Rutenhunde

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Flümi
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » Di 7. Mär 2017, 23:38

yanikesh hat geschrieben:Die Stucki-Rutenhunde waren gestern. Inzwischen fahre ich ausnahmslos mit `Siderider`von TrollingPro.

Klare Vorteile gegenüber den andern:
Die grossen (12cm), roten Kugeln sind sehr gut und weithin sichtbar.
Starker Zug, so dass auch auf das Maximum von 50m neben dem Boot vernünftig geschleppt werden kann, ohne dass die Bretter zu weit hinten laufen.
Kaum Fehlbisse, da der Zug eben auch die Selbsthackung des Fisches begünstigt.
Sensibel genug in der Bissanzeige um auch Untermassige Forellchen zuverlässig anzuzeigen. (sehr wichtig!)
Läuft auch dann noch schön, wenn mal viel Blei am Zügel hängt. 300g ohne Probleme!

Für mich gibt es momentan nichts Besseres auf dem Markt!
Dieser Post hat mich vor paar Jahren mal überzeugt und ich habe mir vor einem Jahr oder so, obwohl ich eigentlich grösstenteils Uferfischer bin, trotzdem mal 2 von denen Occasion jemandem abgekauft, um irgendwann mal mit Kollegen, die in der Schleppfischerei noch keine Profis/Tacklejunkies sind und mit normalen Mitteln fischen, mit Rutenhunden schleppen kann, da ich in der Schleppfischerei halt etwas Spannendes sehe. Und was ist besser als Schleppen mit je einer Rute, wenn man zu zweit auf dem Boot ist? Schleppen mit je 2 oder 3 Ruten :mrgreen:

Auch empfahl mir jemand in einem Shop, keine zu harten Knüppel zu kaufen, damit sie nicht über die Wellen hüpfen und gab mir eine 2.70m Spinnrute für Wels mit einem WG von 60-180g. Als Rolle kaufte ich mir eine 5000er von Daiwa (entspricht etwa 10000-14000 bei Shimano) und 300m 80lbs Saltiga Braid von Daiwa. Sie soll als Allzweckwaffe für Grossfisch dienen (Schleppen mit Rutenhunden, Meeresfischen und Wels). Nachdem das Tackle ein Jahr lang im Keller auf seinen Einsatz wartete, kam es im Februar zum ersten Versuch.

Da es sogar für meine Verhältnisse eine grosse Materialschlacht wurde und ich vorbereitungstechnisch Neuland betrat, wurde ich nicht um Mitternacht oder 1 Uhr mit den Vorbereitungen fertig, sondern eine Stunde bevor der Kollege am Morgen angekommen ist. Also ging ich nicht mehr ins Bett und verbrachte die Stunde vor dem Fischen online. Durch den Schlafmangel litt mein logisches Denkvermögen ein wenig, aber egal :lol:

Da der Kollege keine Rute, bzw. Combo hatte, mit der man mit Rutenhund schleppen konnte, habe ich für ihn meine Hechtcombo (Shimano Catana 3m mit 50-100g, Luvias 3000 mit 33lbs Braid) eingerichtet für mit SavageGear Paravan. Da ich von denen nur einen hatte und dieser für Rechts war, benutzte ich den TrollingPro SideRider links. Zusätzlich zu den beiden Aussenruten benutzten wir noch je eine Rute für neben dem Boot.

Leider konnten wir keine Bisse verzeichnen oder haben sie übersehen. Wenn der Köder am Boden entlang gekratzt hat, sah ich es am SideRider allerdings ganz gut. Auch mehrmals, als der Köder Kleinstmengen an Kraut eingefangen hat und davon befreit werden musste (und ja, ich hatte ein Blei davor). Ausserdem war es für uns auch nicht ganz einfach, Kurs zu halten und in den gewünschten Tiefen zu fischen, wie wir auch die Unterwasserstrukturen kaum kennen. So überfuhren wir sowohl diverse flache, wie auch extrem tiefe Gegenden. Wir hofften sowohl auf Fische an den Kanten, wie auch auf solche, die im Freiwasser den Felchen nachschwimmen. Deshalb änderte ich am Rutenhund die Abstände und das Bleigewicht paarmal, um hoffentlich in der richtigen Tiefe zu sein. Hab ein kleines Sortiment Inox-Einhängern mit verschiedenen Gewichten. Man merkte es extrem, dass der starke Zug des SideRides das Verhalten des Bootes beeinflusst hat und der starke Zug war extrem, wenn wir eine Kurskorrektur in die andere Richtung machen mussten, als die Seite, wo der SideRider war.

Als Fazit nahm ich mir aus dem ersten Schlepptag mit Rutenhund/Paravan folgende Dinge:
-Wenn ich die Catana 50-100g als Referenz nehme, habe ich das Gefühl, dass die 60-180g der Welsspinnrute eher zu hoch angegeben sind und eher 50-140g entsprechen. Dies ist für den TrollingPro SideRider und seinen starken Zug zu knapp. Beim Geradeausfahren noch ok, aber in Kurven ungenügend. Werde vermutlich 2 neue Ruten mit einem WG von 250g kaufen. Mache dem Shop aber keine Vorwürfe, eine zu schwache Rute verkauft zu haben ;)
-Da der Kollege die Fischerei mit dem Paravan als geil empfand, werde ich vermutlich noch einen Linken kaufen, damit ich für beide Seiten je einen hab. Die 50-100g WG haben wir als sehr passend dafür empfunden. Meine alte 3.60m 3,0lbs/50-100g Hechtrute (eher für toten Köfi gedacht) ist ebenfalls ganz gut geeignet für direkt neben dem Boot und ohne Paravan.
-30m neben dem Boot fischen war kein Problem. Weiter weg konnten wir nicht testen, da zeitweise die Sichtweite im Nebel keine grösseren Abstände zugelassen hat :lol:


Jetzt noch so generell zum Topic:
-Wo kann man noch TrollingPro SideRider kaufen? Nicht dass ich noch 2 weitere möchte oder so ... 2 sind vorerst genug für mich als Uferfischer, haha :lol: Seitdem die Zukunft von Indilure irgendwie ungewiss ist, frage ich mich halt, wie es damit weitergeht. Ausserdem wurde mir schon empfohlen, dass wenn ich gewisse Wurfblinker von Indilure gerne hab, vorzugsweise die Bestände aufkaufen sollte, da man nicht weiss, ob man von denen noch bekommen kann :roll:
- http://www.fischercenter-uri.ch gibt es ja nicht mehr. Ist http://www.herger-sport.ch der neue Webauftritt von denen?

Hier noch paar Fotos vom Schleppen:


Bild


Bild


Bild


Das Panoramabild habe ich extra in 2 Auflösungen raufgeladen. Wenn man auf das Bild klickt, sieht man es in viel höherer Auflösung :wink:

Bild

Nach dem Schleppen auf dem See ging es dann zurück zum Bootsplatz in der Aare. Habe dann noch mit einem kleinen Wobbler geschleppt und einen ordentlichen Drill erlebt, den der Fisch nach einer ganzen Minute doch noch für sich entscheiden konnte. Ich sah ihn nur einmal kurz aufblitzen und vom Drill her gesehen, gehe ich zu 70% davon aus, dass es ein Alet von 65+ gewesen sein müsste oder eher unwarscheinlich, ein 70+ Hecht. Der Fisch war ziemlich weiss, hatte kein markantes Muster und war etwa 15-18cm hoch und dürfte gut 2kg+ gehabt haben. Der Kollege hat schon vor dem Biss aus Jux mit der GoPro angefangen Unterwasser zu filmen, aber da es zu trüb war, konnte man den Fisch auf dem Video auf die Entfernung von 6-7m nicht sehen :cry:

Da der Thread schon rund 3 Jahre alt ist: was gibt es bei euch für News von der Schlepperfront?
Gruss, Stefan
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » Di 14. Mär 2017, 03:58

Noch paar Fragen an euch ;)

Irgendwelche Gerätetipps? Da ich nur 1 Combo für mit Rutenhund hab, möchte ich noch eine zweite kaufen und es sollte günstig sein, da ich das Material nicht nur selten verwenden, sondern auch nie zum spinnfischen benutzen werde und es egal ist, wenn es kein leichtes Gerät im Sinne von Leichtbau ist. Kann man rutentechnisch das Billigste verwenden? Irgendwelche Glasfaserprügel von Askari oder so was wie Zebco Cool Boat?

Was würdet ihr für Rollen vorschlagen? Moocher kommen mir nicht ins Haus, da sie keine Übersetzung haben. Eine zu hohe Übersetzung von über 5:1 will ich auch nicht. Laute Clicker auch nicht. Wie sieht es mit Multirollen aus? Gibt es da überhaupt günstige Combos? Irgendwie finde ich es nicht so toll, dass bei vielen Ruten für Multirollen die Ringe so klein sind, da dort immerhin grosse Schlaufen mit dicken Knoten durchgezogen werden. Gibt es auch Leute, die Multirollen an normalen Ruten verwenden?

Lese überall nur Shimano Charter Special TR 2000 und Daiwa Sealine SG 47 LCA. Was gibt es sonst noch, falls Multi?
Gruss, Stefan
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Chregu » Di 14. Mär 2017, 04:28

Hallo Zähe

Ich verwende Rolle von Askari eine QUANTUM SEA MANIAC® FD ANGELROLLE
und Rute von ZEBCO COOL LIGHT PILK RUTEN in der Länge von 180cm 240cm 270 cm seit Jahren bin sehr zufrieden .
wünsche euch noch einen schönen Angel Tag

Lg Chregu Luzern

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Re: Rutenhunde

Beitrag von fischer » Di 14. Mär 2017, 07:46

Hoi Flümi,

ich rate dir davon ab eine Spinnrute zum Schleppen mit Brettchen zu verwenden. Die allermeisten Ruten haben eine allzu parabolische Aktion. Ich verwende Ruten von Ron Thompson in verschiedenen Längen von 1.8 - 2.4 m (RT Hardocore Boat, die gibt es als Downriggerversion oder als Schlepprute für Brettchen). Es sind Glasruten mit einer guten Aktion und genügend Reserven für die starke Belastung bei der Fischerei mit Brettchen. Kaufe ja nicht allzu steife Ruten. Glardon bietet eine Rute für die Schleppangelei an (nennt sich glaub Pirit o.ä.) die vieeeeel zu hart ist. Ein echte Prügel. Die Brettchen haben mit dieser Rute in den Wellen Tendenz zu springen und der Drill eines mittleren Hechtes ist kein wirkliches Vergnügen mehr :x
Als Rollen kommen bei mir nur Multis mit Zählwerk in Frage. Günstige und haltbare Rollen mit guter Bremse sind Okumas. Am liebsten verwende ich die Okuma Coldwater 303 DLX. Linkshandrolle mit vernünftiger Schnurfassung und guter Bremse. Sie kostet bei Amazon ca. 100.- Von der Okuma Classic Pro 300 DLX habe ich auch einige im Gebrauch. Sie ist vergleichbar mit der Coldwater, jedoch etwas billiger gebaut. Der Preis liegt bei ca. 70.- (aus DE, in der Schweiz bei Glardon ca. 140.-).
Gruss vom Fischer

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Re: Rutenhunde

Beitrag von Loup » Di 14. Mär 2017, 08:48

Aber Flümi, hast du schlecht gegessen? Das sind ja mal Töne die man von dir nicht gewohnt ist. Du schreibst da von Prügel, Billigste, günstig, Askari usw.
Da muss ich mich doch fragen, was ist jetzt los mit dem Flümi. :shock: Schleppfischen hat auch was mit Freude an der Sache zu tun.
Schau doch mal bei Schleppfischen.ch. Ich glaube, der weiss wovon er schreibt und danach ist sein Sortiment ausgerichtet.
Gruss vom Murtensee
Loup

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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » Fr 14. Apr 2017, 20:52

Mittlerweile habe ich gesehen, dass man die TrollingPro SideRider auch bei https://bernhard-fishing.ch/ kaufen kann ;)
Chregu hat geschrieben:Ich verwende Rolle von Askari eine QUANTUM SEA MANIAC® FD ANGELROLLE
und Rute von ZEBCO COOL LIGHT PILK RUTEN in der Länge von 180cm 240cm 270 cm seit Jahren bin sehr zufrieden .
Merci für dein Feedback. Die Ruten haben ein Wurfgewicht von "nur" 50-130g? :shock:
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das ein Hinweis darauf ist, dass die Stucki Power Boards wirklich einen viel geringeren Widerstand verursachen als die TrollingPro SideRider. :mrgreen:



fischer hat geschrieben:Hoi Flümi,
ich rate dir davon ab eine Spinnrute zum Schleppen mit Brettchen zu verwenden. Die allermeisten Ruten haben eine allzu parabolische Aktion. Ich verwende Ruten von Ron Thompson in verschiedenen Längen von 1.8 - 2.4 m (RT Hardocore Boat, die gibt es als Downriggerversion oder als Schlepprute für Brettchen). Es sind Glasruten mit einer guten Aktion und genügend Reserven für die starke Belastung bei der Fischerei mit Brettchen. Kaufe ja nicht allzu steife Ruten. Glardon bietet eine Rute für die Schleppangelei an (nennt sich glaub Pirit o.ä.) die vieeeeel zu hart ist. Ein echte Prügel. Die Brettchen haben mit dieser Rute in den Wellen Tendenz zu springen und der Drill eines mittleren Hechtes ist kein wirkliches Vergnügen mehr :x
Als Rollen kommen bei mir nur Multis mit Zählwerk in Frage. Günstige und haltbare Rollen mit guter Bremse sind Okumas. Am liebsten verwende ich die Okuma Coldwater 303 DLX. Linkshandrolle mit vernünftiger Schnurfassung und guter Bremse. Sie kostet bei Amazon ca. 100.- Von der Okuma Classic Pro 300 DLX habe ich auch einige im Gebrauch. Sie ist vergleichbar mit der Coldwater, jedoch etwas billiger gebaut. Der Preis liegt bei ca. 70.- (aus DE, in der Schweiz bei Glardon ca. 140.-).
Gruss vom Fischer
Merci auch dir für dein Feedback. Die RT Hardcore Boat haben eine Angabe von 20-30lbs. Wie "stark" ist das ungefähr im Vergleich zu einer Rute mit 100-250g?
Die S-Pirit mit -500g WG hab ich mal in den Fingern gehabt. Kann man auch als Betäuber verwenden :shock:
Interessant finde ich, dass im 2017er Katalog von Glardon-Stucki eine neue Rute für das Schleppen mit dem Power Board drin ist. Bei der S-Pirit Boat reden sie von "ideal für das Power Board" und bei der neuen S-Pirit Boat II von "perfekt" dafür. Die Neue ist weicher als die Alte und mit 15-30lbs angegeben. Da sie von der grossen Nachfrage nach Schleppruten sprechen, deute ich das mal als "die alte war zu hart, es besteht Nachfrage nach einer weicheren S-Pirit" :mrgreen:


Loup hat geschrieben:Aber Flümi, hast du schlecht gegessen? Das sind ja mal Töne die man von dir nicht gewohnt ist. Du schreibst da von Prügel, Billigste, günstig, Askari usw.
Da muss ich mich doch fragen, was ist jetzt los mit dem Flümi. :shock: Schleppfischen hat auch was mit Freude an der Sache zu tun.
Schau doch mal bei Schleppfischen.ch. Ich glaube, der weiss wovon er schreibt und danach ist sein Sortiment ausgerichtet.
Klar habe auch ich einen gewissen Tacklefetisch und Freude an der Technik von guten Rollen oder so. Aber jetzt mal ehrlich ... wenn ich eine Combo vielleicht 3-6x pro Jahr verwende, muss es dann eine für 300 oder 500 sein? Wenn es für die aktive Fischerei ist, wo man die Combo lange in der Hand hält, wäre es mir auch wichtiger, dass das Gewicht kein Abturner ist, dass es einigermassen gut in der Hand liegt und dass die Köderführung einigermassen funktioniert. Aber wenn die Combo einfach im Halter steckt? :mrgreen:
Gruss, Stefan
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Loup » So 16. Apr 2017, 13:26

Ich hoffe die Combo steckt nicht nur in der Halterung, sondern du kommst auch zum drillen. Das Motto heisst:
So wenig Prügel wie möglich, so viel Prügel wie nötig.
Einen Hecht zu drillen vom fahrenden Boot aus macht sowiso erst ab 80 - 90 cm ein bisschen Spass. Mit einem Prügel würde ich dir empfehlen deine Köder anzuschreiben. Reserviert für Hechte ab 100 cm, am anderen Ende wartet ein Prügel.
Dass du nicht das teuerste Gerät für diesen Zweck kaufen möchtest verstehe ich. Du könntest natürlich, nachdem du den Rutenhund mit dem Prügel ins Boot gebracht hast, den Prügel hinlegen und den Fisch von Hand drillen. Das erfordert ein sensibles Händchen und wäre möglicherweise ein neues Drillerlebnis für dich.
Gruss vom Murtensee
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » So 16. Apr 2017, 22:59

Ich bin ja auch der Meinung, dass der Fisch seine Chance haben muss, aber von Hand zu drillen ist mir dann doch zu urchig und ich möchte es dem Fisch nicht allzu leicht machen. Ausserdem müsste ich dann nach jedem zweiten Drill die am Boden herumliegende Schnur von den Schuhen lösen und danach entknoten? :lol:

Wenn ich eingeladen werden würde, bei einem Überlebens- Realityformat mitzumachen und dort für eine Gruppe von Leuten Fische mit der Handleine fangen muss, wäre es was anderes :P

Werde vermutlich die Ron Thompson Hardcore Boat II 2,40m 20-30lbs kaufen. Da ich beim Bernhard mittlerweile mit dem Kärtchen 10 Einkäufe zusammen hab und unter anderem wegen den Simms Wathosen und Watschuhen genug Umsatz generiert hab, werde ich noch genug Guthaben drauf haben, dass ich die Rute "gratis" bekommen könnte. Werde bei Gelegenheit wieder vorbeischauen und fummeln gehen.

Den einzigen Hecht, den ich mal vom fahrenden Boot erwischt habe, der das Schonmass hatte, war ja damals der 76er vom Wohlensee. Wenn ich dann auf dem Bielersee (oder Murten- oder Neuenburgersee) mit ordentlichem Gerät schleppe, erhoffe ich mir eine Steigerung :wink:
Gruss, Stefan
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Loup » Mo 17. Apr 2017, 00:00

Würde mich fast reizen dich mal zu einem Handdrill einzulanden. Aber nur, und vor allem mit den teuren, wenn auch sehr guten, Simms Wathosen und Schuhen. :D
Leider schleppe ich aber nur noch ganz selten auf Hecht, habe schon zu viele gefangen in meinem langen Anglerleben.
Gruss vom Murtensee
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Bodenseeaal » Di 18. Apr 2017, 17:55

die Okuma Azores ist als große Stationärrolle noch recht günstig und salzwasserfest für den nächsten Urlaub
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Herr-voragend » Di 18. Apr 2017, 22:29

Ich schleppe auch mit den RT Hardcore II aber in der Downriggervariante... Diese sind noch etwas weicher als die Boat ausführung, wodurch die Brettchen auch bei starkem Wellengang wie auf Schienen durchs Wasser pflügen. Kann die Ruten sehr empfehlen. Das Preisleistungsverhältnis ist super.
Dazu vewende ich Multirollen von Penn, aber günstigere Okumas eigenen sich für den gelegentlichen Gebrauch genau so gut.
Gruss Pirmin

(Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.)

