Lieber eine billige Rute?

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til
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Lieber eine billige Rute?

Beitrag von til » Do 24. Aug 2017, 16:47

Für die Ferien hatte ich mir billige Teleruten zugetan, die gut in den Koffer passen. Absichtlich habe ich Glasruten gewählt, weil ich mir dachte, wenn das Material billig ist, sind dafür vielleicht Ringe und Rollenhalter besser.
Nach den Ferien habe ich eine der Ruten (1,60m 10-20g WG) für meinen kleinen Sohn zum Eglifischen hergerichtet. Meistens habe ich eh mehrere Ruten mit verschieden Ködern griffbereit auf dem Boot und so kam es, dass ich mit dieser billig Rute einen kleinen Twichtbait (Duo Realis Shad 59Mr) Warf. Mit einer 8-fach geflochtenen und dank der Gewichtsverlagerung vom 4g Köder Flog dieser super weit. Das war schon mal gut. Der Köder liess sich auch gut führen, fast besser als an einer harten Kohlefaser Rute, denn bei dieser neigt er dazu, zu stark seitlich auszubrechen, aber die Weichheit der Glasfaser verhinderte das wohl. Und dann habe ich auch ein paar schöne Egli drauf gefangen.
Wieso fische ich eigentlich so teure Ruten, wenn es mit einem Modell für unter 20 chf genausogut oder sogar besser geht?
OK, für Gummi würde ich sie jetzt eher nicht verwenden, aber für Wobbler (oder den Wobbler) scheint sie fast ideal zu funktionieren. Die 10-20g WG sind wohl zu hoch gegriffen, real ist eher 3-15.

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Spoli
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Spoli » Do 24. Aug 2017, 23:52

Ich hatte damals (anfang 90er Jahren) auch eine dünne Glasrute, die ich geliebt habe. Man konnte nicht brechen :wink: Deswegen haben die Alten mit Glasrure mit WG 100-200g auf Wels gefischt.
Beim Feederfischen wurden noch heutzutage Glasersatzspitzen verwendet (die feinere), aber ganze Glasruten sind eher selten. Ich glaube mit "reinem" Glas kann man nicht so viele Karakteristik entwickeln. Wenn doch, dann würde vielleicht teuerer als Kohlenfaserrute sein.

Du hast eigentlich deine Frage selber beantwortet. Für gewisse Verwendungen sind billige Ruten genauso gut wie teuere. Bei anderen Arten muss du aber dich eintscheiden, ob du Geld sparen willst und gibst den Effizienz und den Spassfaktor auf, oder nimmst teuere Rute und fängst mehr Fische und macht der Drill mehr Spass, weil du alles spürst was der Fisch macht. Annstatt einfach auskurbeln.

Es geht alles um Kompromiss.

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kds
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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von kds » Fr 25. Aug 2017, 11:12

Meine Erfahrung ist, dass günstige Ruten, egal ob Kohle oder Glas, nicht schlechter zu fischen sind oder gar weniger Fische fangen.

Sind halt einfach meist etwas schwerer und weniger chic :roll:

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Lutra » Fr 25. Aug 2017, 13:55

Für Crankbaits sind die Ruten auch parabolisch und mit hohem Glasanteil. Wenn man einen ganzen Tag oder nur ein paar Stunden am Stück Cranks fischt, ist man dankbar über einen "Schwabbelstock". Glasfaser hat auch heut noch, durchaus seine Berechtigung und findet sich auch in ganz teuren, exklusiven Ruten wieder.
Die Spanne vom Blank zur fertigen Rute ist riesig. In der Selfmade Rutenbauszene sind oft Blanks der Renner, die bei weitem nicht die teuersten sind.
Da die Chinesen auch den Grossteil der japaischen Produktion übernehmen (deutsche Marken sowieso), wissen die mitlerweile auch ganz gut wie man es macht und es gibt immer mehr Chinamarken, welche ganz Taugliche Geräte auf den Markt bringen, wo man Preislich in keinem anderen Land mit halten kann.
Ein Satz Titanringe kostet schon mehr als (>100.-) viele fertige Ruten. Für einen 10er bekommt man einen billig Satz Ringe mit dem man auch fischen kann.
Ein Golf GTI ist auch nicht mehr viel langsamer als ein Porsche Cayman und denn noch, ist es im Porsche schon noch was anderes wenn man sportlich unterwegs sein will.
Mit einem Gerät fischen zu können und mit einem Gerät richtig Spass zum fische zu haben ist ein kleiner aber doch entscheidender Unterschied. Dabei ist der Preis nicht immer das entscheidende Kriterium.
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Alles ist ewig, nur die Formen ändern sich

