shimano Rute kauft ist matchentscheidend beim Spinnfischen! Ob dann ne Exage oder ne Stella als Rolle verwendest ist fuer 95% der Fischer in der CH egal. Da hat die Schnur und der Koeder viel mehr Auswirkungen auf den Fangerfolg.

Anders siehts natuerlich beim Brandungsangeln aus oder beim Fischen vom Kutter...da hat meine 3000er Exchange knapp 3 Drills ueberstanden :lol:
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Dural » Do 31. Aug 2017, 13:28

Bei Stationär Rollen kann man sparen, zb. eine neue Stratic ist super. Stella und Exist sind in der CH reine Geldverschwendung! Zudem ich starke Zweifel habe ob die wirklich eine längere Lebensdauer haben. Eigentlich basieren die Rollen ja immer auf der selben Basis, umso teurer umso bessere Lager und es wird umso mehr Gewicht (zb. Kurbel, Rotor etc.) gespart, das ist alles. Wenn man dafür 2-3x mehr bezahlen möchte, jeder wie er es halt mag. ;)
Bei den Baitcast Rollen sieht es aber etwas anders aus, da sollte man schon eher zu was gutes greifen, ab ca. 350.- Aufwärts ist man dabei.

Zum Thema Ruten, ich habe früher oft mit Ruten zwischen 200-400.- gefischt, ich war eigentlich auch immer zufrieden, seit ich aber Ruten fische die 500.- aufwärts kosten möchte ich nur noch damit fischen, der unterscheid ist definitiv da! Evergreen, Yamaga Blanks, DEEPS, Daiwa etc. führen einfach Top Ruten im Sortiment, die halt auch etwas kosten. :wink:

Aber auch mit High-End Tackle muss man immer noch selber fischen... In den seltensten fällen fängt die Ausrüstung den Fisch, sondern der Fischer. :wink:

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Beat » Do 31. Aug 2017, 15:27

Dural hat geschrieben:
Do 31. Aug 2017, 13:28

Zum Thema Ruten, ich habe früher oft mit Ruten zwischen 200-400.- gefischt, ich war eigentlich auch immer zufrieden, seit ich aber Ruten fische die 500.- aufwärts kosten möchte ich nur noch damit fischen, der unterscheid ist definitiv da! Evergreen, Yamaga Blanks, DEEPS, Daiwa etc. führen einfach Top Ruten im Sortiment, die halt auch etwas kosten. :wink:
Ja das ist ja bei dir noch nicht so lange her... :wink: Evergreen seid die bei Mickey im Sortiment sind und Yamaga Blanks war dir vor einem Jahr auch noch ein Fremdwort.

Vielleicht kommt Zenaq noch bei Mickey ins Sortiment, dann gibt's nochmals was zu entdecken..... :wink: kanns empfehlen!

Ich könnte aber auch nicht mehr darauf verzichten. Der Unterschied ist, zumindest wenn man viel am Wasser ist, def. spürbar und da!

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Swordfish » Do 31. Aug 2017, 16:24

Beat hat geschrieben:
Do 31. Aug 2017, 13:10
Da gebe ich dir zu 100% Recht Swordfish. Ich bin jedoch davon ausgegangen, dass man sich vor dem Kauf der Rute überlegt für was diese eingesetzt wird. Ich besitze nicht zum Spass weit über 20 Combos die alle fix fertig bereit stehen. Fischen ist mehr als einfach nur die Rute auswerfen und hoffen, dass was anbeisst. Für jede Fischerei gibt es eine passende Rute, und diese Rute ist mMn dann auch nur die für eine bestimmte Fischerei einzusetzen. Eine Rute die als Allround-Rute bezeichnet wird, ist schlicht ein Witz. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Erfolg beim Angeln nur zu einem gewissen, vielleicht sogar kleine Teil, aus Glück besteht. Vielmehr geht es darum den richtigen Köder richtig zu präsentieren. Dem voran gesetzt, dass man das Gewässer lesen und verstehen kann und dass man sich mit den Fischen auseinandersetzt, also sich ein Bild machen kann wo sich der Zielfisch aufhalten könnte und was gerade sein bevorzugte Nahrung (Grösse etc.) ist und wie sich diese je nach Jahreszeit bewegt. In Seen ist dies noch einiges anspruchsvoller als ein einem Fliessgewässer was relativ überschaubar ist, denn hinter Steine, Schwellen oder in Rückläufe kann wohl jeder werfen.
Beat, ich glaube wir wuerden uns sehr sehr gut verstehen beim Fischen :lol: Siehe auch meine Signatur.
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von kds » Do 31. Aug 2017, 19:40

