Meine Premiere mit Spinnköder

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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AVS73
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Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von AVS73 » Di 11. Jun 2019, 21:39

Bericht über meine Premiere in der Anglerei

Hallo zusammen

Ich bin neu hier, und genau so neu bin ich Fischer. Ich möchte mich kurz vorstellen:
Wohnhaft bin ich in Aadorf, Kanton Thurgau, und habe demnach auch vor, mehrheitlich in der Ostschweiz zu fischen, kann jedoch sein, dass ich mich auch mal in fremde Gefielde waage. Bin 34 Jahre alt und habe bis vor ein paar Wochen nicht wirklich viel mit Fischen am Hut gehabt. Das änderte sich jedoch schlagartig, als meine Freundin und ich vor ein paar Wochen eine Angelausflug zum Kundelfinger Hof in Diessenhofen machten um dort die ersten Erfahrungen vom Forellenfischen zu machen. Da meine Freundin kein Fleisch, jedoch sehr gerne Fisch und Meeresfrüchte isst, und ich ebenfalls, kam mir daher die Idee es zu versuchen. Seit diesem Tag habe ich irgendwie das Fieber, was das Fischen betrifft, gekriegt.

Kurzum gesagt, haben wir uns für den SaNa-Kurs angemeldet, den wir in Rafz erfolgreich abgeschlossen haben. Danke an René Widmer, den SaNa-Instruktor, für den lässigen Nachmittags und die sehr guten Tipps fürs Fischen in Kanada.

Ein paar Tage später habe ich mir die blaue Fischerkarte, welche für den Kanton Thurgau obligatorisch ist, bestellt und habe für den 08. Juni 2019 mein erstes Tagespatent gelöst.
Dieses war gültig für den Thurabschnitt 6, von der Brücke Amlikon-Bissegg bis zur Zugsbrücke in Eschikofen.
Ich machte mich also früh morgens auf nach Amlikon und begab mich an die bereits vorgängig ausgemachten Spots. Die Thur führte nicht all zuviel Wasser und ich konnte mich so gut es ging ans Ufer rankämpfen. Zu aller erst versuchte ich es direkt nach einer Stromschnelle und warf meinen ersten Köderfisch aus. Leider musste es so kommen, wie es kommen musste, der Köder verhakte sich irgendwie im Untergrund und ich musste ihn sodann opfern. Also neues Vorfach mit neuem Köder montiert, und zack, nach einigen Minuten dasselbe, wieder verhakt. Das konnte es doch nicht sein. Bereits nach ca. 30 Minuten zwei Köder verschwendet. Ist dies euch in dieser Form auch schon passiert? Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein, aber ich wollte deswegen sicher noch nicht aufgeben, ich hatte doch noch ein paar weitere Köder in meiner Box. Und irgendwie sollte sich dieses Malheur auszahlen, bzw. es hatte etwas Gutes.

Als ich endlich wieder neu montiert hatte, begab ich mich ein bisschen weiter in Richtung Westen in flaches und seichtes Gewässer. Dort musste ich mich regelrecht nach unten ans Wasser durchkämpfen. Eine Machete statt eines kleinen Messers wäre in diesem Moment passender gewesen. Nun denn, geschafft und ich stand im Wasser und siehe da, ein paar Fische, unmittelbar ein paar Meter vor mir im seichten Wasser. Obwohl ich ins Wasser stieg, schwammen sie nicht davon. Aber einen von denen habe ich nicht gefangen.
Aufgrund dessen blieb ich, da es tatsächlich ein paar Fische in der Gegend hatte.
Ich warf sodann meinen montierten Löffel aus, und tatsächlich, nach ein paar Versuchen spürte ich beim Einziehen sofort einen Ruck und ich war mir sicher, dass dies kein Verheddern des Löffels war. Also zog ich an, und versuchte die Schnur auf Spannung zu halten. Und plötzlich sah ich weiter vorne, dass sich tatsächlich ein Fisch an meinem Köder vergriffen hat. Beim Drillen erkannte ich, dass es (leider) keine Forelle war, sondern ein schöner Alet. Ich zog ihn in meinen Feumer und habe ihn dann waidgerecht verwertet. Vor Ort habe ich noch ein Foto des "Döbels" im Feumer gemacht, das Vermessen vollzog ich dann zu Hause.
Ein bisschen stolz war ich, als ich sah, welch Grösse der erste hatte. Ca. 45 cm mass das Prachtexemplar.

wenige Minuten (20) später zog ich einen weiteren Alet an Land, dieses Mal war es doch ein kleinerer. Danach hatte ich das Gefühl, die Fische haben bemerkt, dass zwei ihrer Artgenossen aus dem Wasser gezogen worden sind und haben mutmasslich das Weite gesucht. Aber vorher habe ich es wieder geschafft, meinen erfolgreichen Löffel am anderen Ufer zu verhaken. Also wieder abschneiden und neuen montieren :-(. Danach noch einmal den Standort geändert und weiter in Richtung Eschikofen gewechselt. Kurz nach einer weiteren Wasserschnelle auf der anderen Seite im seichten, vom Wasserstrom geschützten Wasser nochmals meinen neuen silbernen Löffel ausgeworfen, und prompt -"zack"- ein weiterer Biss. Nochmals ein Alet, in derselben Grösse wie der zweite. Einen weiteren habe ich ebenfalls noch gesichtet, der suchte aber panisch das Weite. Er wurde nie mehr gesehen (geködert). Es folgten leider keine weiteren Bisse mehr. Dennoch zufrieden machte ich mich wieder nach Hause auf und verarbeitete meine Ausbeute.


2. Versuch
Mein zweiter Versuch fand heute wieder an der Thur statt. Dieses Mal beim Streckenabschnitt 2 von Höhe Einlauf Sitter bei Bischofszell bis zur Thurbrücke in Kradolf-Schönenberg. Leider führte die Thur um einiges mehr Wasser als letztes Mal. Das lag natürlich an den starken Regenfällen vom Wochenende.
Ich versuchte daher mit einem leuchtenden Köder einen Fisch anzulocken, was jedoch wegen des vielen Treibguts schwierig war. Zudem war die Strömung relativ stark, was hiess, dass mein Köder sehr schnell "mitgerissen" wurde und somit schnell ans Ufer kam. Einmal jedoch hatte ich einen Biss am Haken, konnte aber nicht genug schnell reagieren, da ich vermutete, dass es wieder nur ein Ast war, welcher sich an meinem Haken zu schaffen gemacht hat. Als ich dann doch merkte, es könnte sich um ein Tier handeln, war es leider zu spät. Relativ schnell beim Einholen verlor ich den Fisch, und er verschwand in der trüben Thur auf Nimmerwiedersehen. Naja, eigentlich hat er es auch verdient, sein Zappeln hat Wirkung gezeigt.
Einige andere Stellen habe ich noch versucht, jedoch konnte ich aufgrund des hohen Wasserstandes praktisch keine gute Stelle ausmachen, an der ich ans Wasser mit guter Anlandemöglichkeit gelangen konnte. Ich hätte, falls, den Fisch in hohem Boden an die Krete befördern müssen. Naja, so habe ich es nicht gelernt. Also suchte ich weiter. Beim Schwimmbad Schönenberg versuchte ich es nochmals, jedoch war alles, was sich an meinem Haken befand, entweder Holz, oder sonst irgendwelches grünes Zeugs. Zudem musste ich feststellen, was da alles von den Menschen den Fluss runtergespült wird. Wirklich übel... ! Auch Picknickstellen waren ebenfalls voll mit Müll. Tja, die Fische sinds, die damit leben müssen, leider.
Also, heute war ein klarer Schneidertag. Vielleicht wäre mehr möglich gewesen. Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht, oder die Erkenntnisse, dass bei Hochwasser nach starken Regenfällen, eher nicht mit Bissen gerechnet werden muss. Ich hatte auch keinen einzigen Fisch ausmachen können, da ich, ausser der braunen Brühe, wirklich nichts gesehen habe.