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Rainbowwarrier » Fr 25. Aug 2017, 19:05

Ich habe ja über verschiedene Rute im Einsatz!
Einige davon sind auch billigere Glasfaser-Ruten und das mit Recht.
Wenn ich an den Stausee gehe, muss und möchte ich nicht teure Ruten mitnehmen.
Da ist das richtige eine günstige Teleskop-Rute. Aber auch günstig kann gute Qualität bedeuten.
Mir gefallen hier die Daiwa Megaforce Teleruten sehr gut.
Auch zum Felchenfischen vom Ufer aus habe ich Ruten für 150.- im Einsatz und letztens habe ich eine für 30.- getestet, ich habe auch mit dieser gefangen und auch der Drill hat Freude bereitet, lediglich das Gewicht ist bei der billigen höher und der Durchmesser des Blanks ist fast doppelt so dick.
Ich bin kein Fetischist und so fische ich beides gerne, teuer und günstig. :mrgreen:
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Alet » Sa 26. Aug 2017, 20:24

Bei der heutigen Qualität der Ruten spielt das effektiv keine Rolle mehr. Der einzige Unterschied ist das Gewicht. Ich als Spinnfischer habe daher teurere Ruten (so 150-200 CHF), die ich dann auch für alles andere brauche.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von kds » Sa 26. Aug 2017, 21:22

Ich mag ja meine Edelstecken, aber meine Lieblingsrute für`s Dropshoten an meinen Angelplätzen und mit meinem Tackle ist und bleibt die:

DAIWA Exceler 225 UL Jigger 1-9 Gramm

Solid Tip, keine 100 Gramm und 45 Stutz...

Da erblasst die Tict SRAM Ultimate Tuned im Rutenrechen daneben ....

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Müggli » So 27. Aug 2017, 09:45

Der vergleich mit dem Auto finde ich gut! :-)

Man(n) kann mit jedem Auto fahren, schlussendlich ist es in der 50er Zone egal wie viel Karbon verbaut ist.
Als Automech kenne ich mich da natürlich etwas besser aus... 😂

Ich habe mal ein Rennen gesehen, in dem eine Laienfahrerin (Golf 6 GTI) gegen einen Profirennfahrer ( F1/DTM Fahrer mit einem AUDI DTM Fahrzeug) angetretten ist.
Allerdings haben sie die Fahrzeuge gewechselt... Laienfahrerin mit dem DTM Boliden, der Profi mit der Werks-Gurke...

Der Unterschied in der Technik war gigantisch, Leistung reden wir von 400PS mehr beim Rennwagen (damals noch mit V8 Turbo...)
Trotzdem hat der Profi mit dem Golf haushoch gewonnen (Sie fuhren überigens die Nordschleife /Grüne Hölle).

Was lernt uns das?

Das Gerät muss zum Fischer passen. Das Gefühl in der Hand muss stimmen und man muss mit der Rute "z schlag" kommen.
Ausserdem muss sie zur Situation am Wasser passen.

Wen die Wurf oder Angeltechnik nicht zur Rute passt, dan bringt es nichts wen man eine 700.- Gerte kauft. Vieleicht währe man mit einer aus dem Baumarkt besser bedient.
Jede Rute hat auch ihre Vor- und Nachteile.

Und was kann man mit einer Rute für 20.- falsch machen? Im schlimmsten Fall kann man die noch im Forellenpuff am Plauschfischen im Weiher verwenden oder zu den anderen in den Keller stellen.

Ich habe zwei Alte GFK Ruten, die fangen genau gleich viel (oder wenig... Manchmal sogar mehr) wie die "teure" Spinnrute...

Gruss Müggli
Der Beisst nicht, der will nur spielen... Ich Angle auch nicht ich mache Hundesport mit Rute anstatt Hund...

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von til » Mo 28. Aug 2017, 08:44

Die Rute ist übrigens eine Sänger Sensitec. Von der gibt es auch eine Steck Variante, die ich vielleicht auch mal ausprobieren werde.
Das war meine zweite Sänger Rute und schon mit der ersten war ich recht zufrieden, bis (nach einigen Jahren intensiver Watfischerei am Bach) der sich der Korkgriff teilweise ablöst. Ansonsten eigentlich eine Marke, die ich nicht so auf dem Radar habe, wenn es um Fischerruten geht.
Ich werde definitv in Zukunft bei verschieden Techniken auch die Performance von Glasfaser Ruten im Auge behalten. Das Zusammenspiel von Rutenaktion, Schnur(dehnung) und Köderaktion kann auf jeden Fall bei der Fängigkeit viel ausmachen.
Wenn man Analogien aus dem Autobereich heranziehen will, könnte man sagen: ich habe gerade gemerkt, dass im Stadtverkehr ein Smart einem Ferrari krass überlegen ist.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Beat » Mo 28. Aug 2017, 11:07