Jetzt abgesehen von irgendwelchen beer-budget oder Teleskop Krücken gibt es heute eigentlich keine schlechten Ruten mehr. Die Rute muss in Aktion, Länge und Wurfgewicht einfach zum Einsatzgebiet und Angler passen.

Natürlich machen auch mir die perfekt verarbeiteten und ultraleichten Edelstecken mehr Freude. Aber ob ich damit auch mehr Fische fange, stell ich mal in Frage. – Sicher ist jedenfalls, dass man am Tackle Freude haben sollte und da gebe ich allen Recht: Wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind, tut man sich nichts Schlechtes, wenn man dann eben ein paar Hunderter für den Stecken ausgibt.

Anders ist es bei den Rollen. Bei den Statios gibt es schon für kleine Münze durchaus schöne und leichte Geräte die für die Schweizer Binnenfischerei (jetzt mal die Welse ausgenommen) allemal ausreichen. Bei den Baitcastern ist es allerdings so, dass nur wirklich gute Rollen auch Freude machen und die beginnen bei >400.— Dafür sind sie dann auch leichter als jede Stationär Rolle und werfen (Können des Fischers vorausgesetzt) auch leichteste Köder ohne Kotz auf beachtliche Distanzen.

Zusammengefasst: Man tut sich nichts Schlechtes, wenn man halt etwas mehr Geld für`s Tackle ausgibt. Wir alle müssen mit der Fischerei ja nicht unsere Familien ernähren oder Geld verdienen. Es soll einfach Freude machen…..

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Spoli » Fr 1. Sep 2017, 00:42

Und ich dachte die Frage "lieber eine billige Rute?" heisst Ruten bis 20-30fr. Aber hier wird schon Yasei und Speedmaster als billig gezeichnet. Ich habe ruten und Rollen nur unter 100fr, aber ich wusste genau was ich suche, und habe in diesem Preissegment genau gefunden was mir gefällt. Vielleicht diese Ruten sind 10-15% schwerer, aber noch immer nicht die billige Kategorie. Gutes Beispiel ist meine Spro Blue Arc Rolle. Seit 15 Jahren benutze ich, vom Sand bis Wasser alles erlebt hat, funktioniert noch immer einwandfrei. (Lauft balanciert, hat perfektes Schnurprofil, Bremse klebt nicht) So sind meine andere Spro Rollen. Alle unter 100fr. Und das ist eigentlich die Mittelklasse.

Billig ist meiner meinung Rute oder Rolle unter 20fr. Was günstig ist, das ist eine andere Thema...

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von til » Fr 1. Sep 2017, 08:33

Ich glaube die unterschiedlichen Meinungen ob Rute oder Rolle billoiger sein "dürfen" kommt daher, dass von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen wird. Für den einen heisst billig unter 20chf, für den anderen ist alles unter 200 billig.
Wenn man von unten her kommt: also eine billig Kombo hat, wo Rute und Rolle unter 20chf kosten, dann verbessert man sich tatsächlich zuerst am besten, indem man in eine bessere Rolle investiert. Wenn man aber ein Kombo für je 150 hat, ist die Rolle, falls gut ausgewählt, tatsächlich gut genug und man kann eher bei der Rute noch was rausholen.

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