Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

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Alex
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Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Alex » Mo 23. Mär 2015, 06:43

Hallo zusammen

Ich habe meine ersten Schlepperfahrungen mit dem Sideplaner gemacht. Letztes Jahr habe ich dann auf den Schlepphund mit Mast gewechselt.
Leider bin ich bis jetzt nicht so richtig war geworden.

Ich würde gerne jetzt eine Diskusion eröffnen wo wir über das pro und Kontra der beiden Techniken sprechen. Denn auch meine Erfahrung sind hier nicht so gross.
Und mann liste immer etwas über die einte oder über die andere Technik.
Mich würde jetzt von unseren Erfahrenden Schleppfischer gerne erfahren warum sie die einte oder andere Methode bevorzugen.
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Olle
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Olle » Mo 23. Mär 2015, 13:19

Es gibt noch eine dritte Methode zu Sideplanern und fixen Zügeln an einer Hundschnur: Eine Mischung aus beidem.
Man lässt die Seehunde am Mast weit raus und spannt somit die Hundschnur. Mit jeder Rute wird der Köder 40m nach hinten rausgelassen, dann wird die Köderschnur an einem Release-Clip befestigt/geklemmt. Der Release-Clip hat auf der anderen Seite eine Art grosser, dünner Metall-Karabiner. Dieser Karabiner wird an der Hundschnur eingehängt. Dann wird die Rolle an der Rute wieder geöffnet und der Release-Clip gleitet auf der Hundschnur nach aussen vom Boot weg. Mit genügend Abstand zueinander werden so alle Köderschnüre in die Hundschnur gehängt. Die Ruten werden vertikal aufgestellt wie beim Sideplaner-Fischen.

So habe ich 2 Jahre lang auf Hechte und auf Seeforellen geschleppt auf dem Zürisee.

Vorteile:
  • Beim Biss wird die Schnur vom Release-Clip freigegeben, da der Fisch nach hinten zieht, gleitet er wie bei den Sideplanern nach hinten und in die Mitte und kann gleich gedrillt werden. Man muss die anderen Leinen oder Ruten nicht behändigen.
  • Wer einen "Stockfisch" fängt (Ast/Kraut) an der zweitäussersten Leine, rupft kräftig an der Leine, der Clip gibt die Schnur frei und man drillt den Ast zum Boot. Anschliessend werden die anderen Köder an der Hundschnur einfach etwas weiter rausgelassen. Man muss nur ein paar Sekunden den Bügel öffnen, die Rute kann im Ständer bleiben. Anschliessend wird die Rute, an der der Ast hing, einfach zum "innersten" Köder, d.h. nahe am Boot wieder rausgelassen. Bei einem Hänger muss ich also trotz Seehund nur eine Rute einholen, nicht alle Zügel.
  • Man drillt jeden Fisch mit einer eigenen Rute und nicht mit der Hand. Beim Drill ist das angenehm. Ein Drillstock/Hundrute hilft jedoch auch ungemein beim Fischen mit fix befestigten Zügeln.
Nachteile:
  • Zwischen Biss/Release und dem Anhieb mit der Rute entstehen ein paar Sekunden mit rel. lockerer Schnur. Das könnte Abgänger verursachen. Die Methode mit der fixen Befestigung der Zügel an der Hundschnur hat hier Vorteile, da es keine lockere Schnur gibt. Sideplaner geben zwar auch keine lockere Schnur, aber der Widerstand ist viel geringer als bei fixer Befestigung an einer Hundschnur, wo der Zug Konstant hoch bleibt. So bleibt der Fisch gehakt.
  • Das Vorbereiten und Auslassen von 8 Ruten und Ködern kostet fast eine Stunde, ebenso das Einholen. Deshalb habe ich zur Methode mit der fixen Befestigung der Zügel an der Hundschnur gewechselt. Mit einer Zügelrolle habe ich so nach 25 Minuten alle 8 Köder und die Hunde draussen resp. drinnen.
  • Man muss bei allen Leinen denselben Abstand zwischen Köder und Hundschnur einhalten, also genau zählen und immer gleich schnell fahren. Damit sich bei einem Biss der Fisch nicht auch noch in einer anderen Leine verhängt, wenn er beim Biss "nach hinten gleitet". Man kann diese Gefahr etwas steuern, indem man die äusserste Leine flach im Wasser schleppt, und die Köder nach innen zum Boot hin mit einem etwas schwereren Blei/Krautfänger bestückt, also 1-2m tiefer schleppt.
Gruss, Olle