Zum Flechen Fischen, was ich nur einige Male im Jahr mache, reicht mir eine Shimano Speedmaster Coregonus mit einer 1500 EXO völlig aus. Auch zum Schleppen verwende ich günstige Rhino Baltic Trolling Ruten mit welchen ich sehr zufrieden bin. Ansitzangeln mache ich nie, aber kann mir vorstellen, dass hier teures Tackle auch nicht unbedingt notwendig ist. Ich bin nahezu täglich am Wasser und etwa 75% dieser Zeit am Werfen und hier könnte ich mich nicht mehr von meinen Ruten trennen und würde auch nie mehr auf was günstiges wechseln.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Bad Ass Fisherman » Mo 28. Aug 2017, 18:08

Also was Müggli da schreibt bringt es voll auf den Punkt.

Ich sage auch, wenn sie dir in der Hand liegt ist sie optimal..
Nur weis man das erst am Wasser, im Laden lässt es sich ja schlecht einen Fisch drillen..

Du wirst über kurz oder lang jede Angel in den Griff bekommen, die frage danach ist eher...
Ist sie das oder nicht??

Ich habe für viele Techniken und dazu auch viel Ruten(54stk), nur stehen gewisse Modelle ,trotz hohen Preis, in der Ecke...
Da es immer eine Angel geben wird die dir noch etwas besser liegt, oder die zu deiner Technik etwas besser läuft...

Schluss endlich ist es deine entscheidung ob du mit deinem Material zufrieden bist..
Ist ja nicht mehr wie in der Schule.. Wo immer die mit den teuren Klamotten die coolen sind...
Jetzt zählt der Fisch und wie du ihn gefangen hast..

Spass macht es sowiso, das adrenalien schiesst durch den Körper... Da vergisst auch du was für ein Teil du gerade in der Hand hältst.
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener..

Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!!

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von zweifelson » Mo 28. Aug 2017, 22:42

Ich kaufe auch eher günstige ruten, unter hundert fr. Aber nur
Diese sollten immer gesteckt sein.

Meine absoluten lieblingsserie ist die von kogha die viperserie, da habe ich die laketruh 10-50 2stk. die dropshot 7-40 und die spin ul 3-15g

Am bergbach nehme ich seit 15 jahren meine quantum ????? 3-15g dreitelige. Das ist die wucht.
Ich stehe eher auf leichtes gerät aus kohlefase.

Hingegen die rolle muss schon gut gehen... habe neulich zwei billigrollen ausgemusstert, da schlecht zum drillen schlecht zum werfen und zu guter letzt habe sie noch gerostet :shock:

Alles zusmmen haben meine 5 ruten nichtmal 300 gekostet

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Swordfish » Mi 30. Aug 2017, 10:53

til hat geschrieben:
Do 24. Aug 2017, 16:47
OK, für Gummi würde ich sie jetzt eher nicht verwenden, aber für Wobbler (oder den Wobbler) scheint sie fast ideal zu funktionieren. Die 10-20g WG sind wohl zu hoch gegriffen, real ist eher 3-15.
Wenn du deinen Wobbler lieber einkurbelst anstatt twichest, dann hat das natuerlich auch einen Einfluss auf die Rutenwahl. Eine billige Teleskoprute hat nun mal nicht das Rueckgrat (blank) wie eine etwas teurere Steckrute. Davon aber abzuleiten, dass die billige Rute 'besser' ist, finde ich doch etwas gewagt. Die Argumentation erinnert mich gerade ein wenig an eine alte Story... Bin mal mit nem Kollegen an den Bach fischen gegangen und hab meine neue Hearty Rise mitgebracht und er seine neue 50 CHF Daiwai 'Allround' Teleskoprute mit 2.60m ( :lol: ). Ich Wobbler montiert, er Spinner. Spaeter am Nachmittag wollte er mal meine Rute ausprobieren und meinte nach einem Testwurf "Haha. Meine Rute ist ja viel besser als deine fuer 300 Stutz!" Hab mir erspart ihm zu erklaeren dass sich ein Spinner viel einfacher mit einer weicheren Spitze fuehren laesst als mit einem harten blank und habe dankend meine Rute zurueckgenommen :mrgreen:
kds hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 11:12
Meine Erfahrung ist, dass günstige Ruten, egal ob Kohle oder Glas, nicht schlechter zu fischen sind oder gar weniger Fische fangen.