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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » So 23. Apr 2017, 10:21

Bei Rutentipps wäre es wohl am besten, wenn jeder zu den Rutenangaben auch noch schreiben würde, welche Brettchen er damit verwendet, da die verschiedenen Arten von Brettchen nicht alle den gleichen Druck ausüben :(

War mittlerweile beim Bernhard und hab eine 8' 20-30lbs geholt:
Bild

Diese verwende ich dann mit dem TrollingPro SideRider. Habe auch verschiedene andere Ruten in den Fingern gehabt und war extrem erstaunt. Die Downrigger-Variante (?) mit 15-25lbs hat im Vergleich zur Boat 20-30lbs ein etwa halbes Wurfgewicht, obwohl sie mit 25lbs 83% von 30lbs hat?!? Vom Gefühl her hatte die Rute ein WG von unter 200g. Oder war das gar nicht die Downrigger-Variante, die ich in den Fingern hatte? Aber 15-25lbs stand effektiv drauf. :lol:

Ich würde die 15-25lbs Rute nicht für die TrollingPro SideRider einsetzen, da diese wohl am meisten Druck aller Rutenhunde machen? Andere Rutenhunde kenne ich bisher halt noch nicht. Für die SavageGear MP Paravan wäre sie aber sicher irgendwo zwischen "ganz wenig zu stark" und "ideal".
Gruss, Stefan
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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » Do 8. Jun 2017, 06:55

Mittlerweile hab ich paar Ruten, Schnüre, Bootskescher in XL und anderes Spielzeug gekauft.

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Sowohl eine zweite Ron Thompson Hardcore II, jedoch aber 7' und 100-250g statt 20-30lbs, wie auch 2stk günstigere 3m 100-250g. Im direkten Vergleich ist die 20-30lbs ein klein wenig härter als alle 3 anderen Ruten mit je 100-250g, aber nur minimal. Mit den langen beiden hab ich am Montag mein Glück versucht mit den TrollingPro SideRidern. Da ich zwar jetzt genug Ruten und genug Schnüre hab, aber die Rollen, die ich wollte, dort nicht erhältlich waren, besorge ich diese dann an nem anderen Ort. Da ich am Montag relativ spontan schleppen ging mit einem Kollegen, wusste ich mir nicht anders zu helfen, als aus dem Keller eine 15 Jahre alte Rolle zu holen, die ich mal für paar Euronen bei einer Tombola an der Aqua-Fisch gewonnen hab. Ist zwar bissl ein Geschwür und hätte ich nie mit gutem Gewissen verkaufen können, sondern nur verschenken, aber es war halt die einzige Rolle, die neben meiner Catalina 5000 gross genug war. Also habe ich dort vorübergehend eine der neuen Schnüre dort draufgetan. Sobald dann 2 Multirollen kommen, nehme ich die Schnur dort wieder weg.

Vom Gefühl her und wie sich die Ruten mit 100-250g verhielten, empfand ich dieses WG für die SideRider als hervorragend geeignet. Es kamen 6 Combos zum Einsatz. 2 von mir mit TrollingPro SideRider und 4 waren vom Kollegen, die er halt schon immer verwendet hat. 2 mit Multi, Monofil und ASO Ghost Sideplaner und 2 mit Multi und Braid für direkt hinter dem Boot.

Die ASO Ghost sind bei wenig Wellengang nur schlecht zu sehen und laufen ein gutes Stück weiter hinten als die SideRider. Wenn ich auf meiner Seite am Rutenhund etwas hatte, hat halt der Kollege schnell die beiden anderen Schnüre auf meiner Seite eingezogen, so wie ich halt bei ihm ausgeholfen habe, wenn er etwas hatte.

Bild

Auf das Bild klicken für grosse Auflösung ;)



Ausserdem hab ich noch bissl gebastelt. Diese (Schweizer?) Drahtkonstruktion schränkt das Köderspiel ein. Deshalb durch flexibleres Selfmade ersetzt.


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Re: Rutenhunde

Beitrag von Flümi » Do 20. Jul 2017, 11:20

Hab wieder paar neue Spielsachen zusammen :D

Bild

fischer hat geschrieben:
Di 14. Mär 2017, 07:46
Am liebsten verwende ich die Okuma Coldwater 303 DLX. Linkshandrolle mit vernünftiger Schnurfassung und guter Bremse.
Guck mal da :wink:


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Re: Rutenhunde

Beitrag von primus » Sa 3. Nov 2018, 01:19

Verwendest du die Multis auf den RT Ruten geht das gut? @Flümi
Gruß und Petri

Manu

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