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thymallus
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von thymallus » Mo 23. Mär 2015, 17:26

Olle hat geschrieben:Es gibt noch eine dritte Methode zu Sideplanern und fixen Zügeln an einer Hundschnur: Eine Mischung aus beidem.
Ich fische seit 8 Jahren mit dieser Methode mit grossen Seehunden, Ruten und Clips und schaffe es mittlerweile, die gesamte Montage mit 8 Ruten innerhalb von 30 Minuten zu wassern.
Das schönste an dieser Methode ist, dass man die Fische direkt an der Rute drillt, ohne Sideplaner oder Seehund dazwischen. Sehr angenehm ist auch, dass die grossen Seehunde am Morgen gewassert werden und erst am Abend wieder reingeholt werden müssen. Mit den Brettchen oder Wüdas kann man dafür eine mittlere Schnur für einen Köderwechsel einfach so rausplfücken und diese nachher wieder an derselben Stelle platzieren. Das ist bei beiden Arten von Seehund-Fischerei nicht möglich ohne die dazwischen liegenden Schnüre reinzuholen. Sodann ist der Materialaufwand bei der Brettchenfischerei doch geringer und man ist mit dem Auslassen schneller, weil man mit Übung mehrere Ruten gleichzeitig rauslassen kann.

Wie Olle schon sagte, haben alle Methoden ihre Vor- und Nachteile. Ich würde nicht sagen, dass grundsätzlich die eine oder andere Methode besser ist. Ich glaube hier muss jeder sein eigenes Glück finden und nach dem eigenen Gefühl eine Methode auswählen. Das geht natürlich nur, wenn man alle Methoden kennt bzw. ausprobieren konnte.
God made one third of the earth land and two thirds water which clearly shows that he intended man to spend one third of his time plowing an two thirds fishing!

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Loup
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Loup » Mo 23. Mär 2015, 21:11

Ich fische mit Schlittenhunden und Zügeln. Sicher ist man mit dieser Methode am wendigsten. Es spielt fast keine Rolle wenn die Hundschnur mal zusammenfällt bei einem abrupten Manöver, wenn man zB ein Netz übersehen hat und im letzten Moment ausweichen muss.
Wenn ich, wie in den Bernerseen nur mit 6 Ködern schleppen dürfte, würde ich wohl die Brättli bevorzugen. Das wären dann maximal 3 auf jeder Seite, manchmal sogar nur 2, wenn noch 2 an der Tiefsee laufen. Bei zB 5 Ruten auf jeder Seite wäre mir das eindeutig zuviel. Das Boot wird träge bei dem riesigen Kurvenradius. Auch weiss ich nicht, wieviel Druck da auf die Ruten aufgebaut wird beim Drill einer richtig grossen Forelle von 80+. Da kommt doch einiges zusammen bis das Brättli ausgehängt werden kann.
Am liebsten hätte ich wohl die Forelle meines Lebens an dem System von thymallus. Da kann man Rute und Rolle auf den Fisch abstimmen und muss nicht wie bei der anderen Rutenfischerei das Material doch recht grob auswählen wegen dem stetigen Druck der Brättli.
Ich habe aber die Forelle meines Lebens wohl schon gefangen mit der ältesten dieser 3 Methoden, glaube aber, dass ich sicher schon die einte oder andere in der Grösse verloren habe durch ausschlitzen bei den ersten Fluchten. Bei den ersten Fluchten mit der brachialen Kraft der Forellen ist man mit meiner Methode des Schleppens wohl nicht auf der besten Seite.
Sicher muss man sich darüber Gedanken machen aber die 80er oder 90er Forellen sind sehr selten ans Band zu kriegen, und einen solchen Fisch dann auch noch zu landen ist bei keiner der 3 Methoden ein Kinderspiel.
Gruss vom Murtensee
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Alex » Di 24. Mär 2015, 07:24

Es ist schon sehr interessant was da alle so heraus kommt.