Sind halt einfach meist etwas schwerer und weniger chic


Kommt ganz auf die Methode an! Klar, bei einem Wurm am Zapfen ist dem Fisch die Schnur und der Haken wichtiger als die Rute & Rolle. Aber versuche mal nen 100g Wobbler an ner billigen Teleskoprute zu fuehren...
til hat geschrieben:
Mo 28. Aug 2017, 08:44
Wenn man Analogien aus dem Autobereich heranziehen will, könnte man sagen: ich habe gerade gemerkt, dass im Stadtverkehr ein Smart einem Ferrari krass überlegen ist.


Richtig. Fuer eine gezielte Angelmethode (Stadtverkehr) ist die entsprechend angepasste evtl billigere Rute (Smart) besser als eine teure aber nicht ziuelgerichtere Rute (Ferrari). Sobald dir aber auch noch andere Faktoren wichtig werden neben dem blossen Tempo/Verbrauch im Strassenberkehr (wie Gewicht, Wurfeigenschaften, Grifflaenge, Durchmesser, Ringe, etc) wirst du mitm Smart immer hinterm Ferrari anstehen.
zweifelson hat geschrieben:
Mo 28. Aug 2017, 22:42
Hingegen die rolle muss schon gut gehen... habe neulich zwei billigrollen ausgemusstert, da schlecht zum drillen schlecht zum werfen und zu guter letzt habe sie noch gerostet


Spannend. Ich bin da genau anderer Meinung. Rute vor Rolle. Habe noch nie einen kapitalen Fisch wegen ner Rolle verloren. Hingegen schon viele wegen schlechten blanks und dadurch schlechter Koederfuehrung, zu dicker/duenner Schnur, schlechte Haken, etc. Aber wegen Rolle? Nope.
There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von Beat » Mi 30. Aug 2017, 12:20

Bin gerade der Meinung um so schwerer die Köder umso weniger wichtig wird teures Tackle. Ein 80-100gr Wobbler/Gummi oder Jerk lässt sich meiner Meinung nach super mit einer günstigen Speedmaster XH oder Yasai Pike fischen, trotzdem macht es mit einer Super Stallion oder einer Huge Custom einfach mehr Spass.. :)

Hingegen ist der Unterschied von etwas teureren Ruten zu Günstigen im leichten Bereich (0,5-7gr) doch sehr spürbar. Eine Kaleido verzeiht da nichts, selbst auf grosse Distanzen und Tiefe erkennt man noch so jeden winzigen Kontakt, geschwiegen dann von den Wurfeigenschaften einer solchen Rute im Vergleich mit einer Tele.

Rute vor Rolle kann ich ganz klar Unterschreiben. Wenn man nicht zuviel ausgeben möchte, lohnt es sich def. ein wenig mehr in die Rolle zu investieren.

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Re: Lieber eine billige Rute?

Beitrag von til » Mi 30. Aug 2017, 12:50

Ich bin klar im team Rolle vor Rute.
Fische verloren habe ich nur einmal wegen einer billigen Rolle, wegen einer Rute auch einmal, aber die war nicht billig.
Bei den Ruten ist das versagen halt von der Preisklasse ziemlich unabhängig, bei den Rollen dagegen steigt die Zuverlässigkeit mit dem Preis.
Ansonsten ist es halt so: Köderkontakt ist dank geflochtenen Schnüren heutzutage eh viel besser als zu Mono Zeiten. Da verträgt es eine Glasrute viel eher.
Gleichmässig einkurbeln tu ich die Wobbler nicht, ganz im Gegenteil: sie werden ziemlich rabiat gejerkt. Und beim Jerken von kleinen tieftauchenden Wobblern (twitchen mag ich es nicht nennen, das ist für mich eher ein zackiges Zupfen, aber manchmal muss man den Köder rabiat beschleunigen, um den Beissreflex vom Egli auszulösen) hilft ein klein wenig mehr an Nachgiebigkeit eben, den Köder sauberer zu präsentieren, er taucht dann tiefer und es gibt Tage, an denen ist das entscheidend. An einer harten Kohlefaserrute dreht sich der Köder beim Anreissen zu sehr auf die Seite und taucht nicht mehr richtig. Was an anderen Tagen vielleicht der Schlüssel zum Erfolg ist oder zumindesat auch funktioniert. Tatsache ist, je nach Tagesform der Egli, kann der gleiche Köder an unterschiedlichen Ruten ganz unterschiedlich fängig sein. Und manchmal ist die Top Rute eben eine billige Glasrute.

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