Falls ihr hier meine ersten beiden Erfahrungen bis tatsächlich am Schluss durchgelesen habt, dürft ihr gerne kritisch darauf reagieren. Nur so lernt man und macht hoffentlich nicht zweimal die gleichen Fehler, oder zumindest man kann die Faktoren verhindern, die man beeinflussen kann.

Also auf ein weiteres und allen ein grosses Petri, hoffentlich folgen noch weitere Berichte, denn ich bin erst am Anfang und hoffe, dass es noch weiter steil nach oben geht (Erfahrung natürlich)...

In dem Sinne, schönen Abend und man liest sich.

Grüsse Savi
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Re: Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von Tavarua » Di 11. Jun 2019, 23:12

Willkommen im Forum, AVS73.
Und Petri zu den Fischen :chef:

Gruess, Patrick

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Re: Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von Tinca » Di 11. Jun 2019, 23:33

Super Bericht. Herzlich willkommen.
Die Erfolge und das Ködermanagement (weniger Verlust) sind eine reine Erfahrungssache. Das wird besser mit der Zeit.
Alet werden wohl deine Hauptbeute sein am Anfang. Grätenreich, aber schmackhaft.
Bis 30cm würde ich die Fische ganz braten und alle 3-5 mm einschneiden. Beim braten werden so die Gräten weich und essbar. Bei Grösseren hilft nur komplett verarbeiten in Fischburger oder die Augen aufzumachen beim Essen. Die Gräten sind nicht zufällig verteilt und mit etwas Übung geht das entfernen sehr schnell.

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Re: Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von Schimo » Di 11. Jun 2019, 23:40

Hallo AVS73, das ist ja mal gleich eine nette Vorstellung mitsamt Bericht - Petri zu den Fängen!

Ich hatte zu Beginn auch mit regelmässigen Köderverlusten zu kämpfen. Mit der Zeit werden es aber bestimmt weniger, da bin ich mir sicher! Fleissig ans Wasser gehen und dann kommt das gut :D

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Re: Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von Flümi » Do 13. Jun 2019, 02:30

Willkommen im Forum und merci für deinen Bericht :)
AVS73 hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 21:39
Das konnte es doch nicht sein. Bereits nach ca. 30 Minuten zwei Köder verschwendet. Ist dies euch in dieser Form auch schon passiert?
Ich fische schon 30 Jahre ... ich versuche mal zu schätzen, was ich alles abgerissen habe:

Engstlensee (Bergsee): ca. 30 Blinker
Öschinensee (Bergsee): ca. 30 Blinker
Schüss/Birs/Emme (Forellenbäche): ca. 20 Zapfen, 20 Spinner, 5 Wobbler
Lac de Joux: ca. 10 Blinker und 3 Lucky Craft Wander

Bielersee, Nidau-Büren-Kanal und Zihl (meine effektiven Hausgewässer, da ich mit dem Velo jedes davon in 5min erreichen kann): boah ... ich sags mal so ... ich bin ein treuer Kunde in den Schweizer Fischerläden :lol:
Gruss, Stefan
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Re: Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von FunFisCHer » Mo 17. Jun 2019, 15:11

Hallo und Danke für deinen super Bericht (und die guten Bilder). Gratulation zu deinem tollen Start in die Welt des Fischens ! Der Verlust von Kunstködern ist immer ärgerlich....mit der Zeit wirst du bestimmt weniger Verluste erleiden; Übung macht bekanntlich den Meister...du wirst im Laufe deiner "Karriere" die Gewässer "lesen" können und abschätzen lernen;, WO es zu Problemen (versunkene Bäume / Äste ....) kommen könnte und diese Stellen vorsichtiger oder gar nicht beangeln.
Allzeit Petri Heil (das mit den Forellen klappt schon noch...)

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Re: Meine Premiere mit Spinnköder

Beitrag von Fishlol » Do 1. Aug 2019, 19:06

Hey cooler Bericht geht mir genau so kennt sich jemand an der birs aus pn??? :D ;-)😊

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