Aber die Geschichte von Anfang an:
Gestern war Hausmesse bei meinem Stammhändler und so beschlossen Hansi und ich das Geschäft zu besuchen. Jeder kauft sich ein paar Kleinteile wie Schnur, Systeme von A.S.O, Gummifische und ich hatte noch kleine schlanke Effzetblinker entdeckt. Diese gefielen mit von Opzik und Design so gut das ich mir welche mitnahm obwohl ich sonst eher zu Spinnern bei Forellen tendier.
Heute nach der Arbeit, obwohl ich saumüde war, beschloß ich ein wenig zum Fischen zu gehen, noch dazu hatte ein Arbeitskollege und Freund gestern eine 53cm lange Regenbogenforelle an unserem Haussee gefangen. Das Wetter war heute so wie ich es beim Spinnfschen liebe, Nebel und leichter Wind. Am See angekommen kam als erstes der 3er Mepps runter und der neue Blinker wurde montiert. Erste Test im Wasser zeigten ein super Laufverhalten, da mußte doch was gehen.............
Schon beim zweiten Wurf ( die Forelle verriet sich durch Schnappen von Insekten an der Oberfläche) konnte ich eine knapp 40cm lange Regenbognerin verhaften. Diese hab ich auch mitgenommen da ich zumindest einen Fisch mit nachhause nehmen wollte, also Fisch versorgt und weiter geblinkert. Ich fing noch 2 oder 3 weitere Forellen der selben Größe die aber wieder schwimmen durften, auch einen Saibling biss dieser mußte aber wieder freigelassen werden weil seit Monatsanfang Schonzeit für Saiblinge herrscht.
Der Saibling

Aber wieder schnappten Forellen vielleicht 2 Meter vom Ufer entfernt nach Anflugnahrung und auch dahin flog mein Effzetblinker
Und dann kam er der Hammerbiss und ich war nicht darauf vorbereitet, ich konnte gar nicht so schnell reagieren und die Bremse lockern wie der Fisch bei mir vorbei schoss und einen satten Sprung machte und so kam erstaunen und entsetzen im Bruchteil von Sekunden zustande. Im Sprung löste sich nämlich der Blinker aus dem Maul der Forelle, die mit Sicherheit über 60cm hatte. Am Ufer hockte dann ein ziemlich frustrierter Angler der eine Zigarette rauchte und fassungslos auf den Blinker starrte, der Haken vom Drilling der im Maul der Forelle sitzte war nämlich aufgebogen
Darum konnte sie den Blinker also abschütteln. Aber weiter gings um den See, es folgten noch etliche Bisse und nachläufer bis zu meinen Füßen, und irgendwann sah ich wieder den Blinker schön verführerisch auf mich "zuflattern" und eine wiederum große Forelle folgte dem Blinker und biss vehement zu, der Anhieb saß. Und die Bremse meiner TwinPower begann zu surren ( die Bremseinstellung stimmte diesmal, so ein Fehler passiert nur einmal). Nach etlichen Minuten spannenden und kämpferischen Drills konnte ich die Forelle endlich keschern. Ich war endlos erleichtert diese im Sack zu haben. Das Maßband zeigt knapp 60cm und im Augenschein nahm ich eine schön gezeichnete, wild aufgewachsene und gut genährte Regenbognerin.
Ein paar Fotos
Forelle mit Blinker

Beide Forellen

Ein glücklicher Fischer

Kurzum ein schöner Nachmittag am Wasser der mit einem erfolgserlebnis endete. Zwei Sachen sind mir noch aufgefallen:
1. Die Forellen hingen alle vorne im Maul und konnten sehr schonend abgehakt werden und
2. Als der Nebel sich auflöste ging die Anzahl der Bisse deutlich zurück.
Nur schade das ich meine neue Digi erst am Dienstag bekomme, da wären die Bilder noch besser gewesen