@Loup. Du hast etwas ganz einscheidendes geschrieben. Der Kurvenradius. An den habe ich noch gar nicht gedacht. Ist der so viel besser bei den Hunden gegenüber den Brätchen?

Ich weis das auch viele hier mit Brätchen Fischen.
Könnte ev. einer seine Erfahrungen mit den Brätchen mit uns teilen?
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Werni » Mi 25. Mär 2015, 08:29

Hallo Alex

Ich fische auf dem Zürichsee mit den Sideplaner. Die Wendigkeit ist sicher ein Problem, denn wenn ich einmal eine Kurve zu eng fahre (ist mir am Anfang passiert), habe ich plötzlich auf der Kurven Innenseite kein Zug mehr auf den Planern. Die Schnüre fallen zusammen und werden von den inneren Planern überfahren. Das gibt dann eine gröbere "Lismete" und es dauert, bis alles wieder auseinander gefummelt ist. Vorteilhaft ist es dann, wenn die Schnüre verschiedene Farben haben. Ich habe mich für diese Methode entschieden, da mir der finanzielle Aufwand für die andern Methoden zu gross war.
Gruss Werni

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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von gstar » Mi 25. Mär 2015, 09:24

Wir schleppen auf dem Léman fast ausschliesslich mit den grossen Schlitten. Diese sind mit einer Mutterschnur, beinahe schon ein Seil, mit dem Mast verbunden.
Auf dieser Schnur sind Metallringe in denen die Zügel befestigt werden. Die Zügel sind so ca. 50m lang. Gedrillt wird mit der Schnur in der Hand. Ist wohl die einfachste Methode und Schnur salat ist selten. Der einzie Negative Punkt ist das man wenn ein Fisch beisst, alle Zügel zwischen dem Boot und dem Zügel an dem der Fisch hängt ein gerolllt werden müssen. Das Gleiche gilt für die Köderkomtrolle. Auf den Zügeln sind jeweils Wickelbleie, um auf Tiefe zu kommen und vorallem un Kraut etc. am Blei ein zu sammeln und nicht auf dem Köder.
Das Drillen von Hand muss man mögen.

Dieses Jahr werde ich wahrscheinlich auch mit 2 Ruten (direkt rechta und links am Boot) schleppen, dazu suche ich noch die passenden Release Clips die ich in den Metallringen der Mutterleine befestigen kann.
Welche Release Clips fischt ihr?
Gruss,
Patrick

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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von rasch » Mi 25. Mär 2015, 12:52

Ich fische auf dem Bodensee mit einer Stucki Schleppausrüstung, das Kostenargument kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn man die Kosten einer Schleppausrüstung mit ca. 1500.- CHF ansetzt und ich dies durch die Anzahl erlaubter Zügel (8) teile bekomme ich 187.50 pro Zügel.
Für 187.50 nun einen Rutenhalter, eine Rute mit Rolle, ca. 200m Schnur und eine Brättli oder WÜDA zu bekommen wird wohl auch nicht einfach wenn die Qualität nicht darunter leiden soll.

Ich denke dass die Fischerei mit den unterschiedlichen Systemen auch stark Geschmakssache ist, ich finde den Drill von Hand viel schöner als an der Rute aber eben ... das ist Geschmaksache
Technisch funktionieren alle Systeme und jedes hat sicher seine Vorteile aber ein eindeutig bestes System sehe ich nicht.
Gruss & Petri
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von chaot1 » Mi 25. Mär 2015, 13:39

gstar hat geschrieben: Der einzie Negative Punkt ist das man wenn ein Fisch beisst, alle Zügel zwischen dem Boot und dem Zügel an dem der Fisch hängt ein gerolllt werden müssen. Das Gleiche gilt für die Köderkontrolle.
Schleppe auch mit dem Seehund , kann deine aussage aber nicht ganz nachvollziehen. Ich schleppe meistens nur mit dem linke Hund bei einem biss kommt der rechte ans ende der Hauptschnur und alles wird soweit wie nötig rüber gelassen bis zum gewünschten Zügel. Wenn ich mit beiden Hunden schleppe verbinde ich die beiden ende der Hauptschnur und bei einem biss wird das ganze auf die gewünschte Seite gelassen.

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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Werni » Mi 25. Mär 2015, 13:46

Hallo Rasch

Bei mir wars schon einiges günstiger. Geeignete Schleppruten gibts bereits für ca. Fr. 35.-, Rollen hatte ich zum Teil bereits. Rutenhalter und Planer habe ich mir selbst gebaut. Zudem fische ich nur mit 6 Planern und 2 Ködern an der Tiefseerolle.
Gruss Werni

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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von hecht54 » Mi 25. Mär 2015, 13:52

ich schleppe auf Forellen mit den Brättli, auf Hecht mit den Schlitten. Ich glaube, (glauben beginnt dort wo das Wissen aufhört) die Brättli stören die Forellen weniger als der grosse Schlitten. Allerdings ist bei dem Schlitten nur bei der äussersten Schnur der Störfaktor Schlitten. Da ich nur zwei Brättli auf jeder Seite habe und die 10 m voneinander entfernt sind, habe ich auch kein Problem mit dem Kurvenfahren. Bei weiten Kurven ist die Schnur zum Brättli besser gespannt als mit den Schlittenhunden.

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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von gstar » Mi 25. Mär 2015, 13:59

Beim Seefo schleppen haben wir einen Zügel direkt auf dem Schlitten (ca. 70cm lamge Rutenspitze auf dem Schlitten um die Fluchten abzufedern). Auf diese fangen wir meist die grösseren Exemplare und auch nivht wenige. Wenn der Zügel lang genug ist dürfte die Scheuchwirkung minimal sein.
Gruss,
Patrick

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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Loup » Do 26. Mär 2015, 10:52

Alex
Ja ist riesengross, wenn du mit 4 oder 5 Ruten schleppst pro Seite ist der Unterschied beim Radius etwa so wie bei Abfahrtski und Slalomski.
Gruss vom Murtensee
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von Alex » Do 26. Mär 2015, 11:05

Es ist aber intersannt was da alles für imputs kommen.
Das mit dem Radius macht mir jetzt doch ein bisschen sorgen.
Aber ich werde wol trotzdem wieder mal ein Paar saison mit den Planer machen.
Aber ja ich hatte bis jetzt mit Max. 6 Planer gefischt. Jetzt will ich mit 8 versuchen.
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Re: Sideplaner vs. Schlepphund mit Mast

Beitrag von bernerfischer » Mo 23. Nov 2015, 15:54

Hallo zusammen
Als ich anfing zu Schleppen verwendete ich den Rutenhund. Doch in der zweiten Saison tauchte mir eine grosse Seeforelle auf 100 Meter ab, was dazu führte, dass auch der Rutenhund tauchte. Der Druck auf Rute und Schnur waren Immens. Ich hatte keine Chance irgendwie Druck zu machen. Nach einer halben Stunde schlitze der Fisch aus. Daraufhin kaufte ich eine Mast, 2 Hunde und angelte auf die weiter oben beschriebene Methode mit den Releaseclip. Der Drill direkt auf der Rute ist zwar sehr gut, doch die Zeit vom Auslösen bis die Schnur wieder gespannt ist, reichte um teilweise Fische zu verlieren. Doch auch die Methode mit dem direkten einhängen auf der Hundschnur passte mir nicht. Bei einem Fisch auf dem äussersten Zügel immer alles bis zum Hund reinzunehmen, war mir doch sehr unsympathisch. Also suchte ich für das eine Lösung. Heute angle ich mit noch 2 zusätzlichen Schnüren. Ich lasse die Hunde an der Hundsschnur raus. Dann hänge ich eine 2te Schnur (50kg geflochten) an diese Hundsschnur. An dieser befestige ich nun die Zügel. Bei einem Biss muss ich nur die zweite Schnur (Zügelschnur) reinnehmen. Der Hund bleibt draussen.
Am äusseren Ende der Zügelschnur habe ich ein kleines Plättchen angehängt, so das die Schnur zum Hund rausgezogen wird. Diese Methode funktioniert seit Jahren super. Wenn ich und mein Kollege mit 12 Schnüren schleppen und einen Biss am äussersten Zügel haben, dann benötigen wir noch 2 Minuten bis zum entsprechenden Zügel. Reingenommen wird dann mit der Hand.

en Gruess